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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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väterliche Anwesen und führt es noch
heute, ohne dabei trotz Fleiß und
Sparsamkeit recht vorwärts gekom-
men zu sein. Seine größte Freude
war es stets, am Sonntag Nachmit-
tag im Walde umherzustreifen u. die
Vögel und Blumen zu sich reden zu
lassen. Seine "Sonntagsgänge", die
der Dichter gemeinsam mit dem
Sohne Oswald u. einem Brahminen
antritt, atmen den Geist einer selte-
nen Schonung und Verehrung alles
Lebendigen, wie er im Lotosblumen-
lande üblich ist. Die Dichtung ent-
hält sinnige Märchen u. eine Menge
philosophischer Betrachtungen in
Versen. Die Schiller-Stiftung hat
den Dichter seit 1892 jährlich mit
einer Ehrengabe bedacht.

S:

Mär-
chenerzähler, Brahmine und Seher
(Ge.), 1884. - Sonntagsgänge (Ge.),
1885. 3. A. 1897. Zweiter Band,
1887. Dritter Band Balladen und
Blumenlieder, 1890. - Weihegeschenke
(Ge.), 1893. - Neuer Glaube (Ge.),
1894. - Neue Dichtungen (Oswald
u. Klara; ein Stück Ewigkeitsleben.
- Herbstblumen), 1897. - Ein Blu-
menstrauß (Ge.), 1906. 4. A. 1909. -
Späte Garben (Ge.), 1909.

Wägner, Johann Wilhelm Ernst


* am 16. Septbr. 1800 zu Darmstadt
als der Sohn eines dortigen Hofjä-
gers, besuchte erst eine Privatlehr-
anstalt, dann das Gymnasium in sei-
ner Vaterstadt u. studierte von 1820
bis 1823 in Gießen Theologie. Nach-
dem er dann ein Jahrlang Hofmei-
ster bei dem französischen Gesand-
ten, Grafen von Fenelon, in Darm-
stadt gewesen, darauf von 1824-27
einer Privatlehranstalt für Knaben
daselbst vorgestanden, wurde er Leh-
rer an der Real-, später auch an der
höheren Gewerbeschule in Darm-
stadt, dann Realschullehrer in Gie-
ßen, wo er 1832 promovierte, 1842
Pfarrer in Ginsheim bei Mainz und
1859 Pfarrer zu Kettenheim bei Al-
zey. Jm Jahre 1877 erhielt er den
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Wah
Titel eines Kirchenrats; am 4. De-
zember 1886 starb er, bis zuletzt im
seinem Amte tätig.

S:

Die Belage-
rung von Kolberg (Dr.), 1839. -
Deutsche Heldensagen, 1878. - Ver-
schiedene historische Jugendschriften.

Wagtsmitgott, L.,

Pseud. für
Ludwig Wiedow; s. d.!

Wahlde, Hermann v.,

wurde am
30. Novbr. 1846 zu Neuenkirchen,
Oldenburg, geboren, reiste im Jahre
1866, nach dem er das Lehrerseminar
zu Vechta absolviert hatte, nach Ame-
rika, wo er seitdem ununterbrochen
als Lehrer an katholischen Schulen
verschiedener Städte wirkte. Seit
1870 war er in Louisville, Staat
Kentucky, als Prinzipal einer öffent-
lichen Schule tätig und lebt seit 1882
in ähnlicher Stellung in Cincinnati.

S:

Gedichte, 1879. - Natur und Hei-
mat (Ge.), 1887.

Wahlheim, E.

Pseud. für Marie
von Feldegg
; s. d.!

*Wahlström, Jrene,

wurde am
2. Oktbr. 1873 in Speyer (Pfalz) als
die Tochter des Dichterpaars Hein-
rich und Marie Stadelmann (s.
d.) geboren, verlor ihren Vater be-
reits 1875 und kam nun mit ihrer
Familie nach Würzburg, der Heimat-
stadt der Mutter, wo sie vom 6. bis
15. Jahre das Thomasche Jnstitut
(eine höhere Töchterschule) besuchte
und, den bescheidenen Verhältnissen
der Mutter entsprechend, einfach aber
sorgsam erzogen wurde. Jhre weitere
Ausbildung beruht auf Selbststu-
dium. Jm Dezember 1891 verlegte
die Mutter mit ihren zwei jüngsten
Kindern -- die vier älteren hatten
sich bereits auswärts niedergelassen
-- ihren Wohnsitz nach Kannstatt bei
Stuttgart, wo der älteste Sohn eine
Stellung als Jngenieur innehatte,
und hier vermählte sich Jrene am 21.
Februar 1893 mit dem schwedischen
Jngenieur Emil Alfred W., mit dem
sie bis 1903 in Kannstatt und seitdem
in Stuttgart-Berg lebt. Neben ihrer

*


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väterliche Anweſen und führt es noch
heute, ohne dabei trotz Fleiß und
Sparſamkeit recht vorwärts gekom-
men zu ſein. Seine größte Freude
war es ſtets, am Sonntag Nachmit-
tag im Walde umherzuſtreifen u. die
Vögel und Blumen zu ſich reden zu
laſſen. Seine „Sonntagsgänge“, die
der Dichter gemeinſam mit dem
Sohne Oswald u. einem Brahminen
antritt, atmen den Geiſt einer ſelte-
nen Schonung und Verehrung alles
Lebendigen, wie er im Lotosblumen-
lande üblich iſt. Die Dichtung ent-
hält ſinnige Märchen u. eine Menge
philoſophiſcher Betrachtungen in
Verſen. Die Schiller-Stiftung hat
den Dichter ſeit 1892 jährlich mit
einer Ehrengabe bedacht.

S:

Mär-
chenerzähler, Brahmine und Seher
(Ge.), 1884. – Sonntagsgänge (Ge.),
1885. 3. A. 1897. Zweiter Band,
1887. Dritter Band Balladen und
Blumenlieder, 1890. – Weihegeſchenke
(Ge.), 1893. – Neuer Glaube (Ge.),
1894. – Neue Dichtungen (Oswald
u. Klara; ein Stück Ewigkeitsleben.
– Herbſtblumen), 1897. – Ein Blu-
menſtrauß (Ge.), 1906. 4. A. 1909. –
Späte Garben (Ge.), 1909.

Wägner, Johann Wilhelm Ernſt


* am 16. Septbr. 1800 zu Darmſtadt
als der Sohn eines dortigen Hofjä-
gers, beſuchte erſt eine Privatlehr-
anſtalt, dann das Gymnaſium in ſei-
ner Vaterſtadt u. ſtudierte von 1820
bis 1823 in Gießen Theologie. Nach-
dem er dann ein Jahrlang Hofmei-
ſter bei dem franzöſiſchen Geſand-
ten, Grafen von Fenelon, in Darm-
ſtadt geweſen, darauf von 1824–27
einer Privatlehranſtalt für Knaben
daſelbſt vorgeſtanden, wurde er Leh-
rer an der Real-, ſpäter auch an der
höheren Gewerbeſchule in Darm-
ſtadt, dann Realſchullehrer in Gie-
ßen, wo er 1832 promovierte, 1842
Pfarrer in Ginsheim bei Mainz und
1859 Pfarrer zu Kettenheim bei Al-
zey. Jm Jahre 1877 erhielt er den
[Spaltenumbruch]

Wah
Titel eines Kirchenrats; am 4. De-
zember 1886 ſtarb er, bis zuletzt im
ſeinem Amte tätig.

S:

Die Belage-
rung von Kolberg (Dr.), 1839. –
Deutſche Heldenſagen, 1878. – Ver-
ſchiedene hiſtoriſche Jugendſchriften.

Wagtsmitgott, L.,

Pſeud. für
Ludwig Wiedow; ſ. d.!

Wahlde, Hermann v.,

wurde am
30. Novbr. 1846 zu Neuenkirchen,
Oldenburg, geboren, reiſte im Jahre
1866, nach dem er das Lehrerſeminar
zu Vechta abſolviert hatte, nach Ame-
rika, wo er ſeitdem ununterbrochen
als Lehrer an katholiſchen Schulen
verſchiedener Städte wirkte. Seit
1870 war er in Louisville, Staat
Kentucky, als Prinzipal einer öffent-
lichen Schule tätig und lebt ſeit 1882
in ähnlicher Stellung in Cincinnati.

S:

Gedichte, 1879. – Natur und Hei-
mat (Ge.), 1887.

Wahlheim, E.

Pſeud. für Marie
von Feldegg
; ſ. d.!

*Wahlſtröm, Jrene,

wurde am
2. Oktbr. 1873 in Speyer (Pfalz) als
die Tochter des Dichterpaars Hein-
rich und Marie Stadelmann (ſ.
d.) geboren, verlor ihren Vater be-
reits 1875 und kam nun mit ihrer
Familie nach Würzburg, der Heimat-
ſtadt der Mutter, wo ſie vom 6. bis
15. Jahre das Thomaſche Jnſtitut
(eine höhere Töchterſchule) beſuchte
und, den beſcheidenen Verhältniſſen
der Mutter entſprechend, einfach aber
ſorgſam erzogen wurde. Jhre weitere
Ausbildung beruht auf Selbſtſtu-
dium. Jm Dezember 1891 verlegte
die Mutter mit ihren zwei jüngſten
Kindern — die vier älteren hatten
ſich bereits auswärts niedergelaſſen
— ihren Wohnſitz nach Kannſtatt bei
Stuttgart, wo der älteſte Sohn eine
Stellung als Jngenieur innehatte,
und hier vermählte ſich Jrene am 21.
Februar 1893 mit dem ſchwediſchen
Jngenieur Emil Alfred W., mit dem
ſie bis 1903 in Kannſtatt und ſeitdem
in Stuttgart-Berg lebt. Neben ihrer

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[306/0310] Wäg Wah väterliche Anweſen und führt es noch heute, ohne dabei trotz Fleiß und Sparſamkeit recht vorwärts gekom- men zu ſein. Seine größte Freude war es ſtets, am Sonntag Nachmit- tag im Walde umherzuſtreifen u. die Vögel und Blumen zu ſich reden zu laſſen. Seine „Sonntagsgänge“, die der Dichter gemeinſam mit dem Sohne Oswald u. einem Brahminen antritt, atmen den Geiſt einer ſelte- nen Schonung und Verehrung alles Lebendigen, wie er im Lotosblumen- lande üblich iſt. Die Dichtung ent- hält ſinnige Märchen u. eine Menge philoſophiſcher Betrachtungen in Verſen. Die Schiller-Stiftung hat den Dichter ſeit 1892 jährlich mit einer Ehrengabe bedacht. S: Mär- chenerzähler, Brahmine und Seher (Ge.), 1884. – Sonntagsgänge (Ge.), 1885. 3. A. 1897. Zweiter Band, 1887. Dritter Band Balladen und Blumenlieder, 1890. – Weihegeſchenke (Ge.), 1893. – Neuer Glaube (Ge.), 1894. – Neue Dichtungen (Oswald u. Klara; ein Stück Ewigkeitsleben. – Herbſtblumen), 1897. – Ein Blu- menſtrauß (Ge.), 1906. 4. A. 1909. – Späte Garben (Ge.), 1909. Wägner, Johann Wilhelm Ernſt * am 16. Septbr. 1800 zu Darmſtadt als der Sohn eines dortigen Hofjä- gers, beſuchte erſt eine Privatlehr- anſtalt, dann das Gymnaſium in ſei- ner Vaterſtadt u. ſtudierte von 1820 bis 1823 in Gießen Theologie. Nach- dem er dann ein Jahrlang Hofmei- ſter bei dem franzöſiſchen Geſand- ten, Grafen von Fenelon, in Darm- ſtadt geweſen, darauf von 1824–27 einer Privatlehranſtalt für Knaben daſelbſt vorgeſtanden, wurde er Leh- rer an der Real-, ſpäter auch an der höheren Gewerbeſchule in Darm- ſtadt, dann Realſchullehrer in Gie- ßen, wo er 1832 promovierte, 1842 Pfarrer in Ginsheim bei Mainz und 1859 Pfarrer zu Kettenheim bei Al- zey. Jm Jahre 1877 erhielt er den Titel eines Kirchenrats; am 4. De- zember 1886 ſtarb er, bis zuletzt im ſeinem Amte tätig. S: Die Belage- rung von Kolberg (Dr.), 1839. – Deutſche Heldenſagen, 1878. – Ver- ſchiedene hiſtoriſche Jugendſchriften. Wagtsmitgott, L., Pſeud. für Ludwig Wiedow; ſ. d.! Wahlde, Hermann v., wurde am 30. Novbr. 1846 zu Neuenkirchen, Oldenburg, geboren, reiſte im Jahre 1866, nach dem er das Lehrerſeminar zu Vechta abſolviert hatte, nach Ame- rika, wo er ſeitdem ununterbrochen als Lehrer an katholiſchen Schulen verſchiedener Städte wirkte. Seit 1870 war er in Louisville, Staat Kentucky, als Prinzipal einer öffent- lichen Schule tätig und lebt ſeit 1882 in ähnlicher Stellung in Cincinnati. S: Gedichte, 1879. – Natur und Hei- mat (Ge.), 1887. Wahlheim, E. Pſeud. für Marie von Feldegg; ſ. d.! *Wahlſtröm, Jrene, wurde am 2. Oktbr. 1873 in Speyer (Pfalz) als die Tochter des Dichterpaars Hein- rich und Marie Stadelmann (ſ. d.) geboren, verlor ihren Vater be- reits 1875 und kam nun mit ihrer Familie nach Würzburg, der Heimat- ſtadt der Mutter, wo ſie vom 6. bis 15. Jahre das Thomaſche Jnſtitut (eine höhere Töchterſchule) beſuchte und, den beſcheidenen Verhältniſſen der Mutter entſprechend, einfach aber ſorgſam erzogen wurde. Jhre weitere Ausbildung beruht auf Selbſtſtu- dium. Jm Dezember 1891 verlegte die Mutter mit ihren zwei jüngſten Kindern — die vier älteren hatten ſich bereits auswärts niedergelaſſen — ihren Wohnſitz nach Kannſtatt bei Stuttgart, wo der älteſte Sohn eine Stellung als Jngenieur innehatte, und hier vermählte ſich Jrene am 21. Februar 1893 mit dem ſchwediſchen Jngenieur Emil Alfred W., mit dem ſie bis 1903 in Kannſtatt und ſeitdem in Stuttgart-Berg lebt. Neben ihrer *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 306. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon07_1913/310>, abgerufen am 22.03.2019.