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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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warb, daß dieser ihm die selbständige
Leitung eines Filialgeschäftes anver-
traute. Als 1882 sein Chef durch
verfehlte Spekulation in Konkurs ge-
riet, erwarb St. das Filialgeschäft
käuflich, das er mehrere Jahre weiter
führte, bis er es mit einer Kohlen-
handlung vertauschte. Nebenher be-
schäftigt er sich viel mit dem Bau
neuer Häuser, zu denen er meist die
Entwürfe selber anfertigt.

S:

Hab-
gier (Schsp.), 1896. - Noderich von
Pummelichs Brautfahrten und Jrr-
fahrten (Humor. G.), 1898. - Bau-
fieber (Volksst.), 1905. - Der dunkle
Punkt (Schsp.), 1905. - Das Sonn-
tagskind (Gesch. eines Maientraums),
1907.

*Strzelczyk (Strelzik), Franz
Alois,

wurde am 2. Dezbr. 1880 in
Königshütte (Oberschlesien) geboren,
besuchte das dortige Gymnasium und
dasjenige in Beuthen (O.-S.), wo er
1903 die Maturitätsprüfung bestand
und war dann einige Zeit im Berg-
hüttenfach beschäftigt. Da ihm das-
selbe aber keine Befriedigung ge-
währte, so studierte er seit dem Herbst
1903 in Breslau und seit dem Herbst
1905 in Jena Altphilologie und Ger-
manistik und legte im Frühjahr 1910
in diesen Fächern sein Staatsexamen
ab. Natur, Liebe u. Frohsinn gaben
schon dem Primaner, in höherem
Maße aber dem Studenten reiche
Motive zu seinen zahlreichen Gedich-
ten. Jm Jahre 1911 trat er als wis-
senschaftl. Hilfslehrer in Rudolstadt
in den öffentlichen Schuldienst.

S:


Knospen (Lyr. Ge.), 1906. - Fuchs
Stöpsel (Eine Verherrlichung des stu-
dentischen Fuchsenlebens), 1906. -
Stoßt an! Jena soll leben! (Ge.),
1909.

*Strzemcha, Paul,

pseud. Paul
Kirsch,
wurde am 9. Septbr. 1844
zu Groß-Seelowitz in Mähren ge-
boren, besuchte das Gymnasium in
Nikolsburg u. studierte an der Wie-
ner Universität Philologie, Geschichte
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Stu
und deutsche Literatur. Jm J. 1868
wurde er Gymnasiallehrer in Teschen,
kam 1871 als Professor an die dama-
lige Kommunal-, jetzige Landesober-
realschule in Brünn und wurde 1886
zum Direktor dieser Anstalt ernannt.
Jm Jahre 1905 trat er als k. k. Re-
gierungsrat in den Ruhestand.

S:


Geschichte der deutschen National-
literatur, 1880. 7. A. 1904. - Gretel
(G.), 1879. - Deutsches Dichterbuch
aus Mähren (herausgeb. mit Ottokar
Stoklaska), 1892. - Die Schweden
vor Brünn (Festsp.), 1895. - Kleine
Poetik, 3. A. 1896. - Deutsche Dich-
tung in Österreich im 19. Jahrhund.,
1903. - Brünner Elegien, 1907.

Stuart, C. F.,

Pseud. für Cäsar
Flaischlen;
s. d.!

*Stubenberg, Mathilde Gräfin,


pseudon. M. St. Berg, wurde am
29. Oktober 1863 auf dem Schlosse
Schallaburg in Niederösterreich, dem
Majoratssitze ihres Vaters, des Wirkl.
Geh. Rats und k. k. Kämmerers Karl
Freiherrn von Tinti, geboren und
verlebte daselbst auch ihre Jugend.
Jm Jahre 1883 vermählte sie sich mit
dem steirischen Gewerks- und Groß-
grundbesitzer Franz Freiherrn von
Mayr-Melnhof,
den sie nach zehn-
jähriger glücklichster Ehe durch den
Tod verlor. Jn dieser Zeit weckte der
Schmerz die Muse Poesie, bei der sie
auch Trost und Frieden fand. Jm
September 1897 reichte sie Wolfgang
Herrn u. Grafen zu Stubenberg,
Fideikommißbesitzer in Steiermark,
einem Witwer, zum zweiten Ehebunde
die Hand, aber schon nach 13 Monaten
riß ihr der Tod auch diesen Gatten
von der Seite. Jetzt widmete sich die
Gräfin ausschließlich der Erziehung
ihrer Kinder und verlegte deshalb
ihren Wohnsitz nach Wien. Später
zog sie sich auf Schloß Pfannberg bei
Frohnleiten in Steiermark zurück.

S:

Gedichte, 1900. 2. Aufl. 1905. -
Blüten im Sturme (N. in V.), 1901.
- Gabriel von Herrenburg (Ep.-D.

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warb, daß dieſer ihm die ſelbſtändige
Leitung eines Filialgeſchäftes anver-
traute. Als 1882 ſein Chef durch
verfehlte Spekulation in Konkurs ge-
riet, erwarb St. das Filialgeſchäft
käuflich, das er mehrere Jahre weiter
führte, bis er es mit einer Kohlen-
handlung vertauſchte. Nebenher be-
ſchäftigt er ſich viel mit dem Bau
neuer Häuſer, zu denen er meiſt die
Entwürfe ſelber anfertigt.

S:

Hab-
gier (Schſp.), 1896. – Noderich von
Pummelichs Brautfahrten und Jrr-
fahrten (Humor. G.), 1898. – Bau-
fieber (Volksſt.), 1905. – Der dunkle
Punkt (Schſp.), 1905. – Das Sonn-
tagskind (Geſch. eines Maientraums),
1907.

*Strzelczyk (Strelzik), Franz
Alois,

wurde am 2. Dezbr. 1880 in
Königshütte (Oberſchleſien) geboren,
beſuchte das dortige Gymnaſium und
dasjenige in Beuthen (O.-S.), wo er
1903 die Maturitätsprüfung beſtand
und war dann einige Zeit im Berg-
hüttenfach beſchäftigt. Da ihm das-
ſelbe aber keine Befriedigung ge-
währte, ſo ſtudierte er ſeit dem Herbſt
1903 in Breslau und ſeit dem Herbſt
1905 in Jena Altphilologie und Ger-
maniſtik und legte im Frühjahr 1910
in dieſen Fächern ſein Staatsexamen
ab. Natur, Liebe u. Frohſinn gaben
ſchon dem Primaner, in höherem
Maße aber dem Studenten reiche
Motive zu ſeinen zahlreichen Gedich-
ten. Jm Jahre 1911 trat er als wiſ-
ſenſchaftl. Hilfslehrer in Rudolſtadt
in den öffentlichen Schuldienſt.

S:


Knoſpen (Lyr. Ge.), 1906. – Fuchs
Stöpſel (Eine Verherrlichung des ſtu-
dentiſchen Fuchſenlebens), 1906. –
Stoßt an! Jena ſoll leben! (Ge.),
1909.

*Strzemcha, Paul,

pſeud. Paul
Kirſch,
wurde am 9. Septbr. 1844
zu Groß-Seelowitz in Mähren ge-
boren, beſuchte das Gymnaſium in
Nikolsburg u. ſtudierte an der Wie-
ner Univerſität Philologie, Geſchichte
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Stu
und deutſche Literatur. Jm J. 1868
wurde er Gymnaſiallehrer in Teſchen,
kam 1871 als Profeſſor an die dama-
lige Kommunal-, jetzige Landesober-
realſchule in Brünn und wurde 1886
zum Direktor dieſer Anſtalt ernannt.
Jm Jahre 1905 trat er als k. k. Re-
gierungsrat in den Ruheſtand.

S:


Geſchichte der deutſchen National-
literatur, 1880. 7. A. 1904. – Gretel
(G.), 1879. – Deutſches Dichterbuch
aus Mähren (herausgeb. mit Ottokar
Stoklaska), 1892. – Die Schweden
vor Brünn (Feſtſp.), 1895. – Kleine
Poetik, 3. A. 1896. – Deutſche Dich-
tung in Öſterreich im 19. Jahrhund.,
1903. – Brünner Elegien, 1907.

Stuart, C. F.,

Pſeud. für Cäſar
Flaiſchlen;
ſ. d.!

*Stubenberg, Mathilde Gräfin,


pſeudon. M. St. Berg, wurde am
29. Oktober 1863 auf dem Schloſſe
Schallaburg in Niederöſterreich, dem
Majoratsſitze ihres Vaters, des Wirkl.
Geh. Rats und k. k. Kämmerers Karl
Freiherrn von Tinti, geboren und
verlebte daſelbſt auch ihre Jugend.
Jm Jahre 1883 vermählte ſie ſich mit
dem ſteiriſchen Gewerks- und Groß-
grundbeſitzer Franz Freiherrn von
Mayr-Melnhof,
den ſie nach zehn-
jähriger glücklichſter Ehe durch den
Tod verlor. Jn dieſer Zeit weckte der
Schmerz die Muſe Poeſie, bei der ſie
auch Troſt und Frieden fand. Jm
September 1897 reichte ſie Wolfgang
Herrn u. Grafen zu Stubenberg,
Fideikommißbeſitzer in Steiermark,
einem Witwer, zum zweiten Ehebunde
die Hand, aber ſchon nach 13 Monaten
riß ihr der Tod auch dieſen Gatten
von der Seite. Jetzt widmete ſich die
Gräfin ausſchließlich der Erziehung
ihrer Kinder und verlegte deshalb
ihren Wohnſitz nach Wien. Später
zog ſie ſich auf Schloß Pfannberg bei
Frohnleiten in Steiermark zurück.

S:

Gedichte, 1900. 2. Aufl. 1905. –
Blüten im Sturme (N. in V.), 1901.
– Gabriel von Herrenburg (Ep.-D.

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[129/0133] Str Stu warb, daß dieſer ihm die ſelbſtändige Leitung eines Filialgeſchäftes anver- traute. Als 1882 ſein Chef durch verfehlte Spekulation in Konkurs ge- riet, erwarb St. das Filialgeſchäft käuflich, das er mehrere Jahre weiter führte, bis er es mit einer Kohlen- handlung vertauſchte. Nebenher be- ſchäftigt er ſich viel mit dem Bau neuer Häuſer, zu denen er meiſt die Entwürfe ſelber anfertigt. S: Hab- gier (Schſp.), 1896. – Noderich von Pummelichs Brautfahrten und Jrr- fahrten (Humor. G.), 1898. – Bau- fieber (Volksſt.), 1905. – Der dunkle Punkt (Schſp.), 1905. – Das Sonn- tagskind (Geſch. eines Maientraums), 1907. *Strzelczyk (Strelzik), Franz Alois, wurde am 2. Dezbr. 1880 in Königshütte (Oberſchleſien) geboren, beſuchte das dortige Gymnaſium und dasjenige in Beuthen (O.-S.), wo er 1903 die Maturitätsprüfung beſtand und war dann einige Zeit im Berg- hüttenfach beſchäftigt. Da ihm das- ſelbe aber keine Befriedigung ge- währte, ſo ſtudierte er ſeit dem Herbſt 1903 in Breslau und ſeit dem Herbſt 1905 in Jena Altphilologie und Ger- maniſtik und legte im Frühjahr 1910 in dieſen Fächern ſein Staatsexamen ab. Natur, Liebe u. Frohſinn gaben ſchon dem Primaner, in höherem Maße aber dem Studenten reiche Motive zu ſeinen zahlreichen Gedich- ten. Jm Jahre 1911 trat er als wiſ- ſenſchaftl. Hilfslehrer in Rudolſtadt in den öffentlichen Schuldienſt. S: Knoſpen (Lyr. Ge.), 1906. – Fuchs Stöpſel (Eine Verherrlichung des ſtu- dentiſchen Fuchſenlebens), 1906. – Stoßt an! Jena ſoll leben! (Ge.), 1909. *Strzemcha, Paul, pſeud. Paul Kirſch, wurde am 9. Septbr. 1844 zu Groß-Seelowitz in Mähren ge- boren, beſuchte das Gymnaſium in Nikolsburg u. ſtudierte an der Wie- ner Univerſität Philologie, Geſchichte und deutſche Literatur. Jm J. 1868 wurde er Gymnaſiallehrer in Teſchen, kam 1871 als Profeſſor an die dama- lige Kommunal-, jetzige Landesober- realſchule in Brünn und wurde 1886 zum Direktor dieſer Anſtalt ernannt. Jm Jahre 1905 trat er als k. k. Re- gierungsrat in den Ruheſtand. S: Geſchichte der deutſchen National- literatur, 1880. 7. A. 1904. – Gretel (G.), 1879. – Deutſches Dichterbuch aus Mähren (herausgeb. mit Ottokar Stoklaska), 1892. – Die Schweden vor Brünn (Feſtſp.), 1895. – Kleine Poetik, 3. A. 1896. – Deutſche Dich- tung in Öſterreich im 19. Jahrhund., 1903. – Brünner Elegien, 1907. Stuart, C. F., Pſeud. für Cäſar Flaiſchlen; ſ. d.! *Stubenberg, Mathilde Gräfin, pſeudon. M. St. Berg, wurde am 29. Oktober 1863 auf dem Schloſſe Schallaburg in Niederöſterreich, dem Majoratsſitze ihres Vaters, des Wirkl. Geh. Rats und k. k. Kämmerers Karl Freiherrn von Tinti, geboren und verlebte daſelbſt auch ihre Jugend. Jm Jahre 1883 vermählte ſie ſich mit dem ſteiriſchen Gewerks- und Groß- grundbeſitzer Franz Freiherrn von Mayr-Melnhof, den ſie nach zehn- jähriger glücklichſter Ehe durch den Tod verlor. Jn dieſer Zeit weckte der Schmerz die Muſe Poeſie, bei der ſie auch Troſt und Frieden fand. Jm September 1897 reichte ſie Wolfgang Herrn u. Grafen zu Stubenberg, Fideikommißbeſitzer in Steiermark, einem Witwer, zum zweiten Ehebunde die Hand, aber ſchon nach 13 Monaten riß ihr der Tod auch dieſen Gatten von der Seite. Jetzt widmete ſich die Gräfin ausſchließlich der Erziehung ihrer Kinder und verlegte deshalb ihren Wohnſitz nach Wien. Später zog ſie ſich auf Schloß Pfannberg bei Frohnleiten in Steiermark zurück. S: Gedichte, 1900. 2. Aufl. 1905. – Blüten im Sturme (N. in V.), 1901. – Gabriel von Herrenburg (Ep.-D. * 9

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 129. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon07_1913/133>, abgerufen am 26.03.2019.