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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Legenden von G. A. Becquer; übers.,
1908. - Aus den heimatlichen Bergen
(Nordmähr. Geschn.), 1909. - Viktor
Hugo (Eine Würdigung), 1912.

Staufe, L.,

Pseud. für L. Simi-
ginovicz;
s. d.!

Staufen, Fr.,

Pseud. für Fran-
ziska von Fritsch;
s. d.!

Staufer, Berthold,

Pseudon. für
Karl August Fetzer; s. d.!

Stauffacher, Anna,

wurde als
einziges Kind des Professors Johan-
nes St. (s. d. Folgenden!) am 30. Mai
1883 in Paris geboren und kam 1888
mit ihren Eltern nach St. Gallen
(Schweiz). Hier besuchte sie die Ele-
mentarschule, die Realschule und die
Zeichnungsschule am Gewerbe-Mu-
seum, trat im Herbst 1904 in die pho-
tographische Abteilung des "Poly-
graphischen Jnstituts" in Zürich ein,
erkrankte jedoch bald an einem Lun-
genspitzenkatarrh und weilte zur Be-
seitigung dieses Leidens ein halbes
Jahr in Arosa (Kt. Graubünden) u.
zwei Jahre in Astano (Kt. Tessin).
Seitdem lebt sie abwechselnd in St.
Gallen, in der Süd- und Westschweiz
dichterischen und schriftstellerischen
Arbeiten als Mitarbeiterin verschie-
dener schweizerischen und deutschen
Zeitschriften. Eine Sammlung ihrer
Gedichte soll demnächst erscheinen.

*Stauffacher, Johannes,

wurde
am 27. Juli 1850 in dem Flecken Bühl
der obertoggenburgischen Gemeinde
Neßlau geboren und ist das zweit-
älteste von zehn Kindern nicht son-
derlich bemittelter Eltern. Die Alpen
zogen den Knaben schon früh u. un-
widerstehlich an, und wenn er im
Sommer seine Herde hütete, fühlte
er sich bei seinem Liede vom Schwei-
zerland glücklicher als der reichste
Sterbliche. Seinen Unterricht emp-
fing er in den Wintermonaten durch
den Lehrer seines Ortes, nachmals
in Lichtensteig, von 1866-68 durch
den Reallehrer J. J. Raschle in
Wattwyl, kam dann nach St. Gallen
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zu dem Fabrikanten J. Grob-Raschle,
der ihn die Zeichnungsschule des kauf-
männischen Direktoriums daselbst be-
suchen ließ, u. hier bildete er sich be-
sonders im Zeichnen und Malen der
Blumen aus. Beim Antritt seines
Rekrutendienstes (Mai 1870) schied
S. aus dem Grobschen Hause, u. die
folgenden drei Jahre schlug er sich
recht kümmerlich durch die Welt, da
er nur über ein Darlehen von 500
Fr. verfügte, das ihm vom kaufmän-
nischen Direktorium gewährt worden
war. Jm April 1873 ging S. nach
Paris, wo er während 15 Jahren
unausgesetzt nicht nur seinen künst-
lerischen Studien, sondern auch seiner
wissenschaftlichen Ausbildung lebte.
Jm Jahre 1881 weilte er längere
Zeit in Mentone, wo er die Jllustra-
tionen zu Rud. Baumbachs "Wander-
lieder aus den Alpen" anfertigte, u.
kehrte 1882 durch die Schweiz, wo er
sich verheiratete, nach Paris zurück.
Jm Jahre 1888 folgte er einem Rufe
nach St. Gallen als Direktor der
dortigen Zeichnungsschule am Ge-
werbemuseum, welche Stellung er 15
Jahre bekleidete, worauf er eine
eigene Zeichnungsschule, die sogen.
"Stauffacherschule" gründete. Aus
seiner gefüllten Zeichenmappe ver-
öffentlichte er bisher "Studien und
Kompositionen", Blumen- u. Pflan-
zenzeichnungen nach der Natur zur
Verwendung für industrielle Zwecke
(32 Bl. 1885-95) -- "Studien und
Stilisierungen nach Pflanzentypen"
(20 Bl. 1893) - "Eine Studienreise"
(1895) und "Studienreisen. Frei-
mütige Äußerungen über Kunst und
Leben" (1897); dagegen sind von sei-
nen zahlreichen Dichtungen -- ab-
gesehen von einigen Beiträgen für
Zeitschriften -- nur erschienen

S:


Blumen und Lieder (Ge. mit eigenen
Zeichnungen), 1887. - Für die Buren
in Südafrika (Ge.), 1900.

Stauffen, Otto Maria,

Pseud. für
Otto Stoffregen; s. d.!

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Legenden von G. A. Becquer; überſ.,
1908. – Aus den heimatlichen Bergen
(Nordmähr. Geſchn.), 1909. – Viktor
Hugo (Eine Würdigung), 1912.

Staufe, L.,

Pſeud. für L. Simi-
ginovicz;
ſ. d.!

Staufen, Fr.,

Pſeud. für Fran-
ziska von Fritſch;
ſ. d.!

Staufer, Berthold,

Pſeudon. für
Karl Auguſt Fetzer; ſ. d.!

Stauffacher, Anna,

wurde als
einziges Kind des Profeſſors Johan-
nes St. (ſ. d. Folgenden!) am 30. Mai
1883 in Paris geboren und kam 1888
mit ihren Eltern nach St. Gallen
(Schweiz). Hier beſuchte ſie die Ele-
mentarſchule, die Realſchule und die
Zeichnungsſchule am Gewerbe-Mu-
ſeum, trat im Herbſt 1904 in die pho-
tographiſche Abteilung des „Poly-
graphiſchen Jnſtituts“ in Zürich ein,
erkrankte jedoch bald an einem Lun-
genſpitzenkatarrh und weilte zur Be-
ſeitigung dieſes Leidens ein halbes
Jahr in Aroſa (Kt. Graubünden) u.
zwei Jahre in Aſtano (Kt. Teſſin).
Seitdem lebt ſie abwechſelnd in St.
Gallen, in der Süd- und Weſtſchweiz
dichteriſchen und ſchriftſtelleriſchen
Arbeiten als Mitarbeiterin verſchie-
dener ſchweizeriſchen und deutſchen
Zeitſchriften. Eine Sammlung ihrer
Gedichte ſoll demnächſt erſcheinen.

*Stauffacher, Johannes,

wurde
am 27. Juli 1850 in dem Flecken Bühl
der obertoggenburgiſchen Gemeinde
Neßlau geboren und iſt das zweit-
älteſte von zehn Kindern nicht ſon-
derlich bemittelter Eltern. Die Alpen
zogen den Knaben ſchon früh u. un-
widerſtehlich an, und wenn er im
Sommer ſeine Herde hütete, fühlte
er ſich bei ſeinem Liede vom Schwei-
zerland glücklicher als der reichſte
Sterbliche. Seinen Unterricht emp-
fing er in den Wintermonaten durch
den Lehrer ſeines Ortes, nachmals
in Lichtenſteig, von 1866–68 durch
den Reallehrer J. J. Raſchle in
Wattwyl, kam dann nach St. Gallen
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zu dem Fabrikanten J. Grob-Raſchle,
der ihn die Zeichnungsſchule des kauf-
männiſchen Direktoriums daſelbſt be-
ſuchen ließ, u. hier bildete er ſich be-
ſonders im Zeichnen und Malen der
Blumen aus. Beim Antritt ſeines
Rekrutendienſtes (Mai 1870) ſchied
S. aus dem Grobſchen Hauſe, u. die
folgenden drei Jahre ſchlug er ſich
recht kümmerlich durch die Welt, da
er nur über ein Darlehen von 500
Fr. verfügte, das ihm vom kaufmän-
niſchen Direktorium gewährt worden
war. Jm April 1873 ging S. nach
Paris, wo er während 15 Jahren
unausgeſetzt nicht nur ſeinen künſt-
leriſchen Studien, ſondern auch ſeiner
wiſſenſchaftlichen Ausbildung lebte.
Jm Jahre 1881 weilte er längere
Zeit in Mentone, wo er die Jlluſtra-
tionen zu Rud. Baumbachs „Wander-
lieder aus den Alpen“ anfertigte, u.
kehrte 1882 durch die Schweiz, wo er
ſich verheiratete, nach Paris zurück.
Jm Jahre 1888 folgte er einem Rufe
nach St. Gallen als Direktor der
dortigen Zeichnungsſchule am Ge-
werbemuſeum, welche Stellung er 15
Jahre bekleidete, worauf er eine
eigene Zeichnungsſchule, die ſogen.
„Stauffacherſchule“ gründete. Aus
ſeiner gefüllten Zeichenmappe ver-
öffentlichte er bisher „Studien und
Kompoſitionen“, Blumen- u. Pflan-
zenzeichnungen nach der Natur zur
Verwendung für induſtrielle Zwecke
(32 Bl. 1885–95) — „Studien und
Stiliſierungen nach Pflanzentypen“
(20 Bl. 1893) – „Eine Studienreiſe“
(1895) und „Studienreiſen. Frei-
mütige Äußerungen über Kunſt und
Leben“ (1897); dagegen ſind von ſei-
nen zahlreichen Dichtungen — ab-
geſehen von einigen Beiträgen für
Zeitſchriften — nur erſchienen

S:


Blumen und Lieder (Ge. mit eigenen
Zeichnungen), 1887. – Für die Buren
in Südafrika (Ge.), 1900.

Stauffen, Otto Maria,

Pſeud. für
Otto Stoffregen; ſ. d.!

*
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[26/0030] Sta Sta Legenden von G. A. Becquer; überſ., 1908. – Aus den heimatlichen Bergen (Nordmähr. Geſchn.), 1909. – Viktor Hugo (Eine Würdigung), 1912. Staufe, L., Pſeud. für L. Simi- ginovicz; ſ. d.! Staufen, Fr., Pſeud. für Fran- ziska von Fritſch; ſ. d.! Staufer, Berthold, Pſeudon. für Karl Auguſt Fetzer; ſ. d.! Stauffacher, Anna, wurde als einziges Kind des Profeſſors Johan- nes St. (ſ. d. Folgenden!) am 30. Mai 1883 in Paris geboren und kam 1888 mit ihren Eltern nach St. Gallen (Schweiz). Hier beſuchte ſie die Ele- mentarſchule, die Realſchule und die Zeichnungsſchule am Gewerbe-Mu- ſeum, trat im Herbſt 1904 in die pho- tographiſche Abteilung des „Poly- graphiſchen Jnſtituts“ in Zürich ein, erkrankte jedoch bald an einem Lun- genſpitzenkatarrh und weilte zur Be- ſeitigung dieſes Leidens ein halbes Jahr in Aroſa (Kt. Graubünden) u. zwei Jahre in Aſtano (Kt. Teſſin). Seitdem lebt ſie abwechſelnd in St. Gallen, in der Süd- und Weſtſchweiz dichteriſchen und ſchriftſtelleriſchen Arbeiten als Mitarbeiterin verſchie- dener ſchweizeriſchen und deutſchen Zeitſchriften. Eine Sammlung ihrer Gedichte ſoll demnächſt erſcheinen. *Stauffacher, Johannes, wurde am 27. Juli 1850 in dem Flecken Bühl der obertoggenburgiſchen Gemeinde Neßlau geboren und iſt das zweit- älteſte von zehn Kindern nicht ſon- derlich bemittelter Eltern. Die Alpen zogen den Knaben ſchon früh u. un- widerſtehlich an, und wenn er im Sommer ſeine Herde hütete, fühlte er ſich bei ſeinem Liede vom Schwei- zerland glücklicher als der reichſte Sterbliche. Seinen Unterricht emp- fing er in den Wintermonaten durch den Lehrer ſeines Ortes, nachmals in Lichtenſteig, von 1866–68 durch den Reallehrer J. J. Raſchle in Wattwyl, kam dann nach St. Gallen zu dem Fabrikanten J. Grob-Raſchle, der ihn die Zeichnungsſchule des kauf- männiſchen Direktoriums daſelbſt be- ſuchen ließ, u. hier bildete er ſich be- ſonders im Zeichnen und Malen der Blumen aus. Beim Antritt ſeines Rekrutendienſtes (Mai 1870) ſchied S. aus dem Grobſchen Hauſe, u. die folgenden drei Jahre ſchlug er ſich recht kümmerlich durch die Welt, da er nur über ein Darlehen von 500 Fr. verfügte, das ihm vom kaufmän- niſchen Direktorium gewährt worden war. Jm April 1873 ging S. nach Paris, wo er während 15 Jahren unausgeſetzt nicht nur ſeinen künſt- leriſchen Studien, ſondern auch ſeiner wiſſenſchaftlichen Ausbildung lebte. Jm Jahre 1881 weilte er längere Zeit in Mentone, wo er die Jlluſtra- tionen zu Rud. Baumbachs „Wander- lieder aus den Alpen“ anfertigte, u. kehrte 1882 durch die Schweiz, wo er ſich verheiratete, nach Paris zurück. Jm Jahre 1888 folgte er einem Rufe nach St. Gallen als Direktor der dortigen Zeichnungsſchule am Ge- werbemuſeum, welche Stellung er 15 Jahre bekleidete, worauf er eine eigene Zeichnungsſchule, die ſogen. „Stauffacherſchule“ gründete. Aus ſeiner gefüllten Zeichenmappe ver- öffentlichte er bisher „Studien und Kompoſitionen“, Blumen- u. Pflan- zenzeichnungen nach der Natur zur Verwendung für induſtrielle Zwecke (32 Bl. 1885–95) — „Studien und Stiliſierungen nach Pflanzentypen“ (20 Bl. 1893) – „Eine Studienreiſe“ (1895) und „Studienreiſen. Frei- mütige Äußerungen über Kunſt und Leben“ (1897); dagegen ſind von ſei- nen zahlreichen Dichtungen — ab- geſehen von einigen Beiträgen für Zeitſchriften — nur erſchienen S: Blumen und Lieder (Ge. mit eigenen Zeichnungen), 1887. – Für die Buren in Südafrika (Ge.), 1900. Stauffen, Otto Maria, Pſeud. für Otto Stoffregen; ſ. d.! *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 26. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon07_1913/30>, abgerufen am 25.03.2019.