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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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und Mexiko), 1900. - Wer war's?
(Krim.-R.), 1907. - Neuyorker Mäd-
chenhändler (Aus den Schicksalen
einer Verlorenen), 1907. - Tatjana
Leontieff, die russische Charlotte Cor-
day (Aus den Geheimnissen der Pe-
tersburger Gesellschaft), 1907. - Ver-
botene Liebe (Aus dem Leben und
Treiben des dritten Geschlechts),
1907. - Patent-Lude (Aus dem Ber-
liner Studentenleben), 1907. - Bet-
tel-Jule (Eine Geschichte von unver-
schämten Armen), 1907. - Destillen-
Willy (Aus dem Leben der Berliner
Apachen), 1907. - Jm Cafe der Ge-
spenster (Lebensgeschichte eines Mor-
phiumsüchtigen), 1907. - Der Blin-
denimpresario (A. d. Geschäftsprakti-
ken ein. modern. Konzertunternehm.),
1907. - Die Adoptiv-Witwe (R.), 1912.
- Die Rache der Verschmähten (R. a.
der russ. Gesellsch.), 1912. - Das Ge-
heimnis des Adelsstifts (R.), 1912.

Stach von Goltzheim, Jlse,


siehe Jlse Wackernagel!

*Stade, Reinhold,

geboren am
4. Februar 1848 zu Oberwillingen
im Fürstentum Schwarzburg-Son-
dershausen, absolvierte das Gymna-
sium in Arnstadt und studierte dann
in Jena, Leipzig und Berlin Theo-
logie. Hierauf übernahm er eine
Hofmeisterstelle in Triest, wo er mit
seinem Kollegen und Landsmann
Rudolf Baumbach (s. d.) viel ver-
kehrte, wurde 1871 ordentlicher Leh-
rer an der Realschule in Arnstadt,
1872 Psarrer in dem gothaischen
Orte Wolsdorf und 1885 in dem
Marktflecken Jchtershausen, der ehe-
maligen Wirkungsstätte des Fabel-
dichters Wilhelm Hey, wo ihm dann
auch die Superintendentur übertra-
gen wurde. Daneben war er als
Seelsorger und Anstaltsgeistlicher an
den dortigen Gemeinschaftlichen thü-
ringischen Gefängnisanstalten (für
Männer, Weiber und Kinder) tätig.
Die Möglichkeit, in dieser Anstalt
beide Geschlechter und alle Lebens-
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Sta
alter nach der kriminellen Seite hin
zu studieren und kennen zu lernen,
ließ ihn in diesem Amte höchst wert-
volle Einblicke in die Menschennatur
sowohl, als auch in die soziale Welt
tun, die für seine späteren Arbeiten
("Aus der Gefängnisseelsorge. Er-
innerungen aus vierzehnjährigem
Gefängnisdienst", 1901. - "Gefäng-
nisbilder. Kritische Blätter aus dem
Strafvollzuge", 1902. - Frauentypen
aus dem Gefängnisleben. Beiträge
zu einer Psychologie der Verbreche-
rin", 1903 - "Der politische Ver-
brecher und seine Gefängnishaft",
1905) maßgebend und fruchtbringend
sein sollten. Das große Elend hilf-
loser, strafentlassener Frauensperso-
nen veranlaßte St., im Jahre 1894
öffentlich aufzutreten, um ein Frauen-
asyl für Thüringen ins Leben zu ru-
fen, und im Verein mit gewichtigen
Persönlichkeiten und unterstützt von
vielen Freunden der guten Sache ge-
lang es ihm, schon 1896 das Thürin-
gische Frauenasyl zu Köstritz zu eröff-
nen, in dem bislang gegen 300 Frauen
und Mädchen Aufnahme und Erzie-
hung und in vielen Fällen auch ihre
sittliche Rettung gefunden haben. Jm
Jahre 1898 legte Stade aus Gesund-
heitsrücksichten seine Ämter nieder u.
zog sich nach Weimar zurück, wo er
nunmehr als Schriftsteller wirkt.

S:


Barbara Elisabeth Schulzin (Ein
Arnstädter Hexenprozeß a. d. Jahre
1669), 1904. - Durch eigene und
fremde Schuld (Kriminalist. Lebens-
bilder), 1904 (Jnhalt: Ein Freiheits-
traum. - Aus Sehnsucht nach Liebe.
- Hagar. - Überphantastisch).

*Stadelmann, H. August,

* am
17. März 1847 zu Hannover, erlernte
nach Absolvierung der Bürgerschule
das Buchbinderhandwerk und ging
1866 auf die Wanderschaft. Jm
Jahre 1871 entschloß er sich, zur
Photographie überzugehen u. aber-
mals eine Lehrzeit durchzumachen;
doch übernahm er noch vor Beendi-

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und Mexiko), 1900. – Wer war’s?
(Krim.-R.), 1907. – Neuyorker Mäd-
chenhändler (Aus den Schickſalen
einer Verlorenen), 1907. – Tatjana
Leontieff, die ruſſiſche Charlotte Cor-
day (Aus den Geheimniſſen der Pe-
tersburger Geſellſchaft), 1907. – Ver-
botene Liebe (Aus dem Leben und
Treiben des dritten Geſchlechts),
1907. – Patent-Lude (Aus dem Ber-
liner Studentenleben), 1907. – Bet-
tel-Jule (Eine Geſchichte von unver-
ſchämten Armen), 1907. – Deſtillen-
Willy (Aus dem Leben der Berliner
Apachen), 1907. – Jm Café der Ge-
ſpenſter (Lebensgeſchichte eines Mor-
phiumſüchtigen), 1907. – Der Blin-
denimpreſario (A. d. Geſchäftsprakti-
ken ein. modern. Konzertunternehm.),
1907. – Die Adoptiv-Witwe (R.), 1912.
– Die Rache der Verſchmähten (R. a.
der ruſſ. Geſellſch.), 1912. – Das Ge-
heimnis des Adelsſtifts (R.), 1912.

Stach von Goltzheim, Jlſe,


ſiehe Jlſe Wackernagel!

*Stade, Reinhold,

geboren am
4. Februar 1848 zu Oberwillingen
im Fürſtentum Schwarzburg-Son-
dershauſen, abſolvierte das Gymna-
ſium in Arnſtadt und ſtudierte dann
in Jena, Leipzig und Berlin Theo-
logie. Hierauf übernahm er eine
Hofmeiſterſtelle in Trieſt, wo er mit
ſeinem Kollegen und Landsmann
Rudolf Baumbach (ſ. d.) viel ver-
kehrte, wurde 1871 ordentlicher Leh-
rer an der Realſchule in Arnſtadt,
1872 Pſarrer in dem gothaiſchen
Orte Wolsdorf und 1885 in dem
Marktflecken Jchtershauſen, der ehe-
maligen Wirkungsſtätte des Fabel-
dichters Wilhelm Hey, wo ihm dann
auch die Superintendentur übertra-
gen wurde. Daneben war er als
Seelſorger und Anſtaltsgeiſtlicher an
den dortigen Gemeinſchaftlichen thü-
ringiſchen Gefängnisanſtalten (für
Männer, Weiber und Kinder) tätig.
Die Möglichkeit, in dieſer Anſtalt
beide Geſchlechter und alle Lebens-
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Sta
alter nach der kriminellen Seite hin
zu ſtudieren und kennen zu lernen,
ließ ihn in dieſem Amte höchſt wert-
volle Einblicke in die Menſchennatur
ſowohl, als auch in die ſoziale Welt
tun, die für ſeine ſpäteren Arbeiten
(„Aus der Gefängnisſeelſorge. Er-
innerungen aus vierzehnjährigem
Gefängnisdienſt“, 1901. – „Gefäng-
nisbilder. Kritiſche Blätter aus dem
Strafvollzuge“, 1902. – Frauentypen
aus dem Gefängnisleben. Beiträge
zu einer Pſychologie der Verbreche-
rin“, 1903 – „Der politiſche Ver-
brecher und ſeine Gefängnishaft“,
1905) maßgebend und fruchtbringend
ſein ſollten. Das große Elend hilf-
loſer, ſtrafentlaſſener Frauensperſo-
nen veranlaßte St., im Jahre 1894
öffentlich aufzutreten, um ein Frauen-
aſyl für Thüringen ins Leben zu ru-
fen, und im Verein mit gewichtigen
Perſönlichkeiten und unterſtützt von
vielen Freunden der guten Sache ge-
lang es ihm, ſchon 1896 das Thürin-
giſche Frauenaſyl zu Köſtritz zu eröff-
nen, in dem bislang gegen 300 Frauen
und Mädchen Aufnahme und Erzie-
hung und in vielen Fällen auch ihre
ſittliche Rettung gefunden haben. Jm
Jahre 1898 legte Stade aus Geſund-
heitsrückſichten ſeine Ämter nieder u.
zog ſich nach Weimar zurück, wo er
nunmehr als Schriftſteller wirkt.

S:


Barbara Eliſabeth Schulzin (Ein
Arnſtädter Hexenprozeß a. d. Jahre
1669), 1904. – Durch eigene und
fremde Schuld (Kriminaliſt. Lebens-
bilder), 1904 (Jnhalt: Ein Freiheits-
traum. – Aus Sehnſucht nach Liebe.
– Hagar. – Überphantaſtiſch).

*Stadelmann, H. Auguſt,

* am
17. März 1847 zu Hannover, erlernte
nach Abſolvierung der Bürgerſchule
das Buchbinderhandwerk und ging
1866 auf die Wanderſchaft. Jm
Jahre 1871 entſchloß er ſich, zur
Photographie überzugehen u. aber-
mals eine Lehrzeit durchzumachen;
doch übernahm er noch vor Beendi-

*
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[15/0019] Sta Sta und Mexiko), 1900. – Wer war’s? (Krim.-R.), 1907. – Neuyorker Mäd- chenhändler (Aus den Schickſalen einer Verlorenen), 1907. – Tatjana Leontieff, die ruſſiſche Charlotte Cor- day (Aus den Geheimniſſen der Pe- tersburger Geſellſchaft), 1907. – Ver- botene Liebe (Aus dem Leben und Treiben des dritten Geſchlechts), 1907. – Patent-Lude (Aus dem Ber- liner Studentenleben), 1907. – Bet- tel-Jule (Eine Geſchichte von unver- ſchämten Armen), 1907. – Deſtillen- Willy (Aus dem Leben der Berliner Apachen), 1907. – Jm Café der Ge- ſpenſter (Lebensgeſchichte eines Mor- phiumſüchtigen), 1907. – Der Blin- denimpreſario (A. d. Geſchäftsprakti- ken ein. modern. Konzertunternehm.), 1907. – Die Adoptiv-Witwe (R.), 1912. – Die Rache der Verſchmähten (R. a. der ruſſ. Geſellſch.), 1912. – Das Ge- heimnis des Adelsſtifts (R.), 1912. Stach von Goltzheim, Jlſe, ſiehe Jlſe Wackernagel! *Stade, Reinhold, geboren am 4. Februar 1848 zu Oberwillingen im Fürſtentum Schwarzburg-Son- dershauſen, abſolvierte das Gymna- ſium in Arnſtadt und ſtudierte dann in Jena, Leipzig und Berlin Theo- logie. Hierauf übernahm er eine Hofmeiſterſtelle in Trieſt, wo er mit ſeinem Kollegen und Landsmann Rudolf Baumbach (ſ. d.) viel ver- kehrte, wurde 1871 ordentlicher Leh- rer an der Realſchule in Arnſtadt, 1872 Pſarrer in dem gothaiſchen Orte Wolsdorf und 1885 in dem Marktflecken Jchtershauſen, der ehe- maligen Wirkungsſtätte des Fabel- dichters Wilhelm Hey, wo ihm dann auch die Superintendentur übertra- gen wurde. Daneben war er als Seelſorger und Anſtaltsgeiſtlicher an den dortigen Gemeinſchaftlichen thü- ringiſchen Gefängnisanſtalten (für Männer, Weiber und Kinder) tätig. Die Möglichkeit, in dieſer Anſtalt beide Geſchlechter und alle Lebens- alter nach der kriminellen Seite hin zu ſtudieren und kennen zu lernen, ließ ihn in dieſem Amte höchſt wert- volle Einblicke in die Menſchennatur ſowohl, als auch in die ſoziale Welt tun, die für ſeine ſpäteren Arbeiten („Aus der Gefängnisſeelſorge. Er- innerungen aus vierzehnjährigem Gefängnisdienſt“, 1901. – „Gefäng- nisbilder. Kritiſche Blätter aus dem Strafvollzuge“, 1902. – Frauentypen aus dem Gefängnisleben. Beiträge zu einer Pſychologie der Verbreche- rin“, 1903 – „Der politiſche Ver- brecher und ſeine Gefängnishaft“, 1905) maßgebend und fruchtbringend ſein ſollten. Das große Elend hilf- loſer, ſtrafentlaſſener Frauensperſo- nen veranlaßte St., im Jahre 1894 öffentlich aufzutreten, um ein Frauen- aſyl für Thüringen ins Leben zu ru- fen, und im Verein mit gewichtigen Perſönlichkeiten und unterſtützt von vielen Freunden der guten Sache ge- lang es ihm, ſchon 1896 das Thürin- giſche Frauenaſyl zu Köſtritz zu eröff- nen, in dem bislang gegen 300 Frauen und Mädchen Aufnahme und Erzie- hung und in vielen Fällen auch ihre ſittliche Rettung gefunden haben. Jm Jahre 1898 legte Stade aus Geſund- heitsrückſichten ſeine Ämter nieder u. zog ſich nach Weimar zurück, wo er nunmehr als Schriftſteller wirkt. S: Barbara Eliſabeth Schulzin (Ein Arnſtädter Hexenprozeß a. d. Jahre 1669), 1904. – Durch eigene und fremde Schuld (Kriminaliſt. Lebens- bilder), 1904 (Jnhalt: Ein Freiheits- traum. – Aus Sehnſucht nach Liebe. – Hagar. – Überphantaſtiſch). *Stadelmann, H. Auguſt, * am 17. März 1847 zu Hannover, erlernte nach Abſolvierung der Bürgerſchule das Buchbinderhandwerk und ging 1866 auf die Wanderſchaft. Jm Jahre 1871 entſchloß er ſich, zur Photographie überzugehen u. aber- mals eine Lehrzeit durchzumachen; doch übernahm er noch vor Beendi- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 15. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon07_1913/19>, abgerufen am 18.03.2019.