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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Mül
- Die Heimkehr der jungen Canoeros
(1877) - Die jungen Elefantenjäger
(1878) - Jm Lande der Jndianer
(1880) - Jn der Wildnis. Land- u.
Seebilder (1881) - James Cook, der
Weltumsegler (1881) - Der Gorilla-
Jäger (1881) u. a.

Müller, Karl,

ein Bruder des
früher genannten Adolf M., wurde
am 16. Juli 1825 zu Friedberg in der
Wetterau (Großh. Hessen) geboren.
Sein Vater, Rektor des dortigen
Lehrerseminars, später Pfarrer in
Staden, Peter Müller, hat sich als
Komponist von unvergänglichen Lie-
dern, die zu Volksliedern geworden
sind, von Quintetten u. Opern einen
dauernden Namen gemacht. Der Sohn
besuchte erst die Augustinerschule,
dann ein von einem Kandidaten der
Theologie gegründetes Jnstitut in
Friedberg, 1840-43 das Gymnasium
in Darmstadt, studierte darauf bis
1847 in Gießen Theologie u. besuchte
noch ein Jahrlang das Predigersemi-
nar in Friedberg. Nach Ablegung
seiner Definitorialprüfung war er
eine Zeitlang Pfarrassistent seines
Vaters in Staden, wurde 1851 Rek-
tor und Mitprediger in Alsfeld, 1860
zweiter Pfarrer daselbst, 1874 Ober-
pfarrer und 1883 auch Dekan. Jm
Jahre 1894 machte ein Gehirnleiden
seine Überführung in eine Heilanstalt
nötig. Er starb am 21. September
1905 in Endenich bei Bonn. Außer
mehreren mit seinem Bruder Adolf
verfaßten naturwissenschaftlichen
Schriften (s. d.) veröffentlichte er

S:

Gedichte, 1865. - Aus Natur und
Leben (Ge.), 1888. - Liedes Lust und
Leid (Ge.), 1893.

Müller, (auch: Müller-
Jahnke
), Klara,

siehe Klara
Jahnke!

*Müller, Ludwig Johann,

pseud.
Rellüm, wurde am 10. Mai 1842
auf der hannöverschen Domäne Son-
dermühlen am Teutoburger Walde
geboren, wo sein Vater königlicher
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Mül
Forstbeamter war. Trotzdem den
letztere frühe (1848) starb und die
Mutter mit elf unversorgten Kindern
zurückließ, ermöglichte es diese doch
ihren Kindern eine gute Erziehung u.
Schulbildung zu geben und eine son-
nige Kindheit zu bereiten. Von einen
Hauslehrer vorgebildet, widmete sich
Ludwig M. in dem Geschäfte eines
Bekannten in Nordholland dem kauf-
männischen Berufe und blieb sechs
Jahre dort. Die ganze landschaft-
liche Umgebung, so verschieden sie
von der in seiner Heimat war, trug
dazu bei, die Liebe zur Natur in ihn
immer mehr zu stärken. 1863 nach
Deutschland zurückgekehrt, wandte er
sich nach Magdeburg, wo er in das
Getriebe der Jndustrie verpflanz
ward, die sein ganzes Jnteresse der
art gefangennahm, daß er nach
wenigen Jahren schon die Leitung
eines Fabrikgeschäftes, sowohl kauf-
männisch als technisch übernehmen
konnte. Jm Jahre 1870 machte er
sich in Magdeburg selbständig und
gründete als erster im preußischen
Staate eine Fabrik zum Zwecke der
Zentralbeheizung von Kirchen. Seine
Liebe zur Natur, verbunden mit den
Erinnerungen aus seiner Kinderzeit,
machte ihn zum Jagdliebhaber und
zum Schriftsteller auf weidmänni-
schem Gebiet.

S:

Humoristische Er-
zählungen aus dem Jägerleben, 1901
2. Tl. u. d. Namen Müller, 1907.

Müller, Ludwig,

pseudon. Wolf-
gang Grimmold, geb. am 20.
Okt. 1860 in Lübeck, lebt daselbst.

S:


Kleine Prinzeß (R.), 1905.

*Müller, Martin,

geb. am 28. Au-
gust 1883 in Hamburg als Sohn des
verstorbenen Kunstmalers August M.,
besuchte das Gymnasium und die
Seminarschule seiner Vaterstadt bi[s]
zum 16. Lebensjahre, dann ander[t-]
halb Jahre die Malerschule in Brü[s-]
sel, machte darauf Reisen durch Be[l-]
gien, Frankreich, Spanien, Jtalie[n]
und Südamerika und ließ sich dan[n]

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Mül
‒ Die Heimkehr der jungen Canoéros
(1877) ‒ Die jungen Elefantenjäger
(1878) ‒ Jm Lande der Jndianer
(1880) ‒ Jn der Wildnis. Land- u.
Seebilder (1881) ‒ James Cook, der
Weltumſegler (1881) ‒ Der Gorilla-
Jäger (1881) u. a.

Müller, Karl,

ein Bruder des
früher genannten Adolf M., wurde
am 16. Juli 1825 zu Friedberg in der
Wetterau (Großh. Heſſen) geboren.
Sein Vater, Rektor des dortigen
Lehrerſeminars, ſpäter Pfarrer in
Staden, Peter Müller, hat ſich als
Komponiſt von unvergänglichen Lie-
dern, die zu Volksliedern geworden
ſind, von Quintetten u. Opern einen
dauernden Namen gemacht. Der Sohn
beſuchte erſt die Auguſtinerſchule,
dann ein von einem Kandidaten der
Theologie gegründetes Jnſtitut in
Friedberg, 1840‒43 das Gymnaſium
in Darmſtadt, ſtudierte darauf bis
1847 in Gießen Theologie u. beſuchte
noch ein Jahrlang das Predigerſemi-
nar in Friedberg. Nach Ablegung
ſeiner Definitorialprüfung war er
eine Zeitlang Pfarraſſiſtent ſeines
Vaters in Staden, wurde 1851 Rek-
tor und Mitprediger in Alsfeld, 1860
zweiter Pfarrer daſelbſt, 1874 Ober-
pfarrer und 1883 auch Dekan. Jm
Jahre 1894 machte ein Gehirnleiden
ſeine Überführung in eine Heilanſtalt
nötig. Er ſtarb am 21. September
1905 in Endenich bei Bonn. Außer
mehreren mit ſeinem Bruder Adolf
verfaßten naturwiſſenſchaftlichen
Schriften (ſ. d.) veröffentlichte er

S:

Gedichte, 1865. ‒ Aus Natur und
Leben (Ge.), 1888. ‒ Liedes Luſt und
Leid (Ge.), 1893.

Müller, (auch: Müller-
Jahnke
), Klara,

ſiehe Klara
Jahnke!

*Müller, Ludwig Johann,

pſeud.
Rellüm, wurde am 10. Mai 1842
auf der hannöverſchen Domäne Son-
dermühlen am Teutoburger Walde
geboren, wo ſein Vater königlicher
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Mül
Forſtbeamter war. Trotzdem den
letztere frühe (1848) ſtarb und die
Mutter mit elf unverſorgten Kindern
zurückließ, ermöglichte es dieſe doch
ihren Kindern eine gute Erziehung u.
Schulbildung zu geben und eine ſon-
nige Kindheit zu bereiten. Von einen
Hauslehrer vorgebildet, widmete ſich
Ludwig M. in dem Geſchäfte eines
Bekannten in Nordholland dem kauf-
männiſchen Berufe und blieb ſechs
Jahre dort. Die ganze landſchaft-
liche Umgebung, ſo verſchieden ſie
von der in ſeiner Heimat war, trug
dazu bei, die Liebe zur Natur in ihn
immer mehr zu ſtärken. 1863 nach
Deutſchland zurückgekehrt, wandte er
ſich nach Magdeburg, wo er in das
Getriebe der Jnduſtrie verpflanz
ward, die ſein ganzes Jntereſſe der
art gefangennahm, daß er nach
wenigen Jahren ſchon die Leitung
eines Fabrikgeſchäftes, ſowohl kauf-
männiſch als techniſch übernehmen
konnte. Jm Jahre 1870 machte er
ſich in Magdeburg ſelbſtändig und
gründete als erſter im preußiſchen
Staate eine Fabrik zum Zwecke der
Zentralbeheizung von Kirchen. Seine
Liebe zur Natur, verbunden mit den
Erinnerungen aus ſeiner Kinderzeit,
machte ihn zum Jagdliebhaber und
zum Schriftſteller auf weidmänni-
ſchem Gebiet.

S:

Humoriſtiſche Er-
zählungen aus dem Jägerleben, 1901
2. Tl. u. d. Namen Müller, 1907.

Müller, Ludwig,

pſeudon. Wolf-
gang Grimmold, geb. am 20.
Okt. 1860 in Lübeck, lebt daſelbſt.

S:


Kleine Prinzeß (R.), 1905.

*Müller, Martin,

geb. am 28. Au-
guſt 1883 in Hamburg als Sohn des
verſtorbenen Kunſtmalers Auguſt M.,
beſuchte das Gymnaſium und die
Seminarſchule ſeiner Vaterſtadt bi[s]
zum 16. Lebensjahre, dann ander[t-]
halb Jahre die Malerſchule in Brü[ſ-]
ſel, machte darauf Reiſen durch Be[l-]
gien, Frankreich, Spanien, Jtalie[n]
und Südamerika und ließ ſich dan[n]

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[66/0070] Mül Mül ‒ Die Heimkehr der jungen Canoéros (1877) ‒ Die jungen Elefantenjäger (1878) ‒ Jm Lande der Jndianer (1880) ‒ Jn der Wildnis. Land- u. Seebilder (1881) ‒ James Cook, der Weltumſegler (1881) ‒ Der Gorilla- Jäger (1881) u. a. Müller, Karl, ein Bruder des früher genannten Adolf M., wurde am 16. Juli 1825 zu Friedberg in der Wetterau (Großh. Heſſen) geboren. Sein Vater, Rektor des dortigen Lehrerſeminars, ſpäter Pfarrer in Staden, Peter Müller, hat ſich als Komponiſt von unvergänglichen Lie- dern, die zu Volksliedern geworden ſind, von Quintetten u. Opern einen dauernden Namen gemacht. Der Sohn beſuchte erſt die Auguſtinerſchule, dann ein von einem Kandidaten der Theologie gegründetes Jnſtitut in Friedberg, 1840‒43 das Gymnaſium in Darmſtadt, ſtudierte darauf bis 1847 in Gießen Theologie u. beſuchte noch ein Jahrlang das Predigerſemi- nar in Friedberg. Nach Ablegung ſeiner Definitorialprüfung war er eine Zeitlang Pfarraſſiſtent ſeines Vaters in Staden, wurde 1851 Rek- tor und Mitprediger in Alsfeld, 1860 zweiter Pfarrer daſelbſt, 1874 Ober- pfarrer und 1883 auch Dekan. Jm Jahre 1894 machte ein Gehirnleiden ſeine Überführung in eine Heilanſtalt nötig. Er ſtarb am 21. September 1905 in Endenich bei Bonn. Außer mehreren mit ſeinem Bruder Adolf verfaßten naturwiſſenſchaftlichen Schriften (ſ. d.) veröffentlichte er S: Gedichte, 1865. ‒ Aus Natur und Leben (Ge.), 1888. ‒ Liedes Luſt und Leid (Ge.), 1893. Müller, (auch: Müller- Jahnke), Klara, ſiehe Klara Jahnke! *Müller, Ludwig Johann, pſeud. Rellüm, wurde am 10. Mai 1842 auf der hannöverſchen Domäne Son- dermühlen am Teutoburger Walde geboren, wo ſein Vater königlicher Forſtbeamter war. Trotzdem den letztere frühe (1848) ſtarb und die Mutter mit elf unverſorgten Kindern zurückließ, ermöglichte es dieſe doch ihren Kindern eine gute Erziehung u. Schulbildung zu geben und eine ſon- nige Kindheit zu bereiten. Von einen Hauslehrer vorgebildet, widmete ſich Ludwig M. in dem Geſchäfte eines Bekannten in Nordholland dem kauf- männiſchen Berufe und blieb ſechs Jahre dort. Die ganze landſchaft- liche Umgebung, ſo verſchieden ſie von der in ſeiner Heimat war, trug dazu bei, die Liebe zur Natur in ihn immer mehr zu ſtärken. 1863 nach Deutſchland zurückgekehrt, wandte er ſich nach Magdeburg, wo er in das Getriebe der Jnduſtrie verpflanz ward, die ſein ganzes Jntereſſe der art gefangennahm, daß er nach wenigen Jahren ſchon die Leitung eines Fabrikgeſchäftes, ſowohl kauf- männiſch als techniſch übernehmen konnte. Jm Jahre 1870 machte er ſich in Magdeburg ſelbſtändig und gründete als erſter im preußiſchen Staate eine Fabrik zum Zwecke der Zentralbeheizung von Kirchen. Seine Liebe zur Natur, verbunden mit den Erinnerungen aus ſeiner Kinderzeit, machte ihn zum Jagdliebhaber und zum Schriftſteller auf weidmänni- ſchem Gebiet. S: Humoriſtiſche Er- zählungen aus dem Jägerleben, 1901 2. Tl. u. d. Namen Müller, 1907. Müller, Ludwig, pſeudon. Wolf- gang Grimmold, geb. am 20. Okt. 1860 in Lübeck, lebt daſelbſt. S: Kleine Prinzeß (R.), 1905. *Müller, Martin, geb. am 28. Au- guſt 1883 in Hamburg als Sohn des verſtorbenen Kunſtmalers Auguſt M., beſuchte das Gymnaſium und die Seminarſchule ſeiner Vaterſtadt bis zum 16. Lebensjahre, dann andert- halb Jahre die Malerſchule in Brüſ- ſel, machte darauf Reiſen durch Bel- gien, Frankreich, Spanien, Jtalien und Südamerika und ließ ſich dann *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 66. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/70>, abgerufen am 21.02.2019.