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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Mos
1897. - Auf Strafurlaub (desgl.),
1898. - Most (Lsp., mit Otto Girndt),
1899. - Die schöne Sünderin (Schsp.,
mit Trotha), 1900. - Die Leibrente
(Schw.), 1901. - Der Nimrod (Lsp.),
1901. - Sein Fehltritt (Lsp., m. Paul
Lehnhard), 1902. - Der Schäferhund
(desgl.), 1902. - Frau Ella (desgl.),
1902. - Jm Riesengebirge (desgl.),
1902. - Der Parlamentarier (desgl.),
1903. - Die Heiratsfalle (desgl.),
1903. - Der tolle Hofjunker (Schw.,
mit E. Thun), 1903. - Wie soll er
heißen? (Humor.-patriot. Genrebild,
mit Paul Lehnhard), 1903. - Der
Laubfrosch (Lustsp., mit demselben),
1904. - Klug wie die Schlangen
(Lustsp., desgl.), 1904. - Das Kind
(desgl.), 1904. - Die schlanke Lina
(Schwank), 1904. - Unsere Pauline
(desgl.), 1905. - Direktor Buchholtz
(desgl.), 1906. - Vom Leutnant zum
Lustspieldichter (Lebens-Erinnergn.,
hrsg. v. Hans v. Moser), 1908.

Moser, Otto,

geb. am 17. Novbr.
1816 zu Leipzig, empfing seine Bil-
dung auf den dortigen Schulen, wid-
mete sich anfänglich dem Baufache
und wurde schließlich Offizier bei den
Pionieren in Dresden. Nach Verlas-
sen der militärischen Laufbahn kehrte
er nach Leipzig zurück und ging hier
zur Journalistik über, redigierte auch
bis 1866 die Paynesche Zeitschrift
"Für Nah u. Fern". Jn den späteren
Jahren wandte er sich der Erforschung
und Darstellung der Lokalgeschichte
Leipzigs zu und galt auf diesem Ge-
biete als Antorität ("Chronik der
Stadt Leipzig und ihrer Umgebung",
1877); auch andere sächsische Ort-
schaften und Landschaften hat er in
gleicher Weise behandelt. Er starb in
Leipzig am 1. Jan. 1899.

S:

Lustige
Geschichten, 1875. - Soldatengeschich-
ten, 1875.

Moser, Peter,

psd. J. E. Wald-
freund,
wurde am 3. Jan. 1830 zu
Alpach in Tirol geboren, besuchte seit
1846 das Gymnasium der Franzis-
[Spaltenumbruch]

Mös
kaner in Hall, wurde jedoch durch
Mittellosigkeit an der ordnungsmä-
ßigen Fortsetzung seiner Studien ge-
hindert. Jndes legte er endlich in
Jnnsbruck die Prüfung für das Lehr-
amt an Unterrealschulen ab, worauf
er als Reallehrer in Trient und spä-
ter in Roveredo angestellt wurde.
Hier wirkte er als Professor an der
italienischen Lehrerbildungsanstalt u.
als k. k. Jnspektor für die deutschen
Schulen in den westtirolischen Be-
zirken, bis er 1897 in den Ruhestand
trat. Eine Zeitlang war er Mitredak-
teur der liberalen "Jnn-Zeitung" in
Jnnsbruck.

S:

Der 5. Mai 1821 (G.
n. d. Jtalien. des A. Manzoni). 1864.
- Frühblumen aus Tirol (Ge., mit
Ludwig und Angelika von Hörmann
u. Hans von Vintler), 1863. - Sagen,
nach volksmündl. Erzählg., 1865. -
Skizzen a. d. Volksleben u. der Land-
schaft in Tirol, 1865. - Aus d. Alpen
(Gesch., Schw. u. Bilder a. d. Volks-
leben), 1874. - Freud u. Leid (Schna-
derhüpfln), 1891.

*Möser, Georg Friedrich Albert,


wurde am 7. Mai 1835 in Göttingen
als der Sohn eines Korporals beim
Hannöverschen Jägerbataillon gebo-
ren, der im Jahre 1838 als Feld-
webel nach Goslar versetzt ward. Als
Albert neun Jahr alt war, erhielt der
Vater eine Stelle als Universitäts-
pedell in Göttingen, und hier besuchte
der Sohn eine Privatbürgerschule u.
seit 1849 das Gymnasium. Jm Jahre
1855 bezog er die dortige Universität,
an der er die Rechte studierte, doch
zeigte es sich bald, daß ihn keine
innere Neigung mit der Jurisprudenz
verband. Gleichwohl legte er sein
erstes juristisches Staatsexamen ab,
wandte sich aber dann dem Studium
der Philologie zu und erwarb sich zu
Ostern 1862 die Lehrbefähigung für
höhere Schulen. Durch Empfehlung
des Dresdener Professors Fleckeisen
wurde er unmittelbar danach Dozent
der klassischen Sprachen u. der deut-

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Moſ
1897. ‒ Auf Strafurlaub (desgl.),
1898. ‒ Moſt (Lſp., mit Otto Girndt),
1899. ‒ Die ſchöne Sünderin (Schſp.,
mit Trotha), 1900. ‒ Die Leibrente
(Schw.), 1901. ‒ Der Nimrod (Lſp.),
1901. ‒ Sein Fehltritt (Lſp., m. Paul
Lehnhard), 1902. ‒ Der Schäferhund
(desgl.), 1902. ‒ Frau Ella (desgl.),
1902. ‒ Jm Rieſengebirge (desgl.),
1902. ‒ Der Parlamentarier (desgl.),
1903. ‒ Die Heiratsfalle (desgl.),
1903. ‒ Der tolle Hofjunker (Schw.,
mit E. Thun), 1903. ‒ Wie ſoll er
heißen? (Humor.-patriot. Genrebild,
mit Paul Lehnhard), 1903. ‒ Der
Laubfroſch (Luſtſp., mit demſelben),
1904. ‒ Klug wie die Schlangen
(Luſtſp., desgl.), 1904. ‒ Das Kind
(desgl.), 1904. ‒ Die ſchlanke Lina
(Schwank), 1904. ‒ Unſere Pauline
(desgl.), 1905. ‒ Direktor Buchholtz
(desgl.), 1906. ‒ Vom Leutnant zum
Luſtſpieldichter (Lebens-Erinnergn.,
hrsg. v. Hans v. Moſer), 1908.

Moſer, Otto,

geb. am 17. Novbr.
1816 zu Leipzig, empfing ſeine Bil-
dung auf den dortigen Schulen, wid-
mete ſich anfänglich dem Baufache
und wurde ſchließlich Offizier bei den
Pionieren in Dresden. Nach Verlaſ-
ſen der militäriſchen Laufbahn kehrte
er nach Leipzig zurück und ging hier
zur Journaliſtik über, redigierte auch
bis 1866 die Payneſche Zeitſchrift
„Für Nah u. Fern“. Jn den ſpäteren
Jahren wandte er ſich der Erforſchung
und Darſtellung der Lokalgeſchichte
Leipzigs zu und galt auf dieſem Ge-
biete als Antorität („Chronik der
Stadt Leipzig und ihrer Umgebung“,
1877); auch andere ſächſiſche Ort-
ſchaften und Landſchaften hat er in
gleicher Weiſe behandelt. Er ſtarb in
Leipzig am 1. Jan. 1899.

S:

Luſtige
Geſchichten, 1875. ‒ Soldatengeſchich-
ten, 1875.

Moſer, Peter,

pſd. J. E. Wald-
freund,
wurde am 3. Jan. 1830 zu
Alpach in Tirol geboren, beſuchte ſeit
1846 das Gymnaſium der Franzis-
[Spaltenumbruch]

Möſ
kaner in Hall, wurde jedoch durch
Mittelloſigkeit an der ordnungsmä-
ßigen Fortſetzung ſeiner Studien ge-
hindert. Jndes legte er endlich in
Jnnsbruck die Prüfung für das Lehr-
amt an Unterrealſchulen ab, worauf
er als Reallehrer in Trient und ſpä-
ter in Roveredo angeſtellt wurde.
Hier wirkte er als Profeſſor an der
italieniſchen Lehrerbildungsanſtalt u.
als k. k. Jnſpektor für die deutſchen
Schulen in den weſttiroliſchen Be-
zirken, bis er 1897 in den Ruheſtand
trat. Eine Zeitlang war er Mitredak-
teur der liberalen „Jnn-Zeitung“ in
Jnnsbruck.

S:

Der 5. Mai 1821 (G.
n. d. Jtalien. des A. Manzoni). 1864.
‒ Frühblumen aus Tirol (Ge., mit
Ludwig und Angelika von Hörmann
u. Hans von Vintler), 1863. ‒ Sagen,
nach volksmündl. Erzählg., 1865. ‒
Skizzen a. d. Volksleben u. der Land-
ſchaft in Tirol, 1865. ‒ Aus d. Alpen
(Geſch., Schw. u. Bilder a. d. Volks-
leben), 1874. ‒ Freud u. Leid (Schna-
derhüpfln), 1891.

*Möſer, Georg Friedrich Albert,


wurde am 7. Mai 1835 in Göttingen
als der Sohn eines Korporals beim
Hannöverſchen Jägerbataillon gebo-
ren, der im Jahre 1838 als Feld-
webel nach Goslar verſetzt ward. Als
Albert neun Jahr alt war, erhielt der
Vater eine Stelle als Univerſitäts-
pedell in Göttingen, und hier beſuchte
der Sohn eine Privatbürgerſchule u.
ſeit 1849 das Gymnaſium. Jm Jahre
1855 bezog er die dortige Univerſität,
an der er die Rechte ſtudierte, doch
zeigte es ſich bald, daß ihn keine
innere Neigung mit der Jurisprudenz
verband. Gleichwohl legte er ſein
erſtes juriſtiſches Staatsexamen ab,
wandte ſich aber dann dem Studium
der Philologie zu und erwarb ſich zu
Oſtern 1862 die Lehrbefähigung für
höhere Schulen. Durch Empfehlung
des Dresdener Profeſſors Fleckeiſen
wurde er unmittelbar danach Dozent
der klaſſiſchen Sprachen u. der deut-

*
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[43/0047] Moſ Möſ 1897. ‒ Auf Strafurlaub (desgl.), 1898. ‒ Moſt (Lſp., mit Otto Girndt), 1899. ‒ Die ſchöne Sünderin (Schſp., mit Trotha), 1900. ‒ Die Leibrente (Schw.), 1901. ‒ Der Nimrod (Lſp.), 1901. ‒ Sein Fehltritt (Lſp., m. Paul Lehnhard), 1902. ‒ Der Schäferhund (desgl.), 1902. ‒ Frau Ella (desgl.), 1902. ‒ Jm Rieſengebirge (desgl.), 1902. ‒ Der Parlamentarier (desgl.), 1903. ‒ Die Heiratsfalle (desgl.), 1903. ‒ Der tolle Hofjunker (Schw., mit E. Thun), 1903. ‒ Wie ſoll er heißen? (Humor.-patriot. Genrebild, mit Paul Lehnhard), 1903. ‒ Der Laubfroſch (Luſtſp., mit demſelben), 1904. ‒ Klug wie die Schlangen (Luſtſp., desgl.), 1904. ‒ Das Kind (desgl.), 1904. ‒ Die ſchlanke Lina (Schwank), 1904. ‒ Unſere Pauline (desgl.), 1905. ‒ Direktor Buchholtz (desgl.), 1906. ‒ Vom Leutnant zum Luſtſpieldichter (Lebens-Erinnergn., hrsg. v. Hans v. Moſer), 1908. Moſer, Otto, geb. am 17. Novbr. 1816 zu Leipzig, empfing ſeine Bil- dung auf den dortigen Schulen, wid- mete ſich anfänglich dem Baufache und wurde ſchließlich Offizier bei den Pionieren in Dresden. Nach Verlaſ- ſen der militäriſchen Laufbahn kehrte er nach Leipzig zurück und ging hier zur Journaliſtik über, redigierte auch bis 1866 die Payneſche Zeitſchrift „Für Nah u. Fern“. Jn den ſpäteren Jahren wandte er ſich der Erforſchung und Darſtellung der Lokalgeſchichte Leipzigs zu und galt auf dieſem Ge- biete als Antorität („Chronik der Stadt Leipzig und ihrer Umgebung“, 1877); auch andere ſächſiſche Ort- ſchaften und Landſchaften hat er in gleicher Weiſe behandelt. Er ſtarb in Leipzig am 1. Jan. 1899. S: Luſtige Geſchichten, 1875. ‒ Soldatengeſchich- ten, 1875. Moſer, Peter, pſd. J. E. Wald- freund, wurde am 3. Jan. 1830 zu Alpach in Tirol geboren, beſuchte ſeit 1846 das Gymnaſium der Franzis- kaner in Hall, wurde jedoch durch Mittelloſigkeit an der ordnungsmä- ßigen Fortſetzung ſeiner Studien ge- hindert. Jndes legte er endlich in Jnnsbruck die Prüfung für das Lehr- amt an Unterrealſchulen ab, worauf er als Reallehrer in Trient und ſpä- ter in Roveredo angeſtellt wurde. Hier wirkte er als Profeſſor an der italieniſchen Lehrerbildungsanſtalt u. als k. k. Jnſpektor für die deutſchen Schulen in den weſttiroliſchen Be- zirken, bis er 1897 in den Ruheſtand trat. Eine Zeitlang war er Mitredak- teur der liberalen „Jnn-Zeitung“ in Jnnsbruck. S: Der 5. Mai 1821 (G. n. d. Jtalien. des A. Manzoni). 1864. ‒ Frühblumen aus Tirol (Ge., mit Ludwig und Angelika von Hörmann u. Hans von Vintler), 1863. ‒ Sagen, nach volksmündl. Erzählg., 1865. ‒ Skizzen a. d. Volksleben u. der Land- ſchaft in Tirol, 1865. ‒ Aus d. Alpen (Geſch., Schw. u. Bilder a. d. Volks- leben), 1874. ‒ Freud u. Leid (Schna- derhüpfln), 1891. *Möſer, Georg Friedrich Albert, wurde am 7. Mai 1835 in Göttingen als der Sohn eines Korporals beim Hannöverſchen Jägerbataillon gebo- ren, der im Jahre 1838 als Feld- webel nach Goslar verſetzt ward. Als Albert neun Jahr alt war, erhielt der Vater eine Stelle als Univerſitäts- pedell in Göttingen, und hier beſuchte der Sohn eine Privatbürgerſchule u. ſeit 1849 das Gymnaſium. Jm Jahre 1855 bezog er die dortige Univerſität, an der er die Rechte ſtudierte, doch zeigte es ſich bald, daß ihn keine innere Neigung mit der Jurisprudenz verband. Gleichwohl legte er ſein erſtes juriſtiſches Staatsexamen ab, wandte ſich aber dann dem Studium der Philologie zu und erwarb ſich zu Oſtern 1862 die Lehrbefähigung für höhere Schulen. Durch Empfehlung des Dresdener Profeſſors Fleckeiſen wurde er unmittelbar danach Dozent der klaſſiſchen Sprachen u. der deut- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 43. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/47>, abgerufen am 21.02.2019.