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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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der Folge die Schriften "Martin
Rinkarts Indulgentiarium confu-
sus
mit der Einleitung: Die Drama-
tiker reformatorischer Tendenz in u.
um die Grafschaft Mansfeld" --
"Die Grafen von Mansfeld in den
Liedern ihrer Zeit" -- "Geschichte
der Buchdruckerkunst in Eisleben" --
M. Cyriacus Spangenbergs Formu-
larbüchlein der alten Adamssprache
mit einer Biographie Spangenbergs
u. einem Verzeichnis seiner Werke" --
"Luther als Treckejunge, eine Berg-
mannspredigt M. Cyr. Spangen-
bergs" -- "Der Briefwechsel des M.
Cyr. Spangenberg" -- Martin Rin-
karts geistliche Lieder nebst Biogra-
phie (mit Dr. theol. Johannes
Linke)" -- Jm Jahre 1886 ging R.
nach Nordamerika, wo er sich ein
halbes Jahr in Neuyork und Mount
Vernon aufhielt, kehrte 1887 nach
Deutschland zurück, um im theologi-
schen Seminar in Kropp (Schleswig)
Theologie zu studieren u. setzte dann
diese Studien im luther. Seminar zu
Philadelphia (Pa.), fort, bis er 1888
einen Ruf an die evang.-luther. St.
Johannesgemeinde in Montreal (Ca-
nada) erhielt. Seit 1904 ist er Pastor
der evang.-luther. St. Paulusge-
meinde in Hamilton (Ontario, Ca-
nada). Gleichzeitig wirkt er als
Sekretär der evang.-luther. Synode
von Canada und als Redakteur ihres
wöchentl. Kirchenblatts.

S:

Aus der
Einsamkeit einer kanadischen Land-
pfarre (Stimmungen in Lr. u. Ge.),
1902. - Herz und Natur (Neue Ge.),
1904. - Kleinstadt-Leute (Geschn. der
Erinnerung), 1907.

Remekhazy, Josephine Freiin zu,


stammt aus einer reichsfreiherrlichen
Familie Dietrich zu Landsee u.
wurde am 13. Novbr. 1809 zu Wien
geboren. Bei dem vorherrschenden
Drange zur Einsamkeit, der durch
den frühen Tod des Vaters -- er
starb, als sie erst sechs Jahre zählte
-- nur noch mehr genährt wurde,
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entwickelten sich ihre geistigen Fähig-
keiten um so schneller, als sie mit
nicht gewöhnlichen Talenten und
einem vortrefflichen Gedächtnisse be-
gabt war. Sie lernte ungemein leicht,
eignete sich die Kenntnis mehrerer
Sprachen an und versuchte sich früh-
zeitig in kleineren Arbeiten, welche
Bäuerle in seine "Theater-Zeitung"
aufnahm. Jm November 1834 ver-
mählte sich Josephine mit dem nach-
maligen Hofrate des obersten Ge-
richtshofes, Joseph Freiherrn von
Remekhazy zu Gurahoncz (geboren
1803, gestorben 1864).

S:

Phantasie-
blumen (Nn.); II, 1839. - Novellen;
III, 1837. - Feldblumen (Ge.), 1841

*Remer, Paul,

geb. am 16. Juni
1867 in Godow bei Waren in Meck-
lenburg-Schwerin als der Sohn
eines Lehrers, besuchte das Gymna-
sium in Waren u. bezog 1885 die Uni-
versität Rostock, wo er drei Semester
lang Theologie studierte, sich aber
dann der neueren Philologie zu-
wandte, die er an den Universitäten
Berlin, Zürich und Heidelberg hörte.
Nachdem er Ostern 1889 die Würde
eines Dr. phil. erworben, wandte er
sich nach Paris, wo er seitdem wieder-
holt längeren Aufenthalt genommen
hat, und ließ sich im Herbst 1891
dauernd in Berlin als Schriftsteller
nieder. Zu Ende des Jahres 1894
unternahm er eine Reise nach Süd-
amerika und den westindischen Jnseln,
als deren Frucht seine lyrisch-humo-
ristische Schrift "Unter fremder
Sonne" (1896) anzusehen ist. Seit
1899 gehörte R. der Redaktion der
"Woche" an und gibt seit 1904 u. d.
T.: "Die Dichtung", eine Sammlung
von Monographien von Dichtern u.
Schriftstellern heraus. Jm J. 1905
verlegte er seinen Wohnsitz in die
Nähe von Alt-Ruppin (erst Neumühle,
dann Molchowhaus).

S:

Unterm
Regenbogen (Ge. in Prosa), 1894.
3. A. 1905. - Theodor Storm als
nordischer Dichter (Monogr.), 1897

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Rem
der Folge die Schriften „Martin
Rinkarts Indulgentiarium confu-
sus
mit der Einleitung: Die Drama-
tiker reformatoriſcher Tendenz in u.
um die Grafſchaft Mansfeld“ —
„Die Grafen von Mansfeld in den
Liedern ihrer Zeit“ — „Geſchichte
der Buchdruckerkunſt in Eisleben“ —
M. Cyriacus Spangenbergs Formu-
larbüchlein der alten Adamsſprache
mit einer Biographie Spangenbergs
u. einem Verzeichnis ſeiner Werke“ —
„Luther als Treckejunge, eine Berg-
mannspredigt M. Cyr. Spangen-
bergs“ — „Der Briefwechſel des M.
Cyr. Spangenberg“ — Martin Rin-
karts geiſtliche Lieder nebſt Biogra-
phie (mit Dr. theol. Johannes
Linke)“ — Jm Jahre 1886 ging R.
nach Nordamerika, wo er ſich ein
halbes Jahr in Neuyork und Mount
Vernon aufhielt, kehrte 1887 nach
Deutſchland zurück, um im theologi-
ſchen Seminar in Kropp (Schleswig)
Theologie zu ſtudieren u. ſetzte dann
dieſe Studien im luther. Seminar zu
Philadelphia (Pa.), fort, bis er 1888
einen Ruf an die evang.-luther. St.
Johannesgemeinde in Montreal (Ca-
nada) erhielt. Seit 1904 iſt er Paſtor
der evang.-luther. St. Paulusge-
meinde in Hamilton (Ontario, Ca-
nada). Gleichzeitig wirkt er als
Sekretär der evang.-luther. Synode
von Canada und als Redakteur ihres
wöchentl. Kirchenblatts.

S:

Aus der
Einſamkeit einer kanadiſchen Land-
pfarre (Stimmungen in Lr. u. Ge.),
1902. ‒ Herz und Natur (Neue Ge.),
1904. ‒ Kleinſtadt-Leute (Geſchn. der
Erinnerung), 1907.

Remekházy, Joſephine Freiin zu,


ſtammt aus einer reichsfreiherrlichen
Familie Dietrich zu Landſee u.
wurde am 13. Novbr. 1809 zu Wien
geboren. Bei dem vorherrſchenden
Drange zur Einſamkeit, der durch
den frühen Tod des Vaters — er
ſtarb, als ſie erſt ſechs Jahre zählte
— nur noch mehr genährt wurde,
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Rem
entwickelten ſich ihre geiſtigen Fähig-
keiten um ſo ſchneller, als ſie mit
nicht gewöhnlichen Talenten und
einem vortrefflichen Gedächtniſſe be-
gabt war. Sie lernte ungemein leicht,
eignete ſich die Kenntnis mehrerer
Sprachen an und verſuchte ſich früh-
zeitig in kleineren Arbeiten, welche
Bäuerle in ſeine „Theater-Zeitung“
aufnahm. Jm November 1834 ver-
mählte ſich Joſephine mit dem nach-
maligen Hofrate des oberſten Ge-
richtshofes, Joſeph Freiherrn von
Remekházy zu Gurahoncz (geboren
1803, geſtorben 1864).

S:

Phantaſie-
blumen (Nn.); II, 1839. ‒ Novellen;
III, 1837. ‒ Feldblumen (Ge.), 1841

*Remer, Paul,

geb. am 16. Juni
1867 in Godow bei Waren in Meck-
lenburg-Schwerin als der Sohn
eines Lehrers, beſuchte das Gymna-
ſium in Waren u. bezog 1885 die Uni-
verſität Roſtock, wo er drei Semeſter
lang Theologie ſtudierte, ſich aber
dann der neueren Philologie zu-
wandte, die er an den Univerſitäten
Berlin, Zürich und Heidelberg hörte.
Nachdem er Oſtern 1889 die Würde
eines Dr. phil. erworben, wandte er
ſich nach Paris, wo er ſeitdem wieder-
holt längeren Aufenthalt genommen
hat, und ließ ſich im Herbſt 1891
dauernd in Berlin als Schriftſteller
nieder. Zu Ende des Jahres 1894
unternahm er eine Reiſe nach Süd-
amerika und den weſtindiſchen Jnſeln,
als deren Frucht ſeine lyriſch-humo-
riſtiſche Schrift „Unter fremder
Sonne“ (1896) anzuſehen iſt. Seit
1899 gehörte R. der Redaktion der
„Woche“ an und gibt ſeit 1904 u. d.
T.: „Die Dichtung“, eine Sammlung
von Monographien von Dichtern u.
Schriftſtellern heraus. Jm J. 1905
verlegte er ſeinen Wohnſitz in die
Nähe von Alt-Ruppin (erſt Neumühle,
dann Molchowhaus).

S:

Unterm
Regenbogen (Ge. in Proſa), 1894.
3. A. 1905. ‒ Theodor Storm als
nordiſcher Dichter (Monogr.), 1897

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[434/0438] Rem Rem der Folge die Schriften „Martin Rinkarts Indulgentiarium confu- sus mit der Einleitung: Die Drama- tiker reformatoriſcher Tendenz in u. um die Grafſchaft Mansfeld“ — „Die Grafen von Mansfeld in den Liedern ihrer Zeit“ — „Geſchichte der Buchdruckerkunſt in Eisleben“ — M. Cyriacus Spangenbergs Formu- larbüchlein der alten Adamsſprache mit einer Biographie Spangenbergs u. einem Verzeichnis ſeiner Werke“ — „Luther als Treckejunge, eine Berg- mannspredigt M. Cyr. Spangen- bergs“ — „Der Briefwechſel des M. Cyr. Spangenberg“ — Martin Rin- karts geiſtliche Lieder nebſt Biogra- phie (mit Dr. theol. Johannes Linke)“ — Jm Jahre 1886 ging R. nach Nordamerika, wo er ſich ein halbes Jahr in Neuyork und Mount Vernon aufhielt, kehrte 1887 nach Deutſchland zurück, um im theologi- ſchen Seminar in Kropp (Schleswig) Theologie zu ſtudieren u. ſetzte dann dieſe Studien im luther. Seminar zu Philadelphia (Pa.), fort, bis er 1888 einen Ruf an die evang.-luther. St. Johannesgemeinde in Montreal (Ca- nada) erhielt. Seit 1904 iſt er Paſtor der evang.-luther. St. Paulusge- meinde in Hamilton (Ontario, Ca- nada). Gleichzeitig wirkt er als Sekretär der evang.-luther. Synode von Canada und als Redakteur ihres wöchentl. Kirchenblatts. S: Aus der Einſamkeit einer kanadiſchen Land- pfarre (Stimmungen in Lr. u. Ge.), 1902. ‒ Herz und Natur (Neue Ge.), 1904. ‒ Kleinſtadt-Leute (Geſchn. der Erinnerung), 1907. Remekházy, Joſephine Freiin zu, ſtammt aus einer reichsfreiherrlichen Familie Dietrich zu Landſee u. wurde am 13. Novbr. 1809 zu Wien geboren. Bei dem vorherrſchenden Drange zur Einſamkeit, der durch den frühen Tod des Vaters — er ſtarb, als ſie erſt ſechs Jahre zählte — nur noch mehr genährt wurde, entwickelten ſich ihre geiſtigen Fähig- keiten um ſo ſchneller, als ſie mit nicht gewöhnlichen Talenten und einem vortrefflichen Gedächtniſſe be- gabt war. Sie lernte ungemein leicht, eignete ſich die Kenntnis mehrerer Sprachen an und verſuchte ſich früh- zeitig in kleineren Arbeiten, welche Bäuerle in ſeine „Theater-Zeitung“ aufnahm. Jm November 1834 ver- mählte ſich Joſephine mit dem nach- maligen Hofrate des oberſten Ge- richtshofes, Joſeph Freiherrn von Remekházy zu Gurahoncz (geboren 1803, geſtorben 1864). S: Phantaſie- blumen (Nn.); II, 1839. ‒ Novellen; III, 1837. ‒ Feldblumen (Ge.), 1841 *Remer, Paul, geb. am 16. Juni 1867 in Godow bei Waren in Meck- lenburg-Schwerin als der Sohn eines Lehrers, beſuchte das Gymna- ſium in Waren u. bezog 1885 die Uni- verſität Roſtock, wo er drei Semeſter lang Theologie ſtudierte, ſich aber dann der neueren Philologie zu- wandte, die er an den Univerſitäten Berlin, Zürich und Heidelberg hörte. Nachdem er Oſtern 1889 die Würde eines Dr. phil. erworben, wandte er ſich nach Paris, wo er ſeitdem wieder- holt längeren Aufenthalt genommen hat, und ließ ſich im Herbſt 1891 dauernd in Berlin als Schriftſteller nieder. Zu Ende des Jahres 1894 unternahm er eine Reiſe nach Süd- amerika und den weſtindiſchen Jnſeln, als deren Frucht ſeine lyriſch-humo- riſtiſche Schrift „Unter fremder Sonne“ (1896) anzuſehen iſt. Seit 1899 gehörte R. der Redaktion der „Woche“ an und gibt ſeit 1904 u. d. T.: „Die Dichtung“, eine Sammlung von Monographien von Dichtern u. Schriftſtellern heraus. Jm J. 1905 verlegte er ſeinen Wohnſitz in die Nähe von Alt-Ruppin (erſt Neumühle, dann Molchowhaus). S: Unterm Regenbogen (Ge. in Proſa), 1894. 3. A. 1905. ‒ Theodor Storm als nordiſcher Dichter (Monogr.), 1897 *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 434. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/438>, abgerufen am 23.03.2019.