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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Da ereilte ihn am 24. August 1846 ein
jäher Tod. Ein jüdischer Wasserträger
war in einem Brunnen verunglückt.
R. will ihn retten und schwingt sich
die Leiter hinab; in der Mitte des
Brunnens wird er durch die Stickstoff-
gase betäubt und stürzt in die Tiefe.

S:

Lyrische und dramatische Dich-
tungen, 1846.

Reinckens, Joseph,

geboren 1833
zu Urbach bei Aachen, studierte in
Aachen u. Münster, hielt von 1858 bis
1859 das vorschriftsmäßige Probe-
jahr ab, war seit Herbst 1859 am
Progymnasium in Linz tätig, wurde
daselbst im März 1862 als ordentlicher
Lehrer angestellt und im April 1864
an das Gymnasium in Trier versetzt.
Seit 1872 Gymnasialoberlehrer in
Bonn, wurde er im Oktbr. 1875 zum
königlich. Kreisschulinspektor daselbst
ernannt. Jn dieser Stellung befand
er sich, seit 1895 mit dem Charakter
eines Schulrats, bis zu seinem Über-
tritt in den Ruhestand, 1. Juli 1898.

S:

Gonderich u. Alise (Ep. G.), 1863.
- Das Mädchen aus Böhmen (Jd.
Ep.), 1870.

*Reineck, Minna Freiin von,

psd.
Franz Eugen, wurde im ehemali-
gen Kurfürstentum Hessen als die
Tochter des Geheimrats Freiherrn v.
R. geboren und lebt seit mehreren
Jahren in Darmstadt. Sie ist seit
1870 als Novellistin sehr produktiv
gewesen.

S:

Polin u. Deutsche (Zeit-
bild), 1871. - An deutschen Fürsten-
höfen (Nn.), 1872. - Schuldig oder
nicht (E.); II, 1873. - Der Held des
Bauernkrieges (Hist. E.); II, 1875. -
Jürgen Wullenwever (Hist. E.), 1877.
- Der Eidbruch von Köln. Jm Moor
(Hist. En. a. d. Mittelalter), 1884. -
Der Hexenrichter von Paderborn
(Hist. E.), 1895.

*Reinelt, Johannes,

pseudonym
Philo vom Walde, wurde am 5.
August 1858 zu Kreuzendorf bei Leob-
schütz in Schlesien als der Sohn eines
Häuslers geboren, besuchte von 1874
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bis 1878 die Präparandenanstalt und
das Seminar zu Zülz in Oberschlesien,
wurde dann Adjuvant in Bielau bei
Neiße, 1882 Lehrer in dem benach-
barten Korkwitz und 1884 in Neiße.
Am 1. Oktober 1902 folgte er einem
Rufe an die Pestalozzi-Schule in Bres-
lau und hier ist er am 16. Jan. 1906
gestorben, Nach Max Heinzels (s. d.!)
Tode (1898) gab er den von diesem
gegründeten Kalender "Der gemitt-
liche Schläsinger" heraus.

S:

Aus
der Heemte! (Hum., Sk., Ge. in schle-
sischer Mundart), 1883. - Schlesien
in Sage und Brauch, 1883. - A schlä-
sches Bilderbüchel (Prosa u. Poesie),
1885. - A Singvägerle (Aus d. Schlä-
sing), 1886. - Vagantenlieder, 1888.
- Die Dorfhexe (Bauernkomödie),
1891. - Hygienische Volksbühne (Die
gute Stube. - Wasser tut's freilich. -
Der rechte Doktor. 3 Lspe.), 1892. -
Sonderlinge. Der Kurpfuscher. Drei
Paar Verlobte. Der kranke Gott
(Lustspiele. Neue Folge), 1895. -
Leutenot (E.), 1900. - Schlesisches
Dichterbuch (Anthol., hrsg. m. Aug.
Frdr. Krause), 1901. - Sonntags-
kinder (Lr. u. Ge. aus Schlesien), 1904.
- Unter dem Schutze der Mutter Got-
tes (Volkstümliches Drama), 3. A.
1906.

*Reiners, Adam,

geb. am 10. Nov.
1849 in Clerf (Luxemburg), ist katho-
lischer Pfarrer, wirkte als solcher seit
1886 in Luxemburg, seit 1889 in Na-
gem, seit 1895 in Dippach, seit 1901 in
Oberwampach und seit 1905 wieder in
Luxemburg. Er redigierte 1888 die
Zeitung "Vaterland", 1888-96 die
Zeitschrift "Mariahilf", 1891-97 den
"Kalender Mariahilf" u. verschiedene
andere Zeitschriften, schrieb eine große
Zahl theologischer und religiöser
Schriften und außerdem

S:

Echter-
nacher Volkssagen, 1880. - Tropen-
gesänge m. Melodien, 1888. - Marien-
geschichten, 1898. - Erzählungen am
christlichen Familienherde, 1904. -
Die Pilgerfahrt ins Heilige Land an

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Rei
Da ereilte ihn am 24. Auguſt 1846 ein
jäher Tod. Ein jüdiſcher Waſſerträger
war in einem Brunnen verunglückt.
R. will ihn retten und ſchwingt ſich
die Leiter hinab; in der Mitte des
Brunnens wird er durch die Stickſtoff-
gaſe betäubt und ſtürzt in die Tiefe.

S:

Lyriſche und dramatiſche Dich-
tungen, 1846.

Reinckens, Joſeph,

geboren 1833
zu Urbach bei Aachen, ſtudierte in
Aachen u. Münſter, hielt von 1858 bis
1859 das vorſchriftsmäßige Probe-
jahr ab, war ſeit Herbſt 1859 am
Progymnaſium in Linz tätig, wurde
daſelbſt im März 1862 als ordentlicher
Lehrer angeſtellt und im April 1864
an das Gymnaſium in Trier verſetzt.
Seit 1872 Gymnaſialoberlehrer in
Bonn, wurde er im Oktbr. 1875 zum
königlich. Kreisſchulinſpektor daſelbſt
ernannt. Jn dieſer Stellung befand
er ſich, ſeit 1895 mit dem Charakter
eines Schulrats, bis zu ſeinem Über-
tritt in den Ruheſtand, 1. Juli 1898.

S:

Gonderich u. Aliſe (Ep. G.), 1863.
‒ Das Mädchen aus Böhmen (Jd.
Ep.), 1870.

*Reineck, Minna Freiin von,

pſd.
Franz Eugen, wurde im ehemali-
gen Kurfürſtentum Heſſen als die
Tochter des Geheimrats Freiherrn v.
R. geboren und lebt ſeit mehreren
Jahren in Darmſtadt. Sie iſt ſeit
1870 als Novelliſtin ſehr produktiv
geweſen.

S:

Polin u. Deutſche (Zeit-
bild), 1871. ‒ An deutſchen Fürſten-
höfen (Nn.), 1872. ‒ Schuldig oder
nicht (E.); II, 1873. ‒ Der Held des
Bauernkrieges (Hiſt. E.); II, 1875. ‒
Jürgen Wullenwever (Hiſt. E.), 1877.
‒ Der Eidbruch von Köln. Jm Moor
(Hiſt. En. a. d. Mittelalter), 1884. ‒
Der Hexenrichter von Paderborn
(Hiſt. E.), 1895.

*Reinelt, Johannes,

pſeudonym
Philo vom Walde, wurde am 5.
Auguſt 1858 zu Kreuzendorf bei Leob-
ſchütz in Schleſien als der Sohn eines
Häuslers geboren, beſuchte von 1874
[Spaltenumbruch]

Rei
bis 1878 die Präparandenanſtalt und
das Seminar zu Zülz in Oberſchleſien,
wurde dann Adjuvant in Bielau bei
Neiße, 1882 Lehrer in dem benach-
barten Korkwitz und 1884 in Neiße.
Am 1. Oktober 1902 folgte er einem
Rufe an die Peſtalozzi-Schule in Bres-
lau und hier iſt er am 16. Jan. 1906
geſtorben, Nach Max Heinzels (ſ. d.!)
Tode (1898) gab er den von dieſem
gegründeten Kalender „Der gemitt-
liche Schläſinger“ heraus.

S:

Aus
der Heemte! (Hum., Sk., Ge. in ſchle-
ſiſcher Mundart), 1883. ‒ Schleſien
in Sage und Brauch, 1883. ‒ A ſchlä-
ſches Bilderbüchel (Proſa u. Poeſie),
1885. ‒ A Singvägerle (Aus d. Schlä-
ſing), 1886. ‒ Vagantenlieder, 1888.
‒ Die Dorfhexe (Bauernkomödie),
1891. ‒ Hygieniſche Volksbühne (Die
gute Stube. ‒ Waſſer tut’s freilich. ‒
Der rechte Doktor. 3 Lſpe.), 1892. ‒
Sonderlinge. Der Kurpfuſcher. Drei
Paar Verlobte. Der kranke Gott
(Luſtſpiele. Neue Folge), 1895. ‒
Leutenot (E.), 1900. ‒ Schleſiſches
Dichterbuch (Anthol., hrsg. m. Aug.
Frdr. Krauſe), 1901. ‒ Sonntags-
kinder (Lr. u. Ge. aus Schleſien), 1904.
‒ Unter dem Schutze der Mutter Got-
tes (Volkstümliches Drama), 3. A.
1906.

*Reiners, Adam,

geb. am 10. Nov.
1849 in Clerf (Luxemburg), iſt katho-
liſcher Pfarrer, wirkte als ſolcher ſeit
1886 in Luxemburg, ſeit 1889 in Na-
gem, ſeit 1895 in Dippach, ſeit 1901 in
Oberwampach und ſeit 1905 wieder in
Luxemburg. Er redigierte 1888 die
Zeitung „Vaterland“, 1888‒96 die
Zeitſchrift „Mariahilf“, 1891‒97 den
„Kalender Mariahilf“ u. verſchiedene
andere Zeitſchriften, ſchrieb eine große
Zahl theologiſcher und religiöſer
Schriften und außerdem

S:

Echter-
nacher Volksſagen, 1880. ‒ Tropen-
geſänge m. Melodien, 1888. ‒ Marien-
geſchichten, 1898. ‒ Erzählungen am
chriſtlichen Familienherde, 1904. ‒
Die Pilgerfahrt ins Heilige Land an

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[417/0421] Rei Rei Da ereilte ihn am 24. Auguſt 1846 ein jäher Tod. Ein jüdiſcher Waſſerträger war in einem Brunnen verunglückt. R. will ihn retten und ſchwingt ſich die Leiter hinab; in der Mitte des Brunnens wird er durch die Stickſtoff- gaſe betäubt und ſtürzt in die Tiefe. S: Lyriſche und dramatiſche Dich- tungen, 1846. Reinckens, Joſeph, geboren 1833 zu Urbach bei Aachen, ſtudierte in Aachen u. Münſter, hielt von 1858 bis 1859 das vorſchriftsmäßige Probe- jahr ab, war ſeit Herbſt 1859 am Progymnaſium in Linz tätig, wurde daſelbſt im März 1862 als ordentlicher Lehrer angeſtellt und im April 1864 an das Gymnaſium in Trier verſetzt. Seit 1872 Gymnaſialoberlehrer in Bonn, wurde er im Oktbr. 1875 zum königlich. Kreisſchulinſpektor daſelbſt ernannt. Jn dieſer Stellung befand er ſich, ſeit 1895 mit dem Charakter eines Schulrats, bis zu ſeinem Über- tritt in den Ruheſtand, 1. Juli 1898. S: Gonderich u. Aliſe (Ep. G.), 1863. ‒ Das Mädchen aus Böhmen (Jd. Ep.), 1870. *Reineck, Minna Freiin von, pſd. Franz Eugen, wurde im ehemali- gen Kurfürſtentum Heſſen als die Tochter des Geheimrats Freiherrn v. R. geboren und lebt ſeit mehreren Jahren in Darmſtadt. Sie iſt ſeit 1870 als Novelliſtin ſehr produktiv geweſen. S: Polin u. Deutſche (Zeit- bild), 1871. ‒ An deutſchen Fürſten- höfen (Nn.), 1872. ‒ Schuldig oder nicht (E.); II, 1873. ‒ Der Held des Bauernkrieges (Hiſt. E.); II, 1875. ‒ Jürgen Wullenwever (Hiſt. E.), 1877. ‒ Der Eidbruch von Köln. Jm Moor (Hiſt. En. a. d. Mittelalter), 1884. ‒ Der Hexenrichter von Paderborn (Hiſt. E.), 1895. *Reinelt, Johannes, pſeudonym Philo vom Walde, wurde am 5. Auguſt 1858 zu Kreuzendorf bei Leob- ſchütz in Schleſien als der Sohn eines Häuslers geboren, beſuchte von 1874 bis 1878 die Präparandenanſtalt und das Seminar zu Zülz in Oberſchleſien, wurde dann Adjuvant in Bielau bei Neiße, 1882 Lehrer in dem benach- barten Korkwitz und 1884 in Neiße. Am 1. Oktober 1902 folgte er einem Rufe an die Peſtalozzi-Schule in Bres- lau und hier iſt er am 16. Jan. 1906 geſtorben, Nach Max Heinzels (ſ. d.!) Tode (1898) gab er den von dieſem gegründeten Kalender „Der gemitt- liche Schläſinger“ heraus. S: Aus der Heemte! (Hum., Sk., Ge. in ſchle- ſiſcher Mundart), 1883. ‒ Schleſien in Sage und Brauch, 1883. ‒ A ſchlä- ſches Bilderbüchel (Proſa u. Poeſie), 1885. ‒ A Singvägerle (Aus d. Schlä- ſing), 1886. ‒ Vagantenlieder, 1888. ‒ Die Dorfhexe (Bauernkomödie), 1891. ‒ Hygieniſche Volksbühne (Die gute Stube. ‒ Waſſer tut’s freilich. ‒ Der rechte Doktor. 3 Lſpe.), 1892. ‒ Sonderlinge. Der Kurpfuſcher. Drei Paar Verlobte. Der kranke Gott (Luſtſpiele. Neue Folge), 1895. ‒ Leutenot (E.), 1900. ‒ Schleſiſches Dichterbuch (Anthol., hrsg. m. Aug. Frdr. Krauſe), 1901. ‒ Sonntags- kinder (Lr. u. Ge. aus Schleſien), 1904. ‒ Unter dem Schutze der Mutter Got- tes (Volkstümliches Drama), 3. A. 1906. *Reiners, Adam, geb. am 10. Nov. 1849 in Clerf (Luxemburg), iſt katho- liſcher Pfarrer, wirkte als ſolcher ſeit 1886 in Luxemburg, ſeit 1889 in Na- gem, ſeit 1895 in Dippach, ſeit 1901 in Oberwampach und ſeit 1905 wieder in Luxemburg. Er redigierte 1888 die Zeitung „Vaterland“, 1888‒96 die Zeitſchrift „Mariahilf“, 1891‒97 den „Kalender Mariahilf“ u. verſchiedene andere Zeitſchriften, ſchrieb eine große Zahl theologiſcher und religiöſer Schriften und außerdem S: Echter- nacher Volksſagen, 1880. ‒ Tropen- geſänge m. Melodien, 1888. ‒ Marien- geſchichten, 1898. ‒ Erzählungen am chriſtlichen Familienherde, 1904. ‒ Die Pilgerfahrt ins Heilige Land an * 27

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 417. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/421>, abgerufen am 20.02.2019.