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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Mül
Müller, Richard,

pfälzischer Dia-
lektdichter, geb. am 17. Juli 1861 in
Obermoschel (Rheinpfalz), lebt da-
selbst.

S:

Hinner'm Dunnerschberg
(Dn. in nordpfälzer Mdt.), 1899. 2. A.
1904. - Pälzer Luscht un Lewe (Ge.),
1902. 2. A. 1906. - Das Schneiderche
vun Meckebach (Dorfidyll in Mdt.),
1905. 2. A. 1907. - Die Budderbär-
wel vun Diefedhal (Dorfbilder in
Mdt.), 1909. - Altes und Neues
(Ausgew. Ge. in Pfälzer Mdt.), 1910.

Müller, Richard,

geb. am 1. Juni
1864 in Berlin, Dr. phil., lebt daselbst.

S:

Sonette eines Kranken, 1897.

*Müller, Robert,

geb. am 13. Ok-
tober 1861 in Oberwiesenthal im säch-
sischen Erzgebirge als Sohn eines
Bäckermeisters, besuchte die dortige
Stadtschule u. seit 1876 das Lehrer-
seminar in Annaberg, das er 1882
absolvierte. Er war dann 1883-86
als Hilfslehrer in Geyer bei Anna-
berg und in Drobach tätig, wurde
nach Erledigung der Wahlfähigkeits-
prüfung Ostern 1886 ständiger Lehrer
in Kunnhaide bei Reitzenstein, 1887
in Venusberg und 1890 dirigierender
Lehrer in Marbach im Flöhatale, wo
er noch jetzt im Amte steht.

S:

Lustig's
aus'n arzgebirg'schen Hutznschtübl
(Humor. En. in erzgeb. Mdt.), 1910.
- Aus d'r Haamet (En. u. Ge. in erz-
gebirg. Mdt.), 1911.

*Müller, Robert,

pseudon. M.
Rombach, wurde am 22. März 1868
zu Müllheim in Baden als der Sohn
eines Gerichtsnotars geboren u. ver-
lebte seine ersten Jugendjahre auf dem
Lande. Nach dem im J. 1874 erfolg-
ten Tode seines Vaters übersiedelte
seine Mutter nach Freiburg in Br.,
wo er 1887 das Gymnasium absol-
vierte. Er studierte darauf in Frei-
burg, Heidelberg und Leipzig Rechts-
wissenschaften bis 1891, bereitete sich
nun für den praktischen Justizdienst
vor und wurde 1897 Amtsrichter in
Philippsburg. Jm folgenden Jahre
kam er nach Mannheim, wurde hier
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Mül
1902 zum Landgerichtsrat befördert
und 1906 in gleicher Eigenschaft nach
Offenburg versetzt.

S:

Wessen Schuld?
(Eine Schwarzwaldgeschichte), 1900
2. A. u. d. T.: Die Moorhexe, 1904. -
Heinrich Eberhardt (R.), 1904. -
Wenn die Träume erwachen (Ein
Gesch. a. d. Jugend), 1904.

Müller, Rudolf,

wurde im Juli
1809 zu Lenzburg, Kt. Aargau, ge-
boren, besuchte die Schule in Lenz-
burg u. die Kantonsschule in Aarau
u. studierte darauf in Erlangen und
Heidelberg. Danach hatte er zuerst
eine Stelle als Lehrer in einer klei-
nen Landgemeinde inne, war später
Lehrer in Richterswyl und endlich
Professor an der Kantonsschule in
Aarau. Doch behielt er diese Stel-
lung nicht lange, fungierte in der
Folge als Schreiber in Aarau und
trat schließlich als Direktionssekretär
in den Staatsdienst. Er starb zu
Lenzburg im April 1864.

S:

Bilder
und Sagen aus der Schweiz (Ep.-lyr.
Dn.), 1840.

*Müller, Theodor,

geb. am 29.
März 1852 zu Nürnberg, besuchte das
Gymnasium daselbst und trat 1870
bei dem kgl. bayerischen 1. Chevaux-
leger-Regiment ein, um sich dem
Berufe eines Soldaten zu widmen
Schwer krank aus Frankreich heim-
gekehrt, wurde er zu seiner Erholung
lange Zeit beurlaubt, absolvierte
dann die Kriegsschule u. wurde 1875
Leutnant in dem obengenannten Re-
giment. Doch schon 1882 machten sich
bei ihm die Nachwehen des überstan-
denen Feldzugs derart geltend, daß
er um seine Entlassung aus dem ak-
tiven Dienste nachsuchen mußte. Seit-
dem ist er als Schriftsteller, besonders
auf dem Gebiete des Humors, tätig
und liefert seit 1896 seine Arbeiten
ausschließlich an die "Meggendorfer
Blätter". Er hat seinen Wohn
in München.

S:

Junker Nachtigall
(Kom. Op., Musik von Hans Hassel-
beck), 1894. - Turandot (Komponier-

*

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Mül
Müller, Richard,

pfälziſcher Dia-
lektdichter, geb. am 17. Juli 1861 in
Obermoſchel (Rheinpfalz), lebt da-
ſelbſt.

S:

Hinner’m Dunnerſchberg
(Dn. in nordpfälzer Mdt.), 1899. 2. A.
1904. ‒ Pälzer Luſcht un Lewe (Ge.),
1902. 2. A. 1906. ‒ Das Schneiderche
vun Meckebach (Dorfidyll in Mdt.),
1905. 2. A. 1907. ‒ Die Budderbär-
wel vun Diefedhal (Dorfbilder in
Mdt.), 1909. ‒ Altes und Neues
(Ausgew. Ge. in Pfälzer Mdt.), 1910.

Müller, Richard,

geb. am 1. Juni
1864 in Berlin, Dr. phil., lebt daſelbſt.

S:

Sonette eines Kranken, 1897.

*Müller, Robert,

geb. am 13. Ok-
tober 1861 in Oberwieſenthal im ſäch-
ſiſchen Erzgebirge als Sohn eines
Bäckermeiſters, beſuchte die dortige
Stadtſchule u. ſeit 1876 das Lehrer-
ſeminar in Annaberg, das er 1882
abſolvierte. Er war dann 1883‒86
als Hilfslehrer in Geyer bei Anna-
berg und in Drobach tätig, wurde
nach Erledigung der Wahlfähigkeits-
prüfung Oſtern 1886 ſtändiger Lehrer
in Kunnhaide bei Reitzenſtein, 1887
in Venusberg und 1890 dirigierender
Lehrer in Marbach im Flöhatale, wo
er noch jetzt im Amte ſteht.

S:

Luſtig’s
aus’n arzgebirg’ſchen Hutznſchtübl
(Humor. En. in erzgeb. Mdt.), 1910.
‒ Aus d’r Haamet (En. u. Ge. in erz-
gebirg. Mdt.), 1911.

*Müller, Robert,

pſeudon. M.
Rombach, wurde am 22. März 1868
zu Müllheim in Baden als der Sohn
eines Gerichtsnotars geboren u. ver-
lebte ſeine erſten Jugendjahre auf dem
Lande. Nach dem im J. 1874 erfolg-
ten Tode ſeines Vaters überſiedelte
ſeine Mutter nach Freiburg in Br.,
wo er 1887 das Gymnaſium abſol-
vierte. Er ſtudierte darauf in Frei-
burg, Heidelberg und Leipzig Rechts-
wiſſenſchaften bis 1891, bereitete ſich
nun für den praktiſchen Juſtizdienſt
vor und wurde 1897 Amtsrichter in
Philippsburg. Jm folgenden Jahre
kam er nach Mannheim, wurde hier
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1902 zum Landgerichtsrat befördert
und 1906 in gleicher Eigenſchaft nach
Offenburg verſetzt.

S:

Weſſen Schuld?
(Eine Schwarzwaldgeſchichte), 1900
2. A. u. d. T.: Die Moorhexe, 1904. ‒
Heinrich Eberhardt (R.), 1904. ‒
Wenn die Träume erwachen (Ein
Geſch. a. d. Jugend), 1904.

Müller, Rudolf,

wurde im Juli
1809 zu Lenzburg, Kt. Aargau, ge-
boren, beſuchte die Schule in Lenz-
burg u. die Kantonsſchule in Aarau
u. ſtudierte darauf in Erlangen und
Heidelberg. Danach hatte er zuerſt
eine Stelle als Lehrer in einer klei-
nen Landgemeinde inne, war ſpäter
Lehrer in Richterswyl und endlich
Profeſſor an der Kantonsſchule in
Aarau. Doch behielt er dieſe Stel-
lung nicht lange, fungierte in der
Folge als Schreiber in Aarau und
trat ſchließlich als Direktionsſekretär
in den Staatsdienſt. Er ſtarb zu
Lenzburg im April 1864.

S:

Bilder
und Sagen aus der Schweiz (Ep.-lyr.
Dn.), 1840.

*Müller, Theodor,

geb. am 29.
März 1852 zu Nürnberg, beſuchte daſ
Gymnaſium daſelbſt und trat 1870
bei dem kgl. bayeriſchen 1. Chevaux-
leger-Regiment ein, um ſich dem
Berufe eines Soldaten zu widmen
Schwer krank aus Frankreich heim-
gekehrt, wurde er zu ſeiner Erholung
lange Zeit beurlaubt, abſolvierte
dann die Kriegsſchule u. wurde 1875
Leutnant in dem obengenannten Re-
giment. Doch ſchon 1882 machten ſich
bei ihm die Nachwehen des überſtan-
denen Feldzugs derart geltend, daß
er um ſeine Entlaſſung aus dem ak-
tiven Dienſte nachſuchen mußte. Seit-
dem iſt er als Schriftſteller, beſonderſ
auf dem Gebiete des Humors, tätig
und liefert ſeit 1896 ſeine Arbeiten
ausſchließlich an die „Meggendorfer
Blätter“. Er hat ſeinen Wohn
in München.

S:

Junker Nachtigall
(Kom. Op., Muſik von Hans Haſſel-
beck), 1894. ‒ Turandot (Komponier-

*
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[70/0074] Mül Mül Müller, Richard, pfälziſcher Dia- lektdichter, geb. am 17. Juli 1861 in Obermoſchel (Rheinpfalz), lebt da- ſelbſt. S: Hinner’m Dunnerſchberg (Dn. in nordpfälzer Mdt.), 1899. 2. A. 1904. ‒ Pälzer Luſcht un Lewe (Ge.), 1902. 2. A. 1906. ‒ Das Schneiderche vun Meckebach (Dorfidyll in Mdt.), 1905. 2. A. 1907. ‒ Die Budderbär- wel vun Diefedhal (Dorfbilder in Mdt.), 1909. ‒ Altes und Neues (Ausgew. Ge. in Pfälzer Mdt.), 1910. Müller, Richard, geb. am 1. Juni 1864 in Berlin, Dr. phil., lebt daſelbſt. S: Sonette eines Kranken, 1897. *Müller, Robert, geb. am 13. Ok- tober 1861 in Oberwieſenthal im ſäch- ſiſchen Erzgebirge als Sohn eines Bäckermeiſters, beſuchte die dortige Stadtſchule u. ſeit 1876 das Lehrer- ſeminar in Annaberg, das er 1882 abſolvierte. Er war dann 1883‒86 als Hilfslehrer in Geyer bei Anna- berg und in Drobach tätig, wurde nach Erledigung der Wahlfähigkeits- prüfung Oſtern 1886 ſtändiger Lehrer in Kunnhaide bei Reitzenſtein, 1887 in Venusberg und 1890 dirigierender Lehrer in Marbach im Flöhatale, wo er noch jetzt im Amte ſteht. S: Luſtig’s aus’n arzgebirg’ſchen Hutznſchtübl (Humor. En. in erzgeb. Mdt.), 1910. ‒ Aus d’r Haamet (En. u. Ge. in erz- gebirg. Mdt.), 1911. *Müller, Robert, pſeudon. M. Rombach, wurde am 22. März 1868 zu Müllheim in Baden als der Sohn eines Gerichtsnotars geboren u. ver- lebte ſeine erſten Jugendjahre auf dem Lande. Nach dem im J. 1874 erfolg- ten Tode ſeines Vaters überſiedelte ſeine Mutter nach Freiburg in Br., wo er 1887 das Gymnaſium abſol- vierte. Er ſtudierte darauf in Frei- burg, Heidelberg und Leipzig Rechts- wiſſenſchaften bis 1891, bereitete ſich nun für den praktiſchen Juſtizdienſt vor und wurde 1897 Amtsrichter in Philippsburg. Jm folgenden Jahre kam er nach Mannheim, wurde hier 1902 zum Landgerichtsrat befördert und 1906 in gleicher Eigenſchaft nach Offenburg verſetzt. S: Weſſen Schuld? (Eine Schwarzwaldgeſchichte), 1900 2. A. u. d. T.: Die Moorhexe, 1904. ‒ Heinrich Eberhardt (R.), 1904. ‒ Wenn die Träume erwachen (Ein Geſch. a. d. Jugend), 1904. Müller, Rudolf, wurde im Juli 1809 zu Lenzburg, Kt. Aargau, ge- boren, beſuchte die Schule in Lenz- burg u. die Kantonsſchule in Aarau u. ſtudierte darauf in Erlangen und Heidelberg. Danach hatte er zuerſt eine Stelle als Lehrer in einer klei- nen Landgemeinde inne, war ſpäter Lehrer in Richterswyl und endlich Profeſſor an der Kantonsſchule in Aarau. Doch behielt er dieſe Stel- lung nicht lange, fungierte in der Folge als Schreiber in Aarau und trat ſchließlich als Direktionsſekretär in den Staatsdienſt. Er ſtarb zu Lenzburg im April 1864. S: Bilder und Sagen aus der Schweiz (Ep.-lyr. Dn.), 1840. *Müller, Theodor, geb. am 29. März 1852 zu Nürnberg, beſuchte daſ Gymnaſium daſelbſt und trat 1870 bei dem kgl. bayeriſchen 1. Chevaux- leger-Regiment ein, um ſich dem Berufe eines Soldaten zu widmen Schwer krank aus Frankreich heim- gekehrt, wurde er zu ſeiner Erholung lange Zeit beurlaubt, abſolvierte dann die Kriegsſchule u. wurde 1875 Leutnant in dem obengenannten Re- giment. Doch ſchon 1882 machten ſich bei ihm die Nachwehen des überſtan- denen Feldzugs derart geltend, daß er um ſeine Entlaſſung aus dem ak- tiven Dienſte nachſuchen mußte. Seit- dem iſt er als Schriftſteller, beſonderſ auf dem Gebiete des Humors, tätig und liefert ſeit 1896 ſeine Arbeiten ausſchließlich an die „Meggendorfer Blätter“. Er hat ſeinen Wohn in München. S: Junker Nachtigall (Kom. Op., Muſik von Hans Haſſel- beck), 1894. ‒ Turandot (Komponier- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 70. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/74>, abgerufen am 23.02.2019.