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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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rus 1866-67; Bd. IV von J. J. Ho-
negger bearbeitet, Ebd. 1876). Noch
bekannter ist V. durch seine auf-
opfernde Gastfreundschaft und die
neidlose u. tätige Teilnahme gewor-
den, die er fremdem Verdienst u. auf-
strebenden Talenten gewährte. Er
starb nach längerem Leiden am 22.
April 1899.

S:

Erinnerungen an
Emil (Ge.), 1860. - Gedichte, 1861. -
Lyrische Gedichte, 1868. - Neuere Ge-
dichte, 1868. - Gedichte, eingeleitet
von J. J. Honegger, 1879. 14. A. 1890.
- Schönheiten und Schrecknisse der
schweizerischen Alpenwelt (Prosa und
Poesie, mit J. B. Bandlin), 1868. -
Taranteln (Epigr.), 1868. - Das
Klöntal (G.), 1870. - Raketen (Epi-
gramme), 1871. - Wilde Kastanien
(Epigr.), 1871. - Birkenzweige (Epi-
gr.), 1871. - Der Glärnisch im Lichte
der Dichtung, 1873. - Bilder aus den
Alpen (Ge.), 1874. - Aus der Ju-
gendzeit (Ge.), 1875. - Dornen (Epi-
gr.), 1875. - Stille Lieder, 1875. -
Wespen (Epigr. Kleinigkeiten), 1880.
- Vor einem Denkmale (Ge.), 1884. -
Erinnerungen an das Klöntal (Ge.),
1878. 6. A. 1889. - Wilde Rosen
(Sat. und Epig.), 1888. - Die Glocke
im Lichte der deutschen Dichtung (mit
P. Gall Morel ges. u. hrsg.), 2. Aufl.,
1894. - Meine Heimat (Naturlieder),
1893.

Vogel vom Spielberg, Anna


Psd. für Anna Astl-Leonhard;
s. d.!

*Vogeler, Adolf,

* am 6. Novbr.
1858 zu Minden in Westfalen als der
Sohn eines Kaufmanns, besuchte die
Bürgerschule u. das Gymnasium da-
selbst und ging mit 18 Jahren zur
Universität Bonn, wo er Philologie,
Kunstgeschichte und besonders Ge-
schichte studierte. Jn Berlin setzte
er seine Studien fort, und nachdem
er in Göttingen 1880 die Würde eines
Dr. phil. erlangt und hier noch
ein halbes Jahr Geographie studiert
hatte, trat er Ostern 1882 als Pro-
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bandus am Gymnasium Andrea-
neum in Hildesheim ein, an welchem
er im Juli 1884 fest angestellt wurde.
Bei der Trennung dieser Anstalt in
ein Gymnasium und Realgymnasium
(Ostern 1885) trat er an das letztere
über und wirkt noch jetzt an demsel-
ben als Oberlehrer. 1902 wurde er
zum Professor ernannt.

S:

König
Rudolf (Tr.), 1887. - Zeus von
Olympia (Lsp.), 1888. - Das Wun-
der vom Rosenstock (Romantisches
Schauspiel), 1893. - Herodias (Hist.
N. aus der Zeit der Pariser Blut-
hochzeit), 1895. - Wer liebt? (Schsp.),
1896. - Jphigenie im Drama der
Griechen und bei Goethe, 1900. - Die
Sturmglocke (Tr.), 1901. 2. A. 1904.
- Kollegen (Schsp.), 1907. - Ännchen
von Tharau (Spiel a. d. Z. d. 30 j.
Krieges, z. Erinnerg. an Simon Dach.
Mit e. Liederanhang), 1912.

Vogeler, Heinrich Johann,


geb. am 15. Dezember 1872 in Bre-
men, bezog nach vollendeter Schul-
bildung 1891 die Zeichenklasse der
Kunstakademie in Düsseldorf, wo er
zwei Jahre lang unter Janssen und
Artur Kampf studierte, im wesent-
lichen aber sich selbständig zum Maler
bildete. Jm Jahre 1894 kam er in
den Kreis der Maler zu Worpswede
bei Bremen, wo er sich bald ein eige-
nes Haus erbaute, an dem er seine
kunstgewerbliche Begabung betätigen
konnte. Er lebt noch jetzt daselbst,
doch unternimmt er von hier aus
häufig große Reisen, die ihn schon
nach Holland, Belgien, Jtalien und
Paris geführt haben. Jm J. 1912
wurde er zum Mitgliede der Union
Internationale des Beaux-Arts et des
Lettres
in Paris ernannt. Eine große
Zahl von Gemälden u. Radierungen
aus der Märchenwelt verdanken wir
seinem schöpferischen Talent. Jn
neuester Zeit hat er seine Tätigkeit
besonders dem kunstgewerblichen Ge-
biet zugewandt. Hier sind zu erwäh-
nen

S:

"Dir" (Ge.), 1899.

*


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Vog
rus 1866–67; Bd. IV von J. J. Ho-
negger bearbeitet, Ebd. 1876). Noch
bekannter iſt V. durch ſeine auf-
opfernde Gaſtfreundſchaft und die
neidloſe u. tätige Teilnahme gewor-
den, die er fremdem Verdienſt u. auf-
ſtrebenden Talenten gewährte. Er
ſtarb nach längerem Leiden am 22.
April 1899.

S:

Erinnerungen an
Emil (Ge.), 1860. – Gedichte, 1861. –
Lyriſche Gedichte, 1868. – Neuere Ge-
dichte, 1868. – Gedichte, eingeleitet
von J. J. Honegger, 1879. 14. A. 1890.
– Schönheiten und Schreckniſſe der
ſchweizeriſchen Alpenwelt (Proſa und
Poeſie, mit J. B. Bandlin), 1868. –
Taranteln (Epigr.), 1868. – Das
Klöntal (G.), 1870. – Raketen (Epi-
gramme), 1871. – Wilde Kaſtanien
(Epigr.), 1871. – Birkenzweige (Epi-
gr.), 1871. – Der Glärniſch im Lichte
der Dichtung, 1873. – Bilder aus den
Alpen (Ge.), 1874. – Aus der Ju-
gendzeit (Ge.), 1875. – Dornen (Epi-
gr.), 1875. – Stille Lieder, 1875. –
Wespen (Epigr. Kleinigkeiten), 1880.
– Vor einem Denkmale (Ge.), 1884. –
Erinnerungen an das Klöntal (Ge.),
1878. 6. A. 1889. – Wilde Roſen
(Sat. und Epig.), 1888. – Die Glocke
im Lichte der deutſchen Dichtung (mit
P. Gall Morel geſ. u. hrsg.), 2. Aufl.,
1894. – Meine Heimat (Naturlieder),
1893.

Vogel vom Spielberg, Anna


Pſd. für Anna Aſtl-Leonhard;
ſ. d.!

*Vogeler, Adolf,

* am 6. Novbr.
1858 zu Minden in Weſtfalen als der
Sohn eines Kaufmanns, beſuchte die
Bürgerſchule u. das Gymnaſium da-
ſelbſt und ging mit 18 Jahren zur
Univerſität Bonn, wo er Philologie,
Kunſtgeſchichte und beſonders Ge-
ſchichte ſtudierte. Jn Berlin ſetzte
er ſeine Studien fort, und nachdem
er in Göttingen 1880 die Würde eines
Dr. phil. erlangt und hier noch
ein halbes Jahr Geographie ſtudiert
hatte, trat er Oſtern 1882 als Pro-
[Spaltenumbruch]

Vog
bandus am Gymnaſium Andrea-
neum in Hildesheim ein, an welchem
er im Juli 1884 feſt angeſtellt wurde.
Bei der Trennung dieſer Anſtalt in
ein Gymnaſium und Realgymnaſium
(Oſtern 1885) trat er an das letztere
über und wirkt noch jetzt an demſel-
ben als Oberlehrer. 1902 wurde er
zum Profeſſor ernannt.

S:

König
Rudolf (Tr.), 1887. – Zeus von
Olympia (Lſp.), 1888. – Das Wun-
der vom Roſenſtock (Romantiſches
Schauſpiel), 1893. – Herodias (Hiſt.
N. aus der Zeit der Pariſer Blut-
hochzeit), 1895. – Wer liebt? (Schſp.),
1896. – Jphigenie im Drama der
Griechen und bei Goethe, 1900. – Die
Sturmglocke (Tr.), 1901. 2. A. 1904.
– Kollegen (Schſp.), 1907. – Ännchen
von Tharau (Spiel a. d. Z. d. 30 j.
Krieges, z. Erinnerg. an Simon Dach.
Mit e. Liederanhang), 1912.

Vogeler, Heinrich Johann,


geb. am 15. Dezember 1872 in Bre-
men, bezog nach vollendeter Schul-
bildung 1891 die Zeichenklaſſe der
Kunſtakademie in Düſſeldorf, wo er
zwei Jahre lang unter Janſſen und
Artur Kampf ſtudierte, im weſent-
lichen aber ſich ſelbſtändig zum Maler
bildete. Jm Jahre 1894 kam er in
den Kreis der Maler zu Worpswede
bei Bremen, wo er ſich bald ein eige-
nes Haus erbaute, an dem er ſeine
kunſtgewerbliche Begabung betätigen
konnte. Er lebt noch jetzt daſelbſt,
doch unternimmt er von hier aus
häufig große Reiſen, die ihn ſchon
nach Holland, Belgien, Jtalien und
Paris geführt haben. Jm J. 1912
wurde er zum Mitgliede der Union
Internationale des Beaux-Arts et des
Lettres
in Paris ernannt. Eine große
Zahl von Gemälden u. Radierungen
aus der Märchenwelt verdanken wir
ſeinem ſchöpferiſchen Talent. Jn
neueſter Zeit hat er ſeine Tätigkeit
beſonders dem kunſtgewerblichen Ge-
biet zugewandt. Hier ſind zu erwäh-
nen

S:

„Dir“ (Ge.), 1899.

*
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[270/0274] Vog Vog rus 1866–67; Bd. IV von J. J. Ho- negger bearbeitet, Ebd. 1876). Noch bekannter iſt V. durch ſeine auf- opfernde Gaſtfreundſchaft und die neidloſe u. tätige Teilnahme gewor- den, die er fremdem Verdienſt u. auf- ſtrebenden Talenten gewährte. Er ſtarb nach längerem Leiden am 22. April 1899. S: Erinnerungen an Emil (Ge.), 1860. – Gedichte, 1861. – Lyriſche Gedichte, 1868. – Neuere Ge- dichte, 1868. – Gedichte, eingeleitet von J. J. Honegger, 1879. 14. A. 1890. – Schönheiten und Schreckniſſe der ſchweizeriſchen Alpenwelt (Proſa und Poeſie, mit J. B. Bandlin), 1868. – Taranteln (Epigr.), 1868. – Das Klöntal (G.), 1870. – Raketen (Epi- gramme), 1871. – Wilde Kaſtanien (Epigr.), 1871. – Birkenzweige (Epi- gr.), 1871. – Der Glärniſch im Lichte der Dichtung, 1873. – Bilder aus den Alpen (Ge.), 1874. – Aus der Ju- gendzeit (Ge.), 1875. – Dornen (Epi- gr.), 1875. – Stille Lieder, 1875. – Wespen (Epigr. Kleinigkeiten), 1880. – Vor einem Denkmale (Ge.), 1884. – Erinnerungen an das Klöntal (Ge.), 1878. 6. A. 1889. – Wilde Roſen (Sat. und Epig.), 1888. – Die Glocke im Lichte der deutſchen Dichtung (mit P. Gall Morel geſ. u. hrsg.), 2. Aufl., 1894. – Meine Heimat (Naturlieder), 1893. Vogel vom Spielberg, Anna Pſd. für Anna Aſtl-Leonhard; ſ. d.! *Vogeler, Adolf, * am 6. Novbr. 1858 zu Minden in Weſtfalen als der Sohn eines Kaufmanns, beſuchte die Bürgerſchule u. das Gymnaſium da- ſelbſt und ging mit 18 Jahren zur Univerſität Bonn, wo er Philologie, Kunſtgeſchichte und beſonders Ge- ſchichte ſtudierte. Jn Berlin ſetzte er ſeine Studien fort, und nachdem er in Göttingen 1880 die Würde eines Dr. phil. erlangt und hier noch ein halbes Jahr Geographie ſtudiert hatte, trat er Oſtern 1882 als Pro- bandus am Gymnaſium Andrea- neum in Hildesheim ein, an welchem er im Juli 1884 feſt angeſtellt wurde. Bei der Trennung dieſer Anſtalt in ein Gymnaſium und Realgymnaſium (Oſtern 1885) trat er an das letztere über und wirkt noch jetzt an demſel- ben als Oberlehrer. 1902 wurde er zum Profeſſor ernannt. S: König Rudolf (Tr.), 1887. – Zeus von Olympia (Lſp.), 1888. – Das Wun- der vom Roſenſtock (Romantiſches Schauſpiel), 1893. – Herodias (Hiſt. N. aus der Zeit der Pariſer Blut- hochzeit), 1895. – Wer liebt? (Schſp.), 1896. – Jphigenie im Drama der Griechen und bei Goethe, 1900. – Die Sturmglocke (Tr.), 1901. 2. A. 1904. – Kollegen (Schſp.), 1907. – Ännchen von Tharau (Spiel a. d. Z. d. 30 j. Krieges, z. Erinnerg. an Simon Dach. Mit e. Liederanhang), 1912. Vogeler, Heinrich Johann, geb. am 15. Dezember 1872 in Bre- men, bezog nach vollendeter Schul- bildung 1891 die Zeichenklaſſe der Kunſtakademie in Düſſeldorf, wo er zwei Jahre lang unter Janſſen und Artur Kampf ſtudierte, im weſent- lichen aber ſich ſelbſtändig zum Maler bildete. Jm Jahre 1894 kam er in den Kreis der Maler zu Worpswede bei Bremen, wo er ſich bald ein eige- nes Haus erbaute, an dem er ſeine kunſtgewerbliche Begabung betätigen konnte. Er lebt noch jetzt daſelbſt, doch unternimmt er von hier aus häufig große Reiſen, die ihn ſchon nach Holland, Belgien, Jtalien und Paris geführt haben. Jm J. 1912 wurde er zum Mitgliede der Union Internationale des Beaux-Arts et des Lettres in Paris ernannt. Eine große Zahl von Gemälden u. Radierungen aus der Märchenwelt verdanken wir ſeinem ſchöpferiſchen Talent. Jn neueſter Zeit hat er ſeine Tätigkeit beſonders dem kunſtgewerblichen Ge- biet zugewandt. Hier ſind zu erwäh- nen S: „Dir“ (Ge.), 1899. *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 270. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon07_1913/274>, abgerufen am 23.03.2019.