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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Tit
vierte Tochter des Appellationsrats
Hilgard geboren. Dieser verließ
aus politischem Überdruß Europa
und wandte sich nach Jllinois in den
Verein. Staaten, wo er sich ganz der
Erziehung seiner neun Kinder wid-
mete. Klara verheiratete sich mit
Karl Tittmann aus Dresden,
wurde sehr früh Witwe und lebte
teils auf dem amerikanischen, teils
auf dem europäischen Kontinent, mit
der Erziehung ihrer beiden Kinder
u. mit literarischen und wissenschaft-
lichen Arbeiten beschäftigt. Nach der
Verheiratung ihrer Kinder meistens
in der Schweiz lebend, fesselte sie be-
sonders das Studium der Philoso-
phie einige Jahre an Zürich. Dann
ging sie ihrer leidenden Gesundheit
wegen nach der französischen Schweiz,
und hier, von allen Familienpflichten
frei, begann sie ihre Tätigkeit als
Romanschriftstellerin. Sie lebt noch
jetzt in Montreux.

S:

Bilder vom
Genfer See (Ge.), 1871. Erneutes
Leben (R.), 1874. - Weibliche Unab-
hängigkeit (R.), 1882. - Das Jdeal
(R.), 1887.

Titus, A.,

Pseudon. für Wilhelm
Joseph Blos; s. d.!

Titus, Franz,

Pseud. für Fried-
rich Streißler;
s. d.!

*Toball, Heinrich,

geb. am 15.
Febr. 1856 zu Wehlau in Ostpreußen
als der Sohn eines Handwerksmei-
sters, besuchte die dortige Volksschule,
wurde nach seiner Konfirmation
Schreiber und mußte frühe für sei-
nen Unterhalt selber sorgen. Nach-
dem er sich durch Privatunterricht
die erforderlichen sprachlichen Kennt-
nisse angeeignet, trat er bei der Ju-
stizverwaltung als Applikant ein,
wurde Aktuar und war als solcher
in verschiedenen Orten Ostpreußens
tätig, bis er 1885 zum Oberlandes-
gerichts-Sekretär in Königsberg in
Pr. ernannt wurde, in welcher Stel-
lung er sich noch jetzt befindet.

S:


Die Gründung des Turnvereins in
[Spaltenumbruch]

Tob
Dickheim (Lsp.), 1888. 2. A. 1894. -
Am Stammtisch (Lrsp.), 1890. - An-
gra Pequena (P.), 1890. - Jm grauen
Altertum (Schw.), 1891. - Am Vor-
abend des Stiftungsfestes (Festsp.),
1892. - Ostpreußische Sagen und
Schwänke (Ge.); III, 1892-1903. -
Äneas bei Dido (Operette), 1893. -
Die Badereise (Lsp.), 1894. - Ein
Abenteuer in Konstantinopel (Schw.),
1894. - Jm eigenen Heim. Eine Gabe
für die junge Wirtschaft (Ge.), 1895.
- Die junge Tante (Lsp.), 1896. -
Die Hochzeitszeitung, 1897. - Er muß
heiraten. Die Spielkameraden. Der
lahme Schimmel (3 Lstsp.), 1898. -
Aus dem Leben des Turnvereins
(Lebende Bilder mit Text), 1899. -
Glückwünsche der Kinder (Ge.), 1902.
- Die Turnerei in Lied und Bild
(Turner. Chorlieder mit lebenden
Bildern), 1906. - Zum Stiftungsfest
des Turnvereins (2 Festsp.), 1906.

Tobien, Wilhelm,

geb. am 26. Jan.
1837 zu Puschdorf in Ostpreußen,
besuchte das Altstädtische Gymna-
sium zu Königsberg und begann an
der dortigen Universität das Stu-
dium der Theologie, das er aber aus
inneren Gründen mit dem der Phi-
logie und Geschichte vertauschte. Jm
Jahre 1863 machte er sein Probe-
jahr am Gymnasium in Rastenburg
ab u. bestand 1864 seine Oberlehrer-
prüfung. Einige Jahre später ging
er als Hilfslehrer an die höhere
Bürgerschule (Realgymnasium) zu
Schwelm, an dem er 1869 zum or-
dentlichen Lehrer u. im Januar 1892
zum Direktor ernannt wurde. Am
1. April 1904 trat er in den Ruhe-
stand.

S:

Der Pfarrer von Schwelm
(Hist. Sch.), 1891. - Die verlorene
Kriegskasse (Gesch. Schsp.), 1894. -
Aus dem Tagebuch der Äbtissin (Mär
aus Westfalen), 1894.

*Tobisch, Franz,

geb. am 9. Nov.
1865 in Redenitz, einem kleinen Ge-
birgsdörfchen im böhmischen Bezirk
Kaaden als der Sohn einfacher Land-

*


[Spaltenumbruch]

Tit
vierte Tochter des Appellationsrats
Hilgard geboren. Dieſer verließ
aus politiſchem Überdruß Europa
und wandte ſich nach Jllinois in den
Verein. Staaten, wo er ſich ganz der
Erziehung ſeiner neun Kinder wid-
mete. Klara verheiratete ſich mit
Karl Tittmann aus Dresden,
wurde ſehr früh Witwe und lebte
teils auf dem amerikaniſchen, teils
auf dem europäiſchen Kontinent, mit
der Erziehung ihrer beiden Kinder
u. mit literariſchen und wiſſenſchaft-
lichen Arbeiten beſchäftigt. Nach der
Verheiratung ihrer Kinder meiſtens
in der Schweiz lebend, feſſelte ſie be-
ſonders das Studium der Philoſo-
phie einige Jahre an Zürich. Dann
ging ſie ihrer leidenden Geſundheit
wegen nach der franzöſiſchen Schweiz,
und hier, von allen Familienpflichten
frei, begann ſie ihre Tätigkeit als
Romanſchriftſtellerin. Sie lebt noch
jetzt in Montreux.

S:

Bilder vom
Genfer See (Ge.), 1871. Erneutes
Leben (R.), 1874. – Weibliche Unab-
hängigkeit (R.), 1882. – Das Jdeal
(R.), 1887.

Titus, A.,

Pſeudon. für Wilhelm
Joſeph Blos; ſ. d.!

Titus, Franz,

Pſeud. für Fried-
rich Streißler;
ſ. d.!

*Toball, Heinrich,

geb. am 15.
Febr. 1856 zu Wehlau in Oſtpreußen
als der Sohn eines Handwerksmei-
ſters, beſuchte die dortige Volksſchule,
wurde nach ſeiner Konfirmation
Schreiber und mußte frühe für ſei-
nen Unterhalt ſelber ſorgen. Nach-
dem er ſich durch Privatunterricht
die erforderlichen ſprachlichen Kennt-
niſſe angeeignet, trat er bei der Ju-
ſtizverwaltung als Applikant ein,
wurde Aktuar und war als ſolcher
in verſchiedenen Orten Oſtpreußens
tätig, bis er 1885 zum Oberlandes-
gerichts-Sekretär in Königsberg in
Pr. ernannt wurde, in welcher Stel-
lung er ſich noch jetzt befindet.

S:


Die Gründung des Turnvereins in
[Spaltenumbruch]

Tob
Dickheim (Lſp.), 1888. 2. A. 1894. –
Am Stammtiſch (Lrſp.), 1890. – An-
gra Pequena (P.), 1890. – Jm grauen
Altertum (Schw.), 1891. – Am Vor-
abend des Stiftungsfeſtes (Feſtſp.),
1892. – Oſtpreußiſche Sagen und
Schwänke (Ge.); III, 1892–1903. –
Äneas bei Dido (Operette), 1893. –
Die Badereiſe (Lſp.), 1894. – Ein
Abenteuer in Konſtantinopel (Schw.),
1894. – Jm eigenen Heim. Eine Gabe
für die junge Wirtſchaft (Ge.), 1895.
– Die junge Tante (Lſp.), 1896. –
Die Hochzeitszeitung, 1897. – Er muß
heiraten. Die Spielkameraden. Der
lahme Schimmel (3 Lſtſp.), 1898. –
Aus dem Leben des Turnvereins
(Lebende Bilder mit Text), 1899. –
Glückwünſche der Kinder (Ge.), 1902.
– Die Turnerei in Lied und Bild
(Turner. Chorlieder mit lebenden
Bildern), 1906. – Zum Stiftungsfeſt
des Turnvereins (2 Feſtſp.), 1906.

Tobien, Wilhelm,

geb. am 26. Jan.
1837 zu Puſchdorf in Oſtpreußen,
beſuchte das Altſtädtiſche Gymna-
ſium zu Königsberg und begann an
der dortigen Univerſität das Stu-
dium der Theologie, das er aber aus
inneren Gründen mit dem der Phi-
logie und Geſchichte vertauſchte. Jm
Jahre 1863 machte er ſein Probe-
jahr am Gymnaſium in Raſtenburg
ab u. beſtand 1864 ſeine Oberlehrer-
prüfung. Einige Jahre ſpäter ging
er als Hilfslehrer an die höhere
Bürgerſchule (Realgymnaſium) zu
Schwelm, an dem er 1869 zum or-
dentlichen Lehrer u. im Januar 1892
zum Direktor ernannt wurde. Am
1. April 1904 trat er in den Ruhe-
ſtand.

S:

Der Pfarrer von Schwelm
(Hiſt. Sch.), 1891. – Die verlorene
Kriegskaſſe (Geſch. Schſp.), 1894. –
Aus dem Tagebuch der Äbtiſſin (Mär
aus Weſtfalen), 1894.

*Tobiſch, Franz,

geb. am 9. Nov.
1865 in Redenitz, einem kleinen Ge-
birgsdörfchen im böhmiſchen Bezirk
Kaaden als der Sohn einfacher Land-

*
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[199/0203] Tit Tob vierte Tochter des Appellationsrats Hilgard geboren. Dieſer verließ aus politiſchem Überdruß Europa und wandte ſich nach Jllinois in den Verein. Staaten, wo er ſich ganz der Erziehung ſeiner neun Kinder wid- mete. Klara verheiratete ſich mit Karl Tittmann aus Dresden, wurde ſehr früh Witwe und lebte teils auf dem amerikaniſchen, teils auf dem europäiſchen Kontinent, mit der Erziehung ihrer beiden Kinder u. mit literariſchen und wiſſenſchaft- lichen Arbeiten beſchäftigt. Nach der Verheiratung ihrer Kinder meiſtens in der Schweiz lebend, feſſelte ſie be- ſonders das Studium der Philoſo- phie einige Jahre an Zürich. Dann ging ſie ihrer leidenden Geſundheit wegen nach der franzöſiſchen Schweiz, und hier, von allen Familienpflichten frei, begann ſie ihre Tätigkeit als Romanſchriftſtellerin. Sie lebt noch jetzt in Montreux. S: Bilder vom Genfer See (Ge.), 1871. Erneutes Leben (R.), 1874. – Weibliche Unab- hängigkeit (R.), 1882. – Das Jdeal (R.), 1887. Titus, A., Pſeudon. für Wilhelm Joſeph Blos; ſ. d.! Titus, Franz, Pſeud. für Fried- rich Streißler; ſ. d.! *Toball, Heinrich, geb. am 15. Febr. 1856 zu Wehlau in Oſtpreußen als der Sohn eines Handwerksmei- ſters, beſuchte die dortige Volksſchule, wurde nach ſeiner Konfirmation Schreiber und mußte frühe für ſei- nen Unterhalt ſelber ſorgen. Nach- dem er ſich durch Privatunterricht die erforderlichen ſprachlichen Kennt- niſſe angeeignet, trat er bei der Ju- ſtizverwaltung als Applikant ein, wurde Aktuar und war als ſolcher in verſchiedenen Orten Oſtpreußens tätig, bis er 1885 zum Oberlandes- gerichts-Sekretär in Königsberg in Pr. ernannt wurde, in welcher Stel- lung er ſich noch jetzt befindet. S: Die Gründung des Turnvereins in Dickheim (Lſp.), 1888. 2. A. 1894. – Am Stammtiſch (Lrſp.), 1890. – An- gra Pequena (P.), 1890. – Jm grauen Altertum (Schw.), 1891. – Am Vor- abend des Stiftungsfeſtes (Feſtſp.), 1892. – Oſtpreußiſche Sagen und Schwänke (Ge.); III, 1892–1903. – Äneas bei Dido (Operette), 1893. – Die Badereiſe (Lſp.), 1894. – Ein Abenteuer in Konſtantinopel (Schw.), 1894. – Jm eigenen Heim. Eine Gabe für die junge Wirtſchaft (Ge.), 1895. – Die junge Tante (Lſp.), 1896. – Die Hochzeitszeitung, 1897. – Er muß heiraten. Die Spielkameraden. Der lahme Schimmel (3 Lſtſp.), 1898. – Aus dem Leben des Turnvereins (Lebende Bilder mit Text), 1899. – Glückwünſche der Kinder (Ge.), 1902. – Die Turnerei in Lied und Bild (Turner. Chorlieder mit lebenden Bildern), 1906. – Zum Stiftungsfeſt des Turnvereins (2 Feſtſp.), 1906. Tobien, Wilhelm, geb. am 26. Jan. 1837 zu Puſchdorf in Oſtpreußen, beſuchte das Altſtädtiſche Gymna- ſium zu Königsberg und begann an der dortigen Univerſität das Stu- dium der Theologie, das er aber aus inneren Gründen mit dem der Phi- logie und Geſchichte vertauſchte. Jm Jahre 1863 machte er ſein Probe- jahr am Gymnaſium in Raſtenburg ab u. beſtand 1864 ſeine Oberlehrer- prüfung. Einige Jahre ſpäter ging er als Hilfslehrer an die höhere Bürgerſchule (Realgymnaſium) zu Schwelm, an dem er 1869 zum or- dentlichen Lehrer u. im Januar 1892 zum Direktor ernannt wurde. Am 1. April 1904 trat er in den Ruhe- ſtand. S: Der Pfarrer von Schwelm (Hiſt. Sch.), 1891. – Die verlorene Kriegskaſſe (Geſch. Schſp.), 1894. – Aus dem Tagebuch der Äbtiſſin (Mär aus Weſtfalen), 1894. *Tobiſch, Franz, geb. am 9. Nov. 1865 in Redenitz, einem kleinen Ge- birgsdörfchen im böhmiſchen Bezirk Kaaden als der Sohn einfacher Land- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 199. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon07_1913/203>, abgerufen am 20.03.2019.