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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Wal
1896. - Die Freimaurer (Enthüllte
Geheimnisse der Logen), 1897. - Der
fliegende Holländer (R.), 1897. - Der
Millionenräuber Grünenthal (Sen-
sationsroman); IV, 1898. - Die Ro-
senkreuzer (Hist. R.), 1900. - Der
Mädchenhändler (R.), 1901. - Louis
Dominik Cartouche, der tollkühnste
Räuberhauptmann all. Zeiten (Volks-
R.), 1904. - Räuberhauptmann Georg
Brandmüller, genannt der Höllen-
knappe (Volks-R.), 1907. - Räuber-
hauptmann Richard Schönknecht, der
Schrecken d. böhmischen Wälder (R.),
1908. - Räuberhauptmann Jaromir
Holzer (Hist. R.), 1909. - Der Wild-
schütz und Räuberhauptmann Hans
Kugelmann und seine Geliebte Elise
Apitzsch (Geschichtl. Volks-R. a. d. Z.
August des Starken), 1911.

*Walter, Waldemar,

geboren am
4. April 1854 zu Adelsdorf in Schle-
sien als der Sohn eines Gutsbesitzers,
besuchte das Gymnasium in Bunzlau,
um sich später dem Studium der Theo-
logie widmen zu können, mußte aber
seiner schwächlichen Gesundheit wegen
diesen Plan aufgeben u. sich auf An-
raten der Ärzte der Landwirtschaft
widmen. Er lebt in seinem Heimat-
dorfe u. beschäftigt sich neben seinem
Berufe mit der schlesischen Dialekt-
dichtung.

S:

A kleenes Richla vull
drulliger Schnaaka un neckscher
Reimla, 1883. - Ann ganze Hammvel
neuer Schnaaka, 1886. - Nischt firr
ungutt (Neue Schnaaka un Versche),
1902.

Walter-Freyr, Robert,

geb. am
14. Septbr. 1881 in Wülfel b. Han-
nover, war ursprünglich Lehrer und
lebt jetzt (1906) als unabhängiger
Schriftsteller in Niendorf bei Ham-
burg.

S:

Jntermezzo (Dram. Sze-
nen), 1907. - Wiben Peter (Dr. aus
Dithmarsch. Vergangenh.), 1908.

Walthari, Otto Robert,

Pseud.
für Walter Müller; s. d.!

Walthausen, H. W. M. von,


Pseud. für Hermann Weise; s. d.!

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Wal
Walther, Emil,

geb. am 5. Okt.
1844 zu Mutterstadt in der Rhein-
pfalz, besuchte die Gymnasien in
Speier u. Zweibrücken u. das Leh-
rerseminar in Kaiserslautern, das er
nach bestandener Prüfung 1863 ver-
ließ. Er war dann drei Jahre Haus-
lehrer zu Meerane in Sachsen, wurde
1866 Lehrer an der höheren Töchter-
schule in Chemnitz und trat hier 1876
als Lehrer an die technischen Staats-
lehranstalten über. 1896 wurde er
zum Professor ernannt, und Ostern
1908 trat er in den Ruhestand.

S:


Aus Deutschlands Ehrentagen (Dn.)
1886. 2. Aufl. 1895. - Feststimmen
(Prologe), 1889.

Walther, Emil,

Pseud. für Emil
Adolf Ferdinand Rumpelt; s. d.!

Walther, Ernst,

Pseudon. für
Walther Bardas; s. d.!

Walther, Konrad,

Pseudon. für
Harry Jannsen; s. d.!

*Walther, Lina,

wurde am 10. Ok-
tober 1824 zu Erfurt geboren, wo
ihr Vater Johann Friedrich Möller
damals Prediger an der Barfüßer
Kirche war, und verlebte hier eine
freudenreiche Kindheit und Jugend.
Jm Jahre 1843 kam der Vater als
Generalsuperintendent u. erster Dom-
prediger nach Magdeburg. Hier lernte
Lina 1854 den Pastor Hermann
Walther kennen, mit dem sie sich
im folgenden Jahre, als er Pastor
in Veltheim wurde, verheiratete. Nach
einigen Jahren kamen die Gatten nach
Seehausen, Kreis Wanzleben (Prov.
Sachsen), und hier lebten sie in stiller,
glücklicher, kinderloser Ehe bis zum
Jahre 1874, wo der Gatte seiner ge-
schwächten Gesundheit wegen in den
Ruhestand trat. Es erfolgte nun die
Übersiedelung nach Wernigerode, u.
diese Stadt hat Lina W. auch als
Witwe -- ihr Gatte starb dort schon
1875 -- beibehalten. Solange ihr
Gatte lebte, galt ihre ganze Kraft u.
ihr Sorgen einzig u. allein der Wie-
derherstellung seiner viel angefoch-

*


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Wal
1896. – Die Freimaurer (Enthüllte
Geheimniſſe der Logen), 1897. – Der
fliegende Holländer (R.), 1897. – Der
Millionenräuber Grünenthal (Sen-
ſationsroman); IV, 1898. – Die Ro-
ſenkreuzer (Hiſt. R.), 1900. – Der
Mädchenhändler (R.), 1901. – Louis
Dominik Cartouche, der tollkühnſte
Räuberhauptmann all. Zeiten (Volks-
R.), 1904. – Räuberhauptmann Georg
Brandmüller, genannt der Höllen-
knappe (Volks-R.), 1907. – Räuber-
hauptmann Richard Schönknecht, der
Schrecken d. böhmiſchen Wälder (R.),
1908. – Räuberhauptmann Jaromir
Holzer (Hiſt. R.), 1909. – Der Wild-
ſchütz und Räuberhauptmann Hans
Kugelmann und ſeine Geliebte Eliſe
Apitzſch (Geſchichtl. Volks-R. a. d. Z.
Auguſt des Starken), 1911.

*Walter, Waldemar,

geboren am
4. April 1854 zu Adelsdorf in Schle-
ſien als der Sohn eines Gutsbeſitzers,
beſuchte das Gymnaſium in Bunzlau,
um ſich ſpäter dem Studium der Theo-
logie widmen zu können, mußte aber
ſeiner ſchwächlichen Geſundheit wegen
dieſen Plan aufgeben u. ſich auf An-
raten der Ärzte der Landwirtſchaft
widmen. Er lebt in ſeinem Heimat-
dorfe u. beſchäftigt ſich neben ſeinem
Berufe mit der ſchleſiſchen Dialekt-
dichtung.

S:

A kleenes Richla vull
drulliger Schnaaka un neckſcher
Reimla, 1883. – Ann ganze Hammvel
neuer Schnaaka, 1886. – Niſcht firr
ungutt (Neue Schnaaka un Verſche),
1902.

Walter-Freyr, Robert,

geb. am
14. Septbr. 1881 in Wülfel b. Han-
nover, war urſprünglich Lehrer und
lebt jetzt (1906) als unabhängiger
Schriftſteller in Niendorf bei Ham-
burg.

S:

Jntermezzo (Dram. Sze-
nen), 1907. – Wiben Peter (Dr. aus
Dithmarſch. Vergangenh.), 1908.

Walthari, Otto Robert,

Pſeud.
für Walter Müller; ſ. d.!

Walthauſen, H. W. M. von,


Pſeud. für Hermann Weiſe; ſ. d.!

[Spaltenumbruch]
Wal
Walther, Emil,

geb. am 5. Okt.
1844 zu Mutterſtadt in der Rhein-
pfalz, beſuchte die Gymnaſien in
Speier u. Zweibrücken u. das Leh-
rerſeminar in Kaiſerslautern, das er
nach beſtandener Prüfung 1863 ver-
ließ. Er war dann drei Jahre Haus-
lehrer zu Meerane in Sachſen, wurde
1866 Lehrer an der höheren Töchter-
ſchule in Chemnitz und trat hier 1876
als Lehrer an die techniſchen Staats-
lehranſtalten über. 1896 wurde er
zum Profeſſor ernannt, und Oſtern
1908 trat er in den Ruheſtand.

S:


Aus Deutſchlands Ehrentagen (Dn.)
1886. 2. Aufl. 1895. – Feſtſtimmen
(Prologe), 1889.

Walther, Emil,

Pſeud. für Emil
Adolf Ferdinand Rumpelt; ſ. d.!

Walther, Ernſt,

Pſeudon. für
Walther Bardas; ſ. d.!

Walther, Konrad,

Pſeudon. für
Harry Jannſen; ſ. d.!

*Walther, Lina,

wurde am 10. Ok-
tober 1824 zu Erfurt geboren, wo
ihr Vater Johann Friedrich Möller
damals Prediger an der Barfüßer
Kirche war, und verlebte hier eine
freudenreiche Kindheit und Jugend.
Jm Jahre 1843 kam der Vater als
Generalſuperintendent u. erſter Dom-
prediger nach Magdeburg. Hier lernte
Lina 1854 den Paſtor Hermann
Walther kennen, mit dem ſie ſich
im folgenden Jahre, als er Paſtor
in Veltheim wurde, verheiratete. Nach
einigen Jahren kamen die Gatten nach
Seehauſen, Kreis Wanzleben (Prov.
Sachſen), und hier lebten ſie in ſtiller,
glücklicher, kinderloſer Ehe bis zum
Jahre 1874, wo der Gatte ſeiner ge-
ſchwächten Geſundheit wegen in den
Ruheſtand trat. Es erfolgte nun die
Überſiedelung nach Wernigerode, u.
dieſe Stadt hat Lina W. auch als
Witwe — ihr Gatte ſtarb dort ſchon
1875 — beibehalten. Solange ihr
Gatte lebte, galt ihre ganze Kraft u.
ihr Sorgen einzig u. allein der Wie-
derherſtellung ſeiner viel angefoch-

*
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[320/0324] Wal Wal 1896. – Die Freimaurer (Enthüllte Geheimniſſe der Logen), 1897. – Der fliegende Holländer (R.), 1897. – Der Millionenräuber Grünenthal (Sen- ſationsroman); IV, 1898. – Die Ro- ſenkreuzer (Hiſt. R.), 1900. – Der Mädchenhändler (R.), 1901. – Louis Dominik Cartouche, der tollkühnſte Räuberhauptmann all. Zeiten (Volks- R.), 1904. – Räuberhauptmann Georg Brandmüller, genannt der Höllen- knappe (Volks-R.), 1907. – Räuber- hauptmann Richard Schönknecht, der Schrecken d. böhmiſchen Wälder (R.), 1908. – Räuberhauptmann Jaromir Holzer (Hiſt. R.), 1909. – Der Wild- ſchütz und Räuberhauptmann Hans Kugelmann und ſeine Geliebte Eliſe Apitzſch (Geſchichtl. Volks-R. a. d. Z. Auguſt des Starken), 1911. *Walter, Waldemar, geboren am 4. April 1854 zu Adelsdorf in Schle- ſien als der Sohn eines Gutsbeſitzers, beſuchte das Gymnaſium in Bunzlau, um ſich ſpäter dem Studium der Theo- logie widmen zu können, mußte aber ſeiner ſchwächlichen Geſundheit wegen dieſen Plan aufgeben u. ſich auf An- raten der Ärzte der Landwirtſchaft widmen. Er lebt in ſeinem Heimat- dorfe u. beſchäftigt ſich neben ſeinem Berufe mit der ſchleſiſchen Dialekt- dichtung. S: A kleenes Richla vull drulliger Schnaaka un neckſcher Reimla, 1883. – Ann ganze Hammvel neuer Schnaaka, 1886. – Niſcht firr ungutt (Neue Schnaaka un Verſche), 1902. Walter-Freyr, Robert, geb. am 14. Septbr. 1881 in Wülfel b. Han- nover, war urſprünglich Lehrer und lebt jetzt (1906) als unabhängiger Schriftſteller in Niendorf bei Ham- burg. S: Jntermezzo (Dram. Sze- nen), 1907. – Wiben Peter (Dr. aus Dithmarſch. Vergangenh.), 1908. Walthari, Otto Robert, Pſeud. für Walter Müller; ſ. d.! Walthauſen, H. W. M. von, Pſeud. für Hermann Weiſe; ſ. d.! Walther, Emil, geb. am 5. Okt. 1844 zu Mutterſtadt in der Rhein- pfalz, beſuchte die Gymnaſien in Speier u. Zweibrücken u. das Leh- rerſeminar in Kaiſerslautern, das er nach beſtandener Prüfung 1863 ver- ließ. Er war dann drei Jahre Haus- lehrer zu Meerane in Sachſen, wurde 1866 Lehrer an der höheren Töchter- ſchule in Chemnitz und trat hier 1876 als Lehrer an die techniſchen Staats- lehranſtalten über. 1896 wurde er zum Profeſſor ernannt, und Oſtern 1908 trat er in den Ruheſtand. S: Aus Deutſchlands Ehrentagen (Dn.) 1886. 2. Aufl. 1895. – Feſtſtimmen (Prologe), 1889. Walther, Emil, Pſeud. für Emil Adolf Ferdinand Rumpelt; ſ. d.! Walther, Ernſt, Pſeudon. für Walther Bardas; ſ. d.! Walther, Konrad, Pſeudon. für Harry Jannſen; ſ. d.! *Walther, Lina, wurde am 10. Ok- tober 1824 zu Erfurt geboren, wo ihr Vater Johann Friedrich Möller damals Prediger an der Barfüßer Kirche war, und verlebte hier eine freudenreiche Kindheit und Jugend. Jm Jahre 1843 kam der Vater als Generalſuperintendent u. erſter Dom- prediger nach Magdeburg. Hier lernte Lina 1854 den Paſtor Hermann Walther kennen, mit dem ſie ſich im folgenden Jahre, als er Paſtor in Veltheim wurde, verheiratete. Nach einigen Jahren kamen die Gatten nach Seehauſen, Kreis Wanzleben (Prov. Sachſen), und hier lebten ſie in ſtiller, glücklicher, kinderloſer Ehe bis zum Jahre 1874, wo der Gatte ſeiner ge- ſchwächten Geſundheit wegen in den Ruheſtand trat. Es erfolgte nun die Überſiedelung nach Wernigerode, u. dieſe Stadt hat Lina W. auch als Witwe — ihr Gatte ſtarb dort ſchon 1875 — beibehalten. Solange ihr Gatte lebte, galt ihre ganze Kraft u. ihr Sorgen einzig u. allein der Wie- derherſtellung ſeiner viel angefoch- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 320. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon07_1913/324>, abgerufen am 24.03.2019.