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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Tav
ließen. Sie vermählte sich dann mit
dem Kunstblumenfabrikanten Jgnaz
T. in Wien. Nach dem Zusammen-
bruch ihrer materiellen Existenz und
manchem seelischen Kummer griff sie
zur Feder u. lieferte novellistische Bei-
träge für größere Tagesblätter, hörte
auch, um sich für den Beruf einer
Schriftstellerin mehr und mehr ge-
schickt zu machen, 1901-04 Vorlesun-
gen an der Wiener Universität.

S:


Faul-Lieschen (Märchenlustspiel f. d.
Jugend), 1900. - Sturmgeklärt (Lyr.-
episches Ge.), 1902.

Tavel, Rudolf von,

geb. am 21.
Dezbr. 1866 in Bern, Dr. phil., lebt
daselbst.

S:

Major Davel (Tr.),
1892. - Johannes Steiger, oder: Der
Gattin Vermächtnis (Hist. Schsp.),
1892. - Der Twingherrnstreit (Schau-
spiel), 1899. - Familie Landorfer
(Berndeutsche Nn.); III, 1903-06
(Jnhalt: I. Jä gäll, so geit's, 5. A.
1911. - II. Der Houpme Lombach,
Fortsetzung der vorigen. 3. A. 1906.
- III. Götti und Gotteli). - Der
Schlärn vo Buebabärg (E G'schicht
us de trüebschte Tage vom alten
Bärn), 1907. 2. Tl. u. d. T.: D'Frou
Kätheli un ihri Buebe, 1. und 2. A.
1910. - Theodorich von Lerber (Le-
bensbild), 1911.

Taylor, George,

Psd. für Adolf
Hausrath;
s. d.!

*Tegtmeyer, Emilie,

geboren am
5. Jan. 1827 zu Hornsmühlen bei
Plön in Holstein auf einer im Besitz
ihres Vaters befindlichen Papier-
fabrik, empfing Privatunterricht, hielt
sich nach der Konfirmation zu weiterer
Ausbildung mehrere Jahre im Hause
ihres Schwagers, des Pastors Binge
in Kellinghusen, auf, wirkte später
nacheinander in drei Familien als
Erzieherin, brachte dann zehn Jahre
bei einem Onkel in Bremen zu, um
nach dem Tode seiner Frau dessen
Häuslichkeit vorzustehen und ihn in
seinem Alter zu pflegen, und führt
seit dem Tode des Onkels (1872) mit
[Spaltenumbruch]

Tei
einer Freundin, der Lehrerin Julie
Rodowe, einen gemeinsamen Haus-
halt.

S:

Die Kaiserbrüder (N.), 1862.
- Der Schiffer von Sylt. Eine Perle
am Wege (2 En.), 1880. - Die Toch-
ter des Bürgermeisters (E.), 1885. -
Lebenskämpfe (E.), 1897.

Teich, Karl Friedrich,

geb. am
21. Dez. 1819 in Lobenstein (Sachs.),
lebt (1888) dort als stellvertretender
Bürgermeister.

S:

Gedichte, 1855.
2 Bdchn. 1888.

Teichert, Adolf,

geb. am 10. April
1854 zu Braunsberg in Ostpreußen,
studierte Philologie, bestand 1879
sein Oberlehrerexamen, absolvierte
1880 sein Probejahr u. wirkte dann
mehrere Jahre als Hilfslehrer, zu-
letzt in Charlottenburg. Michaelis
1888 wurde er Lehrer am Gymna-
sium in Wittstock und seit 1893 wirkte
er als Oberlehrer am Gymnasium zu
Küstrin. Zu Ostern 1902 trat er in
den Ruhestand und siedelte dann nach
Schmargendorf bei Berlin über. Er
starb 1907 in Braunsberg.

S:

Ormus
und Ahriman. Nachklänge von der
Harfe Firdusis (Bn., Rz., poet. En.
I. Das Geschenk der Hölle), 1890. -
Für Jsrael! (Mahn-, Weck- u. Trost-
rufe), 1895. - Neue Gedichte, 1898. -
Auf den Spuren des Genius (Dn.
a. d. Jtal. und dem Orient), 1900.

Teichmann, Anna,

siehe Anna
Liebhold-Teichmann!

*Teichmann, Lisbeth,

geb. am 10.
Juli 1853 in Kemberg b. Wittenberg
als die Tochter eines hochgeachteten
Juristen, der später nach Seehausen
(Altmark) und Stendal versetzt ward
wuchs in ein. großen Geschwisterkreise
auf u. legte gern mithelfend überal
die Hand an, ohne ihre Vorliebe für
wissenschaftl. u. unterhaltende Lektüre
aufzugeben. Durch viele große Reisen
in die Schweiz, nach Tirol, Jtalien
Frankreich, Belgien, durch einen vier-
teljährigen Aufenthalt in Nord-
amerika hat sie mit offenen Augen ein
großes Stück von der Welt gesehen

*


[Spaltenumbruch]

Tav
ließen. Sie vermählte ſich dann mit
dem Kunſtblumenfabrikanten Jgnaz
T. in Wien. Nach dem Zuſammen-
bruch ihrer materiellen Exiſtenz und
manchem ſeeliſchen Kummer griff ſie
zur Feder u. lieferte novelliſtiſche Bei-
träge für größere Tagesblätter, hörte
auch, um ſich für den Beruf einer
Schriftſtellerin mehr und mehr ge-
ſchickt zu machen, 1901–04 Vorleſun-
gen an der Wiener Univerſität.

S:


Faul-Lieschen (Märchenluſtſpiel f. d.
Jugend), 1900. – Sturmgeklärt (Lyr.-
epiſches Ge.), 1902.

Tavel, Rudolf von,

geb. am 21.
Dezbr. 1866 in Bern, Dr. phil., lebt
daſelbſt.

S:

Major Davel (Tr.),
1892. – Johannes Steiger, oder: Der
Gattin Vermächtnis (Hiſt. Schſp.),
1892. – Der Twingherrnſtreit (Schau-
ſpiel), 1899. – Familie Landorfer
(Berndeutſche Nn.); III, 1903–06
(Jnhalt: I. Jä gäll, ſo geit’s, 5. A.
1911. – II. Der Houpme Lombach,
Fortſetzung der vorigen. 3. A. 1906.
III. Götti und Gotteli). – Der
Schlärn vo Buebabärg (E G’ſchicht
us de trüebſchte Tage vom alten
Bärn), 1907. 2. Tl. u. d. T.: D’Frou
Kätheli un ihri Buebe, 1. und 2. A.
1910. – Theodorich von Lerber (Le-
bensbild), 1911.

Taylor, George,

Pſd. für Adolf
Hausrath;
ſ. d.!

*Tegtmeyer, Emilie,

geboren am
5. Jan. 1827 zu Hornsmühlen bei
Plön in Holſtein auf einer im Beſitz
ihres Vaters befindlichen Papier-
fabrik, empfing Privatunterricht, hielt
ſich nach der Konfirmation zu weiterer
Ausbildung mehrere Jahre im Hauſe
ihres Schwagers, des Paſtors Binge
in Kellinghuſen, auf, wirkte ſpäter
nacheinander in drei Familien als
Erzieherin, brachte dann zehn Jahre
bei einem Onkel in Bremen zu, um
nach dem Tode ſeiner Frau deſſen
Häuslichkeit vorzuſtehen und ihn in
ſeinem Alter zu pflegen, und führt
ſeit dem Tode des Onkels (1872) mit
[Spaltenumbruch]

Tei
einer Freundin, der Lehrerin Julie
Rodowe, einen gemeinſamen Haus-
halt.

S:

Die Kaiſerbrüder (N.), 1862.
– Der Schiffer von Sylt. Eine Perle
am Wege (2 En.), 1880. – Die Toch-
ter des Bürgermeiſters (E.), 1885. –
Lebenskämpfe (E.), 1897.

Teich, Karl Friedrich,

geb. am
21. Dez. 1819 in Lobenſtein (Sachſ.),
lebt (1888) dort als ſtellvertretender
Bürgermeiſter.

S:

Gedichte, 1855.
2 Bdchn. 1888.

Teichert, Adolf,

geb. am 10. April
1854 zu Braunsberg in Oſtpreußen,
ſtudierte Philologie, beſtand 1879
ſein Oberlehrerexamen, abſolvierte
1880 ſein Probejahr u. wirkte dann
mehrere Jahre als Hilfslehrer, zu-
letzt in Charlottenburg. Michaelis
1888 wurde er Lehrer am Gymna-
ſium in Wittſtock und ſeit 1893 wirkte
er als Oberlehrer am Gymnaſium zu
Küſtrin. Zu Oſtern 1902 trat er in
den Ruheſtand und ſiedelte dann nach
Schmargendorf bei Berlin über. Er
ſtarb 1907 in Braunsberg.

S:

Ormus
und Ahriman. Nachklänge von der
Harfe Firduſis (Bn., Rz., poet. En.
I. Das Geſchenk der Hölle), 1890. –
Für Jſrael! (Mahn-, Weck- u. Troſt-
rufe), 1895. – Neue Gedichte, 1898. –
Auf den Spuren des Genius (Dn.
a. d. Jtal. und dem Orient), 1900.

Teichmann, Anna,

ſiehe Anna
Liebhold-Teichmann!

*Teichmann, Lisbeth,

geb. am 10.
Juli 1853 in Kemberg b. Wittenberg
als die Tochter eines hochgeachteten
Juriſten, der ſpäter nach Seehauſen
(Altmark) und Stendal verſetzt ward
wuchs in ein. großen Geſchwiſterkreiſe
auf u. legte gern mithelfend überal
die Hand an, ohne ihre Vorliebe für
wiſſenſchaftl. u. unterhaltende Lektüre
aufzugeben. Durch viele große Reiſen
in die Schweiz, nach Tirol, Jtalien
Frankreich, Belgien, durch einen vier-
teljährigen Aufenthalt in Nord-
amerika hat ſie mit offenen Augen ein
großes Stück von der Welt geſehen

*
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[162/0166] Tav Tei ließen. Sie vermählte ſich dann mit dem Kunſtblumenfabrikanten Jgnaz T. in Wien. Nach dem Zuſammen- bruch ihrer materiellen Exiſtenz und manchem ſeeliſchen Kummer griff ſie zur Feder u. lieferte novelliſtiſche Bei- träge für größere Tagesblätter, hörte auch, um ſich für den Beruf einer Schriftſtellerin mehr und mehr ge- ſchickt zu machen, 1901–04 Vorleſun- gen an der Wiener Univerſität. S: Faul-Lieschen (Märchenluſtſpiel f. d. Jugend), 1900. – Sturmgeklärt (Lyr.- epiſches Ge.), 1902. Tavel, Rudolf von, geb. am 21. Dezbr. 1866 in Bern, Dr. phil., lebt daſelbſt. S: Major Davel (Tr.), 1892. – Johannes Steiger, oder: Der Gattin Vermächtnis (Hiſt. Schſp.), 1892. – Der Twingherrnſtreit (Schau- ſpiel), 1899. – Familie Landorfer (Berndeutſche Nn.); III, 1903–06 (Jnhalt: I. Jä gäll, ſo geit’s, 5. A. 1911. – II. Der Houpme Lombach, Fortſetzung der vorigen. 3. A. 1906. – III. Götti und Gotteli). – Der Schlärn vo Buebabärg (E G’ſchicht us de trüebſchte Tage vom alten Bärn), 1907. 2. Tl. u. d. T.: D’Frou Kätheli un ihri Buebe, 1. und 2. A. 1910. – Theodorich von Lerber (Le- bensbild), 1911. Taylor, George, Pſd. für Adolf Hausrath; ſ. d.! *Tegtmeyer, Emilie, geboren am 5. Jan. 1827 zu Hornsmühlen bei Plön in Holſtein auf einer im Beſitz ihres Vaters befindlichen Papier- fabrik, empfing Privatunterricht, hielt ſich nach der Konfirmation zu weiterer Ausbildung mehrere Jahre im Hauſe ihres Schwagers, des Paſtors Binge in Kellinghuſen, auf, wirkte ſpäter nacheinander in drei Familien als Erzieherin, brachte dann zehn Jahre bei einem Onkel in Bremen zu, um nach dem Tode ſeiner Frau deſſen Häuslichkeit vorzuſtehen und ihn in ſeinem Alter zu pflegen, und führt ſeit dem Tode des Onkels (1872) mit einer Freundin, der Lehrerin Julie Rodowe, einen gemeinſamen Haus- halt. S: Die Kaiſerbrüder (N.), 1862. – Der Schiffer von Sylt. Eine Perle am Wege (2 En.), 1880. – Die Toch- ter des Bürgermeiſters (E.), 1885. – Lebenskämpfe (E.), 1897. Teich, Karl Friedrich, geb. am 21. Dez. 1819 in Lobenſtein (Sachſ.), lebt (1888) dort als ſtellvertretender Bürgermeiſter. S: Gedichte, 1855. 2 Bdchn. 1888. Teichert, Adolf, geb. am 10. April 1854 zu Braunsberg in Oſtpreußen, ſtudierte Philologie, beſtand 1879 ſein Oberlehrerexamen, abſolvierte 1880 ſein Probejahr u. wirkte dann mehrere Jahre als Hilfslehrer, zu- letzt in Charlottenburg. Michaelis 1888 wurde er Lehrer am Gymna- ſium in Wittſtock und ſeit 1893 wirkte er als Oberlehrer am Gymnaſium zu Küſtrin. Zu Oſtern 1902 trat er in den Ruheſtand und ſiedelte dann nach Schmargendorf bei Berlin über. Er ſtarb 1907 in Braunsberg. S: Ormus und Ahriman. Nachklänge von der Harfe Firduſis (Bn., Rz., poet. En. I. Das Geſchenk der Hölle), 1890. – Für Jſrael! (Mahn-, Weck- u. Troſt- rufe), 1895. – Neue Gedichte, 1898. – Auf den Spuren des Genius (Dn. a. d. Jtal. und dem Orient), 1900. Teichmann, Anna, ſiehe Anna Liebhold-Teichmann! *Teichmann, Lisbeth, geb. am 10. Juli 1853 in Kemberg b. Wittenberg als die Tochter eines hochgeachteten Juriſten, der ſpäter nach Seehauſen (Altmark) und Stendal verſetzt ward wuchs in ein. großen Geſchwiſterkreiſe auf u. legte gern mithelfend überal die Hand an, ohne ihre Vorliebe für wiſſenſchaftl. u. unterhaltende Lektüre aufzugeben. Durch viele große Reiſen in die Schweiz, nach Tirol, Jtalien Frankreich, Belgien, durch einen vier- teljährigen Aufenthalt in Nord- amerika hat ſie mit offenen Augen ein großes Stück von der Welt geſehen *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 162. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon07_1913/166>, abgerufen am 20.03.2019.