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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Wau
Offene Briefe über deutsche Theater-
zustände, 1878. - Das Hohelied von
der Makkabäer Heldentod (Ep. G.),
1886. 3. A. 1892. - Historische Rück-
blicke auf Berlins "gute alte" Zeit
von 1834-64 (Miterlebt.), 3. A. 1909.

*Wauer, Minna,

die Schwester
des Vorigen, wurde am 14. Februar
1815 in Berlin geboren u. lebte seit
dem im Jahre 1862 erfolgten Tode
ihrer Mutter bei ihrem Bruder Hugo.
Sie starb am 21. Juli 1866 im Cho-
leralazarett.

S:

Die Jünger Börnes
(R.), 1846. - Der Tod der Makkabäer
(D.), 1854.

*Wauer, Gerhard,

geb. am 18.
August 1869 zu Dresden, absolvierte
das königl. Gymnasium auf der Neu-
stadt daselbst und bezog darauf die
Universität Leipzig, an der er drei
Semester Philosophie und Theologie
studierte. Er wurde dann Verlags-
buchhändler u. Redakteur in Leipzig,
übernahm am 1. Oktober 1893 die
Redaktion der "Deutschen Wacht" in
Dresden, deren Mitbegründer er war,
und war seit April 1895 Bevollmäch-
tigter im Versicherungswesen. Er
lebte bis 1897 in Blasewitz bei Dres-
den und siedelte dann nach Berlin
über, wo er seitdem auch als Drama-
turg tätig war, kehrte aber 1899 als
Redakteur nach Dresden zurück. Seit
1901 ist W. Direktor einer Versiche-
rungsgesellschaft und lebte in Berlin
od. den Vororten dieser Stadt (zuletzt
Groß-Lichterfelde), bis er 1909 seinen
Wohnsitz nach Koblenz verlegte.

S:


Auf zum Kampfe! (G.), 1891. 3. A.
1892. - Heinrich IV. von Frankreich
(Tr.), 1892. 2. A. 1897. - Maiglöck-
chen (Poetisch. Allerlei), 1892. - Der
Entehrte (Schsp. n. e. gleichnam. N.
v. Philaletes), 1897. - Blütenstaub
(Ge.), 1893. - Jm Scheine der Sonne
(Lebensbild, mit Karl Herold), 1896.
- Tauperlen (Ge.), 1898.

*Wawerka, Hans,

psd. Albert
Bellami,
wurde am 6. April 1840
in Wien geboren und wuchs dort in
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Wax
bescheidenen Verhältnissen auf. Nach
Absolvierung der ersten Jahrgänge
der Realschule wurde er Schriftsetzer,
besuchte aber während seiner Lehr-
zeit die Fortbildungskurse und die
sonntägigen Vorlesungen am poly-
technischen Jnstitut. Eifriges Selbst-
studium der humanistischen Mate-
rien, der Verkehr mit Dichtern und
Journalisten und die Aufmunterung
wohlwollender Schriftsteller, wie A.
Bäuerle, O. Prechtler, Tschabusch-
nigg, Tertzky u. a., denen er seine
ersten schriftstellerischen Versuche zur
Beurteilung übergab, spornten ihn
schon frühzeitig zu literarischer Tätig-
keit an. Jm Jahre 1864 folgte er
einem Rufe nach Essegg, um die Re-
daktion des ersten deutschen Blattes
Slawoniens zu übernehmen. Durch
nahezu zehn Jahre hatte er hier Ge-
legenheit, Land und Leute, sowie
die politischen Zustände Kroatiens
gründlich kennen zu lernen, und seine
Beobachtungen u. Erfahrungen nicht
nur im eigenen Blatte zu veröffent-
lichen, sondern auch in zahlreichen
Korrespondenzen für fremde Blätter
zu verwerten. Jndessen widerten ihn
schließlich die absoluten Preßgesetze
und das politische Parteigetriebe in
Kroatien derart an, daß er 1875 nach
Graz in Steiermark übersiedelte, wo
er seitdem als Schriftsteller lebte. Jm
Jahre 1896 übernahm er die Redak-
tion des "Spottvogel" u. der "Grazer
Wahrheit"; sonst war er noch als Met-
teur bei der "Grazer Tagespost" tätig.
Nach Kürschners Literaturkalender
soll er 1902 gestorben sein.

S:

Ein
Mädchen aus den unteren Schichten
(R.), 1862.

Waxmann, Gustav,

geb. zu Neiße
1817 als der Sohn eines kgl. Rech-
nungsrat daselbst, studierte von 1838
bis 1842 in Breslau Medizin und
wirkte dann als praktischer Arzt in
letztgenannter Stadt.

S:

Liebesleben
und bunte Bilder (Ge.), 1842. - An
Sterbebetten, 1867.

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Wau
Offene Briefe über deutſche Theater-
zuſtände, 1878. – Das Hohelied von
der Makkabäer Heldentod (Ep. G.),
1886. 3. A. 1892. – Hiſtoriſche Rück-
blicke auf Berlins „gute alte“ Zeit
von 1834–64 (Miterlebt.), 3. A. 1909.

*Wauer, Minna,

die Schweſter
des Vorigen, wurde am 14. Februar
1815 in Berlin geboren u. lebte ſeit
dem im Jahre 1862 erfolgten Tode
ihrer Mutter bei ihrem Bruder Hugo.
Sie ſtarb am 21. Juli 1866 im Cho-
leralazarett.

S:

Die Jünger Börnes
(R.), 1846. – Der Tod der Makkabäer
(D.), 1854.

*Wauer, Gerhard,

geb. am 18.
Auguſt 1869 zu Dresden, abſolvierte
das königl. Gymnaſium auf der Neu-
ſtadt daſelbſt und bezog darauf die
Univerſität Leipzig, an der er drei
Semeſter Philoſophie und Theologie
ſtudierte. Er wurde dann Verlags-
buchhändler u. Redakteur in Leipzig,
übernahm am 1. Oktober 1893 die
Redaktion der „Deutſchen Wacht“ in
Dresden, deren Mitbegründer er war,
und war ſeit April 1895 Bevollmäch-
tigter im Verſicherungsweſen. Er
lebte bis 1897 in Blaſewitz bei Dres-
den und ſiedelte dann nach Berlin
über, wo er ſeitdem auch als Drama-
turg tätig war, kehrte aber 1899 als
Redakteur nach Dresden zurück. Seit
1901 iſt W. Direktor einer Verſiche-
rungsgeſellſchaft und lebte in Berlin
od. den Vororten dieſer Stadt (zuletzt
Groß-Lichterfelde), bis er 1909 ſeinen
Wohnſitz nach Koblenz verlegte.

S:


Auf zum Kampfe! (G.), 1891. 3. A.
1892. – Heinrich IV. von Frankreich
(Tr.), 1892. 2. A. 1897. – Maiglöck-
chen (Poetiſch. Allerlei), 1892. – Der
Entehrte (Schſp. n. e. gleichnam. N.
v. Philaletes), 1897. – Blütenſtaub
(Ge.), 1893. – Jm Scheine der Sonne
(Lebensbild, mit Karl Herold), 1896.
– Tauperlen (Ge.), 1898.

*Wawerka, Hans,

pſd. Albert
Bellami,
wurde am 6. April 1840
in Wien geboren und wuchs dort in
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Wax
beſcheidenen Verhältniſſen auf. Nach
Abſolvierung der erſten Jahrgänge
der Realſchule wurde er Schriftſetzer,
beſuchte aber während ſeiner Lehr-
zeit die Fortbildungskurſe und die
ſonntägigen Vorleſungen am poly-
techniſchen Jnſtitut. Eifriges Selbſt-
ſtudium der humaniſtiſchen Mate-
rien, der Verkehr mit Dichtern und
Journaliſten und die Aufmunterung
wohlwollender Schriftſteller, wie A.
Bäuerle, O. Prechtler, Tſchabuſch-
nigg, Tertzky u. a., denen er ſeine
erſten ſchriftſtelleriſchen Verſuche zur
Beurteilung übergab, ſpornten ihn
ſchon frühzeitig zu literariſcher Tätig-
keit an. Jm Jahre 1864 folgte er
einem Rufe nach Eſſegg, um die Re-
daktion des erſten deutſchen Blattes
Slawoniens zu übernehmen. Durch
nahezu zehn Jahre hatte er hier Ge-
legenheit, Land und Leute, ſowie
die politiſchen Zuſtände Kroatiens
gründlich kennen zu lernen, und ſeine
Beobachtungen u. Erfahrungen nicht
nur im eigenen Blatte zu veröffent-
lichen, ſondern auch in zahlreichen
Korreſpondenzen für fremde Blätter
zu verwerten. Jndeſſen widerten ihn
ſchließlich die abſoluten Preßgeſetze
und das politiſche Parteigetriebe in
Kroatien derart an, daß er 1875 nach
Graz in Steiermark überſiedelte, wo
er ſeitdem als Schriftſteller lebte. Jm
Jahre 1896 übernahm er die Redak-
tion des „Spottvogel“ u. der „Grazer
Wahrheit“; ſonſt war er noch als Met-
teur bei der „Grazer Tagespoſt“ tätig.
Nach Kürſchners Literaturkalender
ſoll er 1902 geſtorben ſein.

S:

Ein
Mädchen aus den unteren Schichten
(R.), 1862.

Waxmann, Guſtav,

geb. zu Neiße
1817 als der Sohn eines kgl. Rech-
nungsrat daſelbſt, ſtudierte von 1838
bis 1842 in Breslau Medizin und
wirkte dann als praktiſcher Arzt in
letztgenannter Stadt.

S:

Liebesleben
und bunte Bilder (Ge.), 1842. – An
Sterbebetten, 1867.

*
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[335/0339] Wau Wax Offene Briefe über deutſche Theater- zuſtände, 1878. – Das Hohelied von der Makkabäer Heldentod (Ep. G.), 1886. 3. A. 1892. – Hiſtoriſche Rück- blicke auf Berlins „gute alte“ Zeit von 1834–64 (Miterlebt.), 3. A. 1909. *Wauer, Minna, die Schweſter des Vorigen, wurde am 14. Februar 1815 in Berlin geboren u. lebte ſeit dem im Jahre 1862 erfolgten Tode ihrer Mutter bei ihrem Bruder Hugo. Sie ſtarb am 21. Juli 1866 im Cho- leralazarett. S: Die Jünger Börnes (R.), 1846. – Der Tod der Makkabäer (D.), 1854. *Wauer, Gerhard, geb. am 18. Auguſt 1869 zu Dresden, abſolvierte das königl. Gymnaſium auf der Neu- ſtadt daſelbſt und bezog darauf die Univerſität Leipzig, an der er drei Semeſter Philoſophie und Theologie ſtudierte. Er wurde dann Verlags- buchhändler u. Redakteur in Leipzig, übernahm am 1. Oktober 1893 die Redaktion der „Deutſchen Wacht“ in Dresden, deren Mitbegründer er war, und war ſeit April 1895 Bevollmäch- tigter im Verſicherungsweſen. Er lebte bis 1897 in Blaſewitz bei Dres- den und ſiedelte dann nach Berlin über, wo er ſeitdem auch als Drama- turg tätig war, kehrte aber 1899 als Redakteur nach Dresden zurück. Seit 1901 iſt W. Direktor einer Verſiche- rungsgeſellſchaft und lebte in Berlin od. den Vororten dieſer Stadt (zuletzt Groß-Lichterfelde), bis er 1909 ſeinen Wohnſitz nach Koblenz verlegte. S: Auf zum Kampfe! (G.), 1891. 3. A. 1892. – Heinrich IV. von Frankreich (Tr.), 1892. 2. A. 1897. – Maiglöck- chen (Poetiſch. Allerlei), 1892. – Der Entehrte (Schſp. n. e. gleichnam. N. v. Philaletes), 1897. – Blütenſtaub (Ge.), 1893. – Jm Scheine der Sonne (Lebensbild, mit Karl Herold), 1896. – Tauperlen (Ge.), 1898. *Wawerka, Hans, pſd. Albert Bellami, wurde am 6. April 1840 in Wien geboren und wuchs dort in beſcheidenen Verhältniſſen auf. Nach Abſolvierung der erſten Jahrgänge der Realſchule wurde er Schriftſetzer, beſuchte aber während ſeiner Lehr- zeit die Fortbildungskurſe und die ſonntägigen Vorleſungen am poly- techniſchen Jnſtitut. Eifriges Selbſt- ſtudium der humaniſtiſchen Mate- rien, der Verkehr mit Dichtern und Journaliſten und die Aufmunterung wohlwollender Schriftſteller, wie A. Bäuerle, O. Prechtler, Tſchabuſch- nigg, Tertzky u. a., denen er ſeine erſten ſchriftſtelleriſchen Verſuche zur Beurteilung übergab, ſpornten ihn ſchon frühzeitig zu literariſcher Tätig- keit an. Jm Jahre 1864 folgte er einem Rufe nach Eſſegg, um die Re- daktion des erſten deutſchen Blattes Slawoniens zu übernehmen. Durch nahezu zehn Jahre hatte er hier Ge- legenheit, Land und Leute, ſowie die politiſchen Zuſtände Kroatiens gründlich kennen zu lernen, und ſeine Beobachtungen u. Erfahrungen nicht nur im eigenen Blatte zu veröffent- lichen, ſondern auch in zahlreichen Korreſpondenzen für fremde Blätter zu verwerten. Jndeſſen widerten ihn ſchließlich die abſoluten Preßgeſetze und das politiſche Parteigetriebe in Kroatien derart an, daß er 1875 nach Graz in Steiermark überſiedelte, wo er ſeitdem als Schriftſteller lebte. Jm Jahre 1896 übernahm er die Redak- tion des „Spottvogel“ u. der „Grazer Wahrheit“; ſonſt war er noch als Met- teur bei der „Grazer Tagespoſt“ tätig. Nach Kürſchners Literaturkalender ſoll er 1902 geſtorben ſein. S: Ein Mädchen aus den unteren Schichten (R.), 1862. Waxmann, Guſtav, geb. zu Neiße 1817 als der Sohn eines kgl. Rech- nungsrat daſelbſt, ſtudierte von 1838 bis 1842 in Breslau Medizin und wirkte dann als praktiſcher Arzt in letztgenannter Stadt. S: Liebesleben und bunte Bilder (Ge.), 1842. – An Sterbebetten, 1867. *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 335. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon07_1913/339>, abgerufen am 19.03.2019.