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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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in 14 Ges.), 1901. - Eisblumen (Neue
Ge.), 1903. - Der arme Wenzl (Dr.),
1904. - Myrten, ein Brautkranz (Ge.),
1904. - Das alte Mädchen (Zyklus),
1908. - Huldigungs-Festspiel der
Steiermark zum 60 jähr. Reg.-Jubil.
Kaisers Franz Joseph, 1908. - An
der Sehnsucht ewigem Wanderstabe
(Ge.), 1912.

*Stubenrauch, Edmund Georg
Louis Ernst,

wurde am 21. Septbr.
1859 zu Hellingen bei Königsberg in
Franken (Sachsen-Koburg) als der
Sohn eines einfachen, aber äußerst
belesenen und musikalisch gebildeten
Landwirts geboren, besuchte erst die
heimatliche Dorfschule und seit 1872
das Gymnasium zu Koburg, das er
aber schon nach zwei Jahren wieder
verlassen mußte, um als einziger Sohn
auf Wunsch des kranken Vaters sich
der Landwirtschaft zu widmen. Er
übernahm später das elterliche Gut
und bewirtschaftet es noch heute trotz
aller Mühen und Sorgen, welche dem
Landwirt aus dem Ringen um eine
gesicherte Existenz erwachsen. Diese
Sorgen mochten den Dichter auch
wohl bestimmt haben, im März 1890
eine Stelle im literarischen Depeschen-
bureau "Herold" in Berlin anzuneh-
men; doch behagte ihm das Leben in
der Reichshauptstadt so wenig, daß
er schon im August d. J. wieder in die
Heimat zurückkehrte.

S:

Muskete u.
Feder (Fliegende Blätter a. d. Frie-
densliedertornister), 1880. - Herzog-
lieder (Dn. zum Andenken an Herzog
Ernst II. von Sachsen-Koburg und
Gotha), 1893. - Pflug u. Laute (Ge.),
1895. - Der Haßgau (Ein Wander-
buch), 1901.

*Stüber(-Gunther), Fritz,

psd.
F. St. Gunther, wurde am 22. März
1872 in Gaudenzdorf bei Wien als
der Sohn eines österr. Staatsbeam-
ten geboren, absolvierte das Gym-
nasium in Wien, mußte aber infolge
der bescheidenen Verhältnisse seiner
Eltern auf die Fortsetzung seiner Stu-
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dien an der Hochschule verzichten und
unmittelbar nach der Reifeprüfung
als Rechnungsbeamter in den Staats-
dienst eintreten. Als solcher betrieb
er in seinen Mußestunden wissenschaft-
liche u. fremdsprachliche Studien und
widmete sich schließlich der Schrift-
stellerei. Er lebt in Wien. Jm Jahre
1910 erhielt er aus der Bauernfeld-
Stiftung in Wien eine Ehrengabe.

S:

Auf dem Küniglberg (Kleinigkeiten
a. d. Großstadt), 1901. 2. Afl. 1902. -
Wiener auf Reisen und Daheim (Sk.
u. En.), 1902. - Die gute alte Zeit
(P., mit Otto Petting), 1902. - Un-
sterblichkeit (Lsp.), 1903. - Das Durch-
haus (Wiener Sk.), 1905. - Bucklige
Welt (Kleine Sachen z. Weinen und
Lachen), 1906. - Das neue G'wand
(Wiener Sk. und Geschn.), 1907. -
C. i. (R.), 1907. - Ausg'steckt (Sk. a.
Wien und Umgebung), 1908. - Der
Stellwagen u. anderes Wienerisches
1909. - Schwiegersöhne (R.), 1909. -
Die untere Million (Gestalten und
Geschn. vom Donaustrand), 1910. -
Draußt' und drin (Sk. aus Wien),
1911. - Das gerettete Wien (Neue
Großstadt-Sk.), 1911.

*Stucken, Eduard,

wurde am
18. März 1865 in Moskau von deut-
schen Eltern geboren. Sein Vater,
ein Großkaufmann u. amerikanische[r]
Bürger, entstammte einer hanseati-
schen Familie. Eduard erhielt de[m]
ersten Unterricht in Rußland, ka[m]
dann mit elf Jahren in das Hau[s]
eines Onkels nach Dresden, wo e[r]
das Vitzthumsche Gymnasium bis zu[r]
Obersekunda besuchte, um dann ein[e]
dreijährige Lehrzeit in einem Breme[r]
Handelshause durchzumachen. 188[5]
kehrte er nach Dresden zurück und be-
stand, durch Privatunterricht vor-
bereitet, Michaelis 1886 am Vitzthum-
schen Gymnasium das Abiturium,
worauf er zunächst seiner Militär-
pflicht genügte u. dann an der Berline[r]
Universität ohne bestimmten Pla[n]
Anatomie, Geologie, Botanik, Philo-

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in 14 Geſ.), 1901. – Eisblumen (Neue
Ge.), 1903. – Der arme Wenzl (Dr.),
1904. – Myrten, ein Brautkranz (Ge.),
1904. – Das alte Mädchen (Zyklus),
1908. – Huldigungs-Feſtſpiel der
Steiermark zum 60 jähr. Reg.-Jubil.
Kaiſers Franz Joſeph, 1908. – An
der Sehnſucht ewigem Wanderſtabe
(Ge.), 1912.

*Stubenrauch, Edmund Georg
Louis Ernſt,

wurde am 21. Septbr.
1859 zu Hellingen bei Königsberg in
Franken (Sachſen-Koburg) als der
Sohn eines einfachen, aber äußerſt
beleſenen und muſikaliſch gebildeten
Landwirts geboren, beſuchte erſt die
heimatliche Dorfſchule und ſeit 1872
das Gymnaſium zu Koburg, das er
aber ſchon nach zwei Jahren wieder
verlaſſen mußte, um als einziger Sohn
auf Wunſch des kranken Vaters ſich
der Landwirtſchaft zu widmen. Er
übernahm ſpäter das elterliche Gut
und bewirtſchaftet es noch heute trotz
aller Mühen und Sorgen, welche dem
Landwirt aus dem Ringen um eine
geſicherte Exiſtenz erwachſen. Dieſe
Sorgen mochten den Dichter auch
wohl beſtimmt haben, im März 1890
eine Stelle im literariſchen Depeſchen-
bureau „Herold“ in Berlin anzuneh-
men; doch behagte ihm das Leben in
der Reichshauptſtadt ſo wenig, daß
er ſchon im Auguſt d. J. wieder in die
Heimat zurückkehrte.

S:

Muskete u.
Feder (Fliegende Blätter a. d. Frie-
densliedertorniſter), 1880. – Herzog-
lieder (Dn. zum Andenken an Herzog
Ernſt II. von Sachſen-Koburg und
Gotha), 1893. – Pflug u. Laute (Ge.),
1895. – Der Haßgau (Ein Wander-
buch), 1901.

*Stüber(-Gunther), Fritz,

pſd.
F. St. Gunther, wurde am 22. März
1872 in Gaudenzdorf bei Wien als
der Sohn eines öſterr. Staatsbeam-
ten geboren, abſolvierte das Gym-
naſium in Wien, mußte aber infolge
der beſcheidenen Verhältniſſe ſeiner
Eltern auf die Fortſetzung ſeiner Stu-
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Stu
dien an der Hochſchule verzichten und
unmittelbar nach der Reifeprüfung
als Rechnungsbeamter in den Staats-
dienſt eintreten. Als ſolcher betrieb
er in ſeinen Mußeſtunden wiſſenſchaft-
liche u. fremdſprachliche Studien und
widmete ſich ſchließlich der Schrift-
ſtellerei. Er lebt in Wien. Jm Jahre
1910 erhielt er aus der Bauernfeld-
Stiftung in Wien eine Ehrengabe.

S:

Auf dem Küniglberg (Kleinigkeiten
a. d. Großſtadt), 1901. 2. Afl. 1902. –
Wiener auf Reiſen und Daheim (Sk.
u. En.), 1902. – Die gute alte Zeit
(P., mit Otto Petting), 1902. – Un-
ſterblichkeit (Lſp.), 1903. – Das Durch-
haus (Wiener Sk.), 1905. – Bucklige
Welt (Kleine Sachen z. Weinen und
Lachen), 1906. – Das neue G’wand
(Wiener Sk. und Geſchn.), 1907. –
C. i. (R.), 1907. – Ausg’ſteckt (Sk. a.
Wien und Umgebung), 1908. – Der
Stellwagen u. anderes Wieneriſches
1909. – Schwiegerſöhne (R.), 1909. –
Die untere Million (Geſtalten und
Geſchn. vom Donauſtrand), 1910. –
Draußt’ und drin (Sk. aus Wien),
1911. – Das gerettete Wien (Neue
Großſtadt-Sk.), 1911.

*Stucken, Eduard,

wurde am
18. März 1865 in Moskau von deut-
ſchen Eltern geboren. Sein Vater,
ein Großkaufmann u. amerikaniſche[r]
Bürger, entſtammte einer hanſeati-
ſchen Familie. Eduard erhielt de[m]
erſten Unterricht in Rußland, ka[m]
dann mit elf Jahren in das Hau[s]
eines Onkels nach Dresden, wo e[r]
das Vitzthumſche Gymnaſium bis zu[r]
Oberſekunda beſuchte, um dann ein[e]
dreijährige Lehrzeit in einem Breme[r]
Handelshauſe durchzumachen. 188[5]
kehrte er nach Dresden zurück und be-
ſtand, durch Privatunterricht vor-
bereitet, Michaelis 1886 am Vitzthum-
ſchen Gymnaſium das Abiturium,
worauf er zunächſt ſeiner Militär-
pflicht genügte u. dann an der Berline[r]
Univerſität ohne beſtimmten Pla[n]
Anatomie, Geologie, Botanik, Philo-

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[130/0134] Stu Stu in 14 Geſ.), 1901. – Eisblumen (Neue Ge.), 1903. – Der arme Wenzl (Dr.), 1904. – Myrten, ein Brautkranz (Ge.), 1904. – Das alte Mädchen (Zyklus), 1908. – Huldigungs-Feſtſpiel der Steiermark zum 60 jähr. Reg.-Jubil. Kaiſers Franz Joſeph, 1908. – An der Sehnſucht ewigem Wanderſtabe (Ge.), 1912. *Stubenrauch, Edmund Georg Louis Ernſt, wurde am 21. Septbr. 1859 zu Hellingen bei Königsberg in Franken (Sachſen-Koburg) als der Sohn eines einfachen, aber äußerſt beleſenen und muſikaliſch gebildeten Landwirts geboren, beſuchte erſt die heimatliche Dorfſchule und ſeit 1872 das Gymnaſium zu Koburg, das er aber ſchon nach zwei Jahren wieder verlaſſen mußte, um als einziger Sohn auf Wunſch des kranken Vaters ſich der Landwirtſchaft zu widmen. Er übernahm ſpäter das elterliche Gut und bewirtſchaftet es noch heute trotz aller Mühen und Sorgen, welche dem Landwirt aus dem Ringen um eine geſicherte Exiſtenz erwachſen. Dieſe Sorgen mochten den Dichter auch wohl beſtimmt haben, im März 1890 eine Stelle im literariſchen Depeſchen- bureau „Herold“ in Berlin anzuneh- men; doch behagte ihm das Leben in der Reichshauptſtadt ſo wenig, daß er ſchon im Auguſt d. J. wieder in die Heimat zurückkehrte. S: Muskete u. Feder (Fliegende Blätter a. d. Frie- densliedertorniſter), 1880. – Herzog- lieder (Dn. zum Andenken an Herzog Ernſt II. von Sachſen-Koburg und Gotha), 1893. – Pflug u. Laute (Ge.), 1895. – Der Haßgau (Ein Wander- buch), 1901. *Stüber(-Gunther), Fritz, pſd. F. St. Gunther, wurde am 22. März 1872 in Gaudenzdorf bei Wien als der Sohn eines öſterr. Staatsbeam- ten geboren, abſolvierte das Gym- naſium in Wien, mußte aber infolge der beſcheidenen Verhältniſſe ſeiner Eltern auf die Fortſetzung ſeiner Stu- dien an der Hochſchule verzichten und unmittelbar nach der Reifeprüfung als Rechnungsbeamter in den Staats- dienſt eintreten. Als ſolcher betrieb er in ſeinen Mußeſtunden wiſſenſchaft- liche u. fremdſprachliche Studien und widmete ſich ſchließlich der Schrift- ſtellerei. Er lebt in Wien. Jm Jahre 1910 erhielt er aus der Bauernfeld- Stiftung in Wien eine Ehrengabe. S: Auf dem Küniglberg (Kleinigkeiten a. d. Großſtadt), 1901. 2. Afl. 1902. – Wiener auf Reiſen und Daheim (Sk. u. En.), 1902. – Die gute alte Zeit (P., mit Otto Petting), 1902. – Un- ſterblichkeit (Lſp.), 1903. – Das Durch- haus (Wiener Sk.), 1905. – Bucklige Welt (Kleine Sachen z. Weinen und Lachen), 1906. – Das neue G’wand (Wiener Sk. und Geſchn.), 1907. – C. i. (R.), 1907. – Ausg’ſteckt (Sk. a. Wien und Umgebung), 1908. – Der Stellwagen u. anderes Wieneriſches 1909. – Schwiegerſöhne (R.), 1909. – Die untere Million (Geſtalten und Geſchn. vom Donauſtrand), 1910. – Draußt’ und drin (Sk. aus Wien), 1911. – Das gerettete Wien (Neue Großſtadt-Sk.), 1911. *Stucken, Eduard, wurde am 18. März 1865 in Moskau von deut- ſchen Eltern geboren. Sein Vater, ein Großkaufmann u. amerikaniſcher Bürger, entſtammte einer hanſeati- ſchen Familie. Eduard erhielt dem erſten Unterricht in Rußland, kam dann mit elf Jahren in das Haus eines Onkels nach Dresden, wo er das Vitzthumſche Gymnaſium bis zur Oberſekunda beſuchte, um dann eine dreijährige Lehrzeit in einem Bremer Handelshauſe durchzumachen. 1885 kehrte er nach Dresden zurück und be- ſtand, durch Privatunterricht vor- bereitet, Michaelis 1886 am Vitzthum- ſchen Gymnaſium das Abiturium, worauf er zunächſt ſeiner Militär- pflicht genügte u. dann an der Berliner Univerſität ohne beſtimmten Plan Anatomie, Geologie, Botanik, Philo- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 130. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon07_1913/134>, abgerufen am 19.03.2019.