Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

Bild:
<< vorherige Seite


[Spaltenumbruch]

Top
glied desselben Jnstituts in Rom,
wurde Anfang d. J. 1898 Offizial
der erzherzoglichen Kunstsammlung
Albertina in Wien und ist seit 1907
Kustos derselben.

S:

Sommermär-
chen (Lyrisches Schauspiel), 1896. -
Die vier Bücher des armen Thomas
(D.), 1899. - Die Tragikomödie der
Furchtlosen. I. Die Sinkenden (Dr.),
1902. - Die Tändelnden (Tragikom.),
1904. - Winterernte (Tr.), 1911. -
Der letzte Strahl (Satyrspiel m. der
Winterernte), 1911.

Topf, Guido,

geb. am 23. Febr.
1833 zu Langensalza, besuchte die
Bürgerschule seiner Vaterstadt und
das Gymnasium zu Mühlhausen in
Thüringen, worauf er 1854-57 in
Halle Theologie u. Philosophie stu-
dierte. Nach Beendigung seiner Stu-
dien nahm er eine Lehrerstelle an
der Hasenbalgschen höheren Töchter-
schule und Bildungsanstalt für Leh-
rerinnen in Bromberg an, wurde
1859 Rektor der städtischen Töchter-
schule in Schönebeck an der Elbe,
1862 ordentl. Lehrer an der Real-
schule in Erfurt u. 1863 Pfarrer in
Schmiedefeld im Thüringer Walde.
Seine Wahl zum Prediger an der
Marktkirche in Goslar 1868 fand
nicht die Bestätigung des hochortho-
doxen Landeskonsistoriums; dagegen
wurde er 1870 zum Pfarrer nach
Köttichau bei Hohenmölsen berufen,
wo er seit 1890 auch die Funktionen
eines Kreisschulinspektors versah. Am
1. Mai 1900 trat er in den Ruhe-
stand und ließ sich dann in Groß
Salza, Kreis Kalbe (Sachsen) nieder.
Außer einer Reihe wissenschaftlicher
Vorträge gab er heraus.

S:

Andro-
meda (Rekonstruktion eines verloren
gegangen Dr. von Euripides), 1890.
- Die Liebe stirbt nicht, und: Battos,
der Gründer Kyrenes (2 Nn.), 1890.

Töpken, Johannes,

geb. am 10.
Juni 1858 in Oldenburg, lebt (1896)
als Dr. med. und Arzt in Flöha
(Sachsen).

S:

Das Stiftungsfest
[Spaltenumbruch]

Top
(Lsp.), 1878. 3. A. 1900. - Der Früh-
ling (Allegorisches Lebensbild), 1897.

Toeplitz, Martha,

geb. am 10.
Novbr. 1872 in Breslau, kam 1884
mit ihren Eltern nach Neuyork und
vollendete hier ihre Schulbildung auf
einer höheren Töchterschule. Schon
als Schülerin gab sie gelungene Pro-
ben ihrer poetischen Begabung und
hat später bei Preisausschreibungen
und Blumenspielen manchen Preis
errungen. Am 2. Juni 1891 verhei-
ratete sie sich mit dem Spezialarzt für
Hals-, Ohren- und Nasenkrankheiten
Dr. Max T. in Neuyork u. lebt noch
jetzt daselbst, ist auch als Mitarbeite-
rin vieler amerikan. und deutschen
Zeitschriften tätig.

S:

Dick (Kleine
Geschn. f. große Leute), 1907.

Toporoff, Wilhelm,

geb. am 15.
Juli 1816 in Odessa, studierte von
1834-38 in Dorpat Medizin u. ward
1842 Lehrer der deutschen Sprache
am zweiten Gymnasium u. am Fräu-
leinstift in Odessa. Seit 1865 Lektor
an der dortigen Universität, starb er
daselbst als kaiserl. russischer Hofrat
am 5. Oktbr. 1873.

S:

Frühlings-
knospen (Ge.), 1837. - Frühlings-
blüten (Ge.), 1838. - Rußlands erstes
Jahrtausend (Ep. G.); II, 1862.

*Topp, Bernhard,

geb. am 26.
Oktbr. 1815 in Hornburg (Reg.-Bez.
Magdeburg) als der Sohn eines Pre-
digers, besuchte seit 1830 das Gym-
nasium in Halberstadt und studierte
1836-40 Medizin in Halle, wo er sich
1841 auch die Doktorwürde erwarb.
Er ließ sich dann in Groß Wanzleben
als Arzt nieder, verlegte aber nach
einigen Jahren seine Praxis nach sei-
ner Vaterstadt, welche ihn in Rücksicht
auf seine Verdienste um das Wohl
der Armen und der Gemeinde über-
haupt bei seinem 50jährigen Jubi-
läum zum Ehrenbürger ernannte.
Der König verlieh ihm den Titel als
Sanitätsrat. Er legte dann seine
Praxis nieder und lebte nun still u.
zurückgezogen, da seine Frau schon

*


[Spaltenumbruch]

Top
glied desſelben Jnſtituts in Rom,
wurde Anfang d. J. 1898 Offizial
der erzherzoglichen Kunſtſammlung
Albertina in Wien und iſt ſeit 1907
Kuſtos derſelben.

S:

Sommermär-
chen (Lyriſches Schauſpiel), 1896. –
Die vier Bücher des armen Thomas
(D.), 1899. – Die Tragikomödie der
Furchtloſen. I. Die Sinkenden (Dr.),
1902. – Die Tändelnden (Tragikom.),
1904. – Winterernte (Tr.), 1911. –
Der letzte Strahl (Satyrſpiel m. der
Winterernte), 1911.

Topf, Guido,

geb. am 23. Febr.
1833 zu Langenſalza, beſuchte die
Bürgerſchule ſeiner Vaterſtadt und
das Gymnaſium zu Mühlhauſen in
Thüringen, worauf er 1854–57 in
Halle Theologie u. Philoſophie ſtu-
dierte. Nach Beendigung ſeiner Stu-
dien nahm er eine Lehrerſtelle an
der Haſenbalgſchen höheren Töchter-
ſchule und Bildungsanſtalt für Leh-
rerinnen in Bromberg an, wurde
1859 Rektor der ſtädtiſchen Töchter-
ſchule in Schönebeck an der Elbe,
1862 ordentl. Lehrer an der Real-
ſchule in Erfurt u. 1863 Pfarrer in
Schmiedefeld im Thüringer Walde.
Seine Wahl zum Prediger an der
Marktkirche in Goslar 1868 fand
nicht die Beſtätigung des hochortho-
doxen Landeskonſiſtoriums; dagegen
wurde er 1870 zum Pfarrer nach
Köttichau bei Hohenmölſen berufen,
wo er ſeit 1890 auch die Funktionen
eines Kreisſchulinſpektors verſah. Am
1. Mai 1900 trat er in den Ruhe-
ſtand und ließ ſich dann in Groß
Salza, Kreis Kalbe (Sachſen) nieder.
Außer einer Reihe wiſſenſchaftlicher
Vorträge gab er heraus.

S:

Andro-
meda (Rekonſtruktion eines verloren
gegangen Dr. von Euripides), 1890.
– Die Liebe ſtirbt nicht, und: Battos,
der Gründer Kyrenes (2 Nn.), 1890.

Töpken, Johannes,

geb. am 10.
Juni 1858 in Oldenburg, lebt (1896)
als Dr. med. und Arzt in Flöha
(Sachſen).

S:

Das Stiftungsfeſt
[Spaltenumbruch]

Top
(Lſp.), 1878. 3. A. 1900. – Der Früh-
ling (Allegoriſches Lebensbild), 1897.

Toeplitz, Martha,

geb. am 10.
Novbr. 1872 in Breslau, kam 1884
mit ihren Eltern nach Neuyork und
vollendete hier ihre Schulbildung auf
einer höheren Töchterſchule. Schon
als Schülerin gab ſie gelungene Pro-
ben ihrer poetiſchen Begabung und
hat ſpäter bei Preisausſchreibungen
und Blumenſpielen manchen Preis
errungen. Am 2. Juni 1891 verhei-
ratete ſie ſich mit dem Spezialarzt für
Hals-, Ohren- und Naſenkrankheiten
Dr. Max T. in Neuyork u. lebt noch
jetzt daſelbſt, iſt auch als Mitarbeite-
rin vieler amerikan. und deutſchen
Zeitſchriften tätig.

S:

Dick (Kleine
Geſchn. f. große Leute), 1907.

Toporoff, Wilhelm,

geb. am 15.
Juli 1816 in Odeſſa, ſtudierte von
1834–38 in Dorpat Medizin u. ward
1842 Lehrer der deutſchen Sprache
am zweiten Gymnaſium u. am Fräu-
leinſtift in Odeſſa. Seit 1865 Lektor
an der dortigen Univerſität, ſtarb er
daſelbſt als kaiſerl. ruſſiſcher Hofrat
am 5. Oktbr. 1873.

S:

Frühlings-
knoſpen (Ge.), 1837. – Frühlings-
blüten (Ge.), 1838. – Rußlands erſtes
Jahrtauſend (Ep. G.); II, 1862.

*Topp, Bernhard,

geb. am 26.
Oktbr. 1815 in Hornburg (Reg.-Bez.
Magdeburg) als der Sohn eines Pre-
digers, beſuchte ſeit 1830 das Gym-
naſium in Halberſtadt und ſtudierte
1836–40 Medizin in Halle, wo er ſich
1841 auch die Doktorwürde erwarb.
Er ließ ſich dann in Groß Wanzleben
als Arzt nieder, verlegte aber nach
einigen Jahren ſeine Praxis nach ſei-
ner Vaterſtadt, welche ihn in Rückſicht
auf ſeine Verdienſte um das Wohl
der Armen und der Gemeinde über-
haupt bei ſeinem 50jährigen Jubi-
läum zum Ehrenbürger ernannte.
Der König verlieh ihm den Titel als
Sanitätsrat. Er legte dann ſeine
Praxis nieder und lebte nun ſtill u.
zurückgezogen, da ſeine Frau ſchon

*
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div type="index" n="1">
        <p><pb facs="#f0205" n="201"/><lb/><cb/><lb/>
<fw type="header" place="top"><hi rendition="#g">Top</hi></fw><lb/>
glied des&#x017F;elben Jn&#x017F;tituts in Rom,<lb/>
wurde Anfang d. J. 1898 Offizial<lb/>
der erzherzoglichen Kun&#x017F;t&#x017F;ammlung<lb/>
Albertina in Wien und i&#x017F;t &#x017F;eit 1907<lb/>
Ku&#x017F;tos der&#x017F;elben. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p> Sommermär-<lb/>
chen (Lyri&#x017F;ches Schau&#x017F;piel), 1896. &#x2013;<lb/>
Die vier Bücher des armen Thomas<lb/>
(D.), 1899. &#x2013; Die Tragikomödie der<lb/>
Furchtlo&#x017F;en. <hi rendition="#aq">I.</hi> Die Sinkenden (Dr.),<lb/>
1902. &#x2013; Die Tändelnden (Tragikom.),<lb/>
1904. &#x2013; Winterernte (Tr.), 1911. &#x2013;<lb/>
Der letzte Strahl (Satyr&#x017F;piel m. der<lb/>
Winterernte), 1911.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>
          <persName><hi rendition="#b">Topf,</hi> Guido,</persName>
        </head>
        <p> geb. am 23. Febr.<lb/>
1833 zu Langen&#x017F;alza, be&#x017F;uchte die<lb/>
Bürger&#x017F;chule &#x017F;einer Vater&#x017F;tadt und<lb/>
das Gymna&#x017F;ium zu Mühlhau&#x017F;en in<lb/>
Thüringen, worauf er 1854&#x2013;57 in<lb/>
Halle Theologie u. Philo&#x017F;ophie &#x017F;tu-<lb/>
dierte. Nach Beendigung &#x017F;einer Stu-<lb/>
dien nahm er eine Lehrer&#x017F;telle an<lb/>
der Ha&#x017F;enbalg&#x017F;chen höheren Töchter-<lb/>
&#x017F;chule und Bildungsan&#x017F;talt für Leh-<lb/>
rerinnen in Bromberg an, wurde<lb/>
1859 Rektor der &#x017F;tädti&#x017F;chen Töchter-<lb/>
&#x017F;chule in Schönebeck an der Elbe,<lb/>
1862 ordentl. Lehrer an der Real-<lb/>
&#x017F;chule in Erfurt u. 1863 Pfarrer in<lb/>
Schmiedefeld im Thüringer Walde.<lb/>
Seine Wahl zum Prediger an der<lb/>
Marktkirche in Goslar 1868 fand<lb/>
nicht die Be&#x017F;tätigung des hochortho-<lb/>
doxen Landeskon&#x017F;i&#x017F;toriums; dagegen<lb/>
wurde er 1870 zum Pfarrer nach<lb/>
Köttichau bei Hohenmöl&#x017F;en berufen,<lb/>
wo er &#x017F;eit 1890 auch die Funktionen<lb/>
eines Kreis&#x017F;chulin&#x017F;pektors ver&#x017F;ah. Am<lb/>
1. Mai 1900 trat er in den Ruhe-<lb/>
&#x017F;tand und ließ &#x017F;ich dann in Groß<lb/>
Salza, Kreis Kalbe (Sach&#x017F;en) nieder.<lb/>
Außer einer Reihe wi&#x017F;&#x017F;en&#x017F;chaftlicher<lb/>
Vorträge gab er heraus. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p> Andro-<lb/>
meda (Rekon&#x017F;truktion eines verloren<lb/>
gegangen Dr. von Euripides), 1890.<lb/>
&#x2013; Die Liebe &#x017F;tirbt nicht, und: Battos,<lb/>
der Gründer Kyrenes (2 Nn.), 1890.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>
          <persName><hi rendition="#b">Töpken,</hi> Johannes,</persName>
        </head>
        <p> geb. am 10.<lb/>
Juni 1858 in Oldenburg, lebt (1896)<lb/>
als <hi rendition="#aq">Dr. med.</hi> und Arzt in Flöha<lb/>
(Sach&#x017F;en). </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p> Das Stiftungsfe&#x017F;t<lb/><cb/><lb/>
<fw type="header" place="top"><hi rendition="#g">Top</hi></fw><lb/>
(L&#x017F;p.), 1878. 3. A. 1900. &#x2013; Der Früh-<lb/>
ling (Allegori&#x017F;ches Lebensbild), 1897.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>
          <persName><hi rendition="#b">Toeplitz,</hi> Martha,</persName>
        </head>
        <p> geb. am 10.<lb/>
Novbr. 1872 in Breslau, kam 1884<lb/>
mit ihren Eltern nach Neuyork und<lb/>
vollendete hier ihre Schulbildung auf<lb/>
einer höheren Töchter&#x017F;chule. Schon<lb/>
als Schülerin gab &#x017F;ie gelungene Pro-<lb/>
ben ihrer poeti&#x017F;chen Begabung und<lb/>
hat &#x017F;päter bei Preisaus&#x017F;chreibungen<lb/>
und Blumen&#x017F;pielen manchen Preis<lb/>
errungen. Am 2. Juni 1891 verhei-<lb/>
ratete &#x017F;ie &#x017F;ich mit dem Spezialarzt für<lb/>
Hals-, Ohren- und Na&#x017F;enkrankheiten<lb/><hi rendition="#aq">Dr.</hi> Max T. in Neuyork u. lebt noch<lb/>
jetzt da&#x017F;elb&#x017F;t, i&#x017F;t auch als Mitarbeite-<lb/>
rin vieler amerikan. und deut&#x017F;chen<lb/>
Zeit&#x017F;chriften tätig. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p> Dick (Kleine<lb/>
Ge&#x017F;chn. f. große Leute), 1907.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>
          <persName><hi rendition="#b">Toporoff,</hi> Wilhelm,</persName>
        </head>
        <p> geb. am 15.<lb/>
Juli 1816 in Ode&#x017F;&#x017F;a, &#x017F;tudierte von<lb/>
1834&#x2013;38 in Dorpat Medizin u. ward<lb/>
1842 Lehrer der deut&#x017F;chen Sprache<lb/>
am zweiten Gymna&#x017F;ium u. am Fräu-<lb/>
lein&#x017F;tift in Ode&#x017F;&#x017F;a. Seit 1865 Lektor<lb/>
an der dortigen Univer&#x017F;ität, &#x017F;tarb er<lb/>
da&#x017F;elb&#x017F;t als kai&#x017F;erl. ru&#x017F;&#x017F;i&#x017F;cher Hofrat<lb/>
am 5. Oktbr. 1873. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p> Frühlings-<lb/>
kno&#x017F;pen (Ge.), 1837. &#x2013; Frühlings-<lb/>
blüten (Ge.), 1838. &#x2013; Rußlands er&#x017F;tes<lb/>
Jahrtau&#x017F;end (Ep. G.); <hi rendition="#aq">II,</hi> 1862.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>
          <persName>*<hi rendition="#b">Topp,</hi> Bernhard,</persName>
        </head>
        <p> geb. am 26.<lb/>
Oktbr. 1815 in Hornburg (Reg.-Bez.<lb/>
Magdeburg) als der Sohn eines Pre-<lb/>
digers, be&#x017F;uchte &#x017F;eit 1830 das Gym-<lb/>
na&#x017F;ium in Halber&#x017F;tadt und &#x017F;tudierte<lb/>
1836&#x2013;40 Medizin in Halle, wo er &#x017F;ich<lb/>
1841 auch die Doktorwürde erwarb.<lb/>
Er ließ &#x017F;ich dann in Groß Wanzleben<lb/>
als Arzt nieder, verlegte aber nach<lb/>
einigen Jahren &#x017F;eine Praxis nach &#x017F;ei-<lb/>
ner Vater&#x017F;tadt, welche ihn in Rück&#x017F;icht<lb/>
auf &#x017F;eine Verdien&#x017F;te um das Wohl<lb/>
der Armen und der Gemeinde über-<lb/>
haupt bei &#x017F;einem 50jährigen Jubi-<lb/>
läum zum Ehrenbürger ernannte.<lb/>
Der König verlieh ihm den Titel als<lb/>
Sanitätsrat. Er legte dann &#x017F;eine<lb/>
Praxis nieder und lebte nun &#x017F;till u.<lb/>
zurückgezogen, da &#x017F;eine Frau &#x017F;chon<lb/>
<fw type="sig" place="bottom">*</fw><lb/></p>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[201/0205] Top Top glied desſelben Jnſtituts in Rom, wurde Anfang d. J. 1898 Offizial der erzherzoglichen Kunſtſammlung Albertina in Wien und iſt ſeit 1907 Kuſtos derſelben. S: Sommermär- chen (Lyriſches Schauſpiel), 1896. – Die vier Bücher des armen Thomas (D.), 1899. – Die Tragikomödie der Furchtloſen. I. Die Sinkenden (Dr.), 1902. – Die Tändelnden (Tragikom.), 1904. – Winterernte (Tr.), 1911. – Der letzte Strahl (Satyrſpiel m. der Winterernte), 1911. Topf, Guido, geb. am 23. Febr. 1833 zu Langenſalza, beſuchte die Bürgerſchule ſeiner Vaterſtadt und das Gymnaſium zu Mühlhauſen in Thüringen, worauf er 1854–57 in Halle Theologie u. Philoſophie ſtu- dierte. Nach Beendigung ſeiner Stu- dien nahm er eine Lehrerſtelle an der Haſenbalgſchen höheren Töchter- ſchule und Bildungsanſtalt für Leh- rerinnen in Bromberg an, wurde 1859 Rektor der ſtädtiſchen Töchter- ſchule in Schönebeck an der Elbe, 1862 ordentl. Lehrer an der Real- ſchule in Erfurt u. 1863 Pfarrer in Schmiedefeld im Thüringer Walde. Seine Wahl zum Prediger an der Marktkirche in Goslar 1868 fand nicht die Beſtätigung des hochortho- doxen Landeskonſiſtoriums; dagegen wurde er 1870 zum Pfarrer nach Köttichau bei Hohenmölſen berufen, wo er ſeit 1890 auch die Funktionen eines Kreisſchulinſpektors verſah. Am 1. Mai 1900 trat er in den Ruhe- ſtand und ließ ſich dann in Groß Salza, Kreis Kalbe (Sachſen) nieder. Außer einer Reihe wiſſenſchaftlicher Vorträge gab er heraus. S: Andro- meda (Rekonſtruktion eines verloren gegangen Dr. von Euripides), 1890. – Die Liebe ſtirbt nicht, und: Battos, der Gründer Kyrenes (2 Nn.), 1890. Töpken, Johannes, geb. am 10. Juni 1858 in Oldenburg, lebt (1896) als Dr. med. und Arzt in Flöha (Sachſen). S: Das Stiftungsfeſt (Lſp.), 1878. 3. A. 1900. – Der Früh- ling (Allegoriſches Lebensbild), 1897. Toeplitz, Martha, geb. am 10. Novbr. 1872 in Breslau, kam 1884 mit ihren Eltern nach Neuyork und vollendete hier ihre Schulbildung auf einer höheren Töchterſchule. Schon als Schülerin gab ſie gelungene Pro- ben ihrer poetiſchen Begabung und hat ſpäter bei Preisausſchreibungen und Blumenſpielen manchen Preis errungen. Am 2. Juni 1891 verhei- ratete ſie ſich mit dem Spezialarzt für Hals-, Ohren- und Naſenkrankheiten Dr. Max T. in Neuyork u. lebt noch jetzt daſelbſt, iſt auch als Mitarbeite- rin vieler amerikan. und deutſchen Zeitſchriften tätig. S: Dick (Kleine Geſchn. f. große Leute), 1907. Toporoff, Wilhelm, geb. am 15. Juli 1816 in Odeſſa, ſtudierte von 1834–38 in Dorpat Medizin u. ward 1842 Lehrer der deutſchen Sprache am zweiten Gymnaſium u. am Fräu- leinſtift in Odeſſa. Seit 1865 Lektor an der dortigen Univerſität, ſtarb er daſelbſt als kaiſerl. ruſſiſcher Hofrat am 5. Oktbr. 1873. S: Frühlings- knoſpen (Ge.), 1837. – Frühlings- blüten (Ge.), 1838. – Rußlands erſtes Jahrtauſend (Ep. G.); II, 1862. *Topp, Bernhard, geb. am 26. Oktbr. 1815 in Hornburg (Reg.-Bez. Magdeburg) als der Sohn eines Pre- digers, beſuchte ſeit 1830 das Gym- naſium in Halberſtadt und ſtudierte 1836–40 Medizin in Halle, wo er ſich 1841 auch die Doktorwürde erwarb. Er ließ ſich dann in Groß Wanzleben als Arzt nieder, verlegte aber nach einigen Jahren ſeine Praxis nach ſei- ner Vaterſtadt, welche ihn in Rückſicht auf ſeine Verdienſte um das Wohl der Armen und der Gemeinde über- haupt bei ſeinem 50jährigen Jubi- läum zum Ehrenbürger ernannte. Der König verlieh ihm den Titel als Sanitätsrat. Er legte dann ſeine Praxis nieder und lebte nun ſtill u. zurückgezogen, da ſeine Frau ſchon *

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon07_1913
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon07_1913/205
Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 201. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon07_1913/205>, abgerufen am 20.03.2019.