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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Urb
*Urban, Michel,

geb. am 30. April
1847 zu Sandau bei Eger in Böhmen,
besuchte das k. k. Obergymnasium zu
Eger und studierte dann an den Uni-
versitäten Wien und Prag Medizin,
betrieb nebenher mit Vorliebe auch
historische Studien und erwarb sich
1873 an der deutschen Universität in
Prag die Würde eines Doktors der
gesamten Heilkunde. Darauf ließ er
sich in Plan bei Eger als praktischer
Arzt nieder u. wirkt noch jetzt daselbst.
Von 1882-1902 war er auch Mitglied
des dortigen Stadtrats. Als eine
Säule des Deutschtums in Böhmen
ist er sowohl als Schriftsteller wie als
Mitglied verschiedener Vereine zur
Wahrung der deutschen Jnteressen
tätig. So ist er z. B. politischer Mit-
arbeiter der Wochenschrift "Deutsche
Wacht an der Miesa", korrespond.
Mitglied der "Gesellschaft zur Förde-
rung deutscher Kunst u. Wissenschaft
in Böhmen" zu Prag, Mitarbeiter
der "Mitteilungen des Vereins für
Geschichte der Deutschen in Böhmen"
u. der vornehmen deutschböhm. Mo-
natschrift "Deutsche Arbeit" (Prag),
sowie mehrerer deutschböhmischer
"Jahrbücher". Seine schriftstellerische
Tätigkeit umfaßt sowohl das schön-
wissenschaftliche Gebiet als auch die
Topographie des Egerlandes, und der
Gemeindeausschuß seiner Vaterstadt
verlieh ihm dafür schon 1875 das
Ehrenbürgerrecht. Zu erwähnen sind
hier seine

S:

Aus dem Sagenbuch der
ehemaligen Herrschaft Königswart,
1879. - Aus dem Sagenbuche von
Plan, 1882. - Frohe Klänge aus der
Rockenstube und a Sträußl Hana-
buttn-Räisla (Ge.), 1890. - Auf deut-
scher Wacht (Lr., Ge. und Sprüche),
1892. - As da Haimat (Volkslieder),
1894. - Alladahand G'schichtla as'n
Eghaland, 1898. - Eppas Bläimla
as'n Tüllwold (Ge. in Egerländer
Mdt.), 1900. - Dorfschwalben aus
dem Egerlande (Ge. und Sprüche),
1901. - Erzählungen aus dem Eger-
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Usch
lande, 1901. - Knospen und Blätter
von alldeutscher Eiche (En.), 1901. -
Aus dem Volksleben des Tepl-Wese-
ritzer Hochlandes, 1903. - Heimat-
blumen (Ge.), 1904. - Deutsches
Ehrenkränzlein (Ge.), 1905. - Aus
Volksmund und Chronik (Sgn. der
Stadt Plan), 1906. - Bunte Steine
(E.), 1907. - G'sangla as da west-
bäimischn. Heimat, 1908. - Egha-
landa Schaugn, 1909. - Sagen, Mär-
chen, volkstümliche G'schicht'ln und
Denkwürdigkeiten a. d. westböhmi-
schen Heimat, 1910.

*Urbantschitsch, Minna,

wurde
1873 in Wien als die Tochter des
Professors der Medizin an der dor-
tigen Universität, Viktor U., geboren
u. lebt noch jetzt daselbst in dem Hause
ihres Vaters. Jn einem glücklichen
Familienkreise aufgewachsen, mit
großer Sorgfalt erzogen, hat sie die
Schattenseiten des Lebens bisher
nicht kennen gelernt. Frühe betätigte
sich ihre lebhafte Phantasie in der
Erfindung von Märchen und Alle-
gorien; für die Novelle fehlte ihr die
nötige Weltkenntnis, da von dem
vielbewegten Leben der Außenwelt
bisher nur ein Strahl des Friedens
in ihre Seele fiel. Seitdem ihr jedoch
das erste Gedicht gelungen war und
sie in der Folge 1893 den Unterricht
des bekannten Freiherrn Alfred Ber-
ger über die Schönheiten und Fein-
heiten der Poesie erhalten hatte, hat
sie sich mit Vorliebe der lyrischen
Poesie zugewendet.

S:

Schneerosen
(Ge.), 1895. - Margueriten (Neue
Ge.), 1898.

Ursus Teutonicus,

Pseud. für
Eduard Daelen; s. d.!

Ury, Elise,

geb. am 1. Novbr. 1877
in Berlin, lebt (1904) in Charlotten-
burg.

S:

Was das Sonntagskind
erlauscht (En. u. M.), 1905. - Stu-
dierte Mädel (E. f. junge Mädchen),
1906.

*Uschner, Karl August Wilhelm,


pseud. Julian oder Chr. Klaus-

*

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Urb
*Urban, Michel,

geb. am 30. April
1847 zu Sandau bei Eger in Böhmen,
beſuchte das k. k. Obergymnaſium zu
Eger und ſtudierte dann an den Uni-
verſitäten Wien und Prag Medizin,
betrieb nebenher mit Vorliebe auch
hiſtoriſche Studien und erwarb ſich
1873 an der deutſchen Univerſität in
Prag die Würde eines Doktors der
geſamten Heilkunde. Darauf ließ er
ſich in Plan bei Eger als praktiſcher
Arzt nieder u. wirkt noch jetzt daſelbſt.
Von 1882–1902 war er auch Mitglied
des dortigen Stadtrats. Als eine
Säule des Deutſchtums in Böhmen
iſt er ſowohl als Schriftſteller wie als
Mitglied verſchiedener Vereine zur
Wahrung der deutſchen Jntereſſen
tätig. So iſt er z. B. politiſcher Mit-
arbeiter der Wochenſchrift „Deutſche
Wacht an der Mieſa“, korreſpond.
Mitglied der „Geſellſchaft zur Förde-
rung deutſcher Kunſt u. Wiſſenſchaft
in Böhmen“ zu Prag, Mitarbeiter
der „Mitteilungen des Vereins für
Geſchichte der Deutſchen in Böhmen“
u. der vornehmen deutſchböhm. Mo-
natſchrift „Deutſche Arbeit“ (Prag),
ſowie mehrerer deutſchböhmiſcher
„Jahrbücher“. Seine ſchriftſtelleriſche
Tätigkeit umfaßt ſowohl das ſchön-
wiſſenſchaftliche Gebiet als auch die
Topographie des Egerlandes, und der
Gemeindeausſchuß ſeiner Vaterſtadt
verlieh ihm dafür ſchon 1875 das
Ehrenbürgerrecht. Zu erwähnen ſind
hier ſeine

S:

Aus dem Sagenbuch der
ehemaligen Herrſchaft Königswart,
1879. – Aus dem Sagenbuche von
Plan, 1882. – Frohe Klänge aus der
Rockenſtube und a Sträußl Hana-
buttn-Räisla (Ge.), 1890. – Auf deut-
ſcher Wacht (Lr., Ge. und Sprüche),
1892. – As da Haimat (Volkslieder),
1894. – Alladahand G’ſchichtla as’n
Eghaland, 1898. – Eppas Bläimla
as’n Tüllwold (Ge. in Egerländer
Mdt.), 1900. – Dorfſchwalben aus
dem Egerlande (Ge. und Sprüche),
1901. – Erzählungen aus dem Eger-
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Uſch
lande, 1901. – Knoſpen und Blätter
von alldeutſcher Eiche (En.), 1901. –
Aus dem Volksleben des Tepl-Weſe-
ritzer Hochlandes, 1903. – Heimat-
blumen (Ge.), 1904. – Deutſches
Ehrenkränzlein (Ge.), 1905. – Aus
Volksmund und Chronik (Sgn. der
Stadt Plan), 1906. – Bunte Steine
(E.), 1907. – G’ſangla as da weſt-
bäimiſchn. Heimat, 1908. – Egha-
landa Schaugn, 1909. – Sagen, Mär-
chen, volkstümliche G’ſchicht’ln und
Denkwürdigkeiten a. d. weſtböhmi-
ſchen Heimat, 1910.

*Urbantſchitſch, Minna,

wurde
1873 in Wien als die Tochter des
Profeſſors der Medizin an der dor-
tigen Univerſität, Viktor U., geboren
u. lebt noch jetzt daſelbſt in dem Hauſe
ihres Vaters. Jn einem glücklichen
Familienkreiſe aufgewachſen, mit
großer Sorgfalt erzogen, hat ſie die
Schattenſeiten des Lebens bisher
nicht kennen gelernt. Frühe betätigte
ſich ihre lebhafte Phantaſie in der
Erfindung von Märchen und Alle-
gorien; für die Novelle fehlte ihr die
nötige Weltkenntnis, da von dem
vielbewegten Leben der Außenwelt
bisher nur ein Strahl des Friedens
in ihre Seele fiel. Seitdem ihr jedoch
das erſte Gedicht gelungen war und
ſie in der Folge 1893 den Unterricht
des bekannten Freiherrn Alfred Ber-
ger über die Schönheiten und Fein-
heiten der Poeſie erhalten hatte, hat
ſie ſich mit Vorliebe der lyriſchen
Poeſie zugewendet.

S:

Schneeroſen
(Ge.), 1895. – Margueriten (Neue
Ge.), 1898.

Urſus Teutonicus,

Pſeud. für
Eduard Daelen; ſ. d.!

Ury, Eliſe,

geb. am 1. Novbr. 1877
in Berlin, lebt (1904) in Charlotten-
burg.

S:

Was das Sonntagskind
erlauſcht (En. u. M.), 1905. – Stu-
dierte Mädel (E. f. junge Mädchen),
1906.

*Uſchner, Karl Auguſt Wilhelm,


pſeud. Julian oder Chr. Klaus-

*
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[247/0251] Urb Uſch *Urban, Michel, geb. am 30. April 1847 zu Sandau bei Eger in Böhmen, beſuchte das k. k. Obergymnaſium zu Eger und ſtudierte dann an den Uni- verſitäten Wien und Prag Medizin, betrieb nebenher mit Vorliebe auch hiſtoriſche Studien und erwarb ſich 1873 an der deutſchen Univerſität in Prag die Würde eines Doktors der geſamten Heilkunde. Darauf ließ er ſich in Plan bei Eger als praktiſcher Arzt nieder u. wirkt noch jetzt daſelbſt. Von 1882–1902 war er auch Mitglied des dortigen Stadtrats. Als eine Säule des Deutſchtums in Böhmen iſt er ſowohl als Schriftſteller wie als Mitglied verſchiedener Vereine zur Wahrung der deutſchen Jntereſſen tätig. So iſt er z. B. politiſcher Mit- arbeiter der Wochenſchrift „Deutſche Wacht an der Mieſa“, korreſpond. Mitglied der „Geſellſchaft zur Förde- rung deutſcher Kunſt u. Wiſſenſchaft in Böhmen“ zu Prag, Mitarbeiter der „Mitteilungen des Vereins für Geſchichte der Deutſchen in Böhmen“ u. der vornehmen deutſchböhm. Mo- natſchrift „Deutſche Arbeit“ (Prag), ſowie mehrerer deutſchböhmiſcher „Jahrbücher“. Seine ſchriftſtelleriſche Tätigkeit umfaßt ſowohl das ſchön- wiſſenſchaftliche Gebiet als auch die Topographie des Egerlandes, und der Gemeindeausſchuß ſeiner Vaterſtadt verlieh ihm dafür ſchon 1875 das Ehrenbürgerrecht. Zu erwähnen ſind hier ſeine S: Aus dem Sagenbuch der ehemaligen Herrſchaft Königswart, 1879. – Aus dem Sagenbuche von Plan, 1882. – Frohe Klänge aus der Rockenſtube und a Sträußl Hana- buttn-Räisla (Ge.), 1890. – Auf deut- ſcher Wacht (Lr., Ge. und Sprüche), 1892. – As da Haimat (Volkslieder), 1894. – Alladahand G’ſchichtla as’n Eghaland, 1898. – Eppas Bläimla as’n Tüllwold (Ge. in Egerländer Mdt.), 1900. – Dorfſchwalben aus dem Egerlande (Ge. und Sprüche), 1901. – Erzählungen aus dem Eger- lande, 1901. – Knoſpen und Blätter von alldeutſcher Eiche (En.), 1901. – Aus dem Volksleben des Tepl-Weſe- ritzer Hochlandes, 1903. – Heimat- blumen (Ge.), 1904. – Deutſches Ehrenkränzlein (Ge.), 1905. – Aus Volksmund und Chronik (Sgn. der Stadt Plan), 1906. – Bunte Steine (E.), 1907. – G’ſangla as da weſt- bäimiſchn. Heimat, 1908. – Egha- landa Schaugn, 1909. – Sagen, Mär- chen, volkstümliche G’ſchicht’ln und Denkwürdigkeiten a. d. weſtböhmi- ſchen Heimat, 1910. *Urbantſchitſch, Minna, wurde 1873 in Wien als die Tochter des Profeſſors der Medizin an der dor- tigen Univerſität, Viktor U., geboren u. lebt noch jetzt daſelbſt in dem Hauſe ihres Vaters. Jn einem glücklichen Familienkreiſe aufgewachſen, mit großer Sorgfalt erzogen, hat ſie die Schattenſeiten des Lebens bisher nicht kennen gelernt. Frühe betätigte ſich ihre lebhafte Phantaſie in der Erfindung von Märchen und Alle- gorien; für die Novelle fehlte ihr die nötige Weltkenntnis, da von dem vielbewegten Leben der Außenwelt bisher nur ein Strahl des Friedens in ihre Seele fiel. Seitdem ihr jedoch das erſte Gedicht gelungen war und ſie in der Folge 1893 den Unterricht des bekannten Freiherrn Alfred Ber- ger über die Schönheiten und Fein- heiten der Poeſie erhalten hatte, hat ſie ſich mit Vorliebe der lyriſchen Poeſie zugewendet. S: Schneeroſen (Ge.), 1895. – Margueriten (Neue Ge.), 1898. Urſus Teutonicus, Pſeud. für Eduard Daelen; ſ. d.! Ury, Eliſe, geb. am 1. Novbr. 1877 in Berlin, lebt (1904) in Charlotten- burg. S: Was das Sonntagskind erlauſcht (En. u. M.), 1905. – Stu- dierte Mädel (E. f. junge Mädchen), 1906. *Uſchner, Karl Auguſt Wilhelm, pſeud. Julian oder Chr. Klaus- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 247. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon07_1913/251>, abgerufen am 23.03.2019.