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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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wurde in Berlin sein Denkmal ent-
hüllt. Wir besitzen von ihm eine
Reihe wertvoller historischer u. poli-
tischer Schriften. Hier sind zu er-
wähnen

S:

Vaterländische Gedichte,
1856. - Studien (Ge.), 1857. - Aus-
gewählte Schriften; II, 1907.

*Treller, Franz Edmund,

geb.
am 15. Oktbr. 1843 zu Kassel, wandte
sich nach absolviertem Gymnasium
der Bühne zu u. wirkte an den Thea-
tern zu Bremen, Oldenburg, Königs-
berg und durch 15 Jahre als Ober-
regisseur am ständischen Theater in
Riga. Hier war er auch ein eifriges
Mitglied des Rigaer Dichterbundes.
Der Brand des Theaters setzte seiner
dortigen Tätigkeit ein Ziel, u. T. zog
sich nun in seine Vaterstadt zurück,
um nur noch schriftstellerisch tätig zu
sein. Kurze Zeit führte er hier die
Redaktion der "Allgemein. Zeitung".
Er starb am 29. Juni 1908. Außer
einer großen Zahl von Schriften für
die reifere Jugend veröffentlichte er

S:

Jugendsünden (Schsp.). - Albrecht
(Schausp.). - Dr. Sanfleben (P.). -
Noblesse oblige (Dr.), sämtlich als
Manuskript gedruckt. - Des Königs
Narr (Schsp.), 1873. - Gela (Bild a.
deutscher Vorzeit), 1886. - Philipp
der Großmütige (Volksschsp. m. Ges.),
1890. - Marieleis (E.), 1891. - Die
Heilige Nacht (Weihnachtsspiel f. die
Volksbühne), 1891. - Vergessene Hel-
den (E. a. dem nordamerikan. Unab-
hängigkeitskriege), 1892. - Gustav
Adolf (Volksschsp.), 1894. - Was ich
me so gedacht hon (Erlebnisse, Erin-
nergn. eines alten Kasselaners), 3. A.
1895. - Theuda (Ein Sang a. grauer
Vorzeit), 1897. - Donna Manuela
(E. a. Argentiniens Bürgerkriegen),
1899. - Der Letzte vom "Admiral"
(E.), 1899. - Ein Polizei-Genie
(Schwank), 1900. - Der Sohn des
Gaucho (E.), 1901. - Der Held von
Trenton (E. a. d. amerik. Unabhän-
gigkeitskampfe), 1903. - Der Enkel
der Königin (E.), 1904. - Hungli (E.),
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Tre
1905. - Athene parthenos (N.), 1906.
- Unter dem Römerhelm (E. a. d. Z.
Kaiser Domitians), 2. A. 1909. - Die
Helden von Kreta (E.), 1910. - Ein
dämonisches Weib (R.), 1911. - Donna
Jnez (E. a. d. mittelamerik. Bürger-
kriege), 1911. - Korsisches Blut (R.),
1911. - Jhr erster Gatte (R.), 1911.
- Der Mexikaner (Krim.-E.), 1912.

*Trenkle, Franz Sales,

pseud.
Fritz Frei, wurde am 29. Januar
1860 in Waldkirch im Breisgau ge-
boren, kam Ostern 1867 mit seinen
Eltern nach Freiburg i. B., wo er
bis 1870 eine erweiterte Volksschule
und dann bis 1879 das Gymnasium
besuchte, worauf er an der Universi-
tät daselbst bis 1882 Theologie stu-
dierte. Nachdem er dann noch ein
Jahr lang philosophische Vorlesungen
in Heidelberg gehört, erhielt er 1883
die Ordination, pastorierte hierauf
als Vikar und Pfarrverweser an ver-
schiedenen Orten, erwarb sich 1886
den theologischen Doktorgrad und
habilitierte sich im Juni 1888 an der
Universität Freiburg. Seit 1894
außerordentlicher Professor, liest er
über das Neue Testament und neu-
testamentliche Zeitgeschichte u. schrieb
mehrere Werke aus dem Bereich die-
ser Fachwissenschaft. Jm Herbst 1904
wurde T. zum Stadtpfarrer am Mün-
ster zu Breisach b. Freiburg ernannt,
hat aber daneben seine Professur in
Freiburg beibehalten.

S:

Willa von
Waldkirch (E.), 1900.

*Trenkler(-Sieber), Elisabeth,


auch unter ihrem Mädchennamen
Elisabeth Sieber bekannt, wurde
am 23. Januar 1866 als die Tochter
eines Kaufmanns u. Fabrikanten in
Dresden geboren, empfing eine vor-
zügliche Bildung, die sich auch nach
der Schulzeit noch auf Musik-, Ge-
sang- und Rezitationsunterricht aus-
dehnte. Jhr dichterisches Talent regte
sich schon in den Schuljahren, und
1884 wurde ihr sogar für eine schrift-
stellerische Arbeit eine ehrende Aus-

*


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Tre
wurde in Berlin ſein Denkmal ent-
hüllt. Wir beſitzen von ihm eine
Reihe wertvoller hiſtoriſcher u. poli-
tiſcher Schriften. Hier ſind zu er-
wähnen

S:

Vaterländiſche Gedichte,
1856. – Studien (Ge.), 1857. – Aus-
gewählte Schriften; II, 1907.

*Treller, Franz Edmund,

geb.
am 15. Oktbr. 1843 zu Kaſſel, wandte
ſich nach abſolviertem Gymnaſium
der Bühne zu u. wirkte an den Thea-
tern zu Bremen, Oldenburg, Königs-
berg und durch 15 Jahre als Ober-
regiſſeur am ſtändiſchen Theater in
Riga. Hier war er auch ein eifriges
Mitglied des Rigaer Dichterbundes.
Der Brand des Theaters ſetzte ſeiner
dortigen Tätigkeit ein Ziel, u. T. zog
ſich nun in ſeine Vaterſtadt zurück,
um nur noch ſchriftſtelleriſch tätig zu
ſein. Kurze Zeit führte er hier die
Redaktion der „Allgemein. Zeitung“.
Er ſtarb am 29. Juni 1908. Außer
einer großen Zahl von Schriften für
die reifere Jugend veröffentlichte er

S:

Jugendſünden (Schſp.). – Albrecht
(Schauſp.). – Dr. Sanfleben (P.). –
Noblesse oblige (Dr.), ſämtlich als
Manuſkript gedruckt. – Des Königs
Narr (Schſp.), 1873. – Gela (Bild a.
deutſcher Vorzeit), 1886. – Philipp
der Großmütige (Volksſchſp. m. Geſ.),
1890. – Marieleis (E.), 1891. – Die
Heilige Nacht (Weihnachtsſpiel f. die
Volksbühne), 1891. – Vergeſſene Hel-
den (E. a. dem nordamerikan. Unab-
hängigkeitskriege), 1892. – Guſtav
Adolf (Volksſchſp.), 1894. – Was ich
me ſo gedacht hon (Erlebniſſe, Erin-
nergn. eines alten Kaſſelaners), 3. A.
1895. – Theuda (Ein Sang a. grauer
Vorzeit), 1897. – Donna Manuela
(E. a. Argentiniens Bürgerkriegen),
1899. – Der Letzte vom „Admiral“
(E.), 1899. – Ein Polizei-Genie
(Schwank), 1900. – Der Sohn des
Gaucho (E.), 1901. – Der Held von
Trenton (E. a. d. amerik. Unabhän-
gigkeitskampfe), 1903. – Der Enkel
der Königin (E.), 1904. – Hungli (E.),
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Tre
1905. – Athene parthenos (N.), 1906.
– Unter dem Römerhelm (E. a. d. Z.
Kaiſer Domitians), 2. A. 1909. – Die
Helden von Kreta (E.), 1910. – Ein
dämoniſches Weib (R.), 1911. – Donna
Jnez (E. a. d. mittelamerik. Bürger-
kriege), 1911. – Korſiſches Blut (R.),
1911. – Jhr erſter Gatte (R.), 1911.
– Der Mexikaner (Krim.-E.), 1912.

*Trenkle, Franz Sales,

pſeud.
Fritz Frei, wurde am 29. Januar
1860 in Waldkirch im Breisgau ge-
boren, kam Oſtern 1867 mit ſeinen
Eltern nach Freiburg i. B., wo er
bis 1870 eine erweiterte Volksſchule
und dann bis 1879 das Gymnaſium
beſuchte, worauf er an der Univerſi-
tät daſelbſt bis 1882 Theologie ſtu-
dierte. Nachdem er dann noch ein
Jahr lang philoſophiſche Vorleſungen
in Heidelberg gehört, erhielt er 1883
die Ordination, paſtorierte hierauf
als Vikar und Pfarrverweſer an ver-
ſchiedenen Orten, erwarb ſich 1886
den theologiſchen Doktorgrad und
habilitierte ſich im Juni 1888 an der
Univerſität Freiburg. Seit 1894
außerordentlicher Profeſſor, lieſt er
über das Neue Teſtament und neu-
teſtamentliche Zeitgeſchichte u. ſchrieb
mehrere Werke aus dem Bereich die-
ſer Fachwiſſenſchaft. Jm Herbſt 1904
wurde T. zum Stadtpfarrer am Mün-
ſter zu Breiſach b. Freiburg ernannt,
hat aber daneben ſeine Profeſſur in
Freiburg beibehalten.

S:

Willa von
Waldkirch (E.), 1900.

*Trenkler(-Sieber), Eliſabeth,


auch unter ihrem Mädchennamen
Eliſabeth Sieber bekannt, wurde
am 23. Januar 1866 als die Tochter
eines Kaufmanns u. Fabrikanten in
Dresden geboren, empfing eine vor-
zügliche Bildung, die ſich auch nach
der Schulzeit noch auf Muſik-, Ge-
ſang- und Rezitationsunterricht aus-
dehnte. Jhr dichteriſches Talent regte
ſich ſchon in den Schuljahren, und
1884 wurde ihr ſogar für eine ſchrift-
ſtelleriſche Arbeit eine ehrende Aus-

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[213/0217] Tre Tre wurde in Berlin ſein Denkmal ent- hüllt. Wir beſitzen von ihm eine Reihe wertvoller hiſtoriſcher u. poli- tiſcher Schriften. Hier ſind zu er- wähnen S: Vaterländiſche Gedichte, 1856. – Studien (Ge.), 1857. – Aus- gewählte Schriften; II, 1907. *Treller, Franz Edmund, geb. am 15. Oktbr. 1843 zu Kaſſel, wandte ſich nach abſolviertem Gymnaſium der Bühne zu u. wirkte an den Thea- tern zu Bremen, Oldenburg, Königs- berg und durch 15 Jahre als Ober- regiſſeur am ſtändiſchen Theater in Riga. Hier war er auch ein eifriges Mitglied des Rigaer Dichterbundes. Der Brand des Theaters ſetzte ſeiner dortigen Tätigkeit ein Ziel, u. T. zog ſich nun in ſeine Vaterſtadt zurück, um nur noch ſchriftſtelleriſch tätig zu ſein. Kurze Zeit führte er hier die Redaktion der „Allgemein. Zeitung“. Er ſtarb am 29. Juni 1908. Außer einer großen Zahl von Schriften für die reifere Jugend veröffentlichte er S: Jugendſünden (Schſp.). – Albrecht (Schauſp.). – Dr. Sanfleben (P.). – Noblesse oblige (Dr.), ſämtlich als Manuſkript gedruckt. – Des Königs Narr (Schſp.), 1873. – Gela (Bild a. deutſcher Vorzeit), 1886. – Philipp der Großmütige (Volksſchſp. m. Geſ.), 1890. – Marieleis (E.), 1891. – Die Heilige Nacht (Weihnachtsſpiel f. die Volksbühne), 1891. – Vergeſſene Hel- den (E. a. dem nordamerikan. Unab- hängigkeitskriege), 1892. – Guſtav Adolf (Volksſchſp.), 1894. – Was ich me ſo gedacht hon (Erlebniſſe, Erin- nergn. eines alten Kaſſelaners), 3. A. 1895. – Theuda (Ein Sang a. grauer Vorzeit), 1897. – Donna Manuela (E. a. Argentiniens Bürgerkriegen), 1899. – Der Letzte vom „Admiral“ (E.), 1899. – Ein Polizei-Genie (Schwank), 1900. – Der Sohn des Gaucho (E.), 1901. – Der Held von Trenton (E. a. d. amerik. Unabhän- gigkeitskampfe), 1903. – Der Enkel der Königin (E.), 1904. – Hungli (E.), 1905. – Athene parthenos (N.), 1906. – Unter dem Römerhelm (E. a. d. Z. Kaiſer Domitians), 2. A. 1909. – Die Helden von Kreta (E.), 1910. – Ein dämoniſches Weib (R.), 1911. – Donna Jnez (E. a. d. mittelamerik. Bürger- kriege), 1911. – Korſiſches Blut (R.), 1911. – Jhr erſter Gatte (R.), 1911. – Der Mexikaner (Krim.-E.), 1912. *Trenkle, Franz Sales, pſeud. Fritz Frei, wurde am 29. Januar 1860 in Waldkirch im Breisgau ge- boren, kam Oſtern 1867 mit ſeinen Eltern nach Freiburg i. B., wo er bis 1870 eine erweiterte Volksſchule und dann bis 1879 das Gymnaſium beſuchte, worauf er an der Univerſi- tät daſelbſt bis 1882 Theologie ſtu- dierte. Nachdem er dann noch ein Jahr lang philoſophiſche Vorleſungen in Heidelberg gehört, erhielt er 1883 die Ordination, paſtorierte hierauf als Vikar und Pfarrverweſer an ver- ſchiedenen Orten, erwarb ſich 1886 den theologiſchen Doktorgrad und habilitierte ſich im Juni 1888 an der Univerſität Freiburg. Seit 1894 außerordentlicher Profeſſor, lieſt er über das Neue Teſtament und neu- teſtamentliche Zeitgeſchichte u. ſchrieb mehrere Werke aus dem Bereich die- ſer Fachwiſſenſchaft. Jm Herbſt 1904 wurde T. zum Stadtpfarrer am Mün- ſter zu Breiſach b. Freiburg ernannt, hat aber daneben ſeine Profeſſur in Freiburg beibehalten. S: Willa von Waldkirch (E.), 1900. *Trenkler(-Sieber), Eliſabeth, auch unter ihrem Mädchennamen Eliſabeth Sieber bekannt, wurde am 23. Januar 1866 als die Tochter eines Kaufmanns u. Fabrikanten in Dresden geboren, empfing eine vor- zügliche Bildung, die ſich auch nach der Schulzeit noch auf Muſik-, Ge- ſang- und Rezitationsunterricht aus- dehnte. Jhr dichteriſches Talent regte ſich ſchon in den Schuljahren, und 1884 wurde ihr ſogar für eine ſchrift- ſtelleriſche Arbeit eine ehrende Aus- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 213. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon07_1913/217>, abgerufen am 19.03.2019.