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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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1874. - Maria (Ep. G. von Anton
Malczewski), 1874. - Grazyna (Ep.
nach Adam Mickiewicz), 1878. - Herr
Thaddäus (Ep. nach A. Mickiewicz),
1882. - Jrydion (Dr. nach Sigm.
Graf Krasinski), 1882. - Gentile Bel-
lini (Dram. Bild nach Joseph Kor-
zeniowski), 1883. - Aus Heimat und
Fremde (Dichtungen und Nachdich-
tungen), 1883. - Zeitlosen aus Hei-
mat u. Fremde, 1887. - Herbstfäden
von nah und fern (Dn. u. Nachdn.),
1891. - Polnische Dichtung in deut-
schem Gewande, 1892. - Polnisches
Novellenbuch in deutschem Gewande;
V, 1894-1906. - Schneeflocken (Dn.
und Nachdn.), 1896. 2. Aufl. 1902. -
Christrosen (Dn. und Nachdn.), 1900.
- Dur und Moll (Dn. und Nachdn.),
1905. - Waldtraut (Dr. n. e. E. von
L. Pfeiffer), 1905. - Licht u. Schatten
Dn. u. Nachdn.), 1906.

*Weiß, Bruno,

geb. am 9. Juni
1852 zu Breslau als der Sohn eines
kgl. Polizeirates, besuchte das dortige
Maria Magdalenen-Gymnasium und
studierte 1871-74 in Breslau u. Jena
Theologie und Philosophie. Nachdem
er mehrere Jahre in verschiedenen
Stellungen als Lehrer tätig gewesen
war, sich auch die Würde eines Dr.
phil.
erworben hatte, übernahm er
1880 das Pfarramt zu Bad Elgers-
burg in Thüringen und folgte 1883
einem Rufe an die Rembertikirche in
Bremen, wo er jetzt noch im Amte
steht. Außer einigen philosophischen
Schriften (Der Humanismus und
Ulrich von Hutten, 1883. - Volkssitten
u. religiöse Gebräuche, 1892. - Mo-
nismus, Monistenbund, Radikalis-
mus u. Christentum, 1907) veröffent-
lichte er

S:

Der Friede Gottes (Ge.),
1889. - Aus d. Märchenwelt (Scherz-
hafte und ernste En.), 1894. - Bilder
a. d. Bremischen Kirchengeschichte um
die Mitte des 19. Jahrh., 1896. -
Eine Weihnachtsfeier der Remberti-
gemeinde zu Bremen (D.), 1900. -
Mehr als 50 Jahre auf Chatam Js-
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Wei
land (Kulturgesch. und biographische
Schildergn.), 1901. - Am Born der
Wissenschaft (Religion und Leben in
Lr. u. Ge.), 1911.

*Weiß, Andreas Chistoph Phi-
lipp,

wurde am 21. Oktober 1813 zu
Ermreuth b. Nürnberg geboren, nach-
dem wenige Tage vorher sein Vater,
ein Barbier, in der Schlacht bei Leip-
zig den Heldentod gestorben war. Die
Kinderjahre verlebte er bei Mutter u.
Großmutter im heimatlichen Orte.
Ein Graf von Pückler-Limpurg auf
Burgfarrnbach bei Fürth, dem die
Tante des Knaben zur linken Hand
angetraut war, versprach, dem vater-
losen Kinde eine gute Erziehung geben
zu lassen. Leider starb der Graf sehr
frühe, und so mußte sich Christoph
mit dem Unterricht in einer Nürn-
berger Volksschule begnügen. Jn sei-
nem 14. Jahre kam er erst zu einem
Barbier und danach, weil er eine un-
überwindliche Abneigung gegen die-
sen Beruf zeigte, zu einem Drechsler-
meister in die Lehre, machte eine vier-
jährige Lehrzeit durch und begab sich
dann auf die Wanderschaft. Reich an
Lebenserfahrung u. in seinem Hand-
werk tüchtig ausgebildet, kehrte er in
die Heimat zurück, machte sich in
Nürnberg seßhaft und war als Kunst-
drechsler in Elfenbein u. Perlmutter
wie auch als Dichter dort und aus-
wärts eine allgemein geachtete Per-
sönlichkeit. Er starb am 2. Oktober
1883.

S:

Gedichte, 1845. - Blüten u.
Dornen (Lyr.-ep. Zeitbild a. dem 16.
Jahrh.), 1853. - Der lustige Essen-
schmied (Poet. Bilder), 1858. - Dir
(Liederzyklus, mit Jul. Merz), 1857.
- Aus dem Volksleben (Autobiogra-
phie), 1863. - Aus dem Leben u. der
Natur (Ge.), 1864. - Verschiedene
Kinderschriften.

*Weiß, Emil Rudolf,

geb. am
12. Oktbr. 1875 in Lahr (Baden), bil-
dete sich auf der Akademie in Karls-
ruhe und in Paris zum Maler aus,
arbeitete 1898-99 in dem Atelier von

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Wei
1874. – Maria (Ep. G. von Anton
Malczewski), 1874. – Grazyna (Ep.
nach Adam Mickiewicz), 1878. – Herr
Thaddäus (Ep. nach A. Mickiewicz),
1882. – Jrydion (Dr. nach Sigm.
Graf Kraſinski), 1882. – Gentile Bel-
lini (Dram. Bild nach Joſeph Kor-
zeniowski), 1883. – Aus Heimat und
Fremde (Dichtungen und Nachdich-
tungen), 1883. – Zeitloſen aus Hei-
mat u. Fremde, 1887. – Herbſtfäden
von nah und fern (Dn. u. Nachdn.),
1891. – Polniſche Dichtung in deut-
ſchem Gewande, 1892. – Polniſches
Novellenbuch in deutſchem Gewande;
V, 1894–1906. – Schneeflocken (Dn.
und Nachdn.), 1896. 2. Aufl. 1902. –
Chriſtroſen (Dn. und Nachdn.), 1900.
– Dur und Moll (Dn. und Nachdn.),
1905. – Waldtraut (Dr. n. e. E. von
L. Pfeiffer), 1905. – Licht u. Schatten
Dn. u. Nachdn.), 1906.

*Weiß, Bruno,

geb. am 9. Juni
1852 zu Breslau als der Sohn eines
kgl. Polizeirates, beſuchte das dortige
Maria Magdalenen-Gymnaſium und
ſtudierte 1871–74 in Breslau u. Jena
Theologie und Philoſophie. Nachdem
er mehrere Jahre in verſchiedenen
Stellungen als Lehrer tätig geweſen
war, ſich auch die Würde eines Dr.
phil.
erworben hatte, übernahm er
1880 das Pfarramt zu Bad Elgers-
burg in Thüringen und folgte 1883
einem Rufe an die Rembertikirche in
Bremen, wo er jetzt noch im Amte
ſteht. Außer einigen philoſophiſchen
Schriften (Der Humanismus und
Ulrich von Hutten, 1883. – Volksſitten
u. religiöſe Gebräuche, 1892. – Mo-
nismus, Moniſtenbund, Radikalis-
mus u. Chriſtentum, 1907) veröffent-
lichte er

S:

Der Friede Gottes (Ge.),
1889. – Aus d. Märchenwelt (Scherz-
hafte und ernſte En.), 1894. – Bilder
a. d. Bremiſchen Kirchengeſchichte um
die Mitte des 19. Jahrh., 1896. –
Eine Weihnachtsfeier der Remberti-
gemeinde zu Bremen (D.), 1900. –
Mehr als 50 Jahre auf Chatam Js-
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Wei
land (Kulturgeſch. und biographiſche
Schildergn.), 1901. – Am Born der
Wiſſenſchaft (Religion und Leben in
Lr. u. Ge.), 1911.

*Weiß, Andreas Chiſtoph Phi-
lipp,

wurde am 21. Oktober 1813 zu
Ermreuth b. Nürnberg geboren, nach-
dem wenige Tage vorher ſein Vater,
ein Barbier, in der Schlacht bei Leip-
zig den Heldentod geſtorben war. Die
Kinderjahre verlebte er bei Mutter u.
Großmutter im heimatlichen Orte.
Ein Graf von Pückler-Limpurg auf
Burgfarrnbach bei Fürth, dem die
Tante des Knaben zur linken Hand
angetraut war, verſprach, dem vater-
loſen Kinde eine gute Erziehung geben
zu laſſen. Leider ſtarb der Graf ſehr
frühe, und ſo mußte ſich Chriſtoph
mit dem Unterricht in einer Nürn-
berger Volksſchule begnügen. Jn ſei-
nem 14. Jahre kam er erſt zu einem
Barbier und danach, weil er eine un-
überwindliche Abneigung gegen die-
ſen Beruf zeigte, zu einem Drechſler-
meiſter in die Lehre, machte eine vier-
jährige Lehrzeit durch und begab ſich
dann auf die Wanderſchaft. Reich an
Lebenserfahrung u. in ſeinem Hand-
werk tüchtig ausgebildet, kehrte er in
die Heimat zurück, machte ſich in
Nürnberg ſeßhaft und war als Kunſt-
drechſler in Elfenbein u. Perlmutter
wie auch als Dichter dort und aus-
wärts eine allgemein geachtete Per-
ſönlichkeit. Er ſtarb am 2. Oktober
1883.

S:

Gedichte, 1845. – Blüten u.
Dornen (Lyr.-ep. Zeitbild a. dem 16.
Jahrh.), 1853. – Der luſtige Eſſen-
ſchmied (Poet. Bilder), 1858. – Dir
(Liederzyklus, mit Jul. Merz), 1857.
– Aus dem Volksleben (Autobiogra-
phie), 1863. – Aus dem Leben u. der
Natur (Ge.), 1864. – Verſchiedene
Kinderſchriften.

*Weiß, Emil Rudolf,

geb. am
12. Oktbr. 1875 in Lahr (Baden), bil-
dete ſich auf der Akademie in Karls-
ruhe und in Paris zum Maler aus,
arbeitete 1898–99 in dem Atelier von

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[374/0378] Wei Wei 1874. – Maria (Ep. G. von Anton Malczewski), 1874. – Grazyna (Ep. nach Adam Mickiewicz), 1878. – Herr Thaddäus (Ep. nach A. Mickiewicz), 1882. – Jrydion (Dr. nach Sigm. Graf Kraſinski), 1882. – Gentile Bel- lini (Dram. Bild nach Joſeph Kor- zeniowski), 1883. – Aus Heimat und Fremde (Dichtungen und Nachdich- tungen), 1883. – Zeitloſen aus Hei- mat u. Fremde, 1887. – Herbſtfäden von nah und fern (Dn. u. Nachdn.), 1891. – Polniſche Dichtung in deut- ſchem Gewande, 1892. – Polniſches Novellenbuch in deutſchem Gewande; V, 1894–1906. – Schneeflocken (Dn. und Nachdn.), 1896. 2. Aufl. 1902. – Chriſtroſen (Dn. und Nachdn.), 1900. – Dur und Moll (Dn. und Nachdn.), 1905. – Waldtraut (Dr. n. e. E. von L. Pfeiffer), 1905. – Licht u. Schatten Dn. u. Nachdn.), 1906. *Weiß, Bruno, geb. am 9. Juni 1852 zu Breslau als der Sohn eines kgl. Polizeirates, beſuchte das dortige Maria Magdalenen-Gymnaſium und ſtudierte 1871–74 in Breslau u. Jena Theologie und Philoſophie. Nachdem er mehrere Jahre in verſchiedenen Stellungen als Lehrer tätig geweſen war, ſich auch die Würde eines Dr. phil. erworben hatte, übernahm er 1880 das Pfarramt zu Bad Elgers- burg in Thüringen und folgte 1883 einem Rufe an die Rembertikirche in Bremen, wo er jetzt noch im Amte ſteht. Außer einigen philoſophiſchen Schriften (Der Humanismus und Ulrich von Hutten, 1883. – Volksſitten u. religiöſe Gebräuche, 1892. – Mo- nismus, Moniſtenbund, Radikalis- mus u. Chriſtentum, 1907) veröffent- lichte er S: Der Friede Gottes (Ge.), 1889. – Aus d. Märchenwelt (Scherz- hafte und ernſte En.), 1894. – Bilder a. d. Bremiſchen Kirchengeſchichte um die Mitte des 19. Jahrh., 1896. – Eine Weihnachtsfeier der Remberti- gemeinde zu Bremen (D.), 1900. – Mehr als 50 Jahre auf Chatam Js- land (Kulturgeſch. und biographiſche Schildergn.), 1901. – Am Born der Wiſſenſchaft (Religion und Leben in Lr. u. Ge.), 1911. *Weiß, Andreas Chiſtoph Phi- lipp, wurde am 21. Oktober 1813 zu Ermreuth b. Nürnberg geboren, nach- dem wenige Tage vorher ſein Vater, ein Barbier, in der Schlacht bei Leip- zig den Heldentod geſtorben war. Die Kinderjahre verlebte er bei Mutter u. Großmutter im heimatlichen Orte. Ein Graf von Pückler-Limpurg auf Burgfarrnbach bei Fürth, dem die Tante des Knaben zur linken Hand angetraut war, verſprach, dem vater- loſen Kinde eine gute Erziehung geben zu laſſen. Leider ſtarb der Graf ſehr frühe, und ſo mußte ſich Chriſtoph mit dem Unterricht in einer Nürn- berger Volksſchule begnügen. Jn ſei- nem 14. Jahre kam er erſt zu einem Barbier und danach, weil er eine un- überwindliche Abneigung gegen die- ſen Beruf zeigte, zu einem Drechſler- meiſter in die Lehre, machte eine vier- jährige Lehrzeit durch und begab ſich dann auf die Wanderſchaft. Reich an Lebenserfahrung u. in ſeinem Hand- werk tüchtig ausgebildet, kehrte er in die Heimat zurück, machte ſich in Nürnberg ſeßhaft und war als Kunſt- drechſler in Elfenbein u. Perlmutter wie auch als Dichter dort und aus- wärts eine allgemein geachtete Per- ſönlichkeit. Er ſtarb am 2. Oktober 1883. S: Gedichte, 1845. – Blüten u. Dornen (Lyr.-ep. Zeitbild a. dem 16. Jahrh.), 1853. – Der luſtige Eſſen- ſchmied (Poet. Bilder), 1858. – Dir (Liederzyklus, mit Jul. Merz), 1857. – Aus dem Volksleben (Autobiogra- phie), 1863. – Aus dem Leben u. der Natur (Ge.), 1864. – Verſchiedene Kinderſchriften. *Weiß, Emil Rudolf, geb. am 12. Oktbr. 1875 in Lahr (Baden), bil- dete ſich auf der Akademie in Karls- ruhe und in Paris zum Maler aus, arbeitete 1898–99 in dem Atelier von *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 374. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon07_1913/378>, abgerufen am 22.03.2019.