Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

Bild:
<< vorherige Seite


[Spaltenumbruch]

Riem
Staatsexamen ab u. betrat nun die
Laufbahn eines Oberlehrers. Vom
Oktbr. 1909 war er als Probandus
am Gymnasium in Stade tätig und
wurde ein Jahr später als Oberleh-
rer an der Realschule in Wilhelms-
burg (Prov. Hannover) angestellt.

S:


Herzog Magnus (Eine alte Gesch.
aus Niedersachsen), 1908. - Deutsche
Jugend (Schsp.), 1909.

*Riemer, Ludwig,

geboren am
21. April 1870 zu Triesch bei Jglau
(Mähren), verlebte dort seine Kind-
heit und besuchte darauf 1882-90
das Gymnasium in Wien-Hernals,
worauf er an der Wiener Universität
die Rechte studierte. Nachdem er 1895
zum Doktor beider Rechte promo-
viert worden, trat er noch in dem-
selben Jahre als Konzipient bei der
k. k. Finanzprokurator in Wien in
den Staatsdienst und gehört dieser
Behörde gegenwärtig (1912) als k. k.
Finanzrat an.

S:

Erlebtes und Er-
lauschtes (Ge.), 1910. - Neue Ge-
dichte, 1911.

*Rien, Heinrich Christian Lud-
wig,

wurde am 15. März 1843 in
Marke bei Osterode am Harz als der
Sohn eines Ackerwirts geboren, er-
hielt seit dem 16. Jahre seine Vor-
bildung zum Lehrerberufe in Dorste
u. besuchte dann 1862-64 das Lehrer-
seminar in Alfeld. Er wurde darauf
Lehrer in Landolfshausen bei Göt-
tingen, 1868 in Ührde bei Osterode,
1872 in Thüdinghausen, 1874 in
Varrigsen im Braunschweigischen u.
1875 in Bevern bei Holzminden.
Seit 1882 schwer leidend, fand er in
der Dichtkunst, die er schon frühe ge-
pflegt hatte, einigen Trost. Der Tod
seines ältesten Sohnes, auf den er
große Hoffnungen gesetzt hatte, er-
schütterte ihn so sehr, daß er nicht
mehr imstande war, sein Amt zu ver-
sehen. Er ließ sich daher 1891 pen-
sionieren und zog mit seiner Familie
nach Holzminden, wo er am 6. März
1892 starb.

S:

Ernste Stimmen
[Spaltenumbruch]

Ries
(Ge.), 1883. - Jugendklänge (En. f.
d. Jugend), 1887.

*Rienößl, Heinrich,

geboren am
4. Juni 1877 in Wien als Sohn eines
Gastwirts, absolvierte die Volksschule
und Oberrealschule und trat dann in
den österreichischen Staatsdienst, in
welchem er jetzt (1908) die Stelle
eines Rechnungsoffizials bekleidet.
Seine ersten literarischen Arbeiten,
kleine Feuilletons, veröffentlichte er,
während er an der Universität in
Wien Germanistik studierte. Der von
ihm 1901 gegründete "Wiener Thea-
ter- und Literaturverein" löste sich
infolge politischer Zerwürfnisse bald
wieder auf.

S:

Herbstesrauschen
(Nn. und Sk.), 1906. - Das heilige
Erbe (En. u. Sk.), 1912.

Ries, Clara Ernestine,

geb. am
15. März 1855 in Königsberg i. Pr.,
lebt (1896) in München.

S:

Novellen
vom Genfer See, 1897, 3. A. 1911.
- Der Schnitter u. andere Märchen,
1898. - Märchen für Kinder, 1899. -
Der Meisterfahrer (R.), 1900. - Die
Märchen der Frau (Ein Buch für
Erwachsene), 1911.

Riesemann, Hedda von,

bekannt
auch unter ihrem Mädchennamen
Hedda von Schmid, wurde am
10. Septbr. 1864 zu Pernau geboren,
wo ihr Vater Beamter am Zollamt
war, kam infolge von Versetzungen
des letzteren 1869 nach Riga u. 1873
in die astrachanische Kalmückensteppe
u. kehrte 1879 nach Livland zurück,
um hier ihre Erziehung und Schul-
bildung zu vollenden, die bis dahin
im elterlichen Hause von Gouver-
nanten geleitet worden war. Jm
Jahr 1890 verheiratete sie sich mit
dem Gutsbesitzer Arthur von Riese-
mann und lebt jetzt auf ihrem Gute
Sternburg in der Land-Wiek in Est-
land in den glücklichsten Verhält-
nissen.

S:

Am Astjärw (Livländ.
Sg.), 1889. - Gedichte. 1894. - Nest-
häkchen (R.), 1898. - Endlich gefun-
den (R.), 1900. - Frau Herdanas

*


[Spaltenumbruch]

Riem
Staatsexamen ab u. betrat nun die
Laufbahn eines Oberlehrers. Vom
Oktbr. 1909 war er als Probandus
am Gymnaſium in Stade tätig und
wurde ein Jahr ſpäter als Oberleh-
rer an der Realſchule in Wilhelms-
burg (Prov. Hannover) angeſtellt.

S:


Herzog Magnus (Eine alte Geſch.
aus Niederſachſen), 1908. ‒ Deutſche
Jugend (Schſp.), 1909.

*Riemer, Ludwig,

geboren am
21. April 1870 zu Trieſch bei Jglau
(Mähren), verlebte dort ſeine Kind-
heit und beſuchte darauf 1882‒90
das Gymnaſium in Wien-Hernals,
worauf er an der Wiener Univerſität
die Rechte ſtudierte. Nachdem er 1895
zum Doktor beider Rechte promo-
viert worden, trat er noch in dem-
ſelben Jahre als Konzipient bei der
k. k. Finanzprokurator in Wien in
den Staatsdienſt und gehört dieſer
Behörde gegenwärtig (1912) als k. k.
Finanzrat an.

S:

Erlebtes und Er-
lauſchtes (Ge.), 1910. ‒ Neue Ge-
dichte, 1911.

*Rien, Heinrich Chriſtian Lud-
wig,

wurde am 15. März 1843 in
Marke bei Oſterode am Harz als der
Sohn eines Ackerwirts geboren, er-
hielt ſeit dem 16. Jahre ſeine Vor-
bildung zum Lehrerberufe in Dorſte
u. beſuchte dann 1862‒64 das Lehrer-
ſeminar in Alfeld. Er wurde darauf
Lehrer in Landolfshauſen bei Göt-
tingen, 1868 in Ührde bei Oſterode,
1872 in Thüdinghauſen, 1874 in
Varrigſen im Braunſchweigiſchen u.
1875 in Bevern bei Holzminden.
Seit 1882 ſchwer leidend, fand er in
der Dichtkunſt, die er ſchon frühe ge-
pflegt hatte, einigen Troſt. Der Tod
ſeines älteſten Sohnes, auf den er
große Hoffnungen geſetzt hatte, er-
ſchütterte ihn ſo ſehr, daß er nicht
mehr imſtande war, ſein Amt zu ver-
ſehen. Er ließ ſich daher 1891 pen-
ſionieren und zog mit ſeiner Familie
nach Holzminden, wo er am 6. März
1892 ſtarb.

S:

Ernſte Stimmen
[Spaltenumbruch]

Rieſ
(Ge.), 1883. ‒ Jugendklänge (En. f.
d. Jugend), 1887.

*Rienößl, Heinrich,

geboren am
4. Juni 1877 in Wien als Sohn eines
Gaſtwirts, abſolvierte die Volksſchule
und Oberrealſchule und trat dann in
den öſterreichiſchen Staatsdienſt, in
welchem er jetzt (1908) die Stelle
eines Rechnungsoffizials bekleidet.
Seine erſten literariſchen Arbeiten,
kleine Feuilletons, veröffentlichte er,
während er an der Univerſität in
Wien Germaniſtik ſtudierte. Der von
ihm 1901 gegründete „Wiener Thea-
ter- und Literaturverein“ löſte ſich
infolge politiſcher Zerwürfniſſe bald
wieder auf.

S:

Herbſtesrauſchen
(Nn. und Sk.), 1906. ‒ Das heilige
Erbe (En. u. Sk.), 1912.

Ries, Clara Erneſtine,

geb. am
15. März 1855 in Königsberg i. Pr.,
lebt (1896) in München.

S:

Novellen
vom Genfer See, 1897, 3. A. 1911.
‒ Der Schnitter u. andere Märchen,
1898. ‒ Märchen für Kinder, 1899. ‒
Der Meiſterfahrer (R.), 1900. ‒ Die
Märchen der Frau (Ein Buch für
Erwachſene), 1911.

Rieſemann, Hedda von,

bekannt
auch unter ihrem Mädchennamen
Hedda von Schmid, wurde am
10. Septbr. 1864 zu Pernau geboren,
wo ihr Vater Beamter am Zollamt
war, kam infolge von Verſetzungen
des letzteren 1869 nach Riga u. 1873
in die aſtrachaniſche Kalmückenſteppe
u. kehrte 1879 nach Livland zurück,
um hier ihre Erziehung und Schul-
bildung zu vollenden, die bis dahin
im elterlichen Hauſe von Gouver-
nanten geleitet worden war. Jm
Jahr 1890 verheiratete ſie ſich mit
dem Gutsbeſitzer Arthur von Rieſe-
mann und lebt jetzt auf ihrem Gute
Sternburg in der Land-Wiek in Eſt-
land in den glücklichſten Verhält-
niſſen.

S:

Am Aſtjärw (Livländ.
Sg.), 1889. ‒ Gedichte. 1894. ‒ Neſt-
häkchen (R.), 1898. ‒ Endlich gefun-
den (R.), 1900. ‒ Frau Herdanas

*
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div type="index" n="1">
        <p><pb facs="#f0476" n="472"/><lb/><cb/><fw type="header" place="top"><hi rendition="#g">Riem</hi></fw><lb/>
Staatsexamen ab u. betrat nun die<lb/>
Laufbahn eines Oberlehrers. Vom<lb/>
Oktbr. 1909 war er als Probandus<lb/>
am Gymna&#x017F;ium in Stade tätig und<lb/>
wurde ein Jahr &#x017F;päter als Oberleh-<lb/>
rer an der Real&#x017F;chule in Wilhelms-<lb/>
burg (Prov. Hannover) ange&#x017F;tellt. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head><lb/>
          <p><lb/>
Herzog Magnus (Eine alte Ge&#x017F;ch.<lb/>
aus Nieder&#x017F;ach&#x017F;en), 1908. &#x2012; Deut&#x017F;che<lb/>
Jugend (Sch&#x017F;p.), 1909.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>*<persName><hi rendition="#b">Riemer,</hi> Ludwig,</persName></head>
        <p> geboren am<lb/>
21. April 1870 zu Trie&#x017F;ch bei Jglau<lb/>
(Mähren), verlebte dort &#x017F;eine Kind-<lb/>
heit und be&#x017F;uchte darauf 1882&#x2012;90<lb/>
das Gymna&#x017F;ium in Wien-Hernals,<lb/>
worauf er an der Wiener Univer&#x017F;ität<lb/>
die Rechte &#x017F;tudierte. Nachdem er 1895<lb/>
zum Doktor beider Rechte promo-<lb/>
viert worden, trat er noch in dem-<lb/>
&#x017F;elben Jahre als Konzipient bei der<lb/>
k. k. Finanzprokurator in Wien in<lb/>
den Staatsdien&#x017F;t und gehört die&#x017F;er<lb/>
Behörde gegenwärtig (1912) als k. k.<lb/>
Finanzrat an. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p>Erlebtes und Er-<lb/>
lau&#x017F;chtes (Ge.), 1910. &#x2012; Neue Ge-<lb/>
dichte, 1911.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>*<persName><hi rendition="#b">Rien,</hi> Heinrich Chri&#x017F;tian <hi rendition="#g">Lud-<lb/>
wig,</hi></persName></head>
        <p> wurde am 15. März 1843 in<lb/>
Marke bei O&#x017F;terode am Harz als der<lb/>
Sohn eines Ackerwirts geboren, er-<lb/>
hielt &#x017F;eit dem 16. Jahre &#x017F;eine Vor-<lb/>
bildung zum Lehrerberufe in Dor&#x017F;te<lb/>
u. be&#x017F;uchte dann 1862&#x2012;64 das Lehrer-<lb/>
&#x017F;eminar in Alfeld. Er wurde darauf<lb/>
Lehrer in Landolfshau&#x017F;en bei Göt-<lb/>
tingen, 1868 in Ührde bei O&#x017F;terode,<lb/>
1872 in Thüdinghau&#x017F;en, 1874 in<lb/>
Varrig&#x017F;en im Braun&#x017F;chweigi&#x017F;chen u.<lb/>
1875 in Bevern bei Holzminden.<lb/>
Seit 1882 &#x017F;chwer leidend, fand er in<lb/>
der Dichtkun&#x017F;t, die er &#x017F;chon frühe ge-<lb/>
pflegt hatte, einigen Tro&#x017F;t. Der Tod<lb/>
&#x017F;eines älte&#x017F;ten Sohnes, auf den er<lb/>
große Hoffnungen ge&#x017F;etzt hatte, er-<lb/>
&#x017F;chütterte ihn &#x017F;o &#x017F;ehr, daß er nicht<lb/>
mehr im&#x017F;tande war, &#x017F;ein Amt zu ver-<lb/>
&#x017F;ehen. Er ließ &#x017F;ich daher 1891 pen-<lb/>
&#x017F;ionieren und zog mit &#x017F;einer Familie<lb/>
nach Holzminden, wo er am 6. März<lb/>
1892 &#x017F;tarb. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p>Ern&#x017F;te Stimmen<lb/><cb/>
<fw type="header" place="top"><hi rendition="#g">Rie&#x017F;</hi></fw><lb/>
(Ge.), 1883. &#x2012; Jugendklänge (En. f.<lb/>
d. Jugend), 1887.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>*<persName><hi rendition="#b">Rienößl,</hi> Heinrich,</persName></head>
        <p> geboren am<lb/>
4. Juni 1877 in Wien als Sohn eines<lb/>
Ga&#x017F;twirts, ab&#x017F;olvierte die Volks&#x017F;chule<lb/>
und Oberreal&#x017F;chule und trat dann in<lb/>
den ö&#x017F;terreichi&#x017F;chen Staatsdien&#x017F;t, in<lb/>
welchem er jetzt (1908) die Stelle<lb/>
eines Rechnungsoffizials bekleidet.<lb/>
Seine er&#x017F;ten literari&#x017F;chen Arbeiten,<lb/>
kleine Feuilletons, veröffentlichte er,<lb/>
während er an der Univer&#x017F;ität in<lb/>
Wien Germani&#x017F;tik &#x017F;tudierte. Der von<lb/>
ihm 1901 gegründete &#x201E;Wiener Thea-<lb/>
ter- und Literaturverein&#x201C;&#x017F;te &#x017F;ich<lb/>
infolge politi&#x017F;cher Zerwürfni&#x017F;&#x017F;e bald<lb/>
wieder auf. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p>Herb&#x017F;tesrau&#x017F;chen<lb/>
(Nn. und Sk.), 1906. &#x2012; Das heilige<lb/>
Erbe (En. u. Sk.), 1912.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>
          <persName><hi rendition="#b">Ries,</hi> Clara Erne&#x017F;tine,</persName>
        </head>
        <p> geb. am<lb/>
15. März 1855 in Königsberg i. Pr.,<lb/>
lebt (1896) in München. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p>Novellen<lb/>
vom Genfer See, 1897, 3. A. 1911.<lb/>
&#x2012; Der Schnitter u. andere Märchen,<lb/>
1898. &#x2012; Märchen für Kinder, 1899. &#x2012;<lb/>
Der Mei&#x017F;terfahrer (R.), 1900. &#x2012; Die<lb/>
Märchen der Frau (Ein Buch für<lb/>
Erwach&#x017F;ene), 1911.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>
          <persName><hi rendition="#b">Rie&#x017F;emann,</hi> Hedda von,</persName>
        </head>
        <p> bekannt<lb/>
auch unter ihrem Mädchennamen<lb/><hi rendition="#g">Hedda von Schmid,</hi> wurde am<lb/>
10. Septbr. 1864 zu Pernau geboren,<lb/>
wo ihr Vater Beamter am Zollamt<lb/>
war, kam infolge von Ver&#x017F;etzungen<lb/>
des letzteren 1869 nach Riga u. 1873<lb/>
in die a&#x017F;trachani&#x017F;che Kalmücken&#x017F;teppe<lb/>
u. kehrte 1879 nach Livland zurück,<lb/>
um hier ihre Erziehung und Schul-<lb/>
bildung zu vollenden, die bis dahin<lb/>
im elterlichen Hau&#x017F;e von Gouver-<lb/>
nanten geleitet worden war. Jm<lb/>
Jahr 1890 verheiratete &#x017F;ie &#x017F;ich mit<lb/>
dem Gutsbe&#x017F;itzer Arthur von Rie&#x017F;e-<lb/>
mann und lebt jetzt auf ihrem Gute<lb/>
Sternburg in der Land-Wiek in E&#x017F;t-<lb/>
land in den glücklich&#x017F;ten Verhält-<lb/>
ni&#x017F;&#x017F;en. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p>Am A&#x017F;tjärw (Livländ.<lb/>
Sg.), 1889. &#x2012; Gedichte. 1894. &#x2012; Ne&#x017F;t-<lb/>
häkchen (R.), 1898. &#x2012; Endlich gefun-<lb/>
den (R.), 1900. &#x2012; Frau Herdanas<lb/>
<fw type="sig" place="bottom">*</fw><lb/></p>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[472/0476] Riem Rieſ Staatsexamen ab u. betrat nun die Laufbahn eines Oberlehrers. Vom Oktbr. 1909 war er als Probandus am Gymnaſium in Stade tätig und wurde ein Jahr ſpäter als Oberleh- rer an der Realſchule in Wilhelms- burg (Prov. Hannover) angeſtellt. S: Herzog Magnus (Eine alte Geſch. aus Niederſachſen), 1908. ‒ Deutſche Jugend (Schſp.), 1909. *Riemer, Ludwig, geboren am 21. April 1870 zu Trieſch bei Jglau (Mähren), verlebte dort ſeine Kind- heit und beſuchte darauf 1882‒90 das Gymnaſium in Wien-Hernals, worauf er an der Wiener Univerſität die Rechte ſtudierte. Nachdem er 1895 zum Doktor beider Rechte promo- viert worden, trat er noch in dem- ſelben Jahre als Konzipient bei der k. k. Finanzprokurator in Wien in den Staatsdienſt und gehört dieſer Behörde gegenwärtig (1912) als k. k. Finanzrat an. S: Erlebtes und Er- lauſchtes (Ge.), 1910. ‒ Neue Ge- dichte, 1911. *Rien, Heinrich Chriſtian Lud- wig, wurde am 15. März 1843 in Marke bei Oſterode am Harz als der Sohn eines Ackerwirts geboren, er- hielt ſeit dem 16. Jahre ſeine Vor- bildung zum Lehrerberufe in Dorſte u. beſuchte dann 1862‒64 das Lehrer- ſeminar in Alfeld. Er wurde darauf Lehrer in Landolfshauſen bei Göt- tingen, 1868 in Ührde bei Oſterode, 1872 in Thüdinghauſen, 1874 in Varrigſen im Braunſchweigiſchen u. 1875 in Bevern bei Holzminden. Seit 1882 ſchwer leidend, fand er in der Dichtkunſt, die er ſchon frühe ge- pflegt hatte, einigen Troſt. Der Tod ſeines älteſten Sohnes, auf den er große Hoffnungen geſetzt hatte, er- ſchütterte ihn ſo ſehr, daß er nicht mehr imſtande war, ſein Amt zu ver- ſehen. Er ließ ſich daher 1891 pen- ſionieren und zog mit ſeiner Familie nach Holzminden, wo er am 6. März 1892 ſtarb. S: Ernſte Stimmen (Ge.), 1883. ‒ Jugendklänge (En. f. d. Jugend), 1887. *Rienößl, Heinrich, geboren am 4. Juni 1877 in Wien als Sohn eines Gaſtwirts, abſolvierte die Volksſchule und Oberrealſchule und trat dann in den öſterreichiſchen Staatsdienſt, in welchem er jetzt (1908) die Stelle eines Rechnungsoffizials bekleidet. Seine erſten literariſchen Arbeiten, kleine Feuilletons, veröffentlichte er, während er an der Univerſität in Wien Germaniſtik ſtudierte. Der von ihm 1901 gegründete „Wiener Thea- ter- und Literaturverein“ löſte ſich infolge politiſcher Zerwürfniſſe bald wieder auf. S: Herbſtesrauſchen (Nn. und Sk.), 1906. ‒ Das heilige Erbe (En. u. Sk.), 1912. Ries, Clara Erneſtine, geb. am 15. März 1855 in Königsberg i. Pr., lebt (1896) in München. S: Novellen vom Genfer See, 1897, 3. A. 1911. ‒ Der Schnitter u. andere Märchen, 1898. ‒ Märchen für Kinder, 1899. ‒ Der Meiſterfahrer (R.), 1900. ‒ Die Märchen der Frau (Ein Buch für Erwachſene), 1911. Rieſemann, Hedda von, bekannt auch unter ihrem Mädchennamen Hedda von Schmid, wurde am 10. Septbr. 1864 zu Pernau geboren, wo ihr Vater Beamter am Zollamt war, kam infolge von Verſetzungen des letzteren 1869 nach Riga u. 1873 in die aſtrachaniſche Kalmückenſteppe u. kehrte 1879 nach Livland zurück, um hier ihre Erziehung und Schul- bildung zu vollenden, die bis dahin im elterlichen Hauſe von Gouver- nanten geleitet worden war. Jm Jahr 1890 verheiratete ſie ſich mit dem Gutsbeſitzer Arthur von Rieſe- mann und lebt jetzt auf ihrem Gute Sternburg in der Land-Wiek in Eſt- land in den glücklichſten Verhält- niſſen. S: Am Aſtjärw (Livländ. Sg.), 1889. ‒ Gedichte. 1894. ‒ Neſt- häkchen (R.), 1898. ‒ Endlich gefun- den (R.), 1900. ‒ Frau Herdanas *

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/476
Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 472. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/476>, abgerufen am 16.02.2019.