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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Goethe-Literatur, 1885. - Das Volk
steht auf, der Sturm bricht los (E.),
1885. 7. A. 1910. - Charakterbilder
und Szenerien (Darstellungen a. der
Literatur- u. Kunstgeschichte), 1886.
- Enkarpa (Kulturgesch. der Mensch-
heit im Lichte der pythagoreischen
Lehre), 1884.

*Springer, Rosa,

pseudon. Käte
Dorn,
wurde am 17. April 1866
als viertes Kind eines Apotheken-
besitzers in Großschönau (Sachsen)
geboren und verlebte im Kreise ihrer
Geschwister trotz ihrer Schwächlich-
keit und Kränklichkeit eine sonnige
Kindheit. Jhrem Wunsche, sich zur
Lehrerin auszubilden, entsprachen die
Eltern gern, und schon hatte sie eine
Zeitlang das Seminar besucht, als
zunehmende Kränklichkeit die Aufgabe
dieses Lebensberufes zur Notwendig-
keit machte. Um die Tochter nun mehr
für die wirtschaftliche Tätigkeit zu
gewinnen, übergaben die Eltern sie
der Familie des Pastors Pflugbeil;
aber es zeigte sich hier bald, daß ihre
Gaben doch mehr auf geistigem Ge-
biete lagen, und die Pfarrerin hielt
es daher für ihre Pflicht, sie darauf
hinzuweisen, diese Gaben weiteren
Kreisen zugute kommen zu lassen.
Später kehrte sie in das Elternhaus
zur Unterstützung des Vaters zurück,
bis veränderte Familienverhältnisse
sie in den Kampf der Welt hinaus-
drängten. Dann fand sie eine schöne
Heimstätte in dem Hause eines
Oheims und zog nach mehreren Jah-
ren zu ihrer Mutter nach Saalendorf-
Waltersdorf (Sachsen). Seit 1899
lebte sie in Zittau i. S., von wo sie
1904 nach Dresden übersiedelte.

S:


Das heilige Vaterunser in neun Er-
zählungen dargestellt, 1898. - Auf
Glaubenspfaden (3 En.), 1902. - An
Gottes Hand (E.), 1902. - Festgrüße
(Vortragsdichtgn.), 2 Hefte, 1902. -
Zum Guten gelenkt. Zu hoch hinaus
(2 En.), 1903. - Zwischen zwei Mäch-
ten (E.), 1904. - Schicksalssterne und
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Spr
Glaubenshimmel (3 En.), 1904. -
Jn Mammons Fesseln (En.), 1905. -
Das Waldwaislein (E.), 1905. - Es
sei denn ... (Aus dem Leben einer
suchenden Seele), 1908. - Frührot
(Klostergesch. a. d. Mittelalter), 1909.
- Einsame Wege (3 En. für Jugd. u.
Volk), 1909. - Lichtfunken (Prologe,
Ge., Gespr., Vortr.), 3 Hefte, 1909. -
Das weiße Kleid (Gesch. a. d. Leben),
1.-3. A. 1910. - Urwaldrauschen (A.
d. Leben e. Missionars), 1910. - Weih-
nachten, draußen, im Haus und im
Herzen (Deklam.), 1911.

Sprinzl, Hans,

geb. am 12. Juli
1876 in Zlabings (Südmähren), be-
suchte die Realschule in Znaim und
trat nach Absolvierung der Wiener
Handelsakademie in den österreichi-
schen Staatsdienst. Er lebt in Wien.

S:

Flüchtige Stunden (Ge.), 1908.

Spruner von Merz, Karl,

als
Herausgeber historischer Karten und
Geschichtsforscher rühmlichst bekannt,
wurde am 15. Novbr. 1803 zu Stutt-
gart geboren u. war der Sohn eines
Magazinverwalters. Da dieser schon
1807 starb, so wurde der Sohn zuerst
im Hause seines Großvaters, eines
Landsteuerers in Jngolstadt, u. seit
1814 zu München im dortigen Kadet-
tenkorps erzogen. Schon damals
widmete er sich mit besonderer Vor-
liebe historischen und geographischen
Studien. Jm Jahre 1825 trat er als
Leutnant in die bayerische Armee u.
setzte in München, Bamberg u. Würz-
burg seine früheren Studien und Ar-
beiten fort. Als verdienstliche Frucht
derselben erschien 1837-39 sein "Hi-
storisch-geographischer Handatlas"
(3. A. 1862-79), dem dann verschie-
dene historisch-geographische Atlan-
ten über einzelne Ländergebiete folg-
ten. Jn Anerkennung solchen Wir-
kens wurde S. 1842 von der Mün-
chener Akademie zum außerordentl.
und 1853 zum ordentl. Mitgliede er-
nannt. Jn seiner militärischen Lauf-
bahn rückte er 1847 zum Hauptmann

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Spr
Goethe-Literatur, 1885. – Das Volk
ſteht auf, der Sturm bricht los (E.),
1885. 7. A. 1910. – Charakterbilder
und Szenerien (Darſtellungen a. der
Literatur- u. Kunſtgeſchichte), 1886.
– Enkarpa (Kulturgeſch. der Menſch-
heit im Lichte der pythagoreiſchen
Lehre), 1884.

*Springer, Roſa,

pſeudon. Käte
Dorn,
wurde am 17. April 1866
als viertes Kind eines Apotheken-
beſitzers in Großſchönau (Sachſen)
geboren und verlebte im Kreiſe ihrer
Geſchwiſter trotz ihrer Schwächlich-
keit und Kränklichkeit eine ſonnige
Kindheit. Jhrem Wunſche, ſich zur
Lehrerin auszubilden, entſprachen die
Eltern gern, und ſchon hatte ſie eine
Zeitlang das Seminar beſucht, als
zunehmende Kränklichkeit die Aufgabe
dieſes Lebensberufes zur Notwendig-
keit machte. Um die Tochter nun mehr
für die wirtſchaftliche Tätigkeit zu
gewinnen, übergaben die Eltern ſie
der Familie des Paſtors Pflugbeil;
aber es zeigte ſich hier bald, daß ihre
Gaben doch mehr auf geiſtigem Ge-
biete lagen, und die Pfarrerin hielt
es daher für ihre Pflicht, ſie darauf
hinzuweiſen, dieſe Gaben weiteren
Kreiſen zugute kommen zu laſſen.
Später kehrte ſie in das Elternhaus
zur Unterſtützung des Vaters zurück,
bis veränderte Familienverhältniſſe
ſie in den Kampf der Welt hinaus-
drängten. Dann fand ſie eine ſchöne
Heimſtätte in dem Hauſe eines
Oheims und zog nach mehreren Jah-
ren zu ihrer Mutter nach Saalendorf-
Waltersdorf (Sachſen). Seit 1899
lebte ſie in Zittau i. S., von wo ſie
1904 nach Dresden überſiedelte.

S:


Das heilige Vaterunſer in neun Er-
zählungen dargeſtellt, 1898. – Auf
Glaubenspfaden (3 En.), 1902. – An
Gottes Hand (E.), 1902. – Feſtgrüße
(Vortragsdichtgn.), 2 Hefte, 1902. –
Zum Guten gelenkt. Zu hoch hinaus
(2 En.), 1903. – Zwiſchen zwei Mäch-
ten (E.), 1904. – Schickſalsſterne und
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Spr
Glaubenshimmel (3 En.), 1904. –
Jn Mammons Feſſeln (En.), 1905. –
Das Waldwaislein (E.), 1905. – Es
ſei denn ... (Aus dem Leben einer
ſuchenden Seele), 1908. – Frührot
(Kloſtergeſch. a. d. Mittelalter), 1909.
– Einſame Wege (3 En. für Jugd. u.
Volk), 1909. – Lichtfunken (Prologe,
Ge., Geſpr., Vortr.), 3 Hefte, 1909. –
Das weiße Kleid (Geſch. a. d. Leben),
1.–3. A. 1910. – Urwaldrauſchen (A.
d. Leben e. Miſſionars), 1910. – Weih-
nachten, draußen, im Haus und im
Herzen (Deklam.), 1911.

Sprinzl, Hans,

geb. am 12. Juli
1876 in Zlabings (Südmähren), be-
ſuchte die Realſchule in Znaim und
trat nach Abſolvierung der Wiener
Handelsakademie in den öſterreichi-
ſchen Staatsdienſt. Er lebt in Wien.

S:

Flüchtige Stunden (Ge.), 1908.

Spruner von Merz, Karl,

als
Herausgeber hiſtoriſcher Karten und
Geſchichtsforſcher rühmlichſt bekannt,
wurde am 15. Novbr. 1803 zu Stutt-
gart geboren u. war der Sohn eines
Magazinverwalters. Da dieſer ſchon
1807 ſtarb, ſo wurde der Sohn zuerſt
im Hauſe ſeines Großvaters, eines
Landſteuerers in Jngolſtadt, u. ſeit
1814 zu München im dortigen Kadet-
tenkorps erzogen. Schon damals
widmete er ſich mit beſonderer Vor-
liebe hiſtoriſchen und geographiſchen
Studien. Jm Jahre 1825 trat er als
Leutnant in die bayeriſche Armee u.
ſetzte in München, Bamberg u. Würz-
burg ſeine früheren Studien und Ar-
beiten fort. Als verdienſtliche Frucht
derſelben erſchien 1837–39 ſein „Hi-
ſtoriſch-geographiſcher Handatlas“
(3. A. 1862–79), dem dann verſchie-
dene hiſtoriſch-geographiſche Atlan-
ten über einzelne Ländergebiete folg-
ten. Jn Anerkennung ſolchen Wir-
kens wurde S. 1842 von der Mün-
chener Akademie zum außerordentl.
und 1853 zum ordentl. Mitgliede er-
nannt. Jn ſeiner militäriſchen Lauf-
bahn rückte er 1847 zum Hauptmann

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[11/0015] Spr Spr Goethe-Literatur, 1885. – Das Volk ſteht auf, der Sturm bricht los (E.), 1885. 7. A. 1910. – Charakterbilder und Szenerien (Darſtellungen a. der Literatur- u. Kunſtgeſchichte), 1886. – Enkarpa (Kulturgeſch. der Menſch- heit im Lichte der pythagoreiſchen Lehre), 1884. *Springer, Roſa, pſeudon. Käte Dorn, wurde am 17. April 1866 als viertes Kind eines Apotheken- beſitzers in Großſchönau (Sachſen) geboren und verlebte im Kreiſe ihrer Geſchwiſter trotz ihrer Schwächlich- keit und Kränklichkeit eine ſonnige Kindheit. Jhrem Wunſche, ſich zur Lehrerin auszubilden, entſprachen die Eltern gern, und ſchon hatte ſie eine Zeitlang das Seminar beſucht, als zunehmende Kränklichkeit die Aufgabe dieſes Lebensberufes zur Notwendig- keit machte. Um die Tochter nun mehr für die wirtſchaftliche Tätigkeit zu gewinnen, übergaben die Eltern ſie der Familie des Paſtors Pflugbeil; aber es zeigte ſich hier bald, daß ihre Gaben doch mehr auf geiſtigem Ge- biete lagen, und die Pfarrerin hielt es daher für ihre Pflicht, ſie darauf hinzuweiſen, dieſe Gaben weiteren Kreiſen zugute kommen zu laſſen. Später kehrte ſie in das Elternhaus zur Unterſtützung des Vaters zurück, bis veränderte Familienverhältniſſe ſie in den Kampf der Welt hinaus- drängten. Dann fand ſie eine ſchöne Heimſtätte in dem Hauſe eines Oheims und zog nach mehreren Jah- ren zu ihrer Mutter nach Saalendorf- Waltersdorf (Sachſen). Seit 1899 lebte ſie in Zittau i. S., von wo ſie 1904 nach Dresden überſiedelte. S: Das heilige Vaterunſer in neun Er- zählungen dargeſtellt, 1898. – Auf Glaubenspfaden (3 En.), 1902. – An Gottes Hand (E.), 1902. – Feſtgrüße (Vortragsdichtgn.), 2 Hefte, 1902. – Zum Guten gelenkt. Zu hoch hinaus (2 En.), 1903. – Zwiſchen zwei Mäch- ten (E.), 1904. – Schickſalsſterne und Glaubenshimmel (3 En.), 1904. – Jn Mammons Feſſeln (En.), 1905. – Das Waldwaislein (E.), 1905. – Es ſei denn ... (Aus dem Leben einer ſuchenden Seele), 1908. – Frührot (Kloſtergeſch. a. d. Mittelalter), 1909. – Einſame Wege (3 En. für Jugd. u. Volk), 1909. – Lichtfunken (Prologe, Ge., Geſpr., Vortr.), 3 Hefte, 1909. – Das weiße Kleid (Geſch. a. d. Leben), 1.–3. A. 1910. – Urwaldrauſchen (A. d. Leben e. Miſſionars), 1910. – Weih- nachten, draußen, im Haus und im Herzen (Deklam.), 1911. Sprinzl, Hans, geb. am 12. Juli 1876 in Zlabings (Südmähren), be- ſuchte die Realſchule in Znaim und trat nach Abſolvierung der Wiener Handelsakademie in den öſterreichi- ſchen Staatsdienſt. Er lebt in Wien. S: Flüchtige Stunden (Ge.), 1908. Spruner von Merz, Karl, als Herausgeber hiſtoriſcher Karten und Geſchichtsforſcher rühmlichſt bekannt, wurde am 15. Novbr. 1803 zu Stutt- gart geboren u. war der Sohn eines Magazinverwalters. Da dieſer ſchon 1807 ſtarb, ſo wurde der Sohn zuerſt im Hauſe ſeines Großvaters, eines Landſteuerers in Jngolſtadt, u. ſeit 1814 zu München im dortigen Kadet- tenkorps erzogen. Schon damals widmete er ſich mit beſonderer Vor- liebe hiſtoriſchen und geographiſchen Studien. Jm Jahre 1825 trat er als Leutnant in die bayeriſche Armee u. ſetzte in München, Bamberg u. Würz- burg ſeine früheren Studien und Ar- beiten fort. Als verdienſtliche Frucht derſelben erſchien 1837–39 ſein „Hi- ſtoriſch-geographiſcher Handatlas“ (3. A. 1862–79), dem dann verſchie- dene hiſtoriſch-geographiſche Atlan- ten über einzelne Ländergebiete folg- ten. Jn Anerkennung ſolchen Wir- kens wurde S. 1842 von der Mün- chener Akademie zum außerordentl. und 1853 zum ordentl. Mitgliede er- nannt. Jn ſeiner militäriſchen Lauf- bahn rückte er 1847 zum Hauptmann *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 11. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon07_1913/15>, abgerufen am 21.03.2019.