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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Wil
Zittau, erhielt seine Bildung durch
seinen Vater, der Pfarrer daselbst
war, und später (seit 1822) auf dem
Gymnasium zu Zittau, von wo aus
er 1830 die Universität Leipzig be-
zog. Die Rechtswissenschaft, der er
sich anfänglich widmete, befriedigte
ihn nicht, u. wandte er sich bald der
Philosophie und Ästhetik zu, begann
auch noch als Student seine schrift-
stellerische Tätigkeit. Nach Beendi-
gung seiner Studien behielt er in
Leipzig seinen Aufenthalt bei u. gab
hier von 1837-39 mit Alexander Fi-
scher die "Jahrbücher für Drama,
Dramaturgie und Theater" heraus.
Nachdem er in den Jahren 1845 und
1846 Jtalien besucht hatte, begab er
sich 1849 auf den Kriegsschauplatz
nach Schleswig und übernahm noch
in demselben Jahre die Redaktion
der "Lübecker Zeitung", von der er
1852 aus Gesundheitsrücksichten zu-
rücktrat. Er siedelte nun nach Ham-
burg über, wo er von 1853-57 die
"Jahreszeiten" und das Feuilleton
zum "Hamburger unparteiischen Kor-
respondenten" redigierte. Jm Jahre
1859 gründete er mit seiner gleichfalls
literarisch tätigen Gattin Marie, geb.
Rosendahl aus Flensburg, ein Fa-
milienpensionat, das er bis zum Tode
seiner Gattin leitete (1880). Dann zog
er sich nach Zittau zurück u. starb hier
am 24. Mai 1886.

S:

Julius Kühn
(N.); II, 1833. - Buch der Küsse (Ge.),
1834. 3. A. 1844. - Bernhard, Herzog
von Weimar (Tr.), 1833. - Erich XIV.,
König von Schweden (Dr. G.), 1834.
- Zivilisationsnovellen, 1837. - Die
Europamüden (Modernes Lebens-
bild); II, 1838. - Lord Byron (Ein
Dichterleben); III, 1839. - Der
Traumdeuter (R.), 1840. - Grenzer,
Narren und Lotsen (Nn., Land- und
Seebilder); III, 1842. - Eisen, Gold
u. Geist (R.); III, 1843. - Denkwür-
digkeiten eines österreichischen Ker-
kermeisters, 1843. - Wallensten (Hist.
R.); IV, 1844. - Schattenrisse a. d.
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Wil
Volks- u. Fürstenleben, 1844. - Weiße
Sklaven (R.); III, 1845. - Sagen u.
Märchen a. d. Oberlausitz; II, 1843. -
Blitze (Nn.); II, 1846. - Jtalienische
Nächte; II, 1847. - Die Nachtmahls-
brüder in Rom (R.); III, 1847. -
Ein Brautkuß (R.); II, 1848. - Wan-
derungen an der Nord- und Ostsee,
1850. - Jm Walde und am Gestade
(Sk. u. Bilder), 1854. - Von Berlin
nach Hamburg, 1855. - Die Familie
Ammer (R.); III, 1855. - Novellen u.
Erzählungen; II, 1856. - Peter Pom-
mering (Hist. R.), II, 1856. - Reeder
und Matrose (R.), 1857. - Banco
(R.); II, 1857. - Meteore (Nn.); II,
1858. - Neue Novellen; II, 1859. -
Dichter und Apostel (R.); II, 1859. -
Am häuslichen Herd (En.); II, 1859.
- Verirrte Seelen (R.); II, 1860. -
Moderne Sünden (R.); III, 1861. -
Mosaik (En.); II, 1860. - Die Töch-
ter des Vatikan (R.); III, 1860. -
Männer der Tat (R.); IV, 1861. -
Aus deutschen Gauen (Schildergn.),
1862. - Jm Bann und Zauber von
Leidenschaft und Wahn etc.; III, 1862.
- Am grünen Tische (En.); II, 1862.
- Stalaktiten (En.); II, 1863. - Auf
zerborstener Erde (N.), 1863. - Aus
alter u. neuer Zeit (4 En.); II, 1864.
- Der letzte Trunk (R.), 1865. - Frau
von Gampenstein (R.); III, 1865. -
Ein Stiefkind des Glücks (R.); III,
1867. - Gesellen des Satan (R.); IV,
1866. - Die Welt des Scheines (4 En.);
II, 1869. - Jm Glücke verwildert
(R.); III, 1873. - Wunde Herzen
(R.); III, 1875. - Das gefährliche
Vielliebchen (E.), 1879.

*Willkomm-Schneider, Mar-
tha,

pseud. Benvenuto Sarto-
rius,
wurde am 10. Febr, 1856 zu
Tharandt im Königreich Sachsen ge-
boren, wo ihr Vater, der (1895 +)
berühmte Naturforscher Dr. Moritz
Willkomm, Professor an der Forst-
akademie war. Dieser folgte im J.
1868 einem Rufe als Professor der
Botanik an die Universität Dorpat,

*


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Wil
Zittau, erhielt ſeine Bildung durch
ſeinen Vater, der Pfarrer daſelbſt
war, und ſpäter (ſeit 1822) auf dem
Gymnaſium zu Zittau, von wo aus
er 1830 die Univerſität Leipzig be-
zog. Die Rechtswiſſenſchaft, der er
ſich anfänglich widmete, befriedigte
ihn nicht, u. wandte er ſich bald der
Philoſophie und Äſthetik zu, begann
auch noch als Student ſeine ſchrift-
ſtelleriſche Tätigkeit. Nach Beendi-
gung ſeiner Studien behielt er in
Leipzig ſeinen Aufenthalt bei u. gab
hier von 1837–39 mit Alexander Fi-
ſcher die „Jahrbücher für Drama,
Dramaturgie und Theater“ heraus.
Nachdem er in den Jahren 1845 und
1846 Jtalien beſucht hatte, begab er
ſich 1849 auf den Kriegsſchauplatz
nach Schleswig und übernahm noch
in demſelben Jahre die Redaktion
der „Lübecker Zeitung“, von der er
1852 aus Geſundheitsrückſichten zu-
rücktrat. Er ſiedelte nun nach Ham-
burg über, wo er von 1853–57 die
„Jahreszeiten“ und das Feuilleton
zum „Hamburger unparteiiſchen Kor-
reſpondenten“ redigierte. Jm Jahre
1859 gründete er mit ſeiner gleichfalls
literariſch tätigen Gattin Marie, geb.
Roſendahl aus Flensburg, ein Fa-
milienpenſionat, das er bis zum Tode
ſeiner Gattin leitete (1880). Dann zog
er ſich nach Zittau zurück u. ſtarb hier
am 24. Mai 1886.

S:

Julius Kühn
(N.); II, 1833. – Buch der Küſſe (Ge.),
1834. 3. A. 1844. – Bernhard, Herzog
von Weimar (Tr.), 1833. – Erich XIV.,
König von Schweden (Dr. G.), 1834.
– Ziviliſationsnovellen, 1837. – Die
Europamüden (Modernes Lebens-
bild); II, 1838. – Lord Byron (Ein
Dichterleben); III, 1839. – Der
Traumdeuter (R.), 1840. – Grenzer,
Narren und Lotſen (Nn., Land- und
Seebilder); III, 1842. – Eiſen, Gold
u. Geiſt (R.); III, 1843. – Denkwür-
digkeiten eines öſterreichiſchen Ker-
kermeiſters, 1843. – Wallenſten (Hiſt.
R.); IV, 1844. – Schattenriſſe a. d.
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Wil
Volks- u. Fürſtenleben, 1844. – Weiße
Sklaven (R.); III, 1845. – Sagen u.
Märchen a. d. Oberlauſitz; II, 1843. –
Blitze (Nn.); II, 1846. – Jtalieniſche
Nächte; II, 1847. – Die Nachtmahls-
brüder in Rom (R.); III, 1847. –
Ein Brautkuß (R.); II, 1848. – Wan-
derungen an der Nord- und Oſtſee,
1850. – Jm Walde und am Geſtade
(Sk. u. Bilder), 1854. – Von Berlin
nach Hamburg, 1855. – Die Familie
Ammer (R.); III, 1855. – Novellen u.
Erzählungen; II, 1856. – Peter Pom-
mering (Hiſt. R.), II, 1856. – Reeder
und Matroſe (R.), 1857. – Banco
(R.); II, 1857. – Meteore (Nn.); II,
1858. – Neue Novellen; II, 1859. –
Dichter und Apoſtel (R.); II, 1859. –
Am häuslichen Herd (En.); II, 1859.
– Verirrte Seelen (R.); II, 1860. –
Moderne Sünden (R.); III, 1861. –
Moſaik (En.); II, 1860. – Die Töch-
ter des Vatikan (R.); III, 1860. –
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Aus deutſchen Gauen (Schildergn.),
1862. – Jm Bann und Zauber von
Leidenſchaft und Wahn ꝛc.; III, 1862.
– Am grünen Tiſche (En.); II, 1862.
– Stalaktiten (En.); II, 1863. – Auf
zerborſtener Erde (N.), 1863. – Aus
alter u. neuer Zeit (4 En.); II, 1864.
– Der letzte Trunk (R.), 1865. – Frau
von Gampenſtein (R.); III, 1865. –
Ein Stiefkind des Glücks (R.); III,
1867. – Geſellen des Satan (R.); IV,
1866. – Die Welt des Scheines (4 En.);
II, 1869. – Jm Glücke verwildert
(R.); III, 1873. – Wunde Herzen
(R.); III, 1875. – Das gefährliche
Vielliebchen (E.), 1879.

*Willkomm-Schneider, Mar-
tha,

pſeud. Benvenuto Sarto-
rius,
wurde am 10. Febr, 1856 zu
Tharandt im Königreich Sachſen ge-
boren, wo ihr Vater, der (1895 †)
berühmte Naturforſcher Dr. Moritz
Willkomm, Profeſſor an der Forſt-
akademie war. Dieſer folgte im J.
1868 einem Rufe als Profeſſor der
Botanik an die Univerſität Dorpat,

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[459/0463] Wil Wil Zittau, erhielt ſeine Bildung durch ſeinen Vater, der Pfarrer daſelbſt war, und ſpäter (ſeit 1822) auf dem Gymnaſium zu Zittau, von wo aus er 1830 die Univerſität Leipzig be- zog. Die Rechtswiſſenſchaft, der er ſich anfänglich widmete, befriedigte ihn nicht, u. wandte er ſich bald der Philoſophie und Äſthetik zu, begann auch noch als Student ſeine ſchrift- ſtelleriſche Tätigkeit. Nach Beendi- gung ſeiner Studien behielt er in Leipzig ſeinen Aufenthalt bei u. gab hier von 1837–39 mit Alexander Fi- ſcher die „Jahrbücher für Drama, Dramaturgie und Theater“ heraus. Nachdem er in den Jahren 1845 und 1846 Jtalien beſucht hatte, begab er ſich 1849 auf den Kriegsſchauplatz nach Schleswig und übernahm noch in demſelben Jahre die Redaktion der „Lübecker Zeitung“, von der er 1852 aus Geſundheitsrückſichten zu- rücktrat. Er ſiedelte nun nach Ham- burg über, wo er von 1853–57 die „Jahreszeiten“ und das Feuilleton zum „Hamburger unparteiiſchen Kor- reſpondenten“ redigierte. Jm Jahre 1859 gründete er mit ſeiner gleichfalls literariſch tätigen Gattin Marie, geb. Roſendahl aus Flensburg, ein Fa- milienpenſionat, das er bis zum Tode ſeiner Gattin leitete (1880). Dann zog er ſich nach Zittau zurück u. ſtarb hier am 24. Mai 1886. S: Julius Kühn (N.); II, 1833. – Buch der Küſſe (Ge.), 1834. 3. A. 1844. – Bernhard, Herzog von Weimar (Tr.), 1833. – Erich XIV., König von Schweden (Dr. G.), 1834. – Ziviliſationsnovellen, 1837. – Die Europamüden (Modernes Lebens- bild); II, 1838. – Lord Byron (Ein Dichterleben); III, 1839. – Der Traumdeuter (R.), 1840. – Grenzer, Narren und Lotſen (Nn., Land- und Seebilder); III, 1842. – Eiſen, Gold u. Geiſt (R.); III, 1843. – Denkwür- digkeiten eines öſterreichiſchen Ker- kermeiſters, 1843. – Wallenſten (Hiſt. R.); IV, 1844. – Schattenriſſe a. d. Volks- u. Fürſtenleben, 1844. – Weiße Sklaven (R.); III, 1845. – Sagen u. Märchen a. d. Oberlauſitz; II, 1843. – Blitze (Nn.); II, 1846. – Jtalieniſche Nächte; II, 1847. – Die Nachtmahls- brüder in Rom (R.); III, 1847. – Ein Brautkuß (R.); II, 1848. – Wan- derungen an der Nord- und Oſtſee, 1850. – Jm Walde und am Geſtade (Sk. u. Bilder), 1854. – Von Berlin nach Hamburg, 1855. – Die Familie Ammer (R.); III, 1855. – Novellen u. Erzählungen; II, 1856. – Peter Pom- mering (Hiſt. R.), II, 1856. – Reeder und Matroſe (R.), 1857. – Banco (R.); II, 1857. – Meteore (Nn.); II, 1858. – Neue Novellen; II, 1859. – Dichter und Apoſtel (R.); II, 1859. – Am häuslichen Herd (En.); II, 1859. – Verirrte Seelen (R.); II, 1860. – Moderne Sünden (R.); III, 1861. – Moſaik (En.); II, 1860. – Die Töch- ter des Vatikan (R.); III, 1860. – Männer der Tat (R.); IV, 1861. – Aus deutſchen Gauen (Schildergn.), 1862. – Jm Bann und Zauber von Leidenſchaft und Wahn ꝛc.; III, 1862. – Am grünen Tiſche (En.); II, 1862. – Stalaktiten (En.); II, 1863. – Auf zerborſtener Erde (N.), 1863. – Aus alter u. neuer Zeit (4 En.); II, 1864. – Der letzte Trunk (R.), 1865. – Frau von Gampenſtein (R.); III, 1865. – Ein Stiefkind des Glücks (R.); III, 1867. – Geſellen des Satan (R.); IV, 1866. – Die Welt des Scheines (4 En.); II, 1869. – Jm Glücke verwildert (R.); III, 1873. – Wunde Herzen (R.); III, 1875. – Das gefährliche Vielliebchen (E.), 1879. *Willkomm-Schneider, Mar- tha, pſeud. Benvenuto Sarto- rius, wurde am 10. Febr, 1856 zu Tharandt im Königreich Sachſen ge- boren, wo ihr Vater, der (1895 †) berühmte Naturforſcher Dr. Moritz Willkomm, Profeſſor an der Forſt- akademie war. Dieſer folgte im J. 1868 einem Rufe als Profeſſor der Botanik an die Univerſität Dorpat, *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 459. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon07_1913/463>, abgerufen am 19.03.2019.