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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Mug
[s]chwarze Dame. - David. - Sylvia.
Bilder der Zeit. - Der Vogt von
[H]iddensee. - Die gute alte Zeit. -
[D]as Pfarrhaus in Grover). - Skiz-
[ze]n aus dem Norden; II, 1844. -
[S]chweden im Jahre 1843; II, 1845.
Streifzüge in Schleswig-Holstein;
[II], 1846. - Die Schweiz; III, 1847.
Vielliebchen (Ein Taschenbuch für)
[1]850-61. - Samuel Wiebe (Lebens-
[b]ild a. d. Marschen), 1854. - Bilder
[a]us Norwegen, 1856. - Neues Leben
(R.); III, 1856. - Romane; IV, 1857
Jnhalt: Karl I. und Cromwell. -
Der Doppelgänger. - Der Tell von
[U]nterwalden. - Schloß Breitenstein.
- Gefangen u. befreit.) - Leben und
[L]ieben in Norwegen (Vier Novellen
aus d. norwegischen Volksleben); II,
[1]856 (Jnhalt: Der Schütz von Sen-
senoe. - Henrik Dartley. - Rinkan
Voß. - Signa). - Romane. Neue
Folge; IV, 1858 (Jnhalt: Die Stand-
[p]unkte der Gesellschaft. - Der Pfar-
[r]er vom See. - Die Dokumente. -
Adam u. Eva). - Täuschung u. Wahr-
[h]eit (N.), 1859. - Nordisches Bilder-
[b]uch (Reisebilder), 3. Aufl. 1862. -
Romane. Dritte Folge; X, 1862 (Jn-
halt: Nomana. - Cosimo Vinci. -
Der Propst von Ulenswang. - Vater
[u.] Sohn. - Die Erbin von Bornholm.
- Am Scheidewege. - Die Auser-
wählten des Propheten. - Sigrid,
das Fischermädchen. - Drei Freunde.
- Alte und neue Welt. - Die böse
Gräfin. - Rübezahl. - Fiat justitia!
- Alexander Petion. - Die Macht der
Liebe. - Romantische Studien. - Wer
trägt die Schuld? - Eine Lebens-
frage. - Anna.).

*Muggli, Hans,

geboren 1877 in
Mönchaltorf (Kanton Zürich) als
Sohn einer armen, aber intelligenten
Weberfamilie, verlebte eine an Ent-
sagungen reiche Kindheit u. Jugend,
zog aber während des neunjährigen
Besuchs der heimatlichen Volks- und
Sekundarschule durch seine Jntelli-
genz und Beanlagung die Aufmerk-
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Müh
samkeit mehrerer Gönner auf sich, die
es ihm ermöglichten, das zürcherische
Staatsseminar zu besuchen. Jour-
nalistische Arbeiten halfen ihm wäh-
rend dieser ganzen Zeit hindurch, bis
er 1896 sein Staatsexamen absolviert
hatte. Jetzt wirkt er als Lehrer in
Wetzikon bei Zürich.

S:

Wirbelnde
Flocken (Leichte Strophen), 1907. -
Volk und Jugend in Gefahr (für die
Jugend geschrieben), 1909.

Mühl, Gustav,

wurde am 7. Mai
1819 zu Straßburg im Elsaß als der
jüngste Sohn des Rentners Andreas
Mühl geboren, besuchte das Gymna-
sium daselbst, und studierte dann an
der Universität seiner Vaterstadt
Medizin. Noch als Student scharte
sich um ihn ein Häuflein treugesinn-
ter Freunde, die seine Begeisterung
u. Neigung für das alte Stammland
mehr oder minder teilten. Zu diesen
zählten Karl Candidus, dessen Schwe-
ster M. später als Gattin heimführte,
die Brüder Stöber, der Theologe
Ungerer, der spätere Pfarrer Jaeger,
die sich sämtlich als Dichter vorteil-
haft bekannt gemacht und die Fahne
des Deutschtums im Elsaß stets hoch
gehalten haben. Jm Jahre 1847
promovierte M. als Doktor der Me-
dizin, widmete sich aber niemals der
ärztlichen Praxis. Vielmehr ver-
brachte er die nächsten Jahre auf
Reisen, besuchte wiederholt Deutsch-
land, lebte längere Zeit in Berlin u.
Stuttgart, wo er meistens in gelehr-
ten u. literarischen Kreisen verkehrte,
u. gründete sich dann 1853 in Straß-
burg sein Heim. An der Seite seiner
schönen und edlen Frau verlebte er
glückliche Jahre, den Winter in Straß-
burg, den Sommer gewöhnlich in
Schiltigheim zubringend. Freudig
wirkte er für sein Jdeal: die Brücke
für die geistigen Beziehungen nach
Deutschland hinüber zu unterhalten,
bei seinen Landslenten historische
Kenntnisse über das Elsaß früherer
u. zwar deutscher Zeiten zu verbrei-

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Mug
[ſ]chwarze Dame. ‒ David. ‒ Sylvia.
Bilder der Zeit. ‒ Der Vogt von
[H]iddenſee. ‒ Die gute alte Zeit. ‒
[D]as Pfarrhaus in Grover). ‒ Skiz-
[ze]n aus dem Norden; II, 1844. ‒
[S]chweden im Jahre 1843; II, 1845.
Streifzüge in Schleswig-Holſtein;
[II], 1846. ‒ Die Schweiz; III, 1847.
Vielliebchen (Ein Taſchenbuch für)
[1]850‒61. ‒ Samuel Wiebe (Lebens-
[b]ild a. d. Marſchen), 1854. ‒ Bilder
[a]us Norwegen, 1856. ‒ Neues Leben
(R.); III, 1856. ‒ Romane; IV, 1857
Jnhalt: Karl I. und Cromwell. ‒
Der Doppelgänger. ‒ Der Tell von
[U]nterwalden. ‒ Schloß Breitenſtein.
‒ Gefangen u. befreit.) ‒ Leben und
[L]ieben in Norwegen (Vier Novellen
aus d. norwegiſchen Volksleben); II,
[1]856 (Jnhalt: Der Schütz von Sen-
ſenoe. ‒ Henrik Dartley. ‒ Rinkan
Voß. ‒ Signa). ‒ Romane. Neue
Folge; IV, 1858 (Jnhalt: Die Stand-
[p]unkte der Geſellſchaft. ‒ Der Pfar-
[r]er vom See. ‒ Die Dokumente. ‒
Adam u. Eva). ‒ Täuſchung u. Wahr-
[h]eit (N.), 1859. ‒ Nordiſches Bilder-
[b]uch (Reiſebilder), 3. Aufl. 1862. ‒
Romane. Dritte Folge; X, 1862 (Jn-
halt: Nomana. ‒ Coſimo Vinci. ‒
Der Propſt von Ulenswang. ‒ Vater
[u.] Sohn. ‒ Die Erbin von Bornholm.
‒ Am Scheidewege. ‒ Die Auser-
wählten des Propheten. ‒ Sigrid,
das Fiſchermädchen. ‒ Drei Freunde.
‒ Alte und neue Welt. ‒ Die böſe
Gräfin. ‒ Rübezahl. ‒ Fiat justitia!
‒ Alexander Petion. ‒ Die Macht der
Liebe. ‒ Romantiſche Studien. ‒ Wer
trägt die Schuld? ‒ Eine Lebens-
frage. ‒ Anna.).

*Muggli, Hans,

geboren 1877 in
Mönchaltorf (Kanton Zürich) als
Sohn einer armen, aber intelligenten
Weberfamilie, verlebte eine an Ent-
ſagungen reiche Kindheit u. Jugend,
zog aber während des neunjährigen
Beſuchs der heimatlichen Volks- und
Sekundarſchule durch ſeine Jntelli-
genz und Beanlagung die Aufmerk-
[Spaltenumbruch]

Müh
ſamkeit mehrerer Gönner auf ſich, die
es ihm ermöglichten, das zürcheriſche
Staatsſeminar zu beſuchen. Jour-
naliſtiſche Arbeiten halfen ihm wäh-
rend dieſer ganzen Zeit hindurch, bis
er 1896 ſein Staatsexamen abſolviert
hatte. Jetzt wirkt er als Lehrer in
Wetzikon bei Zürich.

S:

Wirbelnde
Flocken (Leichte Strophen), 1907. ‒
Volk und Jugend in Gefahr (für die
Jugend geſchrieben), 1909.

Mühl, Guſtav,

wurde am 7. Mai
1819 zu Straßburg im Elſaß als der
jüngſte Sohn des Rentners Andreas
Mühl geboren, beſuchte das Gymna-
ſium daſelbſt, und ſtudierte dann an
der Univerſität ſeiner Vaterſtadt
Medizin. Noch als Student ſcharte
ſich um ihn ein Häuflein treugeſinn-
ter Freunde, die ſeine Begeiſterung
u. Neigung für das alte Stammland
mehr oder minder teilten. Zu dieſen
zählten Karl Candidus, deſſen Schwe-
ſter M. ſpäter als Gattin heimführte,
die Brüder Stöber, der Theologe
Ungerer, der ſpätere Pfarrer Jaeger,
die ſich ſämtlich als Dichter vorteil-
haft bekannt gemacht und die Fahne
des Deutſchtums im Elſaß ſtets hoch
gehalten haben. Jm Jahre 1847
promovierte M. als Doktor der Me-
dizin, widmete ſich aber niemals der
ärztlichen Praxis. Vielmehr ver-
brachte er die nächſten Jahre auf
Reiſen, beſuchte wiederholt Deutſch-
land, lebte längere Zeit in Berlin u.
Stuttgart, wo er meiſtens in gelehr-
ten u. literariſchen Kreiſen verkehrte,
u. gründete ſich dann 1853 in Straß-
burg ſein Heim. An der Seite ſeiner
ſchönen und edlen Frau verlebte er
glückliche Jahre, den Winter in Straß-
burg, den Sommer gewöhnlich in
Schiltigheim zubringend. Freudig
wirkte er für ſein Jdeal: die Brücke
für die geiſtigen Beziehungen nach
Deutſchland hinüber zu unterhalten,
bei ſeinen Landslenten hiſtoriſche
Kenntniſſe über das Elſaß früherer
u. zwar deutſcher Zeiten zu verbrei-

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[49/0053] Mug Müh ſchwarze Dame. ‒ David. ‒ Sylvia. Bilder der Zeit. ‒ Der Vogt von Hiddenſee. ‒ Die gute alte Zeit. ‒ Das Pfarrhaus in Grover). ‒ Skiz- zen aus dem Norden; II, 1844. ‒ Schweden im Jahre 1843; II, 1845. Streifzüge in Schleswig-Holſtein; II, 1846. ‒ Die Schweiz; III, 1847. Vielliebchen (Ein Taſchenbuch für) 1850‒61. ‒ Samuel Wiebe (Lebens- bild a. d. Marſchen), 1854. ‒ Bilder aus Norwegen, 1856. ‒ Neues Leben (R.); III, 1856. ‒ Romane; IV, 1857 Jnhalt: Karl I. und Cromwell. ‒ Der Doppelgänger. ‒ Der Tell von Unterwalden. ‒ Schloß Breitenſtein. ‒ Gefangen u. befreit.) ‒ Leben und Lieben in Norwegen (Vier Novellen aus d. norwegiſchen Volksleben); II, 1856 (Jnhalt: Der Schütz von Sen- ſenoe. ‒ Henrik Dartley. ‒ Rinkan Voß. ‒ Signa). ‒ Romane. Neue Folge; IV, 1858 (Jnhalt: Die Stand- punkte der Geſellſchaft. ‒ Der Pfar- rer vom See. ‒ Die Dokumente. ‒ Adam u. Eva). ‒ Täuſchung u. Wahr- heit (N.), 1859. ‒ Nordiſches Bilder- buch (Reiſebilder), 3. Aufl. 1862. ‒ Romane. Dritte Folge; X, 1862 (Jn- halt: Nomana. ‒ Coſimo Vinci. ‒ Der Propſt von Ulenswang. ‒ Vater u. Sohn. ‒ Die Erbin von Bornholm. ‒ Am Scheidewege. ‒ Die Auser- wählten des Propheten. ‒ Sigrid, das Fiſchermädchen. ‒ Drei Freunde. ‒ Alte und neue Welt. ‒ Die böſe Gräfin. ‒ Rübezahl. ‒ Fiat justitia! ‒ Alexander Petion. ‒ Die Macht der Liebe. ‒ Romantiſche Studien. ‒ Wer trägt die Schuld? ‒ Eine Lebens- frage. ‒ Anna.). *Muggli, Hans, geboren 1877 in Mönchaltorf (Kanton Zürich) als Sohn einer armen, aber intelligenten Weberfamilie, verlebte eine an Ent- ſagungen reiche Kindheit u. Jugend, zog aber während des neunjährigen Beſuchs der heimatlichen Volks- und Sekundarſchule durch ſeine Jntelli- genz und Beanlagung die Aufmerk- ſamkeit mehrerer Gönner auf ſich, die es ihm ermöglichten, das zürcheriſche Staatsſeminar zu beſuchen. Jour- naliſtiſche Arbeiten halfen ihm wäh- rend dieſer ganzen Zeit hindurch, bis er 1896 ſein Staatsexamen abſolviert hatte. Jetzt wirkt er als Lehrer in Wetzikon bei Zürich. S: Wirbelnde Flocken (Leichte Strophen), 1907. ‒ Volk und Jugend in Gefahr (für die Jugend geſchrieben), 1909. Mühl, Guſtav, wurde am 7. Mai 1819 zu Straßburg im Elſaß als der jüngſte Sohn des Rentners Andreas Mühl geboren, beſuchte das Gymna- ſium daſelbſt, und ſtudierte dann an der Univerſität ſeiner Vaterſtadt Medizin. Noch als Student ſcharte ſich um ihn ein Häuflein treugeſinn- ter Freunde, die ſeine Begeiſterung u. Neigung für das alte Stammland mehr oder minder teilten. Zu dieſen zählten Karl Candidus, deſſen Schwe- ſter M. ſpäter als Gattin heimführte, die Brüder Stöber, der Theologe Ungerer, der ſpätere Pfarrer Jaeger, die ſich ſämtlich als Dichter vorteil- haft bekannt gemacht und die Fahne des Deutſchtums im Elſaß ſtets hoch gehalten haben. Jm Jahre 1847 promovierte M. als Doktor der Me- dizin, widmete ſich aber niemals der ärztlichen Praxis. Vielmehr ver- brachte er die nächſten Jahre auf Reiſen, beſuchte wiederholt Deutſch- land, lebte längere Zeit in Berlin u. Stuttgart, wo er meiſtens in gelehr- ten u. literariſchen Kreiſen verkehrte, u. gründete ſich dann 1853 in Straß- burg ſein Heim. An der Seite ſeiner ſchönen und edlen Frau verlebte er glückliche Jahre, den Winter in Straß- burg, den Sommer gewöhnlich in Schiltigheim zubringend. Freudig wirkte er für ſein Jdeal: die Brücke für die geiſtigen Beziehungen nach Deutſchland hinüber zu unterhalten, bei ſeinen Landslenten hiſtoriſche Kenntniſſe über das Elſaß früherer u. zwar deutſcher Zeiten zu verbrei- * 4

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 49. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/53>, abgerufen am 23.03.2019.