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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 6. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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daselbst bis zur Berechtigung zum
einjährigen Militärdienst, war dann
drei Jahre in den verschiedenen Re-
daktionsabteilungen des Paul Schett-
lerschen Zeitschriftenverlags tätig u.
studierte vom April 1905 zwei Jahre
lang am Konservatorium in Leipzig,
hörte während dieser Zeit auch Vor-
lesungen in der Universität. Nach-
dem er darauf noch ein Jahr lang
die Berliner Universität und die hie-
sige Journalistenhochschule besucht
hatte, wurde er im September 1908
Redakteur der "Kieler Zeitung" und
ist seit Oktober 1910 Feuilletonleiter
der "Hagener Zeitung" in Hagen
(Westfalen).

S:

Schneekönigin (Dra-
mat. Weihnachts-M.), 1911 (Sv.). -
Seifenblasen (Ge.), 1911 (Sv.). -
Buntes aus dem Alltag, 1912. -
Krachmandeln (Sk.), 1912. - Die
Kunigunde des Herrn Schlotterhos
(Buntes Skizzenbuch), 1911.

Schen, Robert,

geb. am 11. Juli
1873 in Schönau im Gebirge (Öster-
reich), 1896 Dr. jur. in Wien, lebt
dort (1902) als Konzeptadjunkt im
k. k. Handelsministerium.

S:

Ware
(Wiener Stück, mit Otto Stoessl),
1898. - Tote Götter (Dr., mit Otto
Stoessl), 1898. - Der Staatsstreich
(P. m. Ges.), 1904. - Der letzte Abend
(Dr.), 1912.

*Scheuermann, Julia Virginia,


pseud. Julia Virginia, wurde
am 1. April 1878 in Frankfurt a. M.
als die Tochter eines Gerichtsrats
geboren und verlebte dort ihre erste
Jugendzeit. Schon frühe zeigte sie
auf dem Gebiete der Malerei und
Plastik den Drang zu künstlerischer
Betätigung, ging mit 18 Jahren zu
ihrer Ausbildung nach München, aber
bald darauf nach Kassel, da die Aka-
demie daselbst damals das einzige
staatliche Jnstitut war, das Bild-
hauerinnen zuließ. Dort lernte sie
im Hause ihres Onkels den genialen
Gustav Eberlein kennen, der sich für
ihre Arbeit interessierte und ihr das
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Anerbieten machte, in seinem Atelier
in Berlin unter seiner Leitung weiter
zu arbeiten. Dies Anerbieten nahm
sie 1899 mit großer Freude an, und
bald war sie in nähere Beziehungen
zu den künstlerisch maßgebenden Krei-
sen getreten. Den Winter 1903-04
verlebte sie wieder in München, wo
sie öfters von Franz von Lenbach ge-
malt wurde (diese Bilder gehören mit
zu seinen letzten Arbeiten) und von
ihm Anregung zu neuen Bestrebungen
auf dem Gebiet der Malerei empfing.
Mehrere Reisen nach Jtalien wurden
für die Künstlerin insofern von Be-
deutung, als sie die Dichterin in ihr
erweckten. Jhren Wohnsitz hat sie im
Sommer in Frankfurt a. M., im Win-
ter in Berlin.

S:

Primitien (Ge.),
1903. - Sturm und Stern (Ge.),
1905. - Frauenlyrik unserer Zeit
(Anthol.); hrsg. 2. A. 1907. - Über-
setzungen aus dem Russischen und
Französischen.

Scheuffler, Heinrich,

pseudonym
Pastor Mahner, wurde am 28.
Febr. 1803 zu Döbeln in Sachsen ge-
boren, besuchte von 1817-22 die Lan-
desschule zu Meißen u. studierte dann
bis 1826 in Leipzig Theologie. Er
wirkte darauf bis 1831 als Haus-
lehrer im Hause der Freifrau von
Blümner in Leipzig, privatisierte
dann in Döbeln, wurde 1836 Diako-
nus in Frohburg, 1839 in Gräfen-
hain und 1856 Pfarrer in Groß-
zschocher bei Leipzig. 1874 trat er in
den Ruhestand und zog nach Alten-
burg, wo er am 16. Dezember 1882
starb.

S:

Albert von Hochfelden,
oder: Militär und Kirche (R.), 1843.

Scheufler, Paul,

geb. am 13. Mai
1878 in Leipzig-Neustadt, hatte in
seiner Kindheit viel mit Krankheit zu
kämpfen und konnte daher nur sechs
Jahre lang eine Volksschule besuchen.
Sein körperlicher Zustand war denn
auch der Grund, daß er nach seiner
Konfirmation es in verschiedenen Be-
rufen tätig zu sein versuchte: er war

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Sche
daſelbſt bis zur Berechtigung zum
einjährigen Militärdienſt, war dann
drei Jahre in den verſchiedenen Re-
daktionsabteilungen des Paul Schett-
lerſchen Zeitſchriftenverlags tätig u.
ſtudierte vom April 1905 zwei Jahre
lang am Konſervatorium in Leipzig,
hörte während dieſer Zeit auch Vor-
leſungen in der Univerſität. Nach-
dem er darauf noch ein Jahr lang
die Berliner Univerſität und die hie-
ſige Journaliſtenhochſchule beſucht
hatte, wurde er im September 1908
Redakteur der „Kieler Zeitung“ und
iſt ſeit Oktober 1910 Feuilletonleiter
der „Hagener Zeitung“ in Hagen
(Weſtfalen).

S:

Schneekönigin (Dra-
mat. Weihnachts-M.), 1911 (Sv.). –
Seifenblaſen (Ge.), 1911 (Sv.). –
Buntes aus dem Alltag, 1912. –
Krachmandeln (Sk.), 1912. – Die
Kunigunde des Herrn Schlotterhos
(Buntes Skizzenbuch), 1911.

Schen, Robert,

geb. am 11. Juli
1873 in Schönau im Gebirge (Öſter-
reich), 1896 Dr. jur. in Wien, lebt
dort (1902) als Konzeptadjunkt im
k. k. Handelsminiſterium.

S:

Ware
(Wiener Stück, mit Otto Stoeſſl),
1898. – Tote Götter (Dr., mit Otto
Stoeſſl), 1898. – Der Staatsſtreich
(P. m. Geſ.), 1904. – Der letzte Abend
(Dr.), 1912.

*Scheuermann, Julia Virginia,


pſeud. Julia Virginia, wurde
am 1. April 1878 in Frankfurt a. M.
als die Tochter eines Gerichtsrats
geboren und verlebte dort ihre erſte
Jugendzeit. Schon frühe zeigte ſie
auf dem Gebiete der Malerei und
Plaſtik den Drang zu künſtleriſcher
Betätigung, ging mit 18 Jahren zu
ihrer Ausbildung nach München, aber
bald darauf nach Kaſſel, da die Aka-
demie daſelbſt damals das einzige
ſtaatliche Jnſtitut war, das Bild-
hauerinnen zuließ. Dort lernte ſie
im Hauſe ihres Onkels den genialen
Guſtav Eberlein kennen, der ſich für
ihre Arbeit intereſſierte und ihr das
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Sche
Anerbieten machte, in ſeinem Atelier
in Berlin unter ſeiner Leitung weiter
zu arbeiten. Dies Anerbieten nahm
ſie 1899 mit großer Freude an, und
bald war ſie in nähere Beziehungen
zu den künſtleriſch maßgebenden Krei-
ſen getreten. Den Winter 1903–04
verlebte ſie wieder in München, wo
ſie öfters von Franz von Lenbach ge-
malt wurde (dieſe Bilder gehören mit
zu ſeinen letzten Arbeiten) und von
ihm Anregung zu neuen Beſtrebungen
auf dem Gebiet der Malerei empfing.
Mehrere Reiſen nach Jtalien wurden
für die Künſtlerin inſofern von Be-
deutung, als ſie die Dichterin in ihr
erweckten. Jhren Wohnſitz hat ſie im
Sommer in Frankfurt a. M., im Win-
ter in Berlin.

S:

Primitien (Ge.),
1903. – Sturm und Stern (Ge.),
1905. – Frauenlyrik unſerer Zeit
(Anthol.); hrsg. 2. A. 1907. – Über-
ſetzungen aus dem Ruſſiſchen und
Franzöſiſchen.

Scheuffler, Heinrich,

pſeudonym
Paſtor Mahner, wurde am 28.
Febr. 1803 zu Döbeln in Sachſen ge-
boren, beſuchte von 1817–22 die Lan-
desſchule zu Meißen u. ſtudierte dann
bis 1826 in Leipzig Theologie. Er
wirkte darauf bis 1831 als Haus-
lehrer im Hauſe der Freifrau von
Blümner in Leipzig, privatiſierte
dann in Döbeln, wurde 1836 Diako-
nus in Frohburg, 1839 in Gräfen-
hain und 1856 Pfarrer in Groß-
zſchocher bei Leipzig. 1874 trat er in
den Ruheſtand und zog nach Alten-
burg, wo er am 16. Dezember 1882
ſtarb.

S:

Albert von Hochfelden,
oder: Militär und Kirche (R.), 1843.

Scheufler, Paul,

geb. am 13. Mai
1878 in Leipzig-Neuſtadt, hatte in
ſeiner Kindheit viel mit Krankheit zu
kämpfen und konnte daher nur ſechs
Jahre lang eine Volksſchule beſuchen.
Sein körperlicher Zuſtand war denn
auch der Grund, daß er nach ſeiner
Konfirmation es in verſchiedenen Be-
rufen tätig zu ſein verſuchte: er war

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[170/0174] Sche Sche daſelbſt bis zur Berechtigung zum einjährigen Militärdienſt, war dann drei Jahre in den verſchiedenen Re- daktionsabteilungen des Paul Schett- lerſchen Zeitſchriftenverlags tätig u. ſtudierte vom April 1905 zwei Jahre lang am Konſervatorium in Leipzig, hörte während dieſer Zeit auch Vor- leſungen in der Univerſität. Nach- dem er darauf noch ein Jahr lang die Berliner Univerſität und die hie- ſige Journaliſtenhochſchule beſucht hatte, wurde er im September 1908 Redakteur der „Kieler Zeitung“ und iſt ſeit Oktober 1910 Feuilletonleiter der „Hagener Zeitung“ in Hagen (Weſtfalen). S: Schneekönigin (Dra- mat. Weihnachts-M.), 1911 (Sv.). – Seifenblaſen (Ge.), 1911 (Sv.). – Buntes aus dem Alltag, 1912. – Krachmandeln (Sk.), 1912. – Die Kunigunde des Herrn Schlotterhos (Buntes Skizzenbuch), 1911. Schen, Robert, geb. am 11. Juli 1873 in Schönau im Gebirge (Öſter- reich), 1896 Dr. jur. in Wien, lebt dort (1902) als Konzeptadjunkt im k. k. Handelsminiſterium. S: Ware (Wiener Stück, mit Otto Stoeſſl), 1898. – Tote Götter (Dr., mit Otto Stoeſſl), 1898. – Der Staatsſtreich (P. m. Geſ.), 1904. – Der letzte Abend (Dr.), 1912. *Scheuermann, Julia Virginia, pſeud. Julia Virginia, wurde am 1. April 1878 in Frankfurt a. M. als die Tochter eines Gerichtsrats geboren und verlebte dort ihre erſte Jugendzeit. Schon frühe zeigte ſie auf dem Gebiete der Malerei und Plaſtik den Drang zu künſtleriſcher Betätigung, ging mit 18 Jahren zu ihrer Ausbildung nach München, aber bald darauf nach Kaſſel, da die Aka- demie daſelbſt damals das einzige ſtaatliche Jnſtitut war, das Bild- hauerinnen zuließ. Dort lernte ſie im Hauſe ihres Onkels den genialen Guſtav Eberlein kennen, der ſich für ihre Arbeit intereſſierte und ihr das Anerbieten machte, in ſeinem Atelier in Berlin unter ſeiner Leitung weiter zu arbeiten. Dies Anerbieten nahm ſie 1899 mit großer Freude an, und bald war ſie in nähere Beziehungen zu den künſtleriſch maßgebenden Krei- ſen getreten. Den Winter 1903–04 verlebte ſie wieder in München, wo ſie öfters von Franz von Lenbach ge- malt wurde (dieſe Bilder gehören mit zu ſeinen letzten Arbeiten) und von ihm Anregung zu neuen Beſtrebungen auf dem Gebiet der Malerei empfing. Mehrere Reiſen nach Jtalien wurden für die Künſtlerin inſofern von Be- deutung, als ſie die Dichterin in ihr erweckten. Jhren Wohnſitz hat ſie im Sommer in Frankfurt a. M., im Win- ter in Berlin. S: Primitien (Ge.), 1903. – Sturm und Stern (Ge.), 1905. – Frauenlyrik unſerer Zeit (Anthol.); hrsg. 2. A. 1907. – Über- ſetzungen aus dem Ruſſiſchen und Franzöſiſchen. Scheuffler, Heinrich, pſeudonym Paſtor Mahner, wurde am 28. Febr. 1803 zu Döbeln in Sachſen ge- boren, beſuchte von 1817–22 die Lan- desſchule zu Meißen u. ſtudierte dann bis 1826 in Leipzig Theologie. Er wirkte darauf bis 1831 als Haus- lehrer im Hauſe der Freifrau von Blümner in Leipzig, privatiſierte dann in Döbeln, wurde 1836 Diako- nus in Frohburg, 1839 in Gräfen- hain und 1856 Pfarrer in Groß- zſchocher bei Leipzig. 1874 trat er in den Ruheſtand und zog nach Alten- burg, wo er am 16. Dezember 1882 ſtarb. S: Albert von Hochfelden, oder: Militär und Kirche (R.), 1843. Scheufler, Paul, geb. am 13. Mai 1878 in Leipzig-Neuſtadt, hatte in ſeiner Kindheit viel mit Krankheit zu kämpfen und konnte daher nur ſechs Jahre lang eine Volksſchule beſuchen. Sein körperlicher Zuſtand war denn auch der Grund, daß er nach ſeiner Konfirmation es in verſchiedenen Be- rufen tätig zu ſein verſuchte: er war *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 6. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 170. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon06_1913/174>, abgerufen am 14.11.2018.