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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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gen er bis Ende 1885 innehatte. Von
1886-97 wirkte er als Dekan aber-
mals an der Hospitalkirche, in den
Jahren 1898-1900 als Generalsuper-
intendent in Ulm und seitdem wieder
in Stuttgart und zwar als Prälat
und erster Geistlicher an der Stifts-
kirche und als Mitglied des Konsisto-
riums. Jm August 1908 ernannte
ihn die Universität Tübingen zum
Ehrendoktor der Theologie. Er starb
am 2. Juni 1911. Seit dem Jahre
1879 gab er das Sonntagsblatt "Der
Christenbote" heraus, veröffentlichte
auch eine Reihe erbaulicher, biogra-
phischer Schriften u. einige Predigt-
sammlungen.

S:

Umwege und Ab-
wege (E. f. d. Jugd. u. d. Volk), 1892.
- Kämpfe und Siege (desgl.), 1894. -
Menschenwege und Gotteswege (zwei
En.), 1897. - Aus Dorf und Stadt
(En.), 1900.

*Weitbrecht, Karl,

wurde am 8.
Dezember 1847 zu Neu-Hengstett bei
Kalw in Württemberg geboren, wo
sein Vater Pfarrer war, studierte seit
1865 in Tübingen Theologie, war
mehrere Jahre Vikar an verschiede-
nen Orten und seit 1874 Diakonus
in Schwaigern bei Heilbronn. Hier
übernahm er 1876 die Redaktion des
"Neuen deutschen Familienblatts",
die er zehn Jahre lang führte. Jm
April 1886 folgte er einem Rufe als
Rektor an die höhere Töchterschule
und das Lehrerinnenseminar zu Zü-
rich-Hottingen, wurde später auch
Privatdozent an dem dortigen Poly-
technikum und kehrte 1893 in seine
Heimat zurück, um eine Professur für
Literatur, Ästhetik und Rhetorik an
der technischen Hochschule in Stutt-
gart zu übernehmen. Von 1902-04
führte er das Rektorat derselben. Er
starb am 10. Juni 1904.

S:

Lieder
von einem, der nicht mit darf, 1870.
- Was der Mond bescheint (Bilder
von Hugo Knorr, Gedichte v. K. W.),
1873. - Liederbuch 1875. 3. A. u. d. T.:
Gedichte, 1880. - Gschichta-n aus-m
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Wei
Schwobaland (mit seinem Bruder
Rich. W.), 1877. - Verirrte Leute
(6 Nn.), 1882. - Nohmol Schwoba-
gschichta (mit seinem Bruder Richard),
1882. - Schwäbisches Dichterbuch
(Anthologie, mit Ed. Paulus), 1883.
- Geschichtenbuch, 1884. - Der Kalen-
derstreit in Sindringen (E.), 1885.
- Heimkehr (2 Nn. und eine Reise-
erinnerung), 1886. - Sonnenwende
(Neue Dn.), 1890. - Phaläna. Das
Leiden eines Buches, 1892. - Sigrun
(Tr.), 1895. - Diesseit von Weimar
(Auch ein Buch über Goethe), 1895. -
Doktor Schmidt (Lsp.), 1896. - Schil-
ler in seinen Dramen, 1897. 2. A.
1907. - Schwobagschichta (mit sei-
nem Bruder), 3 Sammlungen, 1898.
- Geschichten eines Verstorbenen,
nacherzählt, 1898. - Das deutsche
Drama. Grundzüge seiner Ästhetik,
1899. - Schwarmgeister (Tr.), 1900.
- Schiller und die deutsche Gegen-
wart, 1900. - Deutsche Literaturge-
schichte des 19. Jahrh.; II, 1901. -
Gesammelte Gedichte, 1903.

*Weitbrecht, Richard,

Bruder des
Vorigen, wurde am 20. Febr. 1851
in Heumaden bei Stuttgart geboren,
besuchte die Lateinschulen in Kirch-
heim u. Eßlingen, von 1865-69 das
theologische Seminar in Blaubeuren
und studierte dann bis 1874 in Tü-
bingen Theologie. Nachdem er ein
Jahr Pfarrgehilfe und von 1875-77
Repetent und Lehrer der deutschen
Sprache und Literatur am theolog.
Seminar in Urach gewesen war,
während welcher Zeit er sich die
Würde eines Dr. phil. erwarb, un-
ternahm er eine Reise nach Jtalien
und wurde Anfang 1878 Pfarrer in
Mähringen b. Ulm. Seit 1893 wirkte
er als solcher zu Wimpfen am Neckar
(Hessen) und starb daselbst am 2.
Juni 1911.

S:

Gschichta-n aus-m
Schwobaland (mit seinem Bruder
Karl), 1877. - Johannes Fischart als
Dichter und Deutscher, 1879. - Ge-
schichte der deutschen Dichtung, 1879.

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Wei
gen er bis Ende 1885 innehatte. Von
1886–97 wirkte er als Dekan aber-
mals an der Hoſpitalkirche, in den
Jahren 1898–1900 als Generalſuper-
intendent in Ulm und ſeitdem wieder
in Stuttgart und zwar als Prälat
und erſter Geiſtlicher an der Stifts-
kirche und als Mitglied des Konſiſto-
riums. Jm Auguſt 1908 ernannte
ihn die Univerſität Tübingen zum
Ehrendoktor der Theologie. Er ſtarb
am 2. Juni 1911. Seit dem Jahre
1879 gab er das Sonntagsblatt „Der
Chriſtenbote“ heraus, veröffentlichte
auch eine Reihe erbaulicher, biogra-
phiſcher Schriften u. einige Predigt-
ſammlungen.

S:

Umwege und Ab-
wege (E. f. d. Jugd. u. d. Volk), 1892.
– Kämpfe und Siege (desgl.), 1894. –
Menſchenwege und Gotteswege (zwei
En.), 1897. – Aus Dorf und Stadt
(En.), 1900.

*Weitbrecht, Karl,

wurde am 8.
Dezember 1847 zu Neu-Hengſtett bei
Kalw in Württemberg geboren, wo
ſein Vater Pfarrer war, ſtudierte ſeit
1865 in Tübingen Theologie, war
mehrere Jahre Vikar an verſchiede-
nen Orten und ſeit 1874 Diakonus
in Schwaigern bei Heilbronn. Hier
übernahm er 1876 die Redaktion des
„Neuen deutſchen Familienblatts“,
die er zehn Jahre lang führte. Jm
April 1886 folgte er einem Rufe als
Rektor an die höhere Töchterſchule
und das Lehrerinnenſeminar zu Zü-
rich-Hottingen, wurde ſpäter auch
Privatdozent an dem dortigen Poly-
technikum und kehrte 1893 in ſeine
Heimat zurück, um eine Profeſſur für
Literatur, Äſthetik und Rhetorik an
der techniſchen Hochſchule in Stutt-
gart zu übernehmen. Von 1902–04
führte er das Rektorat derſelben. Er
ſtarb am 10. Juni 1904.

S:

Lieder
von einem, der nicht mit darf, 1870.
– Was der Mond beſcheint (Bilder
von Hugo Knorr, Gedichte v. K. W.),
1873. – Liederbuch 1875. 3. A. u. d. T.:
Gedichte, 1880. – Gſchichta-n aus-m
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Wei
Schwobaland (mit ſeinem Bruder
Rich. W.), 1877. – Verirrte Leute
(6 Nn.), 1882. – Nohmôl Schwôba-
gſchichta (mit ſeinem Bruder Richard),
1882. – Schwäbiſches Dichterbuch
(Anthologie, mit Ed. Paulus), 1883.
– Geſchichtenbuch, 1884. – Der Kalen-
derſtreit in Sindringen (E.), 1885.
– Heimkehr (2 Nn. und eine Reiſe-
erinnerung), 1886. – Sonnenwende
(Neue Dn.), 1890. – Phaläna. Das
Leiden eines Buches, 1892. – Sigrun
(Tr.), 1895. – Diesſeit von Weimar
(Auch ein Buch über Goethe), 1895. –
Doktor Schmidt (Lſp.), 1896. – Schil-
ler in ſeinen Dramen, 1897. 2. A.
1907. – Schwôbagſchichta (mit ſei-
nem Bruder), 3 Sammlungen, 1898.
– Geſchichten eines Verſtorbenen,
nacherzählt, 1898. – Das deutſche
Drama. Grundzüge ſeiner Äſthetik,
1899. – Schwarmgeiſter (Tr.), 1900.
– Schiller und die deutſche Gegen-
wart, 1900. – Deutſche Literaturge-
ſchichte des 19. Jahrh.; II, 1901. –
Geſammelte Gedichte, 1903.

*Weitbrecht, Richard,

Bruder des
Vorigen, wurde am 20. Febr. 1851
in Heumaden bei Stuttgart geboren,
beſuchte die Lateinſchulen in Kirch-
heim u. Eßlingen, von 1865–69 das
theologiſche Seminar in Blaubeuren
und ſtudierte dann bis 1874 in Tü-
bingen Theologie. Nachdem er ein
Jahr Pfarrgehilfe und von 1875–77
Repetent und Lehrer der deutſchen
Sprache und Literatur am theolog.
Seminar in Urach geweſen war,
während welcher Zeit er ſich die
Würde eines Dr. phil. erwarb, un-
ternahm er eine Reiſe nach Jtalien
und wurde Anfang 1878 Pfarrer in
Mähringen b. Ulm. Seit 1893 wirkte
er als ſolcher zu Wimpfen am Neckar
(Heſſen) und ſtarb daſelbſt am 2.
Juni 1911.

S:

Gſchichta-n aus-m
Schwôbaland (mit ſeinem Bruder
Karl), 1877. – Johannes Fiſchart als
Dichter und Deutſcher, 1879. – Ge-
ſchichte der deutſchen Dichtung, 1879.

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[383/0387] Wei Wei gen er bis Ende 1885 innehatte. Von 1886–97 wirkte er als Dekan aber- mals an der Hoſpitalkirche, in den Jahren 1898–1900 als Generalſuper- intendent in Ulm und ſeitdem wieder in Stuttgart und zwar als Prälat und erſter Geiſtlicher an der Stifts- kirche und als Mitglied des Konſiſto- riums. Jm Auguſt 1908 ernannte ihn die Univerſität Tübingen zum Ehrendoktor der Theologie. Er ſtarb am 2. Juni 1911. Seit dem Jahre 1879 gab er das Sonntagsblatt „Der Chriſtenbote“ heraus, veröffentlichte auch eine Reihe erbaulicher, biogra- phiſcher Schriften u. einige Predigt- ſammlungen. S: Umwege und Ab- wege (E. f. d. Jugd. u. d. Volk), 1892. – Kämpfe und Siege (desgl.), 1894. – Menſchenwege und Gotteswege (zwei En.), 1897. – Aus Dorf und Stadt (En.), 1900. *Weitbrecht, Karl, wurde am 8. Dezember 1847 zu Neu-Hengſtett bei Kalw in Württemberg geboren, wo ſein Vater Pfarrer war, ſtudierte ſeit 1865 in Tübingen Theologie, war mehrere Jahre Vikar an verſchiede- nen Orten und ſeit 1874 Diakonus in Schwaigern bei Heilbronn. Hier übernahm er 1876 die Redaktion des „Neuen deutſchen Familienblatts“, die er zehn Jahre lang führte. Jm April 1886 folgte er einem Rufe als Rektor an die höhere Töchterſchule und das Lehrerinnenſeminar zu Zü- rich-Hottingen, wurde ſpäter auch Privatdozent an dem dortigen Poly- technikum und kehrte 1893 in ſeine Heimat zurück, um eine Profeſſur für Literatur, Äſthetik und Rhetorik an der techniſchen Hochſchule in Stutt- gart zu übernehmen. Von 1902–04 führte er das Rektorat derſelben. Er ſtarb am 10. Juni 1904. S: Lieder von einem, der nicht mit darf, 1870. – Was der Mond beſcheint (Bilder von Hugo Knorr, Gedichte v. K. W.), 1873. – Liederbuch 1875. 3. A. u. d. T.: Gedichte, 1880. – Gſchichta-n aus-m Schwobaland (mit ſeinem Bruder Rich. W.), 1877. – Verirrte Leute (6 Nn.), 1882. – Nohmôl Schwôba- gſchichta (mit ſeinem Bruder Richard), 1882. – Schwäbiſches Dichterbuch (Anthologie, mit Ed. Paulus), 1883. – Geſchichtenbuch, 1884. – Der Kalen- derſtreit in Sindringen (E.), 1885. – Heimkehr (2 Nn. und eine Reiſe- erinnerung), 1886. – Sonnenwende (Neue Dn.), 1890. – Phaläna. Das Leiden eines Buches, 1892. – Sigrun (Tr.), 1895. – Diesſeit von Weimar (Auch ein Buch über Goethe), 1895. – Doktor Schmidt (Lſp.), 1896. – Schil- ler in ſeinen Dramen, 1897. 2. A. 1907. – Schwôbagſchichta (mit ſei- nem Bruder), 3 Sammlungen, 1898. – Geſchichten eines Verſtorbenen, nacherzählt, 1898. – Das deutſche Drama. Grundzüge ſeiner Äſthetik, 1899. – Schwarmgeiſter (Tr.), 1900. – Schiller und die deutſche Gegen- wart, 1900. – Deutſche Literaturge- ſchichte des 19. Jahrh.; II, 1901. – Geſammelte Gedichte, 1903. *Weitbrecht, Richard, Bruder des Vorigen, wurde am 20. Febr. 1851 in Heumaden bei Stuttgart geboren, beſuchte die Lateinſchulen in Kirch- heim u. Eßlingen, von 1865–69 das theologiſche Seminar in Blaubeuren und ſtudierte dann bis 1874 in Tü- bingen Theologie. Nachdem er ein Jahr Pfarrgehilfe und von 1875–77 Repetent und Lehrer der deutſchen Sprache und Literatur am theolog. Seminar in Urach geweſen war, während welcher Zeit er ſich die Würde eines Dr. phil. erwarb, un- ternahm er eine Reiſe nach Jtalien und wurde Anfang 1878 Pfarrer in Mähringen b. Ulm. Seit 1893 wirkte er als ſolcher zu Wimpfen am Neckar (Heſſen) und ſtarb daſelbſt am 2. Juni 1911. S: Gſchichta-n aus-m Schwôbaland (mit ſeinem Bruder Karl), 1877. – Johannes Fiſchart als Dichter und Deutſcher, 1879. – Ge- ſchichte der deutſchen Dichtung, 1879. *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 383. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon07_1913/387>, abgerufen am 20.03.2019.