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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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munde (Dr. a. d. Heldenzeit der Ger-
manen); I, 1906.

*Torau, Marie,

Schwester der
Vorigen, wurde am 29. Dezbr. 1867
in Berlin geboren, besuchte nach Ab-
solvierung einer höheren Töchter-
schule daselbst die Mal-Schule des
Lette-Vereins; doch hinderte sie ein
Augenleiden, sich der Malerei dauernd
zu widmen. Sie lebt jetzt mit ihrer
Schwester in Halensee bei Berlin.

S:


Vor dem Lebensfest (Dr.), 1904. -
Herrenmoral (Schsp.), 1909.

*Torge, Else,

wurde am 27. März
1887 in Kassel als Tochter des Re-
gierungsrats Rudolf Ritter gebo-
ren, der indes schon 1893 starb. Die
Mutter Anna Ritter (s. d.!), die bald
darauf mit ihren drei Kindern nach
Frankenhausen am Kyffhäuser zog,
wurde hier zu einer bekannten und
hervorragenden Dichterin u. scheint
ihr Talent auf die Tochter vererbt zu
haben. Else besuchte dort die höhere
Töchterschule und frönte seit ihrem
11. Jahre einer gewaltigen Lesewut,
mit der sie alles verschlang, was sie
auftreiben konnte. Jm J. 1899 kam
sie in ein Pensionat nach Weimar, wo
sie anderthalb Jahre das Sophien-
Stift besuchte, zog dann mit der Mut-
ter 1900 nach Stuttgart und 1901
nach Berlin, von wo aus sie 1902 für
einige Monate nach Lausanne ging.
Jm Jahre 1904 verheiratete sie sich
mit dem, ihrer Familie nahestehenden
Pfarrer Dr. Torge in Berlin, doch
war die Ehe so unglücklich, daß Else
1909 ihren Gatten verließ u. zu ihrer
Mutter zurückkehrte. Jetzt galt es,
sich selbständig zu machen und auf
eigene Füße zu stellen. Wohl hatte
sie tapfer an ihrer Bildung weiterge-
arbeitet, auch glückliche Versuche auf
dem Gebiete der Bühnenkunst und
Dichtung gemacht, dennoch entschloß
sie sich für einen praktischen Beruf u.
trat am 1. Juli 1909 in das von Pro-
fessor Dr. Stöckel geleitete Hebeam-
men-Jnstitut der Universität Mar-
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Tor
burg ein, wo sie bis Ostern 1910
unter harter Arbeit, aber mit starkem
Willen und gutem Erfolge blieb.
Dann kehrte sie nach Berlin zu ihrer
Mutter zurück und ließ sich hier als
praktische Hebeamme nieder. Gleich-
zeitig begann sie ihre schriftstellerische
Tätigkeit, und ist dieselbe von gutem
Erfolge begleitet.

S:

Ringeleins
Jnsel (R.), 1911. - Das Urteil des
Salomo (Schsp.), u. d. Pr.

Torn, Teo von,

Pseud. für Te-
lesfor Szafranski;
s. d.!

Tornow, Karl,

Pseud. f. Albert
Böhme;
s. d.!

Tornow, Dr.,

Pseud. für K. V. J.
Löffler; s. d.!

Torre, Don Ramon de Vial y
Gomez de la,

pseud. Franz vom
Thurm,
wurde am 7. Febr. 1814 zu
Santander in Altkastilien geboren,
kam mit seinem Vater, dem damali-
gen spanischen Gesandten, nach Sach-
sen, war später abwechselnd in säch-
sischem und in spanisch-karlistischem
Militärdienst und lebt seit 1854 als
Privatmann in Dresden.

S:

Dios
no quiso
(Spanische Kriegs- und
Friedensßenen); V, 1861.

Torresani, Freiherr v. Lanzen-
felddi Componero, Karl
Fer-
dinand Franz,

geb. am 19. April
1846 zu Mailand als der Sohn des
k. k. Gubernial- und Präsidial-Vize-
sekretärs Peter v. T., verlor seinen
Vater schon im folgenden Jahre, er-
hielt aber im Elternhause (die Mutter
hatte sich mit Anton Freiherrn von
Mollinary wieder vermählt) eine vor-
treffliche Erziehung und kam 1861
in die Militärakademie zu Wiener-
Neustadt. Am 1. Septbr. 1865 wurde
er Leutnant im 13. Ulanenregiment
in Verona und schon im Juli 1866
Oberleutnant, nachdem er sich im
Feldzuge gegen Jtalien besonders bei
Cimego ausgezeichnet u. das Militär-
Verdienstkreuz erworben hatte (er
hatte mit nur acht Leuten dreihundert
Mann italienischer Jnfanterie aus-

*


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Tor
munde (Dr. a. d. Heldenzeit der Ger-
manen); I, 1906.

*Torau, Marie,

Schweſter der
Vorigen, wurde am 29. Dezbr. 1867
in Berlin geboren, beſuchte nach Ab-
ſolvierung einer höheren Töchter-
ſchule daſelbſt die Mal-Schule des
Lette-Vereins; doch hinderte ſie ein
Augenleiden, ſich der Malerei dauernd
zu widmen. Sie lebt jetzt mit ihrer
Schweſter in Halenſee bei Berlin.

S:


Vor dem Lebensfeſt (Dr.), 1904. –
Herrenmoral (Schſp.), 1909.

*Torge, Elſe,

wurde am 27. März
1887 in Kaſſel als Tochter des Re-
gierungsrats Rudolf Ritter gebo-
ren, der indes ſchon 1893 ſtarb. Die
Mutter Anna Ritter (ſ. d.!), die bald
darauf mit ihren drei Kindern nach
Frankenhauſen am Kyffhäuſer zog,
wurde hier zu einer bekannten und
hervorragenden Dichterin u. ſcheint
ihr Talent auf die Tochter vererbt zu
haben. Elſe beſuchte dort die höhere
Töchterſchule und frönte ſeit ihrem
11. Jahre einer gewaltigen Leſewut,
mit der ſie alles verſchlang, was ſie
auftreiben konnte. Jm J. 1899 kam
ſie in ein Penſionat nach Weimar, wo
ſie anderthalb Jahre das Sophien-
Stift beſuchte, zog dann mit der Mut-
ter 1900 nach Stuttgart und 1901
nach Berlin, von wo aus ſie 1902 für
einige Monate nach Lauſanne ging.
Jm Jahre 1904 verheiratete ſie ſich
mit dem, ihrer Familie naheſtehenden
Pfarrer Dr. Torge in Berlin, doch
war die Ehe ſo unglücklich, daß Elſe
1909 ihren Gatten verließ u. zu ihrer
Mutter zurückkehrte. Jetzt galt es,
ſich ſelbſtändig zu machen und auf
eigene Füße zu ſtellen. Wohl hatte
ſie tapfer an ihrer Bildung weiterge-
arbeitet, auch glückliche Verſuche auf
dem Gebiete der Bühnenkunſt und
Dichtung gemacht, dennoch entſchloß
ſie ſich für einen praktiſchen Beruf u.
trat am 1. Juli 1909 in das von Pro-
feſſor Dr. Stöckel geleitete Hebeam-
men-Jnſtitut der Univerſität Mar-
[Spaltenumbruch]

Tor
burg ein, wo ſie bis Oſtern 1910
unter harter Arbeit, aber mit ſtarkem
Willen und gutem Erfolge blieb.
Dann kehrte ſie nach Berlin zu ihrer
Mutter zurück und ließ ſich hier als
praktiſche Hebeamme nieder. Gleich-
zeitig begann ſie ihre ſchriftſtelleriſche
Tätigkeit, und iſt dieſelbe von gutem
Erfolge begleitet.

S:

Ringeleins
Jnſel (R.), 1911. – Das Urteil des
Salomo (Schſp.), u. d. Pr.

Torn, Teo von,

Pſeud. für Te-
lesfor Szafranski;
ſ. d.!

Tornow, Karl,

Pſeud. f. Albert
Böhme;
ſ. d.!

Tornow, Dr.,

Pſeud. für K. V. J.
Löffler; ſ. d.!

Torre, Don Ramon de Vial y
Gomez de la,

pſeud. Franz vom
Thurm,
wurde am 7. Febr. 1814 zu
Santander in Altkaſtilien geboren,
kam mit ſeinem Vater, dem damali-
gen ſpaniſchen Geſandten, nach Sach-
ſen, war ſpäter abwechſelnd in ſäch-
ſiſchem und in ſpaniſch-karliſtiſchem
Militärdienſt und lebt ſeit 1854 als
Privatmann in Dresden.

S:

Dios
no quiso
(Spaniſche Kriegs- und
Friedensſzenen); V, 1861.

Torreſani, Freiherr v. Lanzen-
felddi Componero, Karl
Fer-
dinand Franz,

geb. am 19. April
1846 zu Mailand als der Sohn des
k. k. Gubernial- und Präſidial-Vize-
ſekretärs Peter v. T., verlor ſeinen
Vater ſchon im folgenden Jahre, er-
hielt aber im Elternhauſe (die Mutter
hatte ſich mit Anton Freiherrn von
Mollinary wieder vermählt) eine vor-
treffliche Erziehung und kam 1861
in die Militärakademie zu Wiener-
Neuſtadt. Am 1. Septbr. 1865 wurde
er Leutnant im 13. Ulanenregiment
in Verona und ſchon im Juli 1866
Oberleutnant, nachdem er ſich im
Feldzuge gegen Jtalien beſonders bei
Cimego ausgezeichnet u. das Militär-
Verdienſtkreuz erworben hatte (er
hatte mit nur acht Leuten dreihundert
Mann italieniſcher Jnfanterie aus-

*
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[203/0207] Tor Tor munde (Dr. a. d. Heldenzeit der Ger- manen); I, 1906. *Torau, Marie, Schweſter der Vorigen, wurde am 29. Dezbr. 1867 in Berlin geboren, beſuchte nach Ab- ſolvierung einer höheren Töchter- ſchule daſelbſt die Mal-Schule des Lette-Vereins; doch hinderte ſie ein Augenleiden, ſich der Malerei dauernd zu widmen. Sie lebt jetzt mit ihrer Schweſter in Halenſee bei Berlin. S: Vor dem Lebensfeſt (Dr.), 1904. – Herrenmoral (Schſp.), 1909. *Torge, Elſe, wurde am 27. März 1887 in Kaſſel als Tochter des Re- gierungsrats Rudolf Ritter gebo- ren, der indes ſchon 1893 ſtarb. Die Mutter Anna Ritter (ſ. d.!), die bald darauf mit ihren drei Kindern nach Frankenhauſen am Kyffhäuſer zog, wurde hier zu einer bekannten und hervorragenden Dichterin u. ſcheint ihr Talent auf die Tochter vererbt zu haben. Elſe beſuchte dort die höhere Töchterſchule und frönte ſeit ihrem 11. Jahre einer gewaltigen Leſewut, mit der ſie alles verſchlang, was ſie auftreiben konnte. Jm J. 1899 kam ſie in ein Penſionat nach Weimar, wo ſie anderthalb Jahre das Sophien- Stift beſuchte, zog dann mit der Mut- ter 1900 nach Stuttgart und 1901 nach Berlin, von wo aus ſie 1902 für einige Monate nach Lauſanne ging. Jm Jahre 1904 verheiratete ſie ſich mit dem, ihrer Familie naheſtehenden Pfarrer Dr. Torge in Berlin, doch war die Ehe ſo unglücklich, daß Elſe 1909 ihren Gatten verließ u. zu ihrer Mutter zurückkehrte. Jetzt galt es, ſich ſelbſtändig zu machen und auf eigene Füße zu ſtellen. Wohl hatte ſie tapfer an ihrer Bildung weiterge- arbeitet, auch glückliche Verſuche auf dem Gebiete der Bühnenkunſt und Dichtung gemacht, dennoch entſchloß ſie ſich für einen praktiſchen Beruf u. trat am 1. Juli 1909 in das von Pro- feſſor Dr. Stöckel geleitete Hebeam- men-Jnſtitut der Univerſität Mar- burg ein, wo ſie bis Oſtern 1910 unter harter Arbeit, aber mit ſtarkem Willen und gutem Erfolge blieb. Dann kehrte ſie nach Berlin zu ihrer Mutter zurück und ließ ſich hier als praktiſche Hebeamme nieder. Gleich- zeitig begann ſie ihre ſchriftſtelleriſche Tätigkeit, und iſt dieſelbe von gutem Erfolge begleitet. S: Ringeleins Jnſel (R.), 1911. – Das Urteil des Salomo (Schſp.), u. d. Pr. Torn, Teo von, Pſeud. für Te- lesfor Szafranski; ſ. d.! Tornow, Karl, Pſeud. f. Albert Böhme; ſ. d.! Tornow, Dr., Pſeud. für K. V. J. Löffler; ſ. d.! Torre, Don Ramon de Vial y Gomez de la, pſeud. Franz vom Thurm, wurde am 7. Febr. 1814 zu Santander in Altkaſtilien geboren, kam mit ſeinem Vater, dem damali- gen ſpaniſchen Geſandten, nach Sach- ſen, war ſpäter abwechſelnd in ſäch- ſiſchem und in ſpaniſch-karliſtiſchem Militärdienſt und lebt ſeit 1854 als Privatmann in Dresden. S: Dios no quiso (Spaniſche Kriegs- und Friedensſzenen); V, 1861. Torreſani, Freiherr v. Lanzen- felddi Componero, Karl Fer- dinand Franz, geb. am 19. April 1846 zu Mailand als der Sohn des k. k. Gubernial- und Präſidial-Vize- ſekretärs Peter v. T., verlor ſeinen Vater ſchon im folgenden Jahre, er- hielt aber im Elternhauſe (die Mutter hatte ſich mit Anton Freiherrn von Mollinary wieder vermählt) eine vor- treffliche Erziehung und kam 1861 in die Militärakademie zu Wiener- Neuſtadt. Am 1. Septbr. 1865 wurde er Leutnant im 13. Ulanenregiment in Verona und ſchon im Juli 1866 Oberleutnant, nachdem er ſich im Feldzuge gegen Jtalien beſonders bei Cimego ausgezeichnet u. das Militär- Verdienſtkreuz erworben hatte (er hatte mit nur acht Leuten dreihundert Mann italieniſcher Jnfanterie aus- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 203. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon07_1913/207>, abgerufen am 25.03.2019.