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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Mül
Ausbildung empfangen und dann
durch größere Reisen sich zur Lei-
tung des väterlichen Geschäfts tüch-
tig machen sollte. Diese Bestimmung
gelangte auch zur Ausführung, und
Adolf M. kam 1860 nach Amsterdam,
wo er in einem großen Reederei-
geschäft als Korrespondent für das
Ausland mehrere Jahre tätig war,
inzwischen auch Gelegenheit hatte,
Norddeutschland, Dänemark, Eng-
land, Frankreich u. Jtalien zu berei-
sen. Trotz alledem blieb sein Wunsch
nur darauf gerichtet, sich den Wissen-
schaften widmen zu können, und nach
seiner Volljährigkeit kehrte er des-
halb nach Stutigart zurück, hörte an
dem Polytechnikum Fr. Vischer und
Wilh. Lübke und begann bald unter
dem Namen Adolf Palm sich als
belletristischer Schriftsteller zu be-
tätigen. Die Folge war, daß ihm der
Buchhändler Schönlein in Stuttgart
1871 die Chefredaktion seiner vier
belletriftischen Verlagswerke über-
trug. Aus dieser Stellung schied M.
1875, weil eine bedeutende Vergröße-
rung des "Neuen Tagblatts", bei dem
er Teilhaber geblieben war, durch-
geführt wurde und M. die Redaktion
des erheblich erweiterten Feuilletons
übernahm. Als dann 1891 das "Neue
Tagblatt" in den Besitz der Deutschen
Verlagsanstalt überging, trat M. in
den Verwaltungsrat dieser Anstalt ein
u. gehörte ihm bis 1897 an. Die Re-
daktion des genannten Blattes führte
er bis 1903, wo er in den Ruhestand
trat. Seit 1901 durch den Charakter
eines Hofrats ausgezeichnet, starb er
in Stuttgart am 21. Mai 1904.

S:


Jm Labyrinth der Seele (R.), 1872.
- Gold und Eisen (R.), 1875. - Briefe
aus der Bretterwelt (Ernstes u. Hei-
teres a. d. Geschichte des Stuttgarter
Hoftheaters), 1881. - Jm Lindenhof.
Das Lob der Armut. Die Mutter-
gottes von Altötting (3 En.), 1900.

Müller-Plattensteiner, Th.,


siehe Theodor Müller!

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Mül
*Müller-Poyritz, Karl Her-
mann,

geb. am 29. März 1875 in
Frankenberg (Sachsen), besuchte das
Wettiner Gymnasium in Dresden,
wohin seine Eltern verzogen waren,
und studierte darauf in Leipzig erst
Theologie, später Nationalökonomie
und Jurisprudenz. Jn der Folge
lebte er teils als freier Schriftsteller,
teils in Privatstellungen in Berlin,
Erkner, Frankfurt a. M., Höchst, Ha-
nau, Degerloch und Stuttgart, gab
1903 in Plauen i. V. eine eigene
Wochenschrift "Die Wahrheit" her-
aus und ist seit 1905 Redakteur an
der "Dresdener Zeitung" in Dres-
den.

S:

Max Burkert (Dr. aus dem
Arbeiterleben), 1904. - Blütenzweige
(Ge.), 1905.

Müller-Rastatt, Karl,

geb. am
29. Juli 1861 in Rastatt, Dr. phil.,
lebt (1890) als Redakteur der "Augs-
burger Neuesten Nachrichten" in
Augsburg, 1891 als Redakteur am
"Neuen Tageblatt" in Stuttgart,
1894 als Red. der "Saale-Zeitung"
in Halle a. S., seit 1899 in Hamburg,
wo er Redakteur am "Hamburger
Korrespondent" ist.

S:

Die Heide-
lerche (Lustspiel), 1888. - Heimkehr
(Schsp.), 1891. - Der Weg zum Glück
(Schsp.), 1893. - Jn Treue fest (Dr.),
1895. - Die Glücksritter (O.), 1896.
- Hermann und Dorothea (O.), 1897.
- Jn die Nacht. Ein Dichterleben
(N.), 1898. - Der Übermensch (Lsp.,
mit H. David), 1902. - Die Redak-
trice (desgl.), 1903. - Das Land der
Jugend (desgl.), 1904. - Herzoginnen
(Kom.), 1909. - Geschichten von Fritz
und Franz (Humor.), 1910. - Paul
(Lustsp.), 1911. - Zwei Hamburger
Strömer (Lustige Geschn.), 1911.

*Müller-Rüdersdorf, Wil-
helm,

geb. am 1. Juli 1886 in Berlin,
besuchte nach Absolvierung der Volks-
schule 1901-04 die Präparanden-An-
stalt in Joachimsthal (Mark Bran-
denburg) und 1904-07 das Lehrer-
seminar in Prenzlau, worauf er als

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Mül
Ausbildung empfangen und dann
durch größere Reiſen ſich zur Lei-
tung des väterlichen Geſchäfts tüch-
tig machen ſollte. Dieſe Beſtimmung
gelangte auch zur Ausführung, und
Adolf M. kam 1860 nach Amſterdam,
wo er in einem großen Reederei-
geſchäft als Korreſpondent für das
Ausland mehrere Jahre tätig war,
inzwiſchen auch Gelegenheit hatte,
Norddeutſchland, Dänemark, Eng-
land, Frankreich u. Jtalien zu berei-
ſen. Trotz alledem blieb ſein Wunſch
nur darauf gerichtet, ſich den Wiſſen-
ſchaften widmen zu können, und nach
ſeiner Volljährigkeit kehrte er des-
halb nach Stutigart zurück, hörte an
dem Polytechnikum Fr. Viſcher und
Wilh. Lübke und begann bald unter
dem Namen Adolf Palm ſich als
belletriſtiſcher Schriftſteller zu be-
tätigen. Die Folge war, daß ihm der
Buchhändler Schönlein in Stuttgart
1871 die Chefredaktion ſeiner vier
belletriftiſchen Verlagswerke über-
trug. Aus dieſer Stellung ſchied M.
1875, weil eine bedeutende Vergröße-
rung des „Neuen Tagblatts“, bei dem
er Teilhaber geblieben war, durch-
geführt wurde und M. die Redaktion
des erheblich erweiterten Feuilletons
übernahm. Als dann 1891 das „Neue
Tagblatt“ in den Beſitz der Deutſchen
Verlagsanſtalt überging, trat M. in
den Verwaltungsrat dieſer Anſtalt ein
u. gehörte ihm bis 1897 an. Die Re-
daktion des genannten Blattes führte
er bis 1903, wo er in den Ruheſtand
trat. Seit 1901 durch den Charakter
eines Hofrats ausgezeichnet, ſtarb er
in Stuttgart am 21. Mai 1904.

S:


Jm Labyrinth der Seele (R.), 1872.
‒ Gold und Eiſen (R.), 1875. ‒ Briefe
aus der Bretterwelt (Ernſtes u. Hei-
teres a. d. Geſchichte des Stuttgarter
Hoftheaters), 1881. ‒ Jm Lindenhof.
Das Lob der Armut. Die Mutter-
gottes von Altötting (3 En.), 1900.

Müller-Plattenſteiner, Th.,


ſiehe Theodor Müller!

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Mül
*Müller-Poyritz, Karl Her-
mann,

geb. am 29. März 1875 in
Frankenberg (Sachſen), beſuchte das
Wettiner Gymnaſium in Dresden,
wohin ſeine Eltern verzogen waren,
und ſtudierte darauf in Leipzig erſt
Theologie, ſpäter Nationalökonomie
und Jurisprudenz. Jn der Folge
lebte er teils als freier Schriftſteller,
teils in Privatſtellungen in Berlin,
Erkner, Frankfurt a. M., Höchſt, Ha-
nau, Degerloch und Stuttgart, gab
1903 in Plauen i. V. eine eigene
Wochenſchrift „Die Wahrheit“ her-
aus und iſt ſeit 1905 Redakteur an
der „Dresdener Zeitung“ in Dres-
den.

S:

Max Burkert (Dr. aus dem
Arbeiterleben), 1904. ‒ Blütenzweige
(Ge.), 1905.

Müller-Raſtatt, Karl,

geb. am
29. Juli 1861 in Raſtatt, Dr. phil.,
lebt (1890) als Redakteur der „Augs-
burger Neueſten Nachrichten“ in
Augsburg, 1891 als Redakteur am
„Neuen Tageblatt“ in Stuttgart,
1894 als Red. der „Saale-Zeitung“
in Halle a. S., ſeit 1899 in Hamburg,
wo er Redakteur am „Hamburger
Korreſpondent“ iſt.

S:

Die Heide-
lerche (Luſtſpiel), 1888. ‒ Heimkehr
(Schſp.), 1891. ‒ Der Weg zum Glück
(Schſp.), 1893. ‒ Jn Treue feſt (Dr.),
1895. ‒ Die Glücksritter (O.), 1896.
‒ Hermann und Dorothea (O.), 1897.
‒ Jn die Nacht. Ein Dichterleben
(N.), 1898. ‒ Der Übermenſch (Lſp.,
mit H. David), 1902. ‒ Die Redak-
trice (desgl.), 1903. ‒ Das Land der
Jugend (desgl.), 1904. ‒ Herzoginnen
(Kom.), 1909. ‒ Geſchichten von Fritz
und Franz (Humor.), 1910. ‒ Paul
(Luſtſp.), 1911. ‒ Zwei Hamburger
Strömer (Luſtige Geſchn.), 1911.

*Müller-Rüdersdorf, Wil-
helm,

geb. am 1. Juli 1886 in Berlin,
beſuchte nach Abſolvierung der Volks-
ſchule 1901‒04 die Präparanden-An-
ſtalt in Joachimsthal (Mark Bran-
denburg) und 1904‒07 das Lehrer-
ſeminar in Prenzlau, worauf er als

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[78/0082] Mül Mül Ausbildung empfangen und dann durch größere Reiſen ſich zur Lei- tung des väterlichen Geſchäfts tüch- tig machen ſollte. Dieſe Beſtimmung gelangte auch zur Ausführung, und Adolf M. kam 1860 nach Amſterdam, wo er in einem großen Reederei- geſchäft als Korreſpondent für das Ausland mehrere Jahre tätig war, inzwiſchen auch Gelegenheit hatte, Norddeutſchland, Dänemark, Eng- land, Frankreich u. Jtalien zu berei- ſen. Trotz alledem blieb ſein Wunſch nur darauf gerichtet, ſich den Wiſſen- ſchaften widmen zu können, und nach ſeiner Volljährigkeit kehrte er des- halb nach Stutigart zurück, hörte an dem Polytechnikum Fr. Viſcher und Wilh. Lübke und begann bald unter dem Namen Adolf Palm ſich als belletriſtiſcher Schriftſteller zu be- tätigen. Die Folge war, daß ihm der Buchhändler Schönlein in Stuttgart 1871 die Chefredaktion ſeiner vier belletriftiſchen Verlagswerke über- trug. Aus dieſer Stellung ſchied M. 1875, weil eine bedeutende Vergröße- rung des „Neuen Tagblatts“, bei dem er Teilhaber geblieben war, durch- geführt wurde und M. die Redaktion des erheblich erweiterten Feuilletons übernahm. Als dann 1891 das „Neue Tagblatt“ in den Beſitz der Deutſchen Verlagsanſtalt überging, trat M. in den Verwaltungsrat dieſer Anſtalt ein u. gehörte ihm bis 1897 an. Die Re- daktion des genannten Blattes führte er bis 1903, wo er in den Ruheſtand trat. Seit 1901 durch den Charakter eines Hofrats ausgezeichnet, ſtarb er in Stuttgart am 21. Mai 1904. S: Jm Labyrinth der Seele (R.), 1872. ‒ Gold und Eiſen (R.), 1875. ‒ Briefe aus der Bretterwelt (Ernſtes u. Hei- teres a. d. Geſchichte des Stuttgarter Hoftheaters), 1881. ‒ Jm Lindenhof. Das Lob der Armut. Die Mutter- gottes von Altötting (3 En.), 1900. Müller-Plattenſteiner, Th., ſiehe Theodor Müller! *Müller-Poyritz, Karl Her- mann, geb. am 29. März 1875 in Frankenberg (Sachſen), beſuchte das Wettiner Gymnaſium in Dresden, wohin ſeine Eltern verzogen waren, und ſtudierte darauf in Leipzig erſt Theologie, ſpäter Nationalökonomie und Jurisprudenz. Jn der Folge lebte er teils als freier Schriftſteller, teils in Privatſtellungen in Berlin, Erkner, Frankfurt a. M., Höchſt, Ha- nau, Degerloch und Stuttgart, gab 1903 in Plauen i. V. eine eigene Wochenſchrift „Die Wahrheit“ her- aus und iſt ſeit 1905 Redakteur an der „Dresdener Zeitung“ in Dres- den. S: Max Burkert (Dr. aus dem Arbeiterleben), 1904. ‒ Blütenzweige (Ge.), 1905. Müller-Raſtatt, Karl, geb. am 29. Juli 1861 in Raſtatt, Dr. phil., lebt (1890) als Redakteur der „Augs- burger Neueſten Nachrichten“ in Augsburg, 1891 als Redakteur am „Neuen Tageblatt“ in Stuttgart, 1894 als Red. der „Saale-Zeitung“ in Halle a. S., ſeit 1899 in Hamburg, wo er Redakteur am „Hamburger Korreſpondent“ iſt. S: Die Heide- lerche (Luſtſpiel), 1888. ‒ Heimkehr (Schſp.), 1891. ‒ Der Weg zum Glück (Schſp.), 1893. ‒ Jn Treue feſt (Dr.), 1895. ‒ Die Glücksritter (O.), 1896. ‒ Hermann und Dorothea (O.), 1897. ‒ Jn die Nacht. Ein Dichterleben (N.), 1898. ‒ Der Übermenſch (Lſp., mit H. David), 1902. ‒ Die Redak- trice (desgl.), 1903. ‒ Das Land der Jugend (desgl.), 1904. ‒ Herzoginnen (Kom.), 1909. ‒ Geſchichten von Fritz und Franz (Humor.), 1910. ‒ Paul (Luſtſp.), 1911. ‒ Zwei Hamburger Strömer (Luſtige Geſchn.), 1911. *Müller-Rüdersdorf, Wil- helm, geb. am 1. Juli 1886 in Berlin, beſuchte nach Abſolvierung der Volks- ſchule 1901‒04 die Präparanden-An- ſtalt in Joachimsthal (Mark Bran- denburg) und 1904‒07 das Lehrer- ſeminar in Prenzlau, worauf er als *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 78. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/82>, abgerufen am 21.02.2019.