Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

Bild:
<< vorherige Seite


[Spaltenumbruch]

Str
von dem dortigen kunstsinnigen Hofe
sehr ausgezeichnet wurde, auch, wie
ehemals in Neiße, ihren eleganten
Salon der geistigen, kunstsinnigen u.
aristokratischen Gesellschaft öffnete.
Ein Lungenleiden, das sich nach eini-
gen Jahren einstellte, nötigte sie,
den Winter wiederholt in Davos
(Schweiz) zuzubringen und im Som-
mer österreichische Bäder aufzusuchen.
Die Herbstmonate verlebt sie jetzt ge-
wöhnlich bei ihrem Bruder in dessen
schönem Schloß Grambschütz in Schle-
sien.

S:

Jugendtage (Ge.), 1881.
2. A. 1888. - Gedichte, 1890. - Alte
und neue Gedichte, 1893. - Erinne-
rungen aus meiner Jugendzeit (Ge-
dichte), 1893. - Neue Gedichte, 1898. -
Erlebtes und Erträumtes (Gedichte),
1899.

*Strack, Maximilian,

psd. Wil-
helm von Berg,
wurde geb. am
31. Mai 1865 in Posen, verlebte seine
Kindheit infolge der vielen Ver-
setzungen seines Vaters, eines königl.
Landmessers, in Frankfurt a. O.,
Berlin, Weimar, Korbach, Eschwege
und Kassel und bezog hier das Gym-
nasium, das er 1883 mit dem Reife-
zeugnis verließ. Seinem Wunsche,
Philologie studieren zu dürfen, ent-
sprachen die Eltern nicht; sie wollten
aus ihm ein Finanzgenie machen u.
übergaben ihn als Lehrling einem
Bankgeschäft. Acht Jahre war er in
diesem Berufe tätig, zuletzt bei der
Diskonto-Gesellschaft in Berlin; als
er dann aber unabhängig geworden
war, bezog er im Herbst 1891 die
Universität Berlin, wo er bis 1894
Philologie, moderne Literatur und
Geschichte studierte und Vorlesungen
über Nationalökonomie und Politik
hörte. Jm Herbst 1894 wurde St.
Redakteur, war als solcher in ver-
schiedenen Stellungen in Kolberg,
Danzig und Würzburg tätig, bis er
1901 diese Tätigkeit aufgab, um hin-
fort als freier Schriftsteller zu wir-
ken. Er lebte seitdem in Schleswig,
[Spaltenumbruch]

Str
Würzburg und seit 1905 in Kiel.

S:


Argusaugen (Schw.), 1893. - Nichts
für Backsische (Nn.), 1902. - Jm
Chambre garnie (Erlebnisse eines
Berliner Junggesellen), 1904. - Das
Detektiv-Bureau (E.), 1905. - Eine
Vernunftehe (Hum. N.), 1905. - Auf
dem Standesamt (N.), 1905. - Else
(N.), 1905. - Ein braver Ehemann
(Hum. R.), 1905. - Wer andern eine
Grube gräbt (Humor. N.), 1905. -
Triumphierende Liebe (N.), 1906.

Strackerjan, Peter Friedrich
Ludwig,

geb. am 20. August 1825
in Jever (Oldenburg), wo sein Vater
Christian Friedrich St. damals Ober-
amtmann war, besuchte die Volks-
schulen in Jever und Oldenburg und
das Gymnasium in letzterer Stadt u.
bezog im Herbst 1843 die Universität
Jena, an der er zwei Jahre Theo-
logie u. anderthalb Jahre die Rechte
studierte. Nach bestandener juristi-
scher Prüfung (1847) trat er in Ol-
denburg als Akzessist in den Staats-
dienst, übernahm als solcher auch
im Februar 1848 die Redaktion der
"Oldenburgischen Zeitung". 1850
wurde er zum Amtsauditor u. 1856
zum Amtsassessor ernannt, übernahm
aber schon im Septbr. 1856 das Amt
eines Syndikus in der Stadt Olden-
burg und redigierte als solcher auch
das "Gemeindeblatt". 1858 trat er
als Amtsrichter in Oldenburg in den
Justizdienst über, wurde 1865 zum
Justizrat ernannt und schied 1873
aus dem Staatsdienst, um als juri-
stisches Mitglied in das Direktorium
der Oldenburgischen Spar- u. Leih-
bank einzutreten. Er starb am 4.
März 1881.

S:

Aus dem Kinder-
leben (Spiele, Reime und Rätsel),
1850. - Aberglauben und Sagen aus
dem Großherzogtum Oldenburg; II,
1867. - Oldenburger Spaziergänge
und Ausflüge, 1875. - Die Osenberge
(ein Landschaftsbild a. d. Olden-
burg.), 1879. - Deutscher Sprüche
Ein Tausend, 1879. - Von Land und

*


[Spaltenumbruch]

Str
von dem dortigen kunſtſinnigen Hofe
ſehr ausgezeichnet wurde, auch, wie
ehemals in Neiße, ihren eleganten
Salon der geiſtigen, kunſtſinnigen u.
ariſtokratiſchen Geſellſchaft öffnete.
Ein Lungenleiden, das ſich nach eini-
gen Jahren einſtellte, nötigte ſie,
den Winter wiederholt in Davos
(Schweiz) zuzubringen und im Som-
mer öſterreichiſche Bäder aufzuſuchen.
Die Herbſtmonate verlebt ſie jetzt ge-
wöhnlich bei ihrem Bruder in deſſen
ſchönem Schloß Grambſchütz in Schle-
ſien.

S:

Jugendtage (Ge.), 1881.
2. A. 1888. – Gedichte, 1890. – Alte
und neue Gedichte, 1893. – Erinne-
rungen aus meiner Jugendzeit (Ge-
dichte), 1893. – Neue Gedichte, 1898. –
Erlebtes und Erträumtes (Gedichte),
1899.

*Strack, Maximilian,

pſd. Wil-
helm von Berg,
wurde geb. am
31. Mai 1865 in Poſen, verlebte ſeine
Kindheit infolge der vielen Ver-
ſetzungen ſeines Vaters, eines königl.
Landmeſſers, in Frankfurt a. O.,
Berlin, Weimar, Korbach, Eſchwege
und Kaſſel und bezog hier das Gym-
naſium, das er 1883 mit dem Reife-
zeugnis verließ. Seinem Wunſche,
Philologie ſtudieren zu dürfen, ent-
ſprachen die Eltern nicht; ſie wollten
aus ihm ein Finanzgenie machen u.
übergaben ihn als Lehrling einem
Bankgeſchäft. Acht Jahre war er in
dieſem Berufe tätig, zuletzt bei der
Diskonto-Geſellſchaft in Berlin; als
er dann aber unabhängig geworden
war, bezog er im Herbſt 1891 die
Univerſität Berlin, wo er bis 1894
Philologie, moderne Literatur und
Geſchichte ſtudierte und Vorleſungen
über Nationalökonomie und Politik
hörte. Jm Herbſt 1894 wurde St.
Redakteur, war als ſolcher in ver-
ſchiedenen Stellungen in Kolberg,
Danzig und Würzburg tätig, bis er
1901 dieſe Tätigkeit aufgab, um hin-
fort als freier Schriftſteller zu wir-
ken. Er lebte ſeitdem in Schleswig,
[Spaltenumbruch]

Str
Würzburg und ſeit 1905 in Kiel.

S:


Argusaugen (Schw.), 1893. – Nichts
für Backſiſche (Nn.), 1902. – Jm
Chambre garnie (Erlebniſſe eines
Berliner Junggeſellen), 1904. – Das
Detektiv-Bureau (E.), 1905. – Eine
Vernunftehe (Hum. N.), 1905. – Auf
dem Standesamt (N.), 1905. – Elſe
(N.), 1905. – Ein braver Ehemann
(Hum. R.), 1905. – Wer andern eine
Grube gräbt (Humor. N.), 1905. –
Triumphierende Liebe (N.), 1906.

Strackerjan, Peter Friedrich
Ludwig,

geb. am 20. Auguſt 1825
in Jever (Oldenburg), wo ſein Vater
Chriſtian Friedrich St. damals Ober-
amtmann war, beſuchte die Volks-
ſchulen in Jever und Oldenburg und
das Gymnaſium in letzterer Stadt u.
bezog im Herbſt 1843 die Univerſität
Jena, an der er zwei Jahre Theo-
logie u. anderthalb Jahre die Rechte
ſtudierte. Nach beſtandener juriſti-
ſcher Prüfung (1847) trat er in Ol-
denburg als Akzeſſiſt in den Staats-
dienſt, übernahm als ſolcher auch
im Februar 1848 die Redaktion der
„Oldenburgiſchen Zeitung“. 1850
wurde er zum Amtsauditor u. 1856
zum Amtsaſſeſſor ernannt, übernahm
aber ſchon im Septbr. 1856 das Amt
eines Syndikus in der Stadt Olden-
burg und redigierte als ſolcher auch
das „Gemeindeblatt“. 1858 trat er
als Amtsrichter in Oldenburg in den
Juſtizdienſt über, wurde 1865 zum
Juſtizrat ernannt und ſchied 1873
aus dem Staatsdienſt, um als juri-
ſtiſches Mitglied in das Direktorium
der Oldenburgiſchen Spar- u. Leih-
bank einzutreten. Er ſtarb am 4.
März 1881.

S:

Aus dem Kinder-
leben (Spiele, Reime und Rätſel),
1850. – Aberglauben und Sagen aus
dem Großherzogtum Oldenburg; II,
1867. – Oldenburger Spaziergänge
und Ausflüge, 1875. – Die Oſenberge
(ein Landſchaftsbild a. d. Olden-
burg.), 1879. – Deutſcher Sprüche
Ein Tauſend, 1879. – Von Land und

*
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div type="index" n="1">
        <p><pb facs="#f0110" n="106"/><lb/><cb/><lb/>
<fw type="header" place="top"><hi rendition="#g">Str</hi></fw><lb/>
von dem dortigen kun&#x017F;t&#x017F;innigen Hofe<lb/>
&#x017F;ehr ausgezeichnet wurde, auch, wie<lb/>
ehemals in Neiße, ihren eleganten<lb/>
Salon der gei&#x017F;tigen, kun&#x017F;t&#x017F;innigen u.<lb/>
ari&#x017F;tokrati&#x017F;chen Ge&#x017F;ell&#x017F;chaft öffnete.<lb/>
Ein Lungenleiden, das &#x017F;ich nach eini-<lb/>
gen Jahren ein&#x017F;tellte, nötigte &#x017F;ie,<lb/>
den Winter wiederholt in Davos<lb/>
(Schweiz) zuzubringen und im Som-<lb/>
mer ö&#x017F;terreichi&#x017F;che Bäder aufzu&#x017F;uchen.<lb/>
Die Herb&#x017F;tmonate verlebt &#x017F;ie jetzt ge-<lb/>
wöhnlich bei ihrem Bruder in de&#x017F;&#x017F;en<lb/>
&#x017F;chönem Schloß Gramb&#x017F;chütz in Schle-<lb/>
&#x017F;ien. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p> Jugendtage (Ge.), 1881.<lb/>
2. A. 1888. &#x2013; Gedichte, 1890. &#x2013; Alte<lb/>
und neue Gedichte, 1893. &#x2013; Erinne-<lb/>
rungen aus meiner Jugendzeit (Ge-<lb/>
dichte), 1893. &#x2013; Neue Gedichte, 1898. &#x2013;<lb/>
Erlebtes und Erträumtes (Gedichte),<lb/>
1899.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>
          <persName>*<hi rendition="#b">Strack,</hi> Maximilian,</persName>
        </head>
        <p> p&#x017F;d. <hi rendition="#g">Wil-<lb/>
helm von Berg,</hi> wurde geb. am<lb/>
31. Mai 1865 in Po&#x017F;en, verlebte &#x017F;eine<lb/>
Kindheit infolge der vielen Ver-<lb/>
&#x017F;etzungen &#x017F;eines Vaters, eines königl.<lb/>
Landme&#x017F;&#x017F;ers, in Frankfurt a. O.,<lb/>
Berlin, Weimar, Korbach, E&#x017F;chwege<lb/>
und Ka&#x017F;&#x017F;el und bezog hier das Gym-<lb/>
na&#x017F;ium, das er 1883 mit dem Reife-<lb/>
zeugnis verließ. Seinem Wun&#x017F;che,<lb/>
Philologie &#x017F;tudieren zu dürfen, ent-<lb/>
&#x017F;prachen die Eltern nicht; &#x017F;ie wollten<lb/>
aus ihm ein Finanzgenie machen u.<lb/>
übergaben ihn als Lehrling einem<lb/>
Bankge&#x017F;chäft. Acht Jahre war er in<lb/>
die&#x017F;em Berufe tätig, zuletzt bei der<lb/>
Diskonto-Ge&#x017F;ell&#x017F;chaft in Berlin; als<lb/>
er dann aber unabhängig geworden<lb/>
war, bezog er im Herb&#x017F;t 1891 die<lb/>
Univer&#x017F;ität Berlin, wo er bis 1894<lb/>
Philologie, moderne Literatur und<lb/>
Ge&#x017F;chichte &#x017F;tudierte und Vorle&#x017F;ungen<lb/>
über Nationalökonomie und Politik<lb/>
hörte. Jm Herb&#x017F;t 1894 wurde St.<lb/>
Redakteur, war als &#x017F;olcher in ver-<lb/>
&#x017F;chiedenen Stellungen in Kolberg,<lb/>
Danzig und Würzburg tätig, bis er<lb/>
1901 die&#x017F;e Tätigkeit aufgab, um hin-<lb/>
fort als freier Schrift&#x017F;teller zu wir-<lb/>
ken. Er lebte &#x017F;eitdem in Schleswig,<lb/><cb/><lb/>
<fw type="header" place="top"><hi rendition="#g">Str</hi></fw><lb/>
Würzburg und &#x017F;eit 1905 in Kiel. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p><lb/>
Argusaugen (Schw.), 1893. &#x2013; Nichts<lb/>
für Back&#x017F;i&#x017F;che (Nn.), 1902. &#x2013; Jm<lb/>
Chambre garnie (Erlebni&#x017F;&#x017F;e eines<lb/>
Berliner Jungge&#x017F;ellen), 1904. &#x2013; Das<lb/>
Detektiv-Bureau (E.), 1905. &#x2013; Eine<lb/>
Vernunftehe (Hum. N.), 1905. &#x2013; Auf<lb/>
dem Standesamt (N.), 1905. &#x2013; El&#x017F;e<lb/>
(N.), 1905. &#x2013; Ein braver Ehemann<lb/>
(Hum. R.), 1905. &#x2013; Wer andern eine<lb/>
Grube gräbt (Humor. N.), 1905. &#x2013;<lb/>
Triumphierende Liebe (N.), 1906.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>
          <persName><hi rendition="#b">Strackerjan,</hi> Peter Friedrich<lb/><hi rendition="#g">Ludwig,</hi></persName>
        </head>
        <p> geb. am 20. Augu&#x017F;t 1825<lb/>
in Jever (Oldenburg), wo &#x017F;ein Vater<lb/>
Chri&#x017F;tian Friedrich St. damals Ober-<lb/>
amtmann war, be&#x017F;uchte die Volks-<lb/>
&#x017F;chulen in Jever und Oldenburg und<lb/>
das Gymna&#x017F;ium in letzterer Stadt u.<lb/>
bezog im Herb&#x017F;t 1843 die Univer&#x017F;ität<lb/>
Jena, an der er zwei Jahre Theo-<lb/>
logie u. anderthalb Jahre die Rechte<lb/>
&#x017F;tudierte. Nach be&#x017F;tandener juri&#x017F;ti-<lb/>
&#x017F;cher Prüfung (1847) trat er in Ol-<lb/>
denburg als Akze&#x017F;&#x017F;i&#x017F;t in den Staats-<lb/>
dien&#x017F;t, übernahm als &#x017F;olcher auch<lb/>
im Februar 1848 die Redaktion der<lb/>
&#x201E;Oldenburgi&#x017F;chen Zeitung&#x201C;. 1850<lb/>
wurde er zum Amtsauditor u. 1856<lb/>
zum Amtsa&#x017F;&#x017F;e&#x017F;&#x017F;or ernannt, übernahm<lb/>
aber &#x017F;chon im Septbr. 1856 das Amt<lb/>
eines Syndikus in der Stadt Olden-<lb/>
burg und redigierte als &#x017F;olcher auch<lb/>
das &#x201E;Gemeindeblatt&#x201C;. 1858 trat er<lb/>
als Amtsrichter in Oldenburg in den<lb/>
Ju&#x017F;tizdien&#x017F;t über, wurde 1865 zum<lb/>
Ju&#x017F;tizrat ernannt und &#x017F;chied 1873<lb/>
aus dem Staatsdien&#x017F;t, um als juri-<lb/>
&#x017F;ti&#x017F;ches Mitglied in das Direktorium<lb/>
der Oldenburgi&#x017F;chen Spar- u. Leih-<lb/>
bank einzutreten. Er &#x017F;tarb am 4.<lb/>
März 1881. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p> Aus dem Kinder-<lb/>
leben (Spiele, Reime und Rät&#x017F;el),<lb/>
1850. &#x2013; Aberglauben und Sagen aus<lb/>
dem Großherzogtum Oldenburg; <hi rendition="#aq">II,</hi><lb/>
1867. &#x2013; Oldenburger Spaziergänge<lb/>
und Ausflüge, 1875. &#x2013; Die O&#x017F;enberge<lb/>
(ein Land&#x017F;chaftsbild a. d. Olden-<lb/>
burg.), 1879. &#x2013; Deut&#x017F;cher Sprüche<lb/>
Ein Tau&#x017F;end, 1879. &#x2013; Von Land und<lb/>
<fw type="sig" place="bottom">*</fw><lb/></p>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[106/0110] Str Str von dem dortigen kunſtſinnigen Hofe ſehr ausgezeichnet wurde, auch, wie ehemals in Neiße, ihren eleganten Salon der geiſtigen, kunſtſinnigen u. ariſtokratiſchen Geſellſchaft öffnete. Ein Lungenleiden, das ſich nach eini- gen Jahren einſtellte, nötigte ſie, den Winter wiederholt in Davos (Schweiz) zuzubringen und im Som- mer öſterreichiſche Bäder aufzuſuchen. Die Herbſtmonate verlebt ſie jetzt ge- wöhnlich bei ihrem Bruder in deſſen ſchönem Schloß Grambſchütz in Schle- ſien. S: Jugendtage (Ge.), 1881. 2. A. 1888. – Gedichte, 1890. – Alte und neue Gedichte, 1893. – Erinne- rungen aus meiner Jugendzeit (Ge- dichte), 1893. – Neue Gedichte, 1898. – Erlebtes und Erträumtes (Gedichte), 1899. *Strack, Maximilian, pſd. Wil- helm von Berg, wurde geb. am 31. Mai 1865 in Poſen, verlebte ſeine Kindheit infolge der vielen Ver- ſetzungen ſeines Vaters, eines königl. Landmeſſers, in Frankfurt a. O., Berlin, Weimar, Korbach, Eſchwege und Kaſſel und bezog hier das Gym- naſium, das er 1883 mit dem Reife- zeugnis verließ. Seinem Wunſche, Philologie ſtudieren zu dürfen, ent- ſprachen die Eltern nicht; ſie wollten aus ihm ein Finanzgenie machen u. übergaben ihn als Lehrling einem Bankgeſchäft. Acht Jahre war er in dieſem Berufe tätig, zuletzt bei der Diskonto-Geſellſchaft in Berlin; als er dann aber unabhängig geworden war, bezog er im Herbſt 1891 die Univerſität Berlin, wo er bis 1894 Philologie, moderne Literatur und Geſchichte ſtudierte und Vorleſungen über Nationalökonomie und Politik hörte. Jm Herbſt 1894 wurde St. Redakteur, war als ſolcher in ver- ſchiedenen Stellungen in Kolberg, Danzig und Würzburg tätig, bis er 1901 dieſe Tätigkeit aufgab, um hin- fort als freier Schriftſteller zu wir- ken. Er lebte ſeitdem in Schleswig, Würzburg und ſeit 1905 in Kiel. S: Argusaugen (Schw.), 1893. – Nichts für Backſiſche (Nn.), 1902. – Jm Chambre garnie (Erlebniſſe eines Berliner Junggeſellen), 1904. – Das Detektiv-Bureau (E.), 1905. – Eine Vernunftehe (Hum. N.), 1905. – Auf dem Standesamt (N.), 1905. – Elſe (N.), 1905. – Ein braver Ehemann (Hum. R.), 1905. – Wer andern eine Grube gräbt (Humor. N.), 1905. – Triumphierende Liebe (N.), 1906. Strackerjan, Peter Friedrich Ludwig, geb. am 20. Auguſt 1825 in Jever (Oldenburg), wo ſein Vater Chriſtian Friedrich St. damals Ober- amtmann war, beſuchte die Volks- ſchulen in Jever und Oldenburg und das Gymnaſium in letzterer Stadt u. bezog im Herbſt 1843 die Univerſität Jena, an der er zwei Jahre Theo- logie u. anderthalb Jahre die Rechte ſtudierte. Nach beſtandener juriſti- ſcher Prüfung (1847) trat er in Ol- denburg als Akzeſſiſt in den Staats- dienſt, übernahm als ſolcher auch im Februar 1848 die Redaktion der „Oldenburgiſchen Zeitung“. 1850 wurde er zum Amtsauditor u. 1856 zum Amtsaſſeſſor ernannt, übernahm aber ſchon im Septbr. 1856 das Amt eines Syndikus in der Stadt Olden- burg und redigierte als ſolcher auch das „Gemeindeblatt“. 1858 trat er als Amtsrichter in Oldenburg in den Juſtizdienſt über, wurde 1865 zum Juſtizrat ernannt und ſchied 1873 aus dem Staatsdienſt, um als juri- ſtiſches Mitglied in das Direktorium der Oldenburgiſchen Spar- u. Leih- bank einzutreten. Er ſtarb am 4. März 1881. S: Aus dem Kinder- leben (Spiele, Reime und Rätſel), 1850. – Aberglauben und Sagen aus dem Großherzogtum Oldenburg; II, 1867. – Oldenburger Spaziergänge und Ausflüge, 1875. – Die Oſenberge (ein Landſchaftsbild a. d. Olden- burg.), 1879. – Deutſcher Sprüche Ein Tauſend, 1879. – Von Land und *

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon07_1913
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon07_1913/110
Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 106. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon07_1913/110>, abgerufen am 20.03.2019.