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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Thi
bobritzsch bei Freiberg, wo er in-
zwischen gestorben ist.

S:

Aus vollem
Herzen (Ge.), 1887. - Die Witten-
bergische Nachtigall (Festspiel), 1883.
- Freibergs Bürgertreue (Festspiel),
1886. - Kriegers Heimkehr (Festsp.),
1884. - Winterfreuden (Singspiel),
1885. - Fuhrmanns Feierabend
(Singsp.), 1888.

*Thieme, Friedrich,

* am 23. Nov.
1862 zu Burgstädt in Sachsen, be-
suchte die Bürgerschulen in Burgstädt
und Borna, wurde dann Kaufmann
in Erfurt, ging aber 1883 zur Jour-
nalistik über. Zehn Jahre lang war
er in diesem Berufe als Berichterstat-
ter, später als Redakteur tätig und
redigierte zuletzt das "Jenaer Volks-
blatt". Seit 1. Oktbr. 1893 lebte er
als freier Schriftsteller in Jena, seit
1894 in Dresden-Trachenberge, seit
1895 in Charlottenburg u. seit 1897
wieder in Jena. Th. stellt in seinen
Romanen und Novellen den ethischen
Wert in den Vordergrund, wie er
denn auch einen großen Teil seiner
Zeit ethischen und humanen Bestre-
bungen widmet. So war er in Jena
Vorstand der "Ethischen Gesellschaft",
Vorstand des "Vereins für Tier- u.
Menschenschutz", Vorstandsmitglied
der dortigen Ortsgruppe der Anti-
Duell-Liga etc., und als er 1908 sei-
nen Wohnsitz nach Weimar verlegte,
ernannten ihn diese Vereine zu ihrem
Ehrenmitgliede.

S:

Mysteriöse Ge-
schichten (Kriminalistisches und ande-
res), 1887. - Das Examen des Kan-
didaten Jobs (Lsp.), 1887. - Aben-
teuer eines Studentenvaters (Lustige
Geschn.), 1897. - Kriminalgeschichten,
1898. - Eine Vergangenheit (Krim.-
R.), 1899. - Ein Milliondiebstahl des
19. Jahrhunderts. Unter der Erde
(2 En.), 1900. - Der Fall Gembalsky
(Krimin.-R.), 1901. - Stimmen der
Zeit und des Herzens (Ge.), 1904. -
Exzellenz Pumpernickel (Schw.), 1903.
- Der Offizialverteidiger. Die Flucht
ins Gebirge (2 Krim.-Nn.), 1903. -
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Thi
Der einzige Zeuge (Ein Automobil-
R.), 1905. - Unter falschem Verdacht
(2 Krim.-En., mit Rudolf Hirschberg-
Jura), 1905. - Die Flucht des Kas-
sierers und andere Novellen, 1905. -
Unser Schiller, 1905. - Ernst Abbe
(Lebens- und Charakterbild), 1905. -
Dr. Ohlhoffs Geheimnis (Krim.-R.),
1906. - Der Einäugige (desgl.), 1906.
- Die Kapuzinerpredigt gegen die
Monisten, 1908. - Nach Sibirien ver-
bannt (R.), 1910. - Finstere Gewal-
ten und andere Erzählungen, 1911. -
Kriminalhumoresken, 1911. - Das
Probestück und andere Humoresken,
1911. - Die Weihnachtskiste und an-
dere Humoresken, 1911.

*Thiemich, Paul,

* am 20. Sept.
1835 zu Schloß Annaburg in der
Provinz Sachsen, genoß seine erste
Schulbildung in dem dortigen Mili-
tärknaben-Erziehungs-Jnstitut, an
dem sein Vater als Lehrer und Er-
zieher tätig war, besuchte später das
Realgymnasium in Torgau und trat
Ostern 1855 in das Berliner Semi-
nar für Stadtschulen ein, das er
1857 absolvierte. Er nahm darauf
im Hause des Kammerherrn von
Katzeler in Schlesien eine Hausleh-
rerstelle an. Hier fand er nicht nur
die nötige Muße, sondern auch von
seiten der liebenswürdigen hochbe-
gabten Adelsfamilie die freundlichste
Anregung, seinem von frühester Kind-
heit an gehegten Drange zur lyri-
schen Poesie folgen zu können, und
so entstand eine große Zahl Gedichte,
die ihren Weg in verschiedene Zeit-
schriften u. Anthologien fanden. Jm
Jahre 1859 wurde er durch Direktor
Kletke als Lehrer an die Realschule
am Zwinger in Breslau berufen;
jetzt gab er sich fast ausschließlich dem
Studium der neueren Sprachen hin,
absolvierte vor der wissenschaftlichen
Prüfungskommission das Examen im
Französischen (1864) und Englischen
(1875) und wurde dann 1876 als
Oberlehrer an der genannten Real-

*


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Thi
bobritzſch bei Freiberg, wo er in-
zwiſchen geſtorben iſt.

S:

Aus vollem
Herzen (Ge.), 1887. – Die Witten-
bergiſche Nachtigall (Feſtſpiel), 1883.
– Freibergs Bürgertreue (Feſtſpiel),
1886. – Kriegers Heimkehr (Feſtſp.),
1884. – Winterfreuden (Singſpiel),
1885. – Fuhrmanns Feierabend
(Singſp.), 1888.

*Thieme, Friedrich,

* am 23. Nov.
1862 zu Burgſtädt in Sachſen, be-
ſuchte die Bürgerſchulen in Burgſtädt
und Borna, wurde dann Kaufmann
in Erfurt, ging aber 1883 zur Jour-
naliſtik über. Zehn Jahre lang war
er in dieſem Berufe als Berichterſtat-
ter, ſpäter als Redakteur tätig und
redigierte zuletzt das „Jenaer Volks-
blatt“. Seit 1. Oktbr. 1893 lebte er
als freier Schriftſteller in Jena, ſeit
1894 in Dresden-Trachenberge, ſeit
1895 in Charlottenburg u. ſeit 1897
wieder in Jena. Th. ſtellt in ſeinen
Romanen und Novellen den ethiſchen
Wert in den Vordergrund, wie er
denn auch einen großen Teil ſeiner
Zeit ethiſchen und humanen Beſtre-
bungen widmet. So war er in Jena
Vorſtand der „Ethiſchen Geſellſchaft“,
Vorſtand des „Vereins für Tier- u.
Menſchenſchutz“, Vorſtandsmitglied
der dortigen Ortsgruppe der Anti-
Duell-Liga ꝛc., und als er 1908 ſei-
nen Wohnſitz nach Weimar verlegte,
ernannten ihn dieſe Vereine zu ihrem
Ehrenmitgliede.

S:

Myſteriöſe Ge-
ſchichten (Kriminaliſtiſches und ande-
res), 1887. – Das Examen des Kan-
didaten Jobs (Lſp.), 1887. – Aben-
teuer eines Studentenvaters (Luſtige
Geſchn.), 1897. – Kriminalgeſchichten,
1898. – Eine Vergangenheit (Krim.-
R.), 1899. – Ein Milliondiebſtahl des
19. Jahrhunderts. Unter der Erde
(2 En.), 1900. – Der Fall Gembalsky
(Krimin.-R.), 1901. – Stimmen der
Zeit und des Herzens (Ge.), 1904. –
Exzellenz Pumpernickel (Schw.), 1903.
– Der Offizialverteidiger. Die Flucht
ins Gebirge (2 Krim.-Nn.), 1903. –
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Thi
Der einzige Zeuge (Ein Automobil-
R.), 1905. – Unter falſchem Verdacht
(2 Krim.-En., mit Rudolf Hirſchberg-
Jura), 1905. – Die Flucht des Kaſ-
ſierers und andere Novellen, 1905. –
Unſer Schiller, 1905. – Ernſt Abbe
(Lebens- und Charakterbild), 1905. –
Dr. Ohlhoffs Geheimnis (Krim.-R.),
1906. – Der Einäugige (desgl.), 1906.
– Die Kapuzinerpredigt gegen die
Moniſten, 1908. – Nach Sibirien ver-
bannt (R.), 1910. – Finſtere Gewal-
ten und andere Erzählungen, 1911. –
Kriminalhumoresken, 1911. – Das
Probeſtück und andere Humoresken,
1911. – Die Weihnachtskiſte und an-
dere Humoresken, 1911.

*Thiemich, Paul,

* am 20. Sept.
1835 zu Schloß Annaburg in der
Provinz Sachſen, genoß ſeine erſte
Schulbildung in dem dortigen Mili-
tärknaben-Erziehungs-Jnſtitut, an
dem ſein Vater als Lehrer und Er-
zieher tätig war, beſuchte ſpäter das
Realgymnaſium in Torgau und trat
Oſtern 1855 in das Berliner Semi-
nar für Stadtſchulen ein, das er
1857 abſolvierte. Er nahm darauf
im Hauſe des Kammerherrn von
Katzeler in Schleſien eine Hausleh-
rerſtelle an. Hier fand er nicht nur
die nötige Muße, ſondern auch von
ſeiten der liebenswürdigen hochbe-
gabten Adelsfamilie die freundlichſte
Anregung, ſeinem von früheſter Kind-
heit an gehegten Drange zur lyri-
ſchen Poeſie folgen zu können, und
ſo entſtand eine große Zahl Gedichte,
die ihren Weg in verſchiedene Zeit-
ſchriften u. Anthologien fanden. Jm
Jahre 1859 wurde er durch Direktor
Kletke als Lehrer an die Realſchule
am Zwinger in Breslau berufen;
jetzt gab er ſich faſt ausſchließlich dem
Studium der neueren Sprachen hin,
abſolvierte vor der wiſſenſchaftlichen
Prüfungskommiſſion das Examen im
Franzöſiſchen (1864) und Engliſchen
(1875) und wurde dann 1876 als
Oberlehrer an der genannten Real-

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[182/0186] Thi Thi bobritzſch bei Freiberg, wo er in- zwiſchen geſtorben iſt. S: Aus vollem Herzen (Ge.), 1887. – Die Witten- bergiſche Nachtigall (Feſtſpiel), 1883. – Freibergs Bürgertreue (Feſtſpiel), 1886. – Kriegers Heimkehr (Feſtſp.), 1884. – Winterfreuden (Singſpiel), 1885. – Fuhrmanns Feierabend (Singſp.), 1888. *Thieme, Friedrich, * am 23. Nov. 1862 zu Burgſtädt in Sachſen, be- ſuchte die Bürgerſchulen in Burgſtädt und Borna, wurde dann Kaufmann in Erfurt, ging aber 1883 zur Jour- naliſtik über. Zehn Jahre lang war er in dieſem Berufe als Berichterſtat- ter, ſpäter als Redakteur tätig und redigierte zuletzt das „Jenaer Volks- blatt“. Seit 1. Oktbr. 1893 lebte er als freier Schriftſteller in Jena, ſeit 1894 in Dresden-Trachenberge, ſeit 1895 in Charlottenburg u. ſeit 1897 wieder in Jena. Th. ſtellt in ſeinen Romanen und Novellen den ethiſchen Wert in den Vordergrund, wie er denn auch einen großen Teil ſeiner Zeit ethiſchen und humanen Beſtre- bungen widmet. So war er in Jena Vorſtand der „Ethiſchen Geſellſchaft“, Vorſtand des „Vereins für Tier- u. Menſchenſchutz“, Vorſtandsmitglied der dortigen Ortsgruppe der Anti- Duell-Liga ꝛc., und als er 1908 ſei- nen Wohnſitz nach Weimar verlegte, ernannten ihn dieſe Vereine zu ihrem Ehrenmitgliede. S: Myſteriöſe Ge- ſchichten (Kriminaliſtiſches und ande- res), 1887. – Das Examen des Kan- didaten Jobs (Lſp.), 1887. – Aben- teuer eines Studentenvaters (Luſtige Geſchn.), 1897. – Kriminalgeſchichten, 1898. – Eine Vergangenheit (Krim.- R.), 1899. – Ein Milliondiebſtahl des 19. Jahrhunderts. Unter der Erde (2 En.), 1900. – Der Fall Gembalsky (Krimin.-R.), 1901. – Stimmen der Zeit und des Herzens (Ge.), 1904. – Exzellenz Pumpernickel (Schw.), 1903. – Der Offizialverteidiger. Die Flucht ins Gebirge (2 Krim.-Nn.), 1903. – Der einzige Zeuge (Ein Automobil- R.), 1905. – Unter falſchem Verdacht (2 Krim.-En., mit Rudolf Hirſchberg- Jura), 1905. – Die Flucht des Kaſ- ſierers und andere Novellen, 1905. – Unſer Schiller, 1905. – Ernſt Abbe (Lebens- und Charakterbild), 1905. – Dr. Ohlhoffs Geheimnis (Krim.-R.), 1906. – Der Einäugige (desgl.), 1906. – Die Kapuzinerpredigt gegen die Moniſten, 1908. – Nach Sibirien ver- bannt (R.), 1910. – Finſtere Gewal- ten und andere Erzählungen, 1911. – Kriminalhumoresken, 1911. – Das Probeſtück und andere Humoresken, 1911. – Die Weihnachtskiſte und an- dere Humoresken, 1911. *Thiemich, Paul, * am 20. Sept. 1835 zu Schloß Annaburg in der Provinz Sachſen, genoß ſeine erſte Schulbildung in dem dortigen Mili- tärknaben-Erziehungs-Jnſtitut, an dem ſein Vater als Lehrer und Er- zieher tätig war, beſuchte ſpäter das Realgymnaſium in Torgau und trat Oſtern 1855 in das Berliner Semi- nar für Stadtſchulen ein, das er 1857 abſolvierte. Er nahm darauf im Hauſe des Kammerherrn von Katzeler in Schleſien eine Hausleh- rerſtelle an. Hier fand er nicht nur die nötige Muße, ſondern auch von ſeiten der liebenswürdigen hochbe- gabten Adelsfamilie die freundlichſte Anregung, ſeinem von früheſter Kind- heit an gehegten Drange zur lyri- ſchen Poeſie folgen zu können, und ſo entſtand eine große Zahl Gedichte, die ihren Weg in verſchiedene Zeit- ſchriften u. Anthologien fanden. Jm Jahre 1859 wurde er durch Direktor Kletke als Lehrer an die Realſchule am Zwinger in Breslau berufen; jetzt gab er ſich faſt ausſchließlich dem Studium der neueren Sprachen hin, abſolvierte vor der wiſſenſchaftlichen Prüfungskommiſſion das Examen im Franzöſiſchen (1864) und Engliſchen (1875) und wurde dann 1876 als Oberlehrer an der genannten Real- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 182. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon07_1913/186>, abgerufen am 23.03.2019.