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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Hier lernte sie den Dr. jur. Max von
Obstfelder kennen, mit dem sie sich
1894 verheiratete. Doch wurde die
Ehe schon 1898 geschieden und Mar-
garete nahm nunmit Genehmigung
der Behörde ihren Mädchennamen
wieder an. Sie lebte seitdem mit
ihrem einzigen Töchterchen still und
zurückgezogen in Freienwalde a. O.,
in Bergedorf und jetzt in Hamburg.

S:

Attila (Schsp.), 1911. - Moham-
med (Schsp.), 1912.

Stein, Marie von,

geborene von
Horn,
pseud. M. von Horn, geb.
am 24. Dezbr. 1857 in Lehe (Han-
nover), lebt (1904) als Gattin eines
Oberstleutnants in Leipzig.

S:

Felix
Abarim (N. in V.), 1899. - Juden!
Eilt Euch! (R.), 1904.

Stein, Marius,

Psd. für Marie
Janitschek;
s. d.!

Stein, Mizi,

pseud. Dodd, wurde
1874 in Prag geboren und, da sie
ihre Mutter bald nach der Geburt
verlor, bei den Großeltern daselbst
erzogen. Sie erhielt eine vorzüg-
liche Bildung und lebte in sorglosen
Verhältnissen. Jm Jahre 1894 ver-
heiratete sie sich mit dem Advokaten
Dr. Stein in Prag. Da die Ehe kin-
derlos blieb, unternahmen die Gat-
ten große Reisen, auf denen selbst-
verständlich die empfindende und
reflektierende Natur M. Sts. man-
nigfache Anregungen erhielt. Der
innere Drang, ihrem reichen Em-
pfindungsleben in irgendeiner Form
Ausdruck zu geben, führte sie schließ-
lich zur Schriftstellerei.

S:

Eva von
Verga (a. d. Jtalienischen übersetzt),
1897. - Lola (R.), 1897. - Frauen
(4 Nn.), 1897.

Stein, Oswald,

Pseud. für Karl
Wörle;
s. d.!

Stein, Paul,

Pseud. für Alber-
tine Henrich;
s. d.!

Stein, Sophie,

Pseud. für Anna
Klapp;
s. d.!

*Stein, Walter,

geboren am 30.
April 1880 in Krefeld als der Sohn
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Ste
des Hauptmanns und Kriegsschrift-
stellers Karl Ludwig St., besuchte erst
das Gymnasium in Münster, dann
das Lehrerseminar in Herdecke an der
Ruhr (Westfalen), war darauf eine
Zeitlang Redakteur des "Adler", spä-
ter Herausgeber des Jahrbuchs für
Kunst und Wissenschaft "Jm Strom
der Zeit", wurde 1902 Lehrer in
Derne bei Dortmund, 1904 Lehrer
an der Präparandenanstalt in Her-
decke und 1907 Seminarlehrer in
Hilchenbach (Westfalen).

S:

Ger-
mania (Dram. Festsp.), 1896. - Der
Bergmann (Dr.), 1896. - Gedichte,
1897. - Auf des Lebens Wogen (N.),
1899. - Frische Zweige (Ge.), 1903.
- Kreuz und Krone (Neue G.), 1904.

Stein, Wilhelm,

Psd. für Ferdi-
nand Weibert;
s. d.!

Steinacker, Gustav,

psd. G. Treu-
mund,
wurde am 1. März 1809 zu
Wien geboren, verlebte seine Jugend
in Ungarn und studierte dann in
Preßburg, Käsmark, Wien, zuletzt in
Halle Theologie. Nach Beendigung
seiner Studien wurde er 1839 als
Direktor der ersten deutschen Töch-
terschule nach Debreczin berufen; seit
1842 war er Pfarrer in Gölnitz und
seit 1846 in Triest. Als solcher im
Jahre 1848 besonders für die Rechte
der österreichisch. Protestanten tätig,
ward er vom österreichischen Staats-
minister Grafen Thun ohne Unter-
suchung seines Amtes entsetzt, aber
bald darauf zum Prediger an der
Kreuzkirche in Hannover erwählt.
Diese Wahl wurde indes von dem
streng orthodoxen hannöverschen
Konsistorium nicht bestätigt. S.
lebte nun (seit 1854) mit seiner Fa-
milie in Weimar, bis er 1857 zum
Pfarrer in Buttelstedt ernannt
wurde. Hier starb er am 7. Juni 1877.

S:

Harfentöne aus dem Ungar-
lande, 1835. - Abafi (Aus dem Un-
garischen des Nikolaus Josika über-
setzt), 1838. - Pannonia (Anthologie
magyar. Lyrik in Übersetzgn.), 1840.

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Ste
Hier lernte ſie den Dr. jur. Max von
Obſtfelder kennen, mit dem ſie ſich
1894 verheiratete. Doch wurde die
Ehe ſchon 1898 geſchieden und Mar-
garete nahm nunmit Genehmigung
der Behörde ihren Mädchennamen
wieder an. Sie lebte ſeitdem mit
ihrem einzigen Töchterchen ſtill und
zurückgezogen in Freienwalde a. O.,
in Bergedorf und jetzt in Hamburg.

S:

Attila (Schſp.), 1911. – Moham-
med (Schſp.), 1912.

Stein, Marie von,

geborene von
Horn,
pſeud. M. von Horn, geb.
am 24. Dezbr. 1857 in Lehe (Han-
nover), lebt (1904) als Gattin eines
Oberſtleutnants in Leipzig.

S:

Felix
Abarim (N. in V.), 1899. – Juden!
Eilt Euch! (R.), 1904.

Stein, Marius,

Pſd. für Marie
Janitſchek;
ſ. d.!

Stein, Mizi,

pſeud. Dodd, wurde
1874 in Prag geboren und, da ſie
ihre Mutter bald nach der Geburt
verlor, bei den Großeltern daſelbſt
erzogen. Sie erhielt eine vorzüg-
liche Bildung und lebte in ſorgloſen
Verhältniſſen. Jm Jahre 1894 ver-
heiratete ſie ſich mit dem Advokaten
Dr. Stein in Prag. Da die Ehe kin-
derlos blieb, unternahmen die Gat-
ten große Reiſen, auf denen ſelbſt-
verſtändlich die empfindende und
reflektierende Natur M. Sts. man-
nigfache Anregungen erhielt. Der
innere Drang, ihrem reichen Em-
pfindungsleben in irgendeiner Form
Ausdruck zu geben, führte ſie ſchließ-
lich zur Schriftſtellerei.

S:

Eva von
Verga (a. d. Jtalieniſchen überſetzt),
1897. – Lola (R.), 1897. – Frauen
(4 Nn.), 1897.

Stein, Oswald,

Pſeud. für Karl
Wörle;
ſ. d.!

Stein, Paul,

Pſeud. für Alber-
tine Henrich;
ſ. d.!

Stein, Sophie,

Pſeud. für Anna
Klapp;
ſ. d.!

*Stein, Walter,

geboren am 30.
April 1880 in Krefeld als der Sohn
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Ste
des Hauptmanns und Kriegsſchrift-
ſtellers Karl Ludwig St., beſuchte erſt
das Gymnaſium in Münſter, dann
das Lehrerſeminar in Herdecke an der
Ruhr (Weſtfalen), war darauf eine
Zeitlang Redakteur des „Adler“, ſpä-
ter Herausgeber des Jahrbuchs für
Kunſt und Wiſſenſchaft „Jm Strom
der Zeit“, wurde 1902 Lehrer in
Derne bei Dortmund, 1904 Lehrer
an der Präparandenanſtalt in Her-
decke und 1907 Seminarlehrer in
Hilchenbach (Weſtfalen).

S:

Ger-
mania (Dram. Feſtſp.), 1896. – Der
Bergmann (Dr.), 1896. – Gedichte,
1897. – Auf des Lebens Wogen (N.),
1899. – Friſche Zweige (Ge.), 1903.
– Kreuz und Krone (Neue G.), 1904.

Stein, Wilhelm,

Pſd. für Ferdi-
nand Weibert;
ſ. d.!

Steinacker, Guſtav,

pſd. G. Treu-
mund,
wurde am 1. März 1809 zu
Wien geboren, verlebte ſeine Jugend
in Ungarn und ſtudierte dann in
Preßburg, Käsmark, Wien, zuletzt in
Halle Theologie. Nach Beendigung
ſeiner Studien wurde er 1839 als
Direktor der erſten deutſchen Töch-
terſchule nach Debreczin berufen; ſeit
1842 war er Pfarrer in Gölnitz und
ſeit 1846 in Trieſt. Als ſolcher im
Jahre 1848 beſonders für die Rechte
der öſterreichiſch. Proteſtanten tätig,
ward er vom öſterreichiſchen Staats-
miniſter Grafen Thun ohne Unter-
ſuchung ſeines Amtes entſetzt, aber
bald darauf zum Prediger an der
Kreuzkirche in Hannover erwählt.
Dieſe Wahl wurde indes von dem
ſtreng orthodoxen hannöverſchen
Konſiſtorium nicht beſtätigt. S.
lebte nun (ſeit 1854) mit ſeiner Fa-
milie in Weimar, bis er 1857 zum
Pfarrer in Buttelſtedt ernannt
wurde. Hier ſtarb er am 7. Juni 1877.

S:

Harfentöne aus dem Ungar-
lande, 1835. – Abafi (Aus dem Un-
gariſchen des Nikolaus Jóſika über-
ſetzt), 1838. – Pannonia (Anthologie
magyar. Lyrik in Überſetzgn.), 1840.

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[40/0044] Ste Ste Hier lernte ſie den Dr. jur. Max von Obſtfelder kennen, mit dem ſie ſich 1894 verheiratete. Doch wurde die Ehe ſchon 1898 geſchieden und Mar- garete nahm nunmit Genehmigung der Behörde ihren Mädchennamen wieder an. Sie lebte ſeitdem mit ihrem einzigen Töchterchen ſtill und zurückgezogen in Freienwalde a. O., in Bergedorf und jetzt in Hamburg. S: Attila (Schſp.), 1911. – Moham- med (Schſp.), 1912. Stein, Marie von, geborene von Horn, pſeud. M. von Horn, geb. am 24. Dezbr. 1857 in Lehe (Han- nover), lebt (1904) als Gattin eines Oberſtleutnants in Leipzig. S: Felix Abarim (N. in V.), 1899. – Juden! Eilt Euch! (R.), 1904. Stein, Marius, Pſd. für Marie Janitſchek; ſ. d.! Stein, Mizi, pſeud. Dodd, wurde 1874 in Prag geboren und, da ſie ihre Mutter bald nach der Geburt verlor, bei den Großeltern daſelbſt erzogen. Sie erhielt eine vorzüg- liche Bildung und lebte in ſorgloſen Verhältniſſen. Jm Jahre 1894 ver- heiratete ſie ſich mit dem Advokaten Dr. Stein in Prag. Da die Ehe kin- derlos blieb, unternahmen die Gat- ten große Reiſen, auf denen ſelbſt- verſtändlich die empfindende und reflektierende Natur M. Sts. man- nigfache Anregungen erhielt. Der innere Drang, ihrem reichen Em- pfindungsleben in irgendeiner Form Ausdruck zu geben, führte ſie ſchließ- lich zur Schriftſtellerei. S: Eva von Verga (a. d. Jtalieniſchen überſetzt), 1897. – Lola (R.), 1897. – Frauen (4 Nn.), 1897. Stein, Oswald, Pſeud. für Karl Wörle; ſ. d.! Stein, Paul, Pſeud. für Alber- tine Henrich; ſ. d.! Stein, Sophie, Pſeud. für Anna Klapp; ſ. d.! *Stein, Walter, geboren am 30. April 1880 in Krefeld als der Sohn des Hauptmanns und Kriegsſchrift- ſtellers Karl Ludwig St., beſuchte erſt das Gymnaſium in Münſter, dann das Lehrerſeminar in Herdecke an der Ruhr (Weſtfalen), war darauf eine Zeitlang Redakteur des „Adler“, ſpä- ter Herausgeber des Jahrbuchs für Kunſt und Wiſſenſchaft „Jm Strom der Zeit“, wurde 1902 Lehrer in Derne bei Dortmund, 1904 Lehrer an der Präparandenanſtalt in Her- decke und 1907 Seminarlehrer in Hilchenbach (Weſtfalen). S: Ger- mania (Dram. Feſtſp.), 1896. – Der Bergmann (Dr.), 1896. – Gedichte, 1897. – Auf des Lebens Wogen (N.), 1899. – Friſche Zweige (Ge.), 1903. – Kreuz und Krone (Neue G.), 1904. Stein, Wilhelm, Pſd. für Ferdi- nand Weibert; ſ. d.! Steinacker, Guſtav, pſd. G. Treu- mund, wurde am 1. März 1809 zu Wien geboren, verlebte ſeine Jugend in Ungarn und ſtudierte dann in Preßburg, Käsmark, Wien, zuletzt in Halle Theologie. Nach Beendigung ſeiner Studien wurde er 1839 als Direktor der erſten deutſchen Töch- terſchule nach Debreczin berufen; ſeit 1842 war er Pfarrer in Gölnitz und ſeit 1846 in Trieſt. Als ſolcher im Jahre 1848 beſonders für die Rechte der öſterreichiſch. Proteſtanten tätig, ward er vom öſterreichiſchen Staats- miniſter Grafen Thun ohne Unter- ſuchung ſeines Amtes entſetzt, aber bald darauf zum Prediger an der Kreuzkirche in Hannover erwählt. Dieſe Wahl wurde indes von dem ſtreng orthodoxen hannöverſchen Konſiſtorium nicht beſtätigt. S. lebte nun (ſeit 1854) mit ſeiner Fa- milie in Weimar, bis er 1857 zum Pfarrer in Buttelſtedt ernannt wurde. Hier ſtarb er am 7. Juni 1877. S: Harfentöne aus dem Ungar- lande, 1835. – Abafi (Aus dem Un- gariſchen des Nikolaus Jóſika über- ſetzt), 1838. – Pannonia (Anthologie magyar. Lyrik in Überſetzgn.), 1840. *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 40. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon07_1913/44>, abgerufen am 23.03.2019.