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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Rei
von der Unterelbe (R.); IV, 1867. -
Tintenkleckse (Hum. En.); II, 1869.
Die Naturgeschichte des weißen Skla-
ven (R.), 1872. - Radix, des Wurzel-
manns Reise ins Land (Ep.), 1874.

*Reinhardt, Friedrich Arnold,
Oswald,

geboren am 28. Juli 1816
zu Polzen bei Schlieben (Provinz
Sachsen) als der Sohn eines Guts-
besitzers, besuchte das Gymnasium zu
Luckau und studierte in Halle unter
Tholuck, Thilo, Erdmann, Gesenius,
Schaller, Leo und Bernhardy Theo-
logie und Philosophie. Nachdem er
seine Examina absolviert, wurde er
1841 Rektor in Lieberose, 1851 Dia-
konus in Fürstenberg a. d. Oder und
im Herbst 1855 Oberpfarrer in Köpe-
nick, wo er am 9. Juli 1876 starb.

S:

Evangelienlieder, 1853. - Epistel-
lieder 1872.

Reinhart, Elise,

siehe Elise
Hochweber!

Reinhart, Gustav,

Pseudon. für
Gustav Neuhaus; s. d.!

*Reinhart, Hans,

geboren am
18. Aug. 1880 als Sohn eines Groß-
kaufmanns in Winterthur (Schweiz),
verlebte dort seine Jugendzeit und
besuchte die Realschule und die ersten
Gymnasialklassen daselbst, worauf er
sich durch Privatunterricht auf den
Besuch der Universität vorbereitete.
Von 1899-1905 widmete er sich in
Heidelberg, Berlin, Zürich, Paris u.
Leipzig hauptsächlich dem Studium
der Philosophie, Philologie, Litera-
tur-, Kunst- und Theatergeschichte u.
lebt er darauf in seiner Vaterstadt
als Schriftsteller und Journalist.

S:

Frührot (Ge. a. d. J. 1899-1901);
1902. - Der Tag (Ge.), 1903. Beide
Sammlgn. vereinigt, 1906. - Alfred
Mombert, der Denker (Eine Studie),
1903. - Der Garten des Paradieses
(Dramat. Rhapsodie aus Andersen),
1909.

*Reinhart, Joseph,

geboren am
1. September 1875 in Rüttenau bei
Solothurn (Schweiz), besuchte die
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Rei
dortige Primarschule, dann die Be-
zirksschule in Niederwil und bildete
sich dann an der pädagogischen Ab-
teilung der Kantonsschule in Solo-
thurn zum Primarlehrer aus. Als
solcher fand er 1894 Verwendung in
Nieder-Erlinsbach (Kanton Solo-
thurn). Zu seiner weiteren Ausbil-
dung wurde ihm ein Urlaub bewilligt,
und er bereitete sich in Neuenburg u.
in Zürich auf das Bezirkslehrerexamen
vor, das er 1900 mit ausgezeichnetem
Erfolge bestand. Seitdem wirkt er
an der Bezirksschule in Schönenwerd
bei Solothurn.

S:

Liedli ab em Land,
1897. 3. A. 1908. - Burechost (Mund-
artl. Dn., hrsg. unter Mitw. schweiz.
Schriftsteller), 1898. - Gschichtli ab
em Land, 1900. - Heimelig Lüt
(Gschichte für zum Obesitz), 1905. -
D'r Meitligranitzler (E G'schicht ab
em Land), 1906. - D' Frau Wätter-
wald (Ländl. Dialektstück), 1. u. 2. A.
1907. - Stadt und Land (G'schichte
für zum Obesitz), 1907. - Der Jümp-
ferlibuur (E Gschicht ab em Land),
1907. - Der jung' Herr Städeli
(Ländl. Dialektstück), 1909. 2. A. 1911.
- D'r Schützeköbel. Wie's Jörgli
hanse Frau ihre Ma kuriert hat (2
En.), 1910. - D' Erbschaft us Ame-
rika (Lsp.), 1910. - Heimwehland
(Gesch. a. einsamer Welt), 1910.

Reinhart, Theodor,

Pseudon. für
Theodor Renaud; s. d.!

Reinhold, Ludwig Albert,


wurde am 22. Febr. 1805 zu Woldegk
in Mecklenburg-Strelitz als der
zweite Sohn des dortigen Predigers
Friedrich Ludwig R. geboren, war
nach Beendigung seiner theologischen
Studien sieben Jahre lang Hilfs-
prediger bei einem erblindeten Oheim
in Staven (Mecklenburg) und ging
dann nach Wismar, wo er erst im
Hause des Obersten von Pressenthin
Hauslehrer und danach Privatlehrer
war. Nach seiner Verheiratung (1835)
übernahm er eine Gastwirtschaft in
der Gegend von Wittstock und ging

*


[Spaltenumbruch]

Rei
von der Unterelbe (R.); IV, 1867. ‒
Tintenkleckſe (Hum. En.); II, 1869.
Die Naturgeſchichte des weißen Skla-
ven (R.), 1872. ‒ Radix, des Wurzel-
manns Reiſe ins Land (Ep.), 1874.

*Reinhardt, Friedrich Arnold,
Oswald,

geboren am 28. Juli 1816
zu Polzen bei Schlieben (Provinz
Sachſen) als der Sohn eines Guts-
beſitzers, beſuchte das Gymnaſium zu
Luckau und ſtudierte in Halle unter
Tholuck, Thilo, Erdmann, Geſenius,
Schaller, Leo und Bernhardy Theo-
logie und Philoſophie. Nachdem er
ſeine Examina abſolviert, wurde er
1841 Rektor in Lieberoſe, 1851 Dia-
konus in Fürſtenberg a. d. Oder und
im Herbſt 1855 Oberpfarrer in Köpe-
nick, wo er am 9. Juli 1876 ſtarb.

S:

Evangelienlieder, 1853. ‒ Epiſtel-
lieder 1872.

Reinhart, Eliſe,

ſiehe Eliſe
Hochweber!

Reinhart, Guſtav,

Pſeudon. für
Guſtav Neuhaus; ſ. d.!

*Reinhart, Hans,

geboren am
18. Aug. 1880 als Sohn eines Groß-
kaufmanns in Winterthur (Schweiz),
verlebte dort ſeine Jugendzeit und
beſuchte die Realſchule und die erſten
Gymnaſialklaſſen daſelbſt, worauf er
ſich durch Privatunterricht auf den
Beſuch der Univerſität vorbereitete.
Von 1899‒1905 widmete er ſich in
Heidelberg, Berlin, Zürich, Paris u.
Leipzig hauptſächlich dem Studium
der Philoſophie, Philologie, Litera-
tur-, Kunſt- und Theatergeſchichte u.
lebt er darauf in ſeiner Vaterſtadt
als Schriftſteller und Journaliſt.

S:

Frührot (Ge. a. d. J. 1899‒1901);
1902. ‒ Der Tag (Ge.), 1903. Beide
Sammlgn. vereinigt, 1906. ‒ Alfred
Mombert, der Denker (Eine Studie),
1903. ‒ Der Garten des Paradieſes
(Dramat. Rhapſodie aus Anderſen),
1909.

*Reinhart, Joſeph,

geboren am
1. September 1875 in Rüttenau bei
Solothurn (Schweiz), beſuchte die
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Rei
dortige Primarſchule, dann die Be-
zirksſchule in Niederwil und bildete
ſich dann an der pädagogiſchen Ab-
teilung der Kantonsſchule in Solo-
thurn zum Primarlehrer aus. Als
ſolcher fand er 1894 Verwendung in
Nieder-Erlinsbach (Kanton Solo-
thurn). Zu ſeiner weiteren Ausbil-
dung wurde ihm ein Urlaub bewilligt,
und er bereitete ſich in Neuenburg u.
in Zürich auf das Bezirkslehrerexamen
vor, das er 1900 mit ausgezeichnetem
Erfolge beſtand. Seitdem wirkt er
an der Bezirksſchule in Schönenwerd
bei Solothurn.

S:

Liedli ab em Land,
1897. 3. A. 1908. ‒ Burechoſt (Mund-
artl. Dn., hrsg. unter Mitw. ſchweiz.
Schriftſteller), 1898. ‒ Gſchichtli ab
em Land, 1900. ‒ Heimelig Lüt
(Gſchichte für zum Obeſitz), 1905. ‒
D’r Meitligranitzler (E G’ſchicht ab
em Land), 1906. ‒ D’ Frau Wätter-
wald (Ländl. Dialektſtück), 1. u. 2. A.
1907. ‒ Stadt und Land (G’ſchichte
für zum Obeſitz), 1907. ‒ Der Jümp-
ferlibuur (E Gſchicht ab em Land),
1907. ‒ Der jung’ Herr Städeli
(Ländl. Dialektſtück), 1909. 2. A. 1911.
‒ D’r Schützeköbel. Wie’s Jörgli
hanſe Frau ihre Ma kuriert hat (2
En.), 1910. ‒ D’ Erbſchaft us Ame-
rika (Lſp.), 1910. ‒ Heimwehland
(Geſch. a. einſamer Welt), 1910.

Reinhart, Theodor,

Pſeudon. für
Theodor Renaud; ſ. d.!

Reinhold, Ludwig Albert,


wurde am 22. Febr. 1805 zu Woldegk
in Mecklenburg-Strelitz als der
zweite Sohn des dortigen Predigers
Friedrich Ludwig R. geboren, war
nach Beendigung ſeiner theologiſchen
Studien ſieben Jahre lang Hilfs-
prediger bei einem erblindeten Oheim
in Staven (Mecklenburg) und ging
dann nach Wismar, wo er erſt im
Hauſe des Oberſten von Preſſenthin
Hauslehrer und danach Privatlehrer
war. Nach ſeiner Verheiratung (1835)
übernahm er eine Gaſtwirtſchaft in
der Gegend von Wittſtock und ging

*
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[421/0425] Rei Rei von der Unterelbe (R.); IV, 1867. ‒ Tintenkleckſe (Hum. En.); II, 1869. Die Naturgeſchichte des weißen Skla- ven (R.), 1872. ‒ Radix, des Wurzel- manns Reiſe ins Land (Ep.), 1874. *Reinhardt, Friedrich Arnold, Oswald, geboren am 28. Juli 1816 zu Polzen bei Schlieben (Provinz Sachſen) als der Sohn eines Guts- beſitzers, beſuchte das Gymnaſium zu Luckau und ſtudierte in Halle unter Tholuck, Thilo, Erdmann, Geſenius, Schaller, Leo und Bernhardy Theo- logie und Philoſophie. Nachdem er ſeine Examina abſolviert, wurde er 1841 Rektor in Lieberoſe, 1851 Dia- konus in Fürſtenberg a. d. Oder und im Herbſt 1855 Oberpfarrer in Köpe- nick, wo er am 9. Juli 1876 ſtarb. S: Evangelienlieder, 1853. ‒ Epiſtel- lieder 1872. Reinhart, Eliſe, ſiehe Eliſe Hochweber! Reinhart, Guſtav, Pſeudon. für Guſtav Neuhaus; ſ. d.! *Reinhart, Hans, geboren am 18. Aug. 1880 als Sohn eines Groß- kaufmanns in Winterthur (Schweiz), verlebte dort ſeine Jugendzeit und beſuchte die Realſchule und die erſten Gymnaſialklaſſen daſelbſt, worauf er ſich durch Privatunterricht auf den Beſuch der Univerſität vorbereitete. Von 1899‒1905 widmete er ſich in Heidelberg, Berlin, Zürich, Paris u. Leipzig hauptſächlich dem Studium der Philoſophie, Philologie, Litera- tur-, Kunſt- und Theatergeſchichte u. lebt er darauf in ſeiner Vaterſtadt als Schriftſteller und Journaliſt. S: Frührot (Ge. a. d. J. 1899‒1901); 1902. ‒ Der Tag (Ge.), 1903. Beide Sammlgn. vereinigt, 1906. ‒ Alfred Mombert, der Denker (Eine Studie), 1903. ‒ Der Garten des Paradieſes (Dramat. Rhapſodie aus Anderſen), 1909. *Reinhart, Joſeph, geboren am 1. September 1875 in Rüttenau bei Solothurn (Schweiz), beſuchte die dortige Primarſchule, dann die Be- zirksſchule in Niederwil und bildete ſich dann an der pädagogiſchen Ab- teilung der Kantonsſchule in Solo- thurn zum Primarlehrer aus. Als ſolcher fand er 1894 Verwendung in Nieder-Erlinsbach (Kanton Solo- thurn). Zu ſeiner weiteren Ausbil- dung wurde ihm ein Urlaub bewilligt, und er bereitete ſich in Neuenburg u. in Zürich auf das Bezirkslehrerexamen vor, das er 1900 mit ausgezeichnetem Erfolge beſtand. Seitdem wirkt er an der Bezirksſchule in Schönenwerd bei Solothurn. S: Liedli ab em Land, 1897. 3. A. 1908. ‒ Burechoſt (Mund- artl. Dn., hrsg. unter Mitw. ſchweiz. Schriftſteller), 1898. ‒ Gſchichtli ab em Land, 1900. ‒ Heimelig Lüt (Gſchichte für zum Obeſitz), 1905. ‒ D’r Meitligranitzler (E G’ſchicht ab em Land), 1906. ‒ D’ Frau Wätter- wald (Ländl. Dialektſtück), 1. u. 2. A. 1907. ‒ Stadt und Land (G’ſchichte für zum Obeſitz), 1907. ‒ Der Jümp- ferlibuur (E Gſchicht ab em Land), 1907. ‒ Der jung’ Herr Städeli (Ländl. Dialektſtück), 1909. 2. A. 1911. ‒ D’r Schützeköbel. Wie’s Jörgli hanſe Frau ihre Ma kuriert hat (2 En.), 1910. ‒ D’ Erbſchaft us Ame- rika (Lſp.), 1910. ‒ Heimwehland (Geſch. a. einſamer Welt), 1910. Reinhart, Theodor, Pſeudon. für Theodor Renaud; ſ. d.! Reinhold, Ludwig Albert, wurde am 22. Febr. 1805 zu Woldegk in Mecklenburg-Strelitz als der zweite Sohn des dortigen Predigers Friedrich Ludwig R. geboren, war nach Beendigung ſeiner theologiſchen Studien ſieben Jahre lang Hilfs- prediger bei einem erblindeten Oheim in Staven (Mecklenburg) und ging dann nach Wismar, wo er erſt im Hauſe des Oberſten von Preſſenthin Hauslehrer und danach Privatlehrer war. Nach ſeiner Verheiratung (1835) übernahm er eine Gaſtwirtſchaft in der Gegend von Wittſtock und ging *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 421. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/425>, abgerufen am 20.03.2019.