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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Trier u. widmete sich dann dem Stu-
dium der Theologie. Jm Jahre 1853
zum Priester geweiht, war er zuerst
als Religionslehrer am Gymnasium
zu Kreuznach beschäftigt, wurde 1859
Pfarrer in dem rhein-preußischen
Flecken Tholey, später in Eppelborn
u. 1868 in Koblenz, wo er 25 Jahre
lang eine außerordentlich segens-
reiche und vielseitige Tätigkeit ent-
faltete. Er wurde später zum De-
chanten u. Ehrendomherrn ernannt
und starb infolge eines Herzschlags
am 23. Mai 1893.

S:

Prinz Ferdi-
nand (Tr.), 1851. - Marienminne
(Übersetzgn. dreier mittelalterlicher
Marienlieder), o. J. - Genoveva (Ep.
G.), 1859. - Der Seraph der Liebe
(Son.), 1863. - Cäcilia (Hist. Tr.),
1863. - Gregor der Siebente (Dr.
G.), 1865.

*Weiße, Arnold,

wurde am 28.
Aug. 1842 zu Prerau in Mähren als
der Sohn des berühmten hebräischen
Sprachforschers Joseph W. geboren,
absolvierte die Gymnasialstudien in
Tirnau (Ungarn), Nikolsburg und
Preßburg und veröffentlichte schon
als Gymnasiast seine ersten feuille-
tonistischen Artikel, Wochenplaude-
reien u. Theaterkritiken. Jm Herbst
1863 bezog W. die Universität Wien,
an der er bis 1868 Medizin studierte,
übernahm 1869 die Chefredaktion
des von Dr. Hirschfeld herausgege-
benen medizinischen Journals "Der
Kursalon" u. folgte 1870 einem Rufe
nach Hamburg, wo er zunächst in die
Redaktion des "Freischütz" eintrat,
im Febr. 1871 aber zum "Hamburger
Fremdenblatt" überging, dessen Re-
dakteur er noch heute ist. Neben
größeren Feuilletons brachte er in
demselben viele Novellen zum Ab-
druck, von denen erst ein kleiner Teil
erschienen ist.

S:

Das Raitzenbad
(Humor. Ep.), 1869. - Ein deutscher
Tag (Festsp. z. Sedanfeier), 1875. -
Eis- und Sonnenblumen (Nn.); II,
1895.

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Wei
Weiße, Robert,

wurde am 9. Sep-
tember 1849 zu Bromberg als der
Sohn eines Beamten geboren und
besuchte in Berlin die Wieprechtsche
Privatschule und dann das Kloster-
u. das Joachimsthalsche Gymnasium.
Von außergewöhnlicher Begabung,
vollendete er seine weitere Ausbil-
dung durch reges Selbststudium. Jm
Jahre 1869 trat er als Mitarbeiter
in die Redaktion des "Berlin. Frem-
denblattes" ein, dem er bis zu sei-
nem frühen Tode treu blieb, und für
welches er die kunstkritischen Feuille-
tons lieferte. Eine Brustfellentzün-
dung, die ihn 1871 befiel, legte in
ihm den Keim zur Lungenschwind-
sucht, die auch ein längerer Aufent-
halt in Jtalien, dem sich eine Reise
zur Pariser Kunstausstellung u. nach
Belgien anschloß, nicht zu heben ver-
mochte. W. starb zu Poln.-Krone im
Hause eines Vetters am 9. Juli 1874.

S:

Vom Fels zum Meer (Patriot.
Ge.), 1871. - Gedichte, 1874.

*Weißel, Ludwig,

geb. am 8. Dez.
1841 zu Wien, absolvierte daselbst
das Gymnasium u. die Rechtsstudien
und gab sich nebenher frühzeitig lite-
rarischen Beschäftigungen hin, de-
nen er später als Advokat auch treu
blieb. Anhaltende körperliche Leiden
in den letzten Jahren zwangen ihn,
seine Advokatur, sowie seine Stel-
lung als Gemeinderat der Stadt
Wien aufzugeben u. seinen Wohnsitz
im Süden (Genf, Montreux, Villa
Karlstein bei Reichenhall u. a. O.) zu
nehmen; um so eifriger hat er sich in
diesen Jahren poetisch betätigt. Er
starb in Wiesbaden am 16. Januar
1886.

S:

Der Mönch von Montaudon
(Provencal. E.), 1882. - Der Frosch-
mäusekrieg, übers., 2. Aufl., 1871. -
Anakreon (Lr., frei übertr.), 1886. -
Gedichte (a. d. Nachlaß hrsg. von sei-
ner Gattin), 1891. - Hanns Freiherr
von Schwarzenberg. Ein Bild aus
deutscher Rechts- und Kulturgesch.,
1878.

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Wei
Trier u. widmete ſich dann dem Stu-
dium der Theologie. Jm Jahre 1853
zum Prieſter geweiht, war er zuerſt
als Religionslehrer am Gymnaſium
zu Kreuznach beſchäftigt, wurde 1859
Pfarrer in dem rhein-preußiſchen
Flecken Tholey, ſpäter in Eppelborn
u. 1868 in Koblenz, wo er 25 Jahre
lang eine außerordentlich ſegens-
reiche und vielſeitige Tätigkeit ent-
faltete. Er wurde ſpäter zum De-
chanten u. Ehrendomherrn ernannt
und ſtarb infolge eines Herzſchlags
am 23. Mai 1893.

S:

Prinz Ferdi-
nand (Tr.), 1851. – Marienminne
(Überſetzgn. dreier mittelalterlicher
Marienlieder), o. J. – Genoveva (Ep.
G.), 1859. – Der Seraph der Liebe
(Son.), 1863. – Cäcilia (Hiſt. Tr.),
1863. – Gregor der Siebente (Dr.
G.), 1865.

*Weiße, Arnold,

wurde am 28.
Aug. 1842 zu Prerau in Mähren als
der Sohn des berühmten hebräiſchen
Sprachforſchers Joſeph W. geboren,
abſolvierte die Gymnaſialſtudien in
Tirnau (Ungarn), Nikolsburg und
Preßburg und veröffentlichte ſchon
als Gymnaſiaſt ſeine erſten feuille-
toniſtiſchen Artikel, Wochenplaude-
reien u. Theaterkritiken. Jm Herbſt
1863 bezog W. die Univerſität Wien,
an der er bis 1868 Medizin ſtudierte,
übernahm 1869 die Chefredaktion
des von Dr. Hirſchfeld herausgege-
benen mediziniſchen Journals „Der
Kurſalon“ u. folgte 1870 einem Rufe
nach Hamburg, wo er zunächſt in die
Redaktion des „Freiſchütz“ eintrat,
im Febr. 1871 aber zum „Hamburger
Fremdenblatt“ überging, deſſen Re-
dakteur er noch heute iſt. Neben
größeren Feuilletons brachte er in
demſelben viele Novellen zum Ab-
druck, von denen erſt ein kleiner Teil
erſchienen iſt.

S:

Das Raitzenbad
(Humor. Ep.), 1869. – Ein deutſcher
Tag (Feſtſp. z. Sedanfeier), 1875. –
Eis- und Sonnenblumen (Nn.); II,
1895.

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Wei
Weiße, Robert,

wurde am 9. Sep-
tember 1849 zu Bromberg als der
Sohn eines Beamten geboren und
beſuchte in Berlin die Wieprechtſche
Privatſchule und dann das Kloſter-
u. das Joachimsthalſche Gymnaſium.
Von außergewöhnlicher Begabung,
vollendete er ſeine weitere Ausbil-
dung durch reges Selbſtſtudium. Jm
Jahre 1869 trat er als Mitarbeiter
in die Redaktion des „Berlin. Frem-
denblattes“ ein, dem er bis zu ſei-
nem frühen Tode treu blieb, und für
welches er die kunſtkritiſchen Feuille-
tons lieferte. Eine Bruſtfellentzün-
dung, die ihn 1871 befiel, legte in
ihm den Keim zur Lungenſchwind-
ſucht, die auch ein längerer Aufent-
halt in Jtalien, dem ſich eine Reiſe
zur Pariſer Kunſtausſtellung u. nach
Belgien anſchloß, nicht zu heben ver-
mochte. W. ſtarb zu Poln.-Krone im
Hauſe eines Vetters am 9. Juli 1874.

S:

Vom Fels zum Meer (Patriot.
Ge.), 1871. – Gedichte, 1874.

*Weißel, Ludwig,

geb. am 8. Dez.
1841 zu Wien, abſolvierte daſelbſt
das Gymnaſium u. die Rechtsſtudien
und gab ſich nebenher frühzeitig lite-
rariſchen Beſchäftigungen hin, de-
nen er ſpäter als Advokat auch treu
blieb. Anhaltende körperliche Leiden
in den letzten Jahren zwangen ihn,
ſeine Advokatur, ſowie ſeine Stel-
lung als Gemeinderat der Stadt
Wien aufzugeben u. ſeinen Wohnſitz
im Süden (Genf, Montreux, Villa
Karlſtein bei Reichenhall u. a. O.) zu
nehmen; um ſo eifriger hat er ſich in
dieſen Jahren poetiſch betätigt. Er
ſtarb in Wiesbaden am 16. Januar
1886.

S:

Der Mönch von Montaudon
(Provençal. E.), 1882. – Der Froſch-
mäuſekrieg, überſ., 2. Aufl., 1871. –
Anakreon (Lr., frei übertr.), 1886. –
Gedichte (a. d. Nachlaß hrsg. von ſei-
ner Gattin), 1891. – Hanns Freiherr
von Schwarzenberg. Ein Bild aus
deutſcher Rechts- und Kulturgeſch.,
1878.

*
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[379/0383] Wei Wei Trier u. widmete ſich dann dem Stu- dium der Theologie. Jm Jahre 1853 zum Prieſter geweiht, war er zuerſt als Religionslehrer am Gymnaſium zu Kreuznach beſchäftigt, wurde 1859 Pfarrer in dem rhein-preußiſchen Flecken Tholey, ſpäter in Eppelborn u. 1868 in Koblenz, wo er 25 Jahre lang eine außerordentlich ſegens- reiche und vielſeitige Tätigkeit ent- faltete. Er wurde ſpäter zum De- chanten u. Ehrendomherrn ernannt und ſtarb infolge eines Herzſchlags am 23. Mai 1893. S: Prinz Ferdi- nand (Tr.), 1851. – Marienminne (Überſetzgn. dreier mittelalterlicher Marienlieder), o. J. – Genoveva (Ep. G.), 1859. – Der Seraph der Liebe (Son.), 1863. – Cäcilia (Hiſt. Tr.), 1863. – Gregor der Siebente (Dr. G.), 1865. *Weiße, Arnold, wurde am 28. Aug. 1842 zu Prerau in Mähren als der Sohn des berühmten hebräiſchen Sprachforſchers Joſeph W. geboren, abſolvierte die Gymnaſialſtudien in Tirnau (Ungarn), Nikolsburg und Preßburg und veröffentlichte ſchon als Gymnaſiaſt ſeine erſten feuille- toniſtiſchen Artikel, Wochenplaude- reien u. Theaterkritiken. Jm Herbſt 1863 bezog W. die Univerſität Wien, an der er bis 1868 Medizin ſtudierte, übernahm 1869 die Chefredaktion des von Dr. Hirſchfeld herausgege- benen mediziniſchen Journals „Der Kurſalon“ u. folgte 1870 einem Rufe nach Hamburg, wo er zunächſt in die Redaktion des „Freiſchütz“ eintrat, im Febr. 1871 aber zum „Hamburger Fremdenblatt“ überging, deſſen Re- dakteur er noch heute iſt. Neben größeren Feuilletons brachte er in demſelben viele Novellen zum Ab- druck, von denen erſt ein kleiner Teil erſchienen iſt. S: Das Raitzenbad (Humor. Ep.), 1869. – Ein deutſcher Tag (Feſtſp. z. Sedanfeier), 1875. – Eis- und Sonnenblumen (Nn.); II, 1895. Weiße, Robert, wurde am 9. Sep- tember 1849 zu Bromberg als der Sohn eines Beamten geboren und beſuchte in Berlin die Wieprechtſche Privatſchule und dann das Kloſter- u. das Joachimsthalſche Gymnaſium. Von außergewöhnlicher Begabung, vollendete er ſeine weitere Ausbil- dung durch reges Selbſtſtudium. Jm Jahre 1869 trat er als Mitarbeiter in die Redaktion des „Berlin. Frem- denblattes“ ein, dem er bis zu ſei- nem frühen Tode treu blieb, und für welches er die kunſtkritiſchen Feuille- tons lieferte. Eine Bruſtfellentzün- dung, die ihn 1871 befiel, legte in ihm den Keim zur Lungenſchwind- ſucht, die auch ein längerer Aufent- halt in Jtalien, dem ſich eine Reiſe zur Pariſer Kunſtausſtellung u. nach Belgien anſchloß, nicht zu heben ver- mochte. W. ſtarb zu Poln.-Krone im Hauſe eines Vetters am 9. Juli 1874. S: Vom Fels zum Meer (Patriot. Ge.), 1871. – Gedichte, 1874. *Weißel, Ludwig, geb. am 8. Dez. 1841 zu Wien, abſolvierte daſelbſt das Gymnaſium u. die Rechtsſtudien und gab ſich nebenher frühzeitig lite- rariſchen Beſchäftigungen hin, de- nen er ſpäter als Advokat auch treu blieb. Anhaltende körperliche Leiden in den letzten Jahren zwangen ihn, ſeine Advokatur, ſowie ſeine Stel- lung als Gemeinderat der Stadt Wien aufzugeben u. ſeinen Wohnſitz im Süden (Genf, Montreux, Villa Karlſtein bei Reichenhall u. a. O.) zu nehmen; um ſo eifriger hat er ſich in dieſen Jahren poetiſch betätigt. Er ſtarb in Wiesbaden am 16. Januar 1886. S: Der Mönch von Montaudon (Provençal. E.), 1882. – Der Froſch- mäuſekrieg, überſ., 2. Aufl., 1871. – Anakreon (Lr., frei übertr.), 1886. – Gedichte (a. d. Nachlaß hrsg. von ſei- ner Gattin), 1891. – Hanns Freiherr von Schwarzenberg. Ein Bild aus deutſcher Rechts- und Kulturgeſch., 1878. *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 379. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon07_1913/383>, abgerufen am 22.03.2019.