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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Volk
fluß er sich mehr und mehr dem Ka-
tholizismus zuneigte. Seit dem Früh-
jahr 1838 beim Regierungskollegium
in Erfurt angestellt, unternahm er
in der Folge wiederholte Reisen nach
Süddeutschland und trat auf einer
solchen am 18. Oktbr. 1855 in Aigen
bei Salzburg mit seiner Gattin zur
katholischen Kirche über. Seit 1858
zu Erfurt im Ruhestande lebend,
starb er daselbst am 17. März 1869.

S:

Osmia (Tr. a. d. Portugies. der
Gräfin Vimieiro übers.), 1824. -
See-Anemonen (Nn. eines Unbekann-
ten; hrsg. von F. W. Genthe), 1836.
- Schweden, sonst und jetzt (Reise-
briefe), 1847. - Die Märtyrer (Dr.
G., a. d. Schwedischen des Stagne-
lius übers.), 1853. - Caupolican (E.);
II, 1859. - Wilhelm von Aquitanien,
ein Großer der Welt, ein Heiliger der
Kirche u. ein Held der Sage u. Dich-
tung, 1865.

Volkart, Martha,

Pseudon. für
Martha Wichgraf; s. d.!

*Voelkel, Karl,

pseud. Rudolf
Venrath
, wurde am 3. Jan. 1869
zu Tanna (Reuß, jüng. Linie) als der
Sohn eines Lehrers geboren, besuchte
seit dem Herbst 1881 das Gymna-
sium zu Schleiz, mußte dasselbe aber
wegen andauernder Krankheit im
Nov. 1884 wieder verlassen und zur
Wiederherstellung seiner Gesundheit
ins Elternhaus zurückkehren. Ostern
1885 trat er als Lehrling in ein
Fabrikgeschäft in Ölsnitz in Sachsen
ein, dem er bis 1899 als Kommis an-
gehörte. Danach beschäftigte er sich
ein Jahr lang mit Sprachstudien, die
er in Plauen i. V. zu vertiefen suchte,
und kehrte im Mai 1901 nach Ölsnitz
zurück, wo er jetzt in einer bedeuten-
den Korsettfabrik als Kaufmann tätig
ist.

S:

Burschenstimmen in Dur u.
Moll, 1890. - Heinrich und Jutta
(Ep. G.), 1905 (Sv.). - Burgstein
(Ep. G.), 1912.

Volker, F.,

Psd. für Friedrich
Heinle
; s. d.!

[Spaltenumbruch]
Volk
Volker, Friedrich,

Pseudon. für
Friedrich Vetter; s. d.!

Volker, Reinhard,

Pseudon. für
Reinhard Spitzner; s. d.!

*Volkert, Oskar,

geb. am 4. Jan.
1874 in Schönberg (Oberlausitz) als
der Sohn eines Tuchfabrikanten, be-
zog nach einer glücklichen Kinderzeit
1888 die Präparandenanstalt in
Reichenbach (Oberlausitz) und 1890
das dortige Lehrerseminar, das er
1893 verließ, um zunächst einige Mo-
nate vertretungsweise in Friedeberg
am Queis eine Lehrerstelle zu ver-
walten. Von Ostern 1894 bis Ende
1898 war er Lehrer in Görisseiffen,
dann bis Ostern 1900 in Nikolaus-
dorf bei Görlitz und seitdem in Ebers-
bach (Oberlausitz).

S:

Zehn Jahre
durch Nacht und Licht (Erstlingsgabe
in 100 Ge.), 1899.

Volkhausen, Julie Adeline,


geb. Voigt, wurde 1823 zu So-
lingen geboren und verheiratete sich
1853 mit D. Ph. K. Frdr. Volkhausen,
Privatlehrer in Hamburg, dem sie
1867 nach Frankfurt a. M. folgte,
wo er die Redaktion der "Frankfur-
ter Zeitung" übernahm. Später lebte
sie in Düsseldorf, wo ihr Gatte im
Oktbr. 1899 starb.

S:

Jrren und
Finden (R.), 1859. - Sara (R.), 1861.
- Der Tannenhof (R.); III, 1865. -
Das Kind aus dem Ebräergang (R.);
II, 1870.

*Volkhausen, Karl,

pseud. Karl
Biegemann
, wurde am 6. Febr.
1854 auf dem uralten Amtsmeier-
hofe Volkhausen bei Schötmar (Lippe-
Detmold) geboren, besuchte bis zum
zehnten Jahre die Elementarschule
und dann bis 1872 das Gymnasium
in Detmold, worauf er in Würzburg,
Göttingen und Leipzig Medizin stu-
dierte. Nachdem er im Winter 1876
bis 1877 seine Staatsprüfung ab-
gelegt, genügte er in Detmold und
Minden seiner Militärpflicht u. ließ
sich dann im Juni 1878 in Schötmar
als praktischer Arzt nieder. Hier lebt

*


[Spaltenumbruch]

Volk
fluß er ſich mehr und mehr dem Ka-
tholizismus zuneigte. Seit dem Früh-
jahr 1838 beim Regierungskollegium
in Erfurt angeſtellt, unternahm er
in der Folge wiederholte Reiſen nach
Süddeutſchland und trat auf einer
ſolchen am 18. Oktbr. 1855 in Aigen
bei Salzburg mit ſeiner Gattin zur
katholiſchen Kirche über. Seit 1858
zu Erfurt im Ruheſtande lebend,
ſtarb er daſelbſt am 17. März 1869.

S:

Osmia (Tr. a. d. Portugieſ. der
Gräfin Vimieiro überſ.), 1824. –
See-Anemonen (Nn. eines Unbekann-
ten; hrsg. von F. W. Genthe), 1836.
– Schweden, ſonſt und jetzt (Reiſe-
briefe), 1847. – Die Märtyrer (Dr.
G., a. d. Schwediſchen des Stagne-
lius überſ.), 1853. – Caupolican (E.);
II, 1859. – Wilhelm von Aquitanien,
ein Großer der Welt, ein Heiliger der
Kirche u. ein Held der Sage u. Dich-
tung, 1865.

Volkart, Martha,

Pſeudon. für
Martha Wichgraf; ſ. d.!

*Voelkel, Karl,

pſeud. Rudolf
Venrath
, wurde am 3. Jan. 1869
zu Tanna (Reuß, jüng. Linie) als der
Sohn eines Lehrers geboren, beſuchte
ſeit dem Herbſt 1881 das Gymna-
ſium zu Schleiz, mußte dasſelbe aber
wegen andauernder Krankheit im
Nov. 1884 wieder verlaſſen und zur
Wiederherſtellung ſeiner Geſundheit
ins Elternhaus zurückkehren. Oſtern
1885 trat er als Lehrling in ein
Fabrikgeſchäft in Ölsnitz in Sachſen
ein, dem er bis 1899 als Kommis an-
gehörte. Danach beſchäftigte er ſich
ein Jahr lang mit Sprachſtudien, die
er in Plauen i. V. zu vertiefen ſuchte,
und kehrte im Mai 1901 nach Ölsnitz
zurück, wo er jetzt in einer bedeuten-
den Korſettfabrik als Kaufmann tätig
iſt.

S:

Burſchenſtimmen in Dur u.
Moll, 1890. – Heinrich und Jutta
(Ep. G.), 1905 (Sv.). – Burgſtein
(Ep. G.), 1912.

Volker, F.,

Pſd. für Friedrich
Heinle
; ſ. d.!

[Spaltenumbruch]
Volk
Volker, Friedrich,

Pſeudon. für
Friedrich Vetter; ſ. d.!

Volker, Reinhard,

Pſeudon. für
Reinhard Spitzner; ſ. d.!

*Volkert, Oskar,

geb. am 4. Jan.
1874 in Schönberg (Oberlauſitz) als
der Sohn eines Tuchfabrikanten, be-
zog nach einer glücklichen Kinderzeit
1888 die Präparandenanſtalt in
Reichenbach (Oberlauſitz) und 1890
das dortige Lehrerſeminar, das er
1893 verließ, um zunächſt einige Mo-
nate vertretungsweiſe in Friedeberg
am Queis eine Lehrerſtelle zu ver-
walten. Von Oſtern 1894 bis Ende
1898 war er Lehrer in Görisſeiffen,
dann bis Oſtern 1900 in Nikolaus-
dorf bei Görlitz und ſeitdem in Ebers-
bach (Oberlauſitz).

S:

Zehn Jahre
durch Nacht und Licht (Erſtlingsgabe
in 100 Ge.), 1899.

Volkhauſen, Julie Adeline,


geb. Voigt, wurde 1823 zu So-
lingen geboren und verheiratete ſich
1853 mit D. Ph. K. Frdr. Volkhauſen,
Privatlehrer in Hamburg, dem ſie
1867 nach Frankfurt a. M. folgte,
wo er die Redaktion der „Frankfur-
ter Zeitung“ übernahm. Später lebte
ſie in Düſſeldorf, wo ihr Gatte im
Oktbr. 1899 ſtarb.

S:

Jrren und
Finden (R.), 1859. – Sara (R.), 1861.
– Der Tannenhof (R.); III, 1865. –
Das Kind aus dem Ebräergang (R.);
II, 1870.

*Volkhauſen, Karl,

pſeud. Karl
Biegemann
, wurde am 6. Febr.
1854 auf dem uralten Amtsmeier-
hofe Volkhauſen bei Schötmar (Lippe-
Detmold) geboren, beſuchte bis zum
zehnten Jahre die Elementarſchule
und dann bis 1872 das Gymnaſium
in Detmold, worauf er in Würzburg,
Göttingen und Leipzig Medizin ſtu-
dierte. Nachdem er im Winter 1876
bis 1877 ſeine Staatsprüfung ab-
gelegt, genügte er in Detmold und
Minden ſeiner Militärpflicht u. ließ
ſich dann im Juni 1878 in Schötmar
als praktiſcher Arzt nieder. Hier lebt

*
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[282/0286] Volk Volk fluß er ſich mehr und mehr dem Ka- tholizismus zuneigte. Seit dem Früh- jahr 1838 beim Regierungskollegium in Erfurt angeſtellt, unternahm er in der Folge wiederholte Reiſen nach Süddeutſchland und trat auf einer ſolchen am 18. Oktbr. 1855 in Aigen bei Salzburg mit ſeiner Gattin zur katholiſchen Kirche über. Seit 1858 zu Erfurt im Ruheſtande lebend, ſtarb er daſelbſt am 17. März 1869. S: Osmia (Tr. a. d. Portugieſ. der Gräfin Vimieiro überſ.), 1824. – See-Anemonen (Nn. eines Unbekann- ten; hrsg. von F. W. Genthe), 1836. – Schweden, ſonſt und jetzt (Reiſe- briefe), 1847. – Die Märtyrer (Dr. G., a. d. Schwediſchen des Stagne- lius überſ.), 1853. – Caupolican (E.); II, 1859. – Wilhelm von Aquitanien, ein Großer der Welt, ein Heiliger der Kirche u. ein Held der Sage u. Dich- tung, 1865. Volkart, Martha, Pſeudon. für Martha Wichgraf; ſ. d.! *Voelkel, Karl, pſeud. Rudolf Venrath, wurde am 3. Jan. 1869 zu Tanna (Reuß, jüng. Linie) als der Sohn eines Lehrers geboren, beſuchte ſeit dem Herbſt 1881 das Gymna- ſium zu Schleiz, mußte dasſelbe aber wegen andauernder Krankheit im Nov. 1884 wieder verlaſſen und zur Wiederherſtellung ſeiner Geſundheit ins Elternhaus zurückkehren. Oſtern 1885 trat er als Lehrling in ein Fabrikgeſchäft in Ölsnitz in Sachſen ein, dem er bis 1899 als Kommis an- gehörte. Danach beſchäftigte er ſich ein Jahr lang mit Sprachſtudien, die er in Plauen i. V. zu vertiefen ſuchte, und kehrte im Mai 1901 nach Ölsnitz zurück, wo er jetzt in einer bedeuten- den Korſettfabrik als Kaufmann tätig iſt. S: Burſchenſtimmen in Dur u. Moll, 1890. – Heinrich und Jutta (Ep. G.), 1905 (Sv.). – Burgſtein (Ep. G.), 1912. Volker, F., Pſd. für Friedrich Heinle; ſ. d.! Volker, Friedrich, Pſeudon. für Friedrich Vetter; ſ. d.! Volker, Reinhard, Pſeudon. für Reinhard Spitzner; ſ. d.! *Volkert, Oskar, geb. am 4. Jan. 1874 in Schönberg (Oberlauſitz) als der Sohn eines Tuchfabrikanten, be- zog nach einer glücklichen Kinderzeit 1888 die Präparandenanſtalt in Reichenbach (Oberlauſitz) und 1890 das dortige Lehrerſeminar, das er 1893 verließ, um zunächſt einige Mo- nate vertretungsweiſe in Friedeberg am Queis eine Lehrerſtelle zu ver- walten. Von Oſtern 1894 bis Ende 1898 war er Lehrer in Görisſeiffen, dann bis Oſtern 1900 in Nikolaus- dorf bei Görlitz und ſeitdem in Ebers- bach (Oberlauſitz). S: Zehn Jahre durch Nacht und Licht (Erſtlingsgabe in 100 Ge.), 1899. Volkhauſen, Julie Adeline, geb. Voigt, wurde 1823 zu So- lingen geboren und verheiratete ſich 1853 mit D. Ph. K. Frdr. Volkhauſen, Privatlehrer in Hamburg, dem ſie 1867 nach Frankfurt a. M. folgte, wo er die Redaktion der „Frankfur- ter Zeitung“ übernahm. Später lebte ſie in Düſſeldorf, wo ihr Gatte im Oktbr. 1899 ſtarb. S: Jrren und Finden (R.), 1859. – Sara (R.), 1861. – Der Tannenhof (R.); III, 1865. – Das Kind aus dem Ebräergang (R.); II, 1870. *Volkhauſen, Karl, pſeud. Karl Biegemann, wurde am 6. Febr. 1854 auf dem uralten Amtsmeier- hofe Volkhauſen bei Schötmar (Lippe- Detmold) geboren, beſuchte bis zum zehnten Jahre die Elementarſchule und dann bis 1872 das Gymnaſium in Detmold, worauf er in Würzburg, Göttingen und Leipzig Medizin ſtu- dierte. Nachdem er im Winter 1876 bis 1877 ſeine Staatsprüfung ab- gelegt, genügte er in Detmold und Minden ſeiner Militärpflicht u. ließ ſich dann im Juni 1878 in Schötmar als praktiſcher Arzt nieder. Hier lebt *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 282. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon07_1913/286>, abgerufen am 25.03.2019.