Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

Bild:
<< vorherige Seite


[Spaltenumbruch]

Sze
Gold-Auge (Zeit-R.); II, 1909. - Der
Großherr (R. a. d. Vormärz d. Tür-
kei); II, 1909. - Stille Wasser (Klein-
stadt-R.), 1910. - Das blaue Auto
und andere Humoresken, 1912.

Szegö, Sophie,

bekannt unter ih-
rem Mädchennamen Sophie Hoff,
wurde am 31. August 1869 in Prag
geboren und verlebte ihre Kinder- u.
Mädchenjahre in Proßnitz (Mähren),
wohin ihr Vater Dr. Emil Hoff als
Rabbiner berufen worden war. Mit
13 Jahren begann sie ihre literarische
Tätigkeit an Wiener, Olmützer und
Brünner Blättern, für welche sie
Feuilletons schrieb. Jm Jahre 1892
verheiratete sie sich mit Eduard Szegö,
dem sie nach Szegedin in Ungarn u.
später nach Klausenburg in Sieben-
bürgen folgte.

S:

Gut gemeint (Nn.),
1890.

Szezepanski, Paul von,

geb. am
27. Oktbr. 1855 in Naugard (Pom-
mern), Offizier, nimmt als Haupt-
mann seinen Abschied, lebt als Re-
dakteur am "Daheim", (1888) in
Leipzig, 1891-97 in Berlin, ist seit
1897 Redakteur an "Über Land und
Meer" in Stuttgart, seit 1901 Re-
dakteur von "Die weite Welt" und
"Von Fels zum Meer" in Berlin.

S:


Die Falzgräfin (Berliner R.), 1889.
3. A. 1904. - Eigene Geschichten (Nn.),
1890. 2. A. 1902. - Neu-Berlin (En.),
1890. 3. A. 1904. - Moderne Raub-
ritter (R.); II, 1891. 2. A. 1902. -
Spartanerjünglinge (Eine Kadetten-
gesch. in Br.), 1901. 5. A. 1902. -
Der Narr des Glücks (R.); II, 1901.
2. A. 1902. - Sie emanzipiert sich
(N.), 1902. - Die Hofdame (R.), 1904.
- Moskau in Blut und Schnee (R.),
1909.

*Szelinski, Johanna,

bekannt
unter ihrem Mädchennamen Jo-
hanna von der Nahmer
u. unter
dem Pseud. Georg Berg, wurde
am 6. Dezbr. 1857 zu Sidney in Au-
stralien geboren. Jhr Vater war ein
Deutscher, ihre Mutter eine Englände-
[Spaltenumbruch]

Szw
rin. Jm Jahre 1869 kam sie nach
Europa, lebte erst zwei Jahre am
Rhein und zog dann mit den Eltern
nach München, wo sie ihre Bildung
erhielt u. sich 1879 verheiratete. Sie
lebt noch jetzt daselbst in angenehmen
Verhältnissen und ist seit 1893 als
Schriftstellerin tätig.

S:

Sonnen-
stäubchen (Ge.), 1895. - Hetärenbriefe,
1895. - Gedichte, 1905.

Sziglavy, Paul,

Psd. für August
von Bors;
s. d.!

Szüttenbürjer, Schorse,

Pseud.
für Ernst Honig; s. d.!

*Szwykowska, Hedwig v.,

wurde
am 12. April 1824 als vierte Tochter
des nachmaligen Obristen Jgnaz von
Szwykowski u. seiner Gemahlin Ag-
nes von Kalkreuth zu Danzig geboren
und erhielt ihre Ausbildung im elter-
lichen Hause durch Privatlehrer und
Privatlehrerinnen. Der Hemmschuh,
den ihr Mutter Natur mitgab fürs
Leben, hinderte sie an den tummeln-
den Freuden ihrer Schwestern und
Spielgenossinnen, und so versenkte sie
sich frühe in ihre eigene Jnnenwelt,
las viel und versuchte sich schon in der
Jugend in poetischen Ergüssen, wäh-
rend sie anderseits sich ganz den bilden-
den Einflüssen überließ, welche Kunst
und Natur in der alten Hansestadt
zu üben imstande waren. Jm Herbst
1838 wurde ihr Vater nach Posen als
Regimentskommandeur versetzt u. so-
mit die Dichterin in ganz andere Ver-
hältnisse gerückt. Sie lebte hier und
nach des Vaters Pensionierung auf
dem Lande nur ihrer Muse; aber erst
zehn Jahre nach dem Tode des Va-
ters (+ 1859) trat sie mit ihren Ge-
dichten an die Öffentlichkeit. Später
hatte die Dichterin als Stiftsdame
zu Lubosin in der Provinz Posen oder
in Frankfurt a. O. ihren Wohnsitz,
und hier ist sie am 7. Juli 1903 ge-
storben.

S:

Aus dem Herzen (Dn.),
1869. - Gratulationsschatz für Fa-
milienfeste (eigene Dn.), 1870. - Jch
gratuliere! (Glückwünsche u. Gelegen-

*


[Spaltenumbruch]

Sze
Gold-Auge (Zeit-R.); II, 1909. – Der
Großherr (R. a. d. Vormärz d. Tür-
kei); II, 1909. – Stille Waſſer (Klein-
ſtadt-R.), 1910. – Das blaue Auto
und andere Humoresken, 1912.

Szegö, Sophie,

bekannt unter ih-
rem Mädchennamen Sophie Hoff,
wurde am 31. Auguſt 1869 in Prag
geboren und verlebte ihre Kinder- u.
Mädchenjahre in Proßnitz (Mähren),
wohin ihr Vater Dr. Emil Hoff als
Rabbiner berufen worden war. Mit
13 Jahren begann ſie ihre literariſche
Tätigkeit an Wiener, Olmützer und
Brünner Blättern, für welche ſie
Feuilletons ſchrieb. Jm Jahre 1892
verheiratete ſie ſich mit Eduard Szegö,
dem ſie nach Szegedin in Ungarn u.
ſpäter nach Klauſenburg in Sieben-
bürgen folgte.

S:

Gut gemeint (Nn.),
1890.

Szezepanski, Paul von,

geb. am
27. Oktbr. 1855 in Naugard (Pom-
mern), Offizier, nimmt als Haupt-
mann ſeinen Abſchied, lebt als Re-
dakteur am „Daheim“, (1888) in
Leipzig, 1891–97 in Berlin, iſt ſeit
1897 Redakteur an „Über Land und
Meer“ in Stuttgart, ſeit 1901 Re-
dakteur von „Die weite Welt“ und
„Von Fels zum Meer“ in Berlin.

S:


Die Falzgräfin (Berliner R.), 1889.
3. A. 1904. – Eigene Geſchichten (Nn.),
1890. 2. A. 1902. – Neu-Berlin (En.),
1890. 3. A. 1904. – Moderne Raub-
ritter (R.); II, 1891. 2. A. 1902. –
Spartanerjünglinge (Eine Kadetten-
geſch. in Br.), 1901. 5. A. 1902. –
Der Narr des Glücks (R.); II, 1901.
2. A. 1902. – Sie emanzipiert ſich
(N.), 1902. – Die Hofdame (R.), 1904.
– Moskau in Blut und Schnee (R.),
1909.

*Szelinski, Johanna,

bekannt
unter ihrem Mädchennamen Jo-
hanna von der Nahmer
u. unter
dem Pſeud. Georg Berg, wurde
am 6. Dezbr. 1857 zu Sidney in Au-
ſtralien geboren. Jhr Vater war ein
Deutſcher, ihre Mutter eine Englände-
[Spaltenumbruch]

Szw
rin. Jm Jahre 1869 kam ſie nach
Europa, lebte erſt zwei Jahre am
Rhein und zog dann mit den Eltern
nach München, wo ſie ihre Bildung
erhielt u. ſich 1879 verheiratete. Sie
lebt noch jetzt daſelbſt in angenehmen
Verhältniſſen und iſt ſeit 1893 als
Schriftſtellerin tätig.

S:

Sonnen-
ſtäubchen (Ge.), 1895. – Hetärenbriefe,
1895. – Gedichte, 1905.

Sziglavy, Paul,

Pſd. für Auguſt
von Bors;
ſ. d.!

Szüttenbürjer, Schorſe,

Pſeud.
für Ernſt Honig; ſ. d.!

*Szwykowska, Hedwig v.,

wurde
am 12. April 1824 als vierte Tochter
des nachmaligen Obriſten Jgnaz von
Szwykowski u. ſeiner Gemahlin Ag-
nes von Kalkreuth zu Danzig geboren
und erhielt ihre Ausbildung im elter-
lichen Hauſe durch Privatlehrer und
Privatlehrerinnen. Der Hemmſchuh,
den ihr Mutter Natur mitgab fürs
Leben, hinderte ſie an den tummeln-
den Freuden ihrer Schweſtern und
Spielgenoſſinnen, und ſo verſenkte ſie
ſich frühe in ihre eigene Jnnenwelt,
las viel und verſuchte ſich ſchon in der
Jugend in poetiſchen Ergüſſen, wäh-
rend ſie anderſeits ſich ganz den bilden-
den Einflüſſen überließ, welche Kunſt
und Natur in der alten Hanſeſtadt
zu üben imſtande waren. Jm Herbſt
1838 wurde ihr Vater nach Poſen als
Regimentskommandeur verſetzt u. ſo-
mit die Dichterin in ganz andere Ver-
hältniſſe gerückt. Sie lebte hier und
nach des Vaters Penſionierung auf
dem Lande nur ihrer Muſe; aber erſt
zehn Jahre nach dem Tode des Va-
ters († 1859) trat ſie mit ihren Ge-
dichten an die Öffentlichkeit. Später
hatte die Dichterin als Stiftsdame
zu Luboſin in der Provinz Poſen oder
in Frankfurt a. O. ihren Wohnſitz,
und hier iſt ſie am 7. Juli 1903 ge-
ſtorben.

S:

Aus dem Herzen (Dn.),
1869. – Gratulationsſchatz für Fa-
milienfeſte (eigene Dn.), 1870. – Jch
gratuliere! (Glückwünſche u. Gelegen-

*
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div type="index" n="1">
        <div type="bibliography" n="2">
          <p><pb facs="#f0154" n="150"/><lb/><cb/><lb/>
<fw type="header" place="top"><hi rendition="#g">Sze</hi></fw><lb/>
Gold-Auge (Zeit-R.); <hi rendition="#aq">II,</hi> 1909. &#x2013; Der<lb/>
Großherr (R. a. d. Vormärz d. Tür-<lb/>
kei); <hi rendition="#aq">II,</hi> 1909. &#x2013; Stille Wa&#x017F;&#x017F;er (Klein-<lb/>
&#x017F;tadt-R.), 1910. &#x2013; Das blaue Auto<lb/>
und andere Humoresken, 1912.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>
          <persName><hi rendition="#b">Szegö,</hi> Sophie,</persName>
        </head>
        <p> bekannt unter ih-<lb/>
rem Mädchennamen <hi rendition="#g">Sophie Hoff,</hi><lb/>
wurde am 31. Augu&#x017F;t 1869 in Prag<lb/>
geboren und verlebte ihre Kinder- u.<lb/>
Mädchenjahre in Proßnitz (Mähren),<lb/>
wohin ihr Vater <hi rendition="#aq">Dr.</hi> Emil Hoff als<lb/>
Rabbiner berufen worden war. Mit<lb/>
13 Jahren begann &#x017F;ie ihre literari&#x017F;che<lb/>
Tätigkeit an Wiener, Olmützer und<lb/>
Brünner Blättern, für welche &#x017F;ie<lb/>
Feuilletons &#x017F;chrieb. Jm Jahre 1892<lb/>
verheiratete &#x017F;ie &#x017F;ich mit Eduard Szegö,<lb/>
dem &#x017F;ie nach Szegedin in Ungarn u.<lb/>
&#x017F;päter nach Klau&#x017F;enburg in Sieben-<lb/>
bürgen folgte. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p> Gut gemeint (Nn.),<lb/>
1890.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>
          <persName><hi rendition="#b">Szezepanski,</hi> Paul von,</persName>
        </head>
        <p> geb. am<lb/>
27. Oktbr. 1855 in Naugard (Pom-<lb/>
mern), Offizier, nimmt als Haupt-<lb/>
mann &#x017F;einen Ab&#x017F;chied, lebt als Re-<lb/>
dakteur am &#x201E;Daheim&#x201C;, (1888) in<lb/>
Leipzig, 1891&#x2013;97 in Berlin, i&#x017F;t &#x017F;eit<lb/>
1897 Redakteur an &#x201E;Über Land und<lb/>
Meer&#x201C; in Stuttgart, &#x017F;eit 1901 Re-<lb/>
dakteur von &#x201E;Die weite Welt&#x201C; und<lb/>
&#x201E;Von Fels zum Meer&#x201C; in Berlin. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p><lb/>
Die Falzgräfin (Berliner R.), 1889.<lb/>
3. A. 1904. &#x2013; Eigene Ge&#x017F;chichten (Nn.),<lb/>
1890. 2. A. 1902. &#x2013; Neu-Berlin (En.),<lb/>
1890. 3. A. 1904. &#x2013; Moderne Raub-<lb/>
ritter (R.); <hi rendition="#aq">II,</hi> 1891. 2. A. 1902. &#x2013;<lb/>
Spartanerjünglinge (Eine Kadetten-<lb/>
ge&#x017F;ch. in Br.), 1901. 5. A. 1902. &#x2013;<lb/>
Der Narr des Glücks (R.); <hi rendition="#aq">II,</hi> 1901.<lb/>
2. A. 1902. &#x2013; Sie emanzipiert &#x017F;ich<lb/>
(N.), 1902. &#x2013; Die Hofdame (R.), 1904.<lb/>
&#x2013; Moskau in Blut und Schnee (R.),<lb/>
1909.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>
          <persName>*<hi rendition="#b">Szelinski,</hi> Johanna,</persName>
        </head>
        <p> bekannt<lb/>
unter ihrem Mädchennamen <hi rendition="#g">Jo-<lb/>
hanna von der Nahmer</hi> u. unter<lb/>
dem P&#x017F;eud. <hi rendition="#g">Georg Berg,</hi> wurde<lb/>
am 6. Dezbr. 1857 zu Sidney in Au-<lb/>
&#x017F;tralien geboren. Jhr Vater war ein<lb/>
Deut&#x017F;cher, ihre Mutter eine Englände-<lb/><cb/><lb/>
<fw type="header" place="top"><hi rendition="#g">Szw</hi></fw><lb/>
rin. Jm Jahre 1869 kam &#x017F;ie nach<lb/>
Europa, lebte er&#x017F;t zwei Jahre am<lb/>
Rhein und zog dann mit den Eltern<lb/>
nach München, wo &#x017F;ie ihre Bildung<lb/>
erhielt u. &#x017F;ich 1879 verheiratete. Sie<lb/>
lebt noch jetzt da&#x017F;elb&#x017F;t in angenehmen<lb/>
Verhältni&#x017F;&#x017F;en und i&#x017F;t &#x017F;eit 1893 als<lb/>
Schrift&#x017F;tellerin tätig. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p> Sonnen-<lb/>
&#x017F;täubchen (Ge.), 1895. &#x2013; Hetärenbriefe,<lb/>
1895. &#x2013; Gedichte, 1905.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>
          <persName><hi rendition="#b">Sziglavy,</hi> Paul,</persName>
        </head>
        <p> P&#x017F;d. für <hi rendition="#g">Augu&#x017F;t<lb/>
von Bors;</hi> &#x017F;. d.!</p><lb/>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>
          <persName><hi rendition="#b">Szüttenbürjer,</hi> Schor&#x017F;e,</persName>
        </head>
        <p> P&#x017F;eud.<lb/>
für <hi rendition="#g">Ern&#x017F;t Honig;</hi> &#x017F;. d.!</p><lb/>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>
          <persName>*<hi rendition="#b">Szwykowska,</hi> Hedwig v.,</persName>
        </head>
        <p> wurde<lb/>
am 12. April 1824 als vierte Tochter<lb/>
des nachmaligen Obri&#x017F;ten Jgnaz von<lb/>
Szwykowski u. &#x017F;einer Gemahlin Ag-<lb/>
nes von Kalkreuth zu Danzig geboren<lb/>
und erhielt ihre Ausbildung im elter-<lb/>
lichen Hau&#x017F;e durch Privatlehrer und<lb/>
Privatlehrerinnen. Der Hemm&#x017F;chuh,<lb/>
den ihr Mutter Natur mitgab fürs<lb/>
Leben, hinderte &#x017F;ie an den tummeln-<lb/>
den Freuden ihrer Schwe&#x017F;tern und<lb/>
Spielgeno&#x017F;&#x017F;innen, und &#x017F;o ver&#x017F;enkte &#x017F;ie<lb/>
&#x017F;ich frühe in ihre eigene Jnnenwelt,<lb/>
las viel und ver&#x017F;uchte &#x017F;ich &#x017F;chon in der<lb/>
Jugend in poeti&#x017F;chen Ergü&#x017F;&#x017F;en, wäh-<lb/>
rend &#x017F;ie ander&#x017F;eits &#x017F;ich ganz den bilden-<lb/>
den Einflü&#x017F;&#x017F;en überließ, welche Kun&#x017F;t<lb/>
und Natur in der alten Han&#x017F;e&#x017F;tadt<lb/>
zu üben im&#x017F;tande waren. Jm Herb&#x017F;t<lb/>
1838 wurde ihr Vater nach Po&#x017F;en als<lb/>
Regimentskommandeur ver&#x017F;etzt u. &#x017F;o-<lb/>
mit die Dichterin in ganz andere Ver-<lb/>
hältni&#x017F;&#x017F;e gerückt. Sie lebte hier und<lb/>
nach des Vaters Pen&#x017F;ionierung auf<lb/>
dem Lande nur ihrer Mu&#x017F;e; aber er&#x017F;t<lb/>
zehn Jahre nach dem Tode des Va-<lb/>
ters (&#x2020; 1859) trat &#x017F;ie mit ihren Ge-<lb/>
dichten an die Öffentlichkeit. Später<lb/>
hatte die Dichterin als Stiftsdame<lb/>
zu Lubo&#x017F;in in der Provinz Po&#x017F;en oder<lb/>
in Frankfurt a. O. ihren Wohn&#x017F;itz,<lb/>
und hier i&#x017F;t &#x017F;ie am 7. Juli 1903 ge-<lb/>
&#x017F;torben. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p> Aus dem Herzen (Dn.),<lb/>
1869. &#x2013; Gratulations&#x017F;chatz für Fa-<lb/>
milienfe&#x017F;te (eigene Dn.), 1870. &#x2013; Jch<lb/>
gratuliere! (Glückwün&#x017F;che u. Gelegen-<lb/>
<fw type="sig" place="bottom">*</fw><lb/></p>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[150/0154] Sze Szw Gold-Auge (Zeit-R.); II, 1909. – Der Großherr (R. a. d. Vormärz d. Tür- kei); II, 1909. – Stille Waſſer (Klein- ſtadt-R.), 1910. – Das blaue Auto und andere Humoresken, 1912. Szegö, Sophie, bekannt unter ih- rem Mädchennamen Sophie Hoff, wurde am 31. Auguſt 1869 in Prag geboren und verlebte ihre Kinder- u. Mädchenjahre in Proßnitz (Mähren), wohin ihr Vater Dr. Emil Hoff als Rabbiner berufen worden war. Mit 13 Jahren begann ſie ihre literariſche Tätigkeit an Wiener, Olmützer und Brünner Blättern, für welche ſie Feuilletons ſchrieb. Jm Jahre 1892 verheiratete ſie ſich mit Eduard Szegö, dem ſie nach Szegedin in Ungarn u. ſpäter nach Klauſenburg in Sieben- bürgen folgte. S: Gut gemeint (Nn.), 1890. Szezepanski, Paul von, geb. am 27. Oktbr. 1855 in Naugard (Pom- mern), Offizier, nimmt als Haupt- mann ſeinen Abſchied, lebt als Re- dakteur am „Daheim“, (1888) in Leipzig, 1891–97 in Berlin, iſt ſeit 1897 Redakteur an „Über Land und Meer“ in Stuttgart, ſeit 1901 Re- dakteur von „Die weite Welt“ und „Von Fels zum Meer“ in Berlin. S: Die Falzgräfin (Berliner R.), 1889. 3. A. 1904. – Eigene Geſchichten (Nn.), 1890. 2. A. 1902. – Neu-Berlin (En.), 1890. 3. A. 1904. – Moderne Raub- ritter (R.); II, 1891. 2. A. 1902. – Spartanerjünglinge (Eine Kadetten- geſch. in Br.), 1901. 5. A. 1902. – Der Narr des Glücks (R.); II, 1901. 2. A. 1902. – Sie emanzipiert ſich (N.), 1902. – Die Hofdame (R.), 1904. – Moskau in Blut und Schnee (R.), 1909. *Szelinski, Johanna, bekannt unter ihrem Mädchennamen Jo- hanna von der Nahmer u. unter dem Pſeud. Georg Berg, wurde am 6. Dezbr. 1857 zu Sidney in Au- ſtralien geboren. Jhr Vater war ein Deutſcher, ihre Mutter eine Englände- rin. Jm Jahre 1869 kam ſie nach Europa, lebte erſt zwei Jahre am Rhein und zog dann mit den Eltern nach München, wo ſie ihre Bildung erhielt u. ſich 1879 verheiratete. Sie lebt noch jetzt daſelbſt in angenehmen Verhältniſſen und iſt ſeit 1893 als Schriftſtellerin tätig. S: Sonnen- ſtäubchen (Ge.), 1895. – Hetärenbriefe, 1895. – Gedichte, 1905. Sziglavy, Paul, Pſd. für Auguſt von Bors; ſ. d.! Szüttenbürjer, Schorſe, Pſeud. für Ernſt Honig; ſ. d.! *Szwykowska, Hedwig v., wurde am 12. April 1824 als vierte Tochter des nachmaligen Obriſten Jgnaz von Szwykowski u. ſeiner Gemahlin Ag- nes von Kalkreuth zu Danzig geboren und erhielt ihre Ausbildung im elter- lichen Hauſe durch Privatlehrer und Privatlehrerinnen. Der Hemmſchuh, den ihr Mutter Natur mitgab fürs Leben, hinderte ſie an den tummeln- den Freuden ihrer Schweſtern und Spielgenoſſinnen, und ſo verſenkte ſie ſich frühe in ihre eigene Jnnenwelt, las viel und verſuchte ſich ſchon in der Jugend in poetiſchen Ergüſſen, wäh- rend ſie anderſeits ſich ganz den bilden- den Einflüſſen überließ, welche Kunſt und Natur in der alten Hanſeſtadt zu üben imſtande waren. Jm Herbſt 1838 wurde ihr Vater nach Poſen als Regimentskommandeur verſetzt u. ſo- mit die Dichterin in ganz andere Ver- hältniſſe gerückt. Sie lebte hier und nach des Vaters Penſionierung auf dem Lande nur ihrer Muſe; aber erſt zehn Jahre nach dem Tode des Va- ters († 1859) trat ſie mit ihren Ge- dichten an die Öffentlichkeit. Später hatte die Dichterin als Stiftsdame zu Luboſin in der Provinz Poſen oder in Frankfurt a. O. ihren Wohnſitz, und hier iſt ſie am 7. Juli 1903 ge- ſtorben. S: Aus dem Herzen (Dn.), 1869. – Gratulationsſchatz für Fa- milienfeſte (eigene Dn.), 1870. – Jch gratuliere! (Glückwünſche u. Gelegen- *

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon07_1913
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon07_1913/154
Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 150. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon07_1913/154>, abgerufen am 21.03.2019.