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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Mül
deren literarische Frucht seine "Wan-
derweisen" zu betrachten sind, und
1899 ging er für längere Zeit nach
Rom, wo er als Kaplan an der Kirche
all' Anima tätig war. 1901 kehrte er
als Kaplan nach Jnnsbruck zurück u.
wirkt hier seit 1904 gleichzeitig als
Professor und Religionslehrer.

S:


Kiesel und Kristall (Ge.), 1894. 3. A.
1910. - Wanderweisen und Heimat-
lieder (Ge.), 1898. 2. A. 1910. - Jn
wachen Träumen (Ge.), 1901. - Blü-
tenstaub u. Blättergold (Ge.), 1903.
- Heliotrop (Sk. und Bilder a. Jta-
lien), 1904. - Grünes Laub und wei-
ßer Flieder (Ge.), 1906. 2. A. 1910.
- Aus goldenen Tagen (Ge.), 1910.

Müller, Karl Arthur,

* 1826
zu Neumarkt in Schlesien (n. a. 1830
in Breslau), besuchte die Universität
Breslau, von der er nach einigen Se-
mestern relegiert ward, wandte sich
dann nach Jena, das er indes auch
bald wieder verlassen mußte, u. ging
nun nach Süddeutschland, wo er teils
in München, teils einsiedlerisch in der
Einöde Lichtenheim sich aufhielt. Da-
nach führte er ein vagabundierendes
Künstlerleben, war als Hauslehrer,
Theatersekretär, Korrespondent für
verschiedene Zeitungen und Korrektor
griechischer u. lateinischer Werke tätig
und endete schließlich durch Selbst-
mord zu München am 10. April 1873.

S:

Goethe-Tasso (Dr. G.), 1853. -
Timoleon (Tr.), 1854. - Ein feste
Burg ist unser Gott (Volksst.), 1861.
- Gute Nacht, Hänschen! (Lsp.),
1865. - Das Wichtel, oder: Ein guter
Hausgeist (Volksst.), 1866. - Ein
Haberfeldtreiben (Volksschsp.), 1866.
- Der Fluch des Galilei (Tr.), 1867.
- Geächtet, oder: Otto der Große u.
sein Haus (Tr.), 1867. - Ein Ritt
ins Deutsche Reich (Lsp.), 1867. -
Eine ländliche Verlobungsanzeige
(Liedersp.), 1868. - Wie geht's dem
Könige? (Lsp.), 1868. - Die Ver-
schwörung der Frauen, oder: Die
Preußen in Breslau (Hist. Lsp.), 1875.
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Mül
Neue Ausg. mit Bühneneinrichtung.
1905. - Als Manuskr. gedruckt: Auf
dem Exerzierplatz (Schw.). Neue Aus-
gabe 1884. Neubearb. 1908. - Der ver-
hängnisvolle Feldwebel (Hist. Lsp.),
1864. - Der schwarze Wilhelm (Cha-
rakterbild), 1860. - Auf der Gant
(Volksst.). - Ehre um Ehre (Schsp.).
- Der Husten des Herrn von Mont-
bazon (Lsp.), 1860. - Johannisfeuer,
oder: Der Gemskönig (Volksst.), 1867.
- Der Kuckuck (Lsp.), 1867. - Der letzte
König der Juden (Tr.), 1862. - Der
Teufel ist los (Lsp.), 1859. - Unter
der Kritik (Lsp.). - Vier Wochen Ar-
rest (Lsp.). - Von jenseits der Berge
(Lsp.), 1868. - Großbeeren u. Denne-
witz (Volksst.), 1861.

Müller, Johann August Karl,


geb. am 12. Dezbr. 1838 zu Kakeldüt,
einem kleinen Dorfe in Mecklenburg-
Strelitz, besuchte das Gymnasium in
Neustrelitz und das Friedrichs-Gym-
nasium in Berlin und studierte dann
an der Berliner Universität Theolo-
gie und Geschichte. Nachdem er sich
definitiv für das Lehramt entschieden
hatte und bereits seit Ostern 1864 an
der Dorotheenstädtischen Realschule
und am Friedrichs-Gymnasium als
Hilfslehrer tätig gewesen war, leistete
er nach bestandener Staatsprüfung
von Michaelis 1864 65 am Fried-
richs-Werderschen Gymnasium sein
Probejahr ab und wurde dann sofort
an dieser Anstalt als ordentlichen
Lehrer angestellt. Er hat derselben
zuletzt als Professor und erster Ober-
lehrer, bis zu seinem Tode angehört
der am 9. April 1900 erfolgte.

S

unter
dem Pseud. Hans Müller: Quin-
tus Horatius Flaccus (Lsp.), 1889
2. Aufl. u. d. T.: Wodurch bereiten
wir andern eine Freude?, 1902. -
Das Hemdenknöpfchen (Lsp.), 1890. -
Wenn man seine Töchter verborgt
(Lsp.), 1892. - Unter dem Pseud. A.
Weller war er Mitarbeiter an ver-
schiedenen Possen W. Mannstedts,
Georg Engels', Eugen Frieses, Leo-

*


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Mül
deren literariſche Frucht ſeine „Wan-
derweiſen“ zu betrachten ſind, und
1899 ging er für längere Zeit nach
Rom, wo er als Kaplan an der Kirche
all’ Anima tätig war. 1901 kehrte er
als Kaplan nach Jnnsbruck zurück u.
wirkt hier ſeit 1904 gleichzeitig als
Profeſſor und Religionslehrer.

S:


Kieſel und Kriſtall (Ge.), 1894. 3. A.
1910. ‒ Wanderweiſen und Heimat-
lieder (Ge.), 1898. 2. A. 1910. ‒ Jn
wachen Träumen (Ge.), 1901. ‒ Blü-
tenſtaub u. Blättergold (Ge.), 1903.
‒ Heliotrop (Sk. und Bilder a. Jta-
lien), 1904. ‒ Grünes Laub und wei-
ßer Flieder (Ge.), 1906. 2. A. 1910.
‒ Aus goldenen Tagen (Ge.), 1910.

Müller, Karl Arthur,

* 1826
zu Neumarkt in Schleſien (n. a. 1830
in Breslau), beſuchte die Univerſität
Breslau, von der er nach einigen Se-
meſtern relegiert ward, wandte ſich
dann nach Jena, das er indes auch
bald wieder verlaſſen mußte, u. ging
nun nach Süddeutſchland, wo er teils
in München, teils einſiedleriſch in der
Einöde Lichtenheim ſich aufhielt. Da-
nach führte er ein vagabundierendes
Künſtlerleben, war als Hauslehrer,
Theaterſekretär, Korreſpondent für
verſchiedene Zeitungen und Korrektor
griechiſcher u. lateiniſcher Werke tätig
und endete ſchließlich durch Selbſt-
mord zu München am 10. April 1873.

S:

Goethe-Taſſo (Dr. G.), 1853. ‒
Timoleon (Tr.), 1854. ‒ Ein feſte
Burg iſt unſer Gott (Volksſt.), 1861.
‒ Gute Nacht, Hänschen! (Lſp.),
1865. ‒ Das Wichtel, oder: Ein guter
Hausgeiſt (Volksſt.), 1866. ‒ Ein
Haberfeldtreiben (Volksſchſp.), 1866.
‒ Der Fluch des Galilei (Tr.), 1867.
‒ Geächtet, oder: Otto der Große u.
ſein Haus (Tr.), 1867. ‒ Ein Ritt
ins Deutſche Reich (Lſp.), 1867. ‒
Eine ländliche Verlobungsanzeige
(Liederſp.), 1868. ‒ Wie geht’s dem
Könige? (Lſp.), 1868. ‒ Die Ver-
ſchwörung der Frauen, oder: Die
Preußen in Breslau (Hiſt. Lſp.), 1875.
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Mül
Neue Ausg. mit Bühneneinrichtung.
1905. ‒ Als Manuſkr. gedruckt: Auf
dem Exerzierplatz (Schw.). Neue Aus-
gabe 1884. Neubearb. 1908. ‒ Der ver-
hängnisvolle Feldwebel (Hiſt. Lſp.),
1864. ‒ Der ſchwarze Wilhelm (Cha-
rakterbild), 1860. ‒ Auf der Gant
(Volksſt.). ‒ Ehre um Ehre (Schſp.).
‒ Der Huſten des Herrn von Mont-
bazon (Lſp.), 1860. ‒ Johannisfeuer,
oder: Der Gemskönig (Volksſt.), 1867.
‒ Der Kuckuck (Lſp.), 1867. ‒ Der letzte
König der Juden (Tr.), 1862. ‒ Der
Teufel iſt los (Lſp.), 1859. ‒ Unter
der Kritik (Lſp.). ‒ Vier Wochen Ar-
reſt (Lſp.). ‒ Von jenſeits der Berge
(Lſp.), 1868. ‒ Großbeeren u. Denne-
witz (Volksſt.), 1861.

Müller, Johann Auguſt Karl,


geb. am 12. Dezbr. 1838 zu Kakeldüt,
einem kleinen Dorfe in Mecklenburg-
Strelitz, beſuchte das Gymnaſium in
Neuſtrelitz und das Friedrichs-Gym-
naſium in Berlin und ſtudierte dann
an der Berliner Univerſität Theolo-
gie und Geſchichte. Nachdem er ſich
definitiv für das Lehramt entſchieden
hatte und bereits ſeit Oſtern 1864 an
der Dorotheenſtädtiſchen Realſchule
und am Friedrichs-Gymnaſium als
Hilfslehrer tätig geweſen war, leiſtete
er nach beſtandener Staatsprüfung
von Michaelis 1864 65 am Fried-
richs-Werderſchen Gymnaſium ſein
Probejahr ab und wurde dann ſofort
an dieſer Anſtalt als ordentlichen
Lehrer angeſtellt. Er hat derſelben
zuletzt als Profeſſor und erſter Ober-
lehrer, bis zu ſeinem Tode angehört
der am 9. April 1900 erfolgte.

S

unter
dem Pſeud. Hans Müller: Quin-
tus Horatius Flaccus (Lſp.), 1889
2. Aufl. u. d. T.: Wodurch bereiten
wir andern eine Freude?, 1902. ‒
Das Hemdenknöpfchen (Lſp.), 1890. ‒
Wenn man ſeine Töchter verborgt
(Lſp.), 1892. ‒ Unter dem Pſeud. A.
Weller war er Mitarbeiter an ver-
ſchiedenen Poſſen W. Mannſtedts,
Georg Engels’, Eugen Frieſes, Leo-

*
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[54/0058] Mül Mül deren literariſche Frucht ſeine „Wan- derweiſen“ zu betrachten ſind, und 1899 ging er für längere Zeit nach Rom, wo er als Kaplan an der Kirche all’ Anima tätig war. 1901 kehrte er als Kaplan nach Jnnsbruck zurück u. wirkt hier ſeit 1904 gleichzeitig als Profeſſor und Religionslehrer. S: Kieſel und Kriſtall (Ge.), 1894. 3. A. 1910. ‒ Wanderweiſen und Heimat- lieder (Ge.), 1898. 2. A. 1910. ‒ Jn wachen Träumen (Ge.), 1901. ‒ Blü- tenſtaub u. Blättergold (Ge.), 1903. ‒ Heliotrop (Sk. und Bilder a. Jta- lien), 1904. ‒ Grünes Laub und wei- ßer Flieder (Ge.), 1906. 2. A. 1910. ‒ Aus goldenen Tagen (Ge.), 1910. Müller, Karl Arthur, * 1826 zu Neumarkt in Schleſien (n. a. 1830 in Breslau), beſuchte die Univerſität Breslau, von der er nach einigen Se- meſtern relegiert ward, wandte ſich dann nach Jena, das er indes auch bald wieder verlaſſen mußte, u. ging nun nach Süddeutſchland, wo er teils in München, teils einſiedleriſch in der Einöde Lichtenheim ſich aufhielt. Da- nach führte er ein vagabundierendes Künſtlerleben, war als Hauslehrer, Theaterſekretär, Korreſpondent für verſchiedene Zeitungen und Korrektor griechiſcher u. lateiniſcher Werke tätig und endete ſchließlich durch Selbſt- mord zu München am 10. April 1873. S: Goethe-Taſſo (Dr. G.), 1853. ‒ Timoleon (Tr.), 1854. ‒ Ein feſte Burg iſt unſer Gott (Volksſt.), 1861. ‒ Gute Nacht, Hänschen! (Lſp.), 1865. ‒ Das Wichtel, oder: Ein guter Hausgeiſt (Volksſt.), 1866. ‒ Ein Haberfeldtreiben (Volksſchſp.), 1866. ‒ Der Fluch des Galilei (Tr.), 1867. ‒ Geächtet, oder: Otto der Große u. ſein Haus (Tr.), 1867. ‒ Ein Ritt ins Deutſche Reich (Lſp.), 1867. ‒ Eine ländliche Verlobungsanzeige (Liederſp.), 1868. ‒ Wie geht’s dem Könige? (Lſp.), 1868. ‒ Die Ver- ſchwörung der Frauen, oder: Die Preußen in Breslau (Hiſt. Lſp.), 1875. Neue Ausg. mit Bühneneinrichtung. 1905. ‒ Als Manuſkr. gedruckt: Auf dem Exerzierplatz (Schw.). Neue Aus- gabe 1884. Neubearb. 1908. ‒ Der ver- hängnisvolle Feldwebel (Hiſt. Lſp.), 1864. ‒ Der ſchwarze Wilhelm (Cha- rakterbild), 1860. ‒ Auf der Gant (Volksſt.). ‒ Ehre um Ehre (Schſp.). ‒ Der Huſten des Herrn von Mont- bazon (Lſp.), 1860. ‒ Johannisfeuer, oder: Der Gemskönig (Volksſt.), 1867. ‒ Der Kuckuck (Lſp.), 1867. ‒ Der letzte König der Juden (Tr.), 1862. ‒ Der Teufel iſt los (Lſp.), 1859. ‒ Unter der Kritik (Lſp.). ‒ Vier Wochen Ar- reſt (Lſp.). ‒ Von jenſeits der Berge (Lſp.), 1868. ‒ Großbeeren u. Denne- witz (Volksſt.), 1861. Müller, Johann Auguſt Karl, geb. am 12. Dezbr. 1838 zu Kakeldüt, einem kleinen Dorfe in Mecklenburg- Strelitz, beſuchte das Gymnaſium in Neuſtrelitz und das Friedrichs-Gym- naſium in Berlin und ſtudierte dann an der Berliner Univerſität Theolo- gie und Geſchichte. Nachdem er ſich definitiv für das Lehramt entſchieden hatte und bereits ſeit Oſtern 1864 an der Dorotheenſtädtiſchen Realſchule und am Friedrichs-Gymnaſium als Hilfslehrer tätig geweſen war, leiſtete er nach beſtandener Staatsprüfung von Michaelis 1864 65 am Fried- richs-Werderſchen Gymnaſium ſein Probejahr ab und wurde dann ſofort an dieſer Anſtalt als ordentlichen Lehrer angeſtellt. Er hat derſelben zuletzt als Profeſſor und erſter Ober- lehrer, bis zu ſeinem Tode angehört der am 9. April 1900 erfolgte. S unter dem Pſeud. Hans Müller: Quin- tus Horatius Flaccus (Lſp.), 1889 2. Aufl. u. d. T.: Wodurch bereiten wir andern eine Freude?, 1902. ‒ Das Hemdenknöpfchen (Lſp.), 1890. ‒ Wenn man ſeine Töchter verborgt (Lſp.), 1892. ‒ Unter dem Pſeud. A. Weller war er Mitarbeiter an ver- ſchiedenen Poſſen W. Mannſtedts, Georg Engels’, Eugen Frieſes, Leo- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 54. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/58>, abgerufen am 18.02.2019.