Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

Bild:
<< vorherige Seite


[Spaltenumbruch]

Ste
ten. Als im Jahre 1898 sein Chef
plötzlich starb, verlor er seine Stelle;
doch nahm das Stellenvermittelungs-
bureau des Vereins "Merkur" sich
seiner an u. übertrug ihm die Über-
setzungen und Korrespondenz in eng-
lischer Sprache. Dieses Amt gewährt
ihm nun auch Muße zu schriftstelle-
rischen Arbeiten.

S:

Splitter (Ge.),
1904.

*Steinheuer, Heinrich,

geb. am
18. April 1819 zu Koblenz, wurde in
seiner Jugend von einem langwieri-
gen Augenübel befallen, das ihn jahre-
lang an das Zimmer fesselte. Hier-
durch fand sein Hang zu Träumereien
reiche Nahrung, und schon sehr früh
äußerte sich seine lebhaft erregte Phan-
tasie in poetischen Versuchen. Nach
Absolvierung des Gymnasiums in
Minden, wohin sein Vater in eine
höhere Beamtenstelle versetzt wor-
den war, widmete er sich dem Kauf-
mannsstande, da seine schwächliche
Gesundheit ein weiteres Studium
nicht zuließ. Durch vielfache Reisen
fand er Anregung genug zu poeti-
schem Schaffen und Gelegenheit, mit
manchen gefeierten Dichtergrößen in
persönlichen Verkehr zu treten. Jm
Jahre 1847 ließ er sich als Gutsbe-
sitzer und Kaufmann zu Lindlar am
Rhein nieder und starb daselbst am
9. Dezbr. 1889.

S:

Leben u. Lieben
(Ge.), 1860. - Des Kriegers Heim-
kehr (Festsp.), 1871. - Lust und Leid
(Ge.), 1883. - Waldhornklänge (Jagd-
lieder), 1884. - Der Steckbrief (Lsp.),
1888. - Der Sonntagsjäger (Jagd-
ßene), 2. A. 1895.

Steiniger, Emil Maria,

geb.
am 17. Mai 1861 in Wien, studierte
daselbst Philosophie, Geschichte und
Kunstgeschichte und hörte zuletzt noch
bei Bruno Bucher ein Privatissimum
über "Geschichte und Technik des
Kunstgewerbes". Er war danach als
Schriftsteller und Kunstreferent für
Wiener und Berliner Blätter tätig,
seit 1897 Chefredakteur der "Wiener
[Spaltenumbruch]

Ste
Neuesten Nachrichten", wirkte 1898
bis 1906 als Sekretär des Wiener
Kunstgewerbevereins und redigierte
in dieser Zeit auch die "Blätter für
Kunstgewerbe". 1906-07 war er Di-
rektor der Kunstgalerie H. O. Miethke
und danach Redakteur des "Sonn-
tags- und Montagskuriers". Die
österreich. Regierung sandte ihn 1900
als Juror in die Preiskonkurrenz für
die Erinnerungsmedaille nach Paris,
1901 in die Ausstellungskommission
für Kopenhagen und Stockholm und
1902 für London. Seit Jahren be-
schäftigt sich St. eifrig mit der Hebbel-
forschung und ehrt durch öffentliche
Vorträge das Andenken dieses Dich-
ters.

S:

Leidenschaft und Liebe (N.),
1883. - Ein Vermächtnis (Dr.), 1886.
Man muß sich zu helfen wissen (Schw.),
1887. - Schatten der Vergangenheit
(R.), 1887. - Der Weiberfeind (E.),
1889. - Die Unzertrennlichen (N.),
1890. - Wanderbriefe aus dem Böh-
merwalde, 1895. - Kunst und Leben
(Sammlg. v. Feuilletons), 1896. -
Hymne zur Enthüllung des Denk-
mals Herzog Albrechts in Wien, 1899.
- Der Herr Präsident (Volksst.), 1908.
- Der Meister des Lebens (N.), 1907.
- Der Fähnrich von Aspern (Dram.
G.), 1909.

Steininger, Leopold,

geb. am 17.
Jan. 1868 in Wien, absolvierte das
Schottengymnasium daselbst, studierte
an der Wiener Universität 2 Jahre
lang die Rechte, trat 1890 in den
österreich. Staatsdienst, legte danach
die Prüfung aus der Staatsrech-
nungswissenschaft ab u. wurde dann
Rechnungsoffizial, später Rechnungs-
revident im k. k. Finanzministerium.
Er lebt in Klosterneuburg.

S:

Donau-
wanderung (Ge.), 1896.

*Steinitz, Klara,

geb. Klausner,
wurde am 16. April 1844 zu Kobylin
in der Prov. Posen geboren u. erhielt
ihre Erziehung in Halle a. d. S. Jm
Jahre 1873 verheiratete sie sich mit
dem bekannten Publizisten Heinrich

* 4


[Spaltenumbruch]

Ste
ten. Als im Jahre 1898 ſein Chef
plötzlich ſtarb, verlor er ſeine Stelle;
doch nahm das Stellenvermittelungs-
bureau des Vereins „Merkur“ ſich
ſeiner an u. übertrug ihm die Über-
ſetzungen und Korreſpondenz in eng-
liſcher Sprache. Dieſes Amt gewährt
ihm nun auch Muße zu ſchriftſtelle-
riſchen Arbeiten.

S:

Splitter (Ge.),
1904.

*Steinheuer, Heinrich,

geb. am
18. April 1819 zu Koblenz, wurde in
ſeiner Jugend von einem langwieri-
gen Augenübel befallen, das ihn jahre-
lang an das Zimmer feſſelte. Hier-
durch fand ſein Hang zu Träumereien
reiche Nahrung, und ſchon ſehr früh
äußerte ſich ſeine lebhaft erregte Phan-
taſie in poetiſchen Verſuchen. Nach
Abſolvierung des Gymnaſiums in
Minden, wohin ſein Vater in eine
höhere Beamtenſtelle verſetzt wor-
den war, widmete er ſich dem Kauf-
mannsſtande, da ſeine ſchwächliche
Geſundheit ein weiteres Studium
nicht zuließ. Durch vielfache Reiſen
fand er Anregung genug zu poeti-
ſchem Schaffen und Gelegenheit, mit
manchen gefeierten Dichtergrößen in
perſönlichen Verkehr zu treten. Jm
Jahre 1847 ließ er ſich als Gutsbe-
ſitzer und Kaufmann zu Lindlar am
Rhein nieder und ſtarb daſelbſt am
9. Dezbr. 1889.

S:

Leben u. Lieben
(Ge.), 1860. – Des Kriegers Heim-
kehr (Feſtſp.), 1871. – Luſt und Leid
(Ge.), 1883. – Waldhornklänge (Jagd-
lieder), 1884. – Der Steckbrief (Lſp.),
1888. – Der Sonntagsjäger (Jagd-
ſzene), 2. A. 1895.

Steiniger, Emil Maria,

geb.
am 17. Mai 1861 in Wien, ſtudierte
daſelbſt Philoſophie, Geſchichte und
Kunſtgeſchichte und hörte zuletzt noch
bei Bruno Bucher ein Privatiſſimum
über „Geſchichte und Technik des
Kunſtgewerbes“. Er war danach als
Schriftſteller und Kunſtreferent für
Wiener und Berliner Blätter tätig,
ſeit 1897 Chefredakteur der „Wiener
[Spaltenumbruch]

Ste
Neueſten Nachrichten“, wirkte 1898
bis 1906 als Sekretär des Wiener
Kunſtgewerbevereins und redigierte
in dieſer Zeit auch die „Blätter für
Kunſtgewerbe“. 1906–07 war er Di-
rektor der Kunſtgalerie H. O. Miethke
und danach Redakteur des „Sonn-
tags- und Montagskuriers“. Die
öſterreich. Regierung ſandte ihn 1900
als Juror in die Preiskonkurrenz für
die Erinnerungsmedaille nach Paris,
1901 in die Ausſtellungskommiſſion
für Kopenhagen und Stockholm und
1902 für London. Seit Jahren be-
ſchäftigt ſich St. eifrig mit der Hebbel-
forſchung und ehrt durch öffentliche
Vorträge das Andenken dieſes Dich-
ters.

S:

Leidenſchaft und Liebe (N.),
1883. – Ein Vermächtnis (Dr.), 1886.
Man muß ſich zu helfen wiſſen (Schw.),
1887. – Schatten der Vergangenheit
(R.), 1887. – Der Weiberfeind (E.),
1889. – Die Unzertrennlichen (N.),
1890. – Wanderbriefe aus dem Böh-
merwalde, 1895. – Kunſt und Leben
(Sammlg. v. Feuilletons), 1896. –
Hymne zur Enthüllung des Denk-
mals Herzog Albrechts in Wien, 1899.
– Der Herr Präſident (Volksſt.), 1908.
– Der Meiſter des Lebens (N.), 1907.
– Der Fähnrich von Aſpern (Dram.
G.), 1909.

Steininger, Leopold,

geb. am 17.
Jan. 1868 in Wien, abſolvierte das
Schottengymnaſium daſelbſt, ſtudierte
an der Wiener Univerſität 2 Jahre
lang die Rechte, trat 1890 in den
öſterreich. Staatsdienſt, legte danach
die Prüfung aus der Staatsrech-
nungswiſſenſchaft ab u. wurde dann
Rechnungsoffizial, ſpäter Rechnungs-
revident im k. k. Finanzminiſterium.
Er lebt in Kloſterneuburg.

S:

Donau-
wanderung (Ge.), 1896.

*Steinitz, Klara,

geb. Klausner,
wurde am 16. April 1844 zu Kobylin
in der Prov. Poſen geboren u. erhielt
ihre Erziehung in Halle a. d. S. Jm
Jahre 1873 verheiratete ſie ſich mit
dem bekannten Publiziſten Heinrich

* 4
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div type="index" n="1">
        <p><pb facs="#f0053" n="49"/><lb/><cb/><lb/>
<fw type="header" place="top"><hi rendition="#g">Ste</hi></fw><lb/>
ten. Als im Jahre 1898 &#x017F;ein Chef<lb/>
plötzlich &#x017F;tarb, verlor er &#x017F;eine Stelle;<lb/>
doch nahm das Stellenvermittelungs-<lb/>
bureau des Vereins &#x201E;Merkur&#x201C; &#x017F;ich<lb/>
&#x017F;einer an u. übertrug ihm die Über-<lb/>
&#x017F;etzungen und Korre&#x017F;pondenz in eng-<lb/>
li&#x017F;cher Sprache. Die&#x017F;es Amt gewährt<lb/>
ihm nun auch Muße zu &#x017F;chrift&#x017F;telle-<lb/>
ri&#x017F;chen Arbeiten. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p> Splitter (Ge.),<lb/>
1904.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>
          <persName>*<hi rendition="#b">Steinheuer,</hi> Heinrich,</persName>
        </head>
        <p> geb. am<lb/>
18. April 1819 zu Koblenz, wurde in<lb/>
&#x017F;einer Jugend von einem langwieri-<lb/>
gen Augenübel befallen, das ihn jahre-<lb/>
lang an das Zimmer fe&#x017F;&#x017F;elte. Hier-<lb/>
durch fand &#x017F;ein Hang zu Träumereien<lb/>
reiche Nahrung, und &#x017F;chon &#x017F;ehr früh<lb/>
äußerte &#x017F;ich &#x017F;eine lebhaft erregte Phan-<lb/>
ta&#x017F;ie in poeti&#x017F;chen Ver&#x017F;uchen. Nach<lb/>
Ab&#x017F;olvierung des Gymna&#x017F;iums in<lb/>
Minden, wohin &#x017F;ein Vater in eine<lb/>
höhere Beamten&#x017F;telle ver&#x017F;etzt wor-<lb/>
den war, widmete er &#x017F;ich dem Kauf-<lb/>
manns&#x017F;tande, da &#x017F;eine &#x017F;chwächliche<lb/>
Ge&#x017F;undheit ein weiteres Studium<lb/>
nicht zuließ. Durch vielfache Rei&#x017F;en<lb/>
fand er Anregung genug zu poeti-<lb/>
&#x017F;chem Schaffen und Gelegenheit, mit<lb/>
manchen gefeierten Dichtergrößen in<lb/>
per&#x017F;önlichen Verkehr zu treten. Jm<lb/>
Jahre 1847 ließ er &#x017F;ich als Gutsbe-<lb/>
&#x017F;itzer und Kaufmann zu Lindlar am<lb/>
Rhein nieder und &#x017F;tarb da&#x017F;elb&#x017F;t am<lb/>
9. Dezbr. 1889. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p> Leben u. Lieben<lb/>
(Ge.), 1860. &#x2013; Des Kriegers Heim-<lb/>
kehr (Fe&#x017F;t&#x017F;p.), 1871. &#x2013; Lu&#x017F;t und Leid<lb/>
(Ge.), 1883. &#x2013; Waldhornklänge (Jagd-<lb/>
lieder), 1884. &#x2013; Der Steckbrief (L&#x017F;p.),<lb/>
1888. &#x2013; Der Sonntagsjäger (Jagd-<lb/>
&#x017F;zene), 2. A. 1895.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>
          <persName><hi rendition="#b">Steiniger,</hi><hi rendition="#g">Emil</hi> Maria,</persName>
        </head>
        <p> geb.<lb/>
am 17. Mai 1861 in Wien, &#x017F;tudierte<lb/>
da&#x017F;elb&#x017F;t Philo&#x017F;ophie, Ge&#x017F;chichte und<lb/>
Kun&#x017F;tge&#x017F;chichte und hörte zuletzt noch<lb/>
bei Bruno Bucher ein Privati&#x017F;&#x017F;imum<lb/>
über &#x201E;Ge&#x017F;chichte und Technik des<lb/>
Kun&#x017F;tgewerbes&#x201C;. Er war danach als<lb/>
Schrift&#x017F;teller und Kun&#x017F;treferent für<lb/>
Wiener und Berliner Blätter tätig,<lb/>
&#x017F;eit 1897 Chefredakteur der &#x201E;Wiener<lb/><cb/><lb/>
<fw type="header" place="top"><hi rendition="#g">Ste</hi></fw><lb/>
Neue&#x017F;ten Nachrichten&#x201C;, wirkte 1898<lb/>
bis 1906 als Sekretär des Wiener<lb/>
Kun&#x017F;tgewerbevereins und redigierte<lb/>
in die&#x017F;er Zeit auch die &#x201E;Blätter für<lb/>
Kun&#x017F;tgewerbe&#x201C;. 1906&#x2013;07 war er Di-<lb/>
rektor der Kun&#x017F;tgalerie H. O. Miethke<lb/>
und danach Redakteur des &#x201E;Sonn-<lb/>
tags- und Montagskuriers&#x201C;. Die<lb/>
ö&#x017F;terreich. Regierung &#x017F;andte ihn 1900<lb/>
als Juror in die Preiskonkurrenz für<lb/>
die Erinnerungsmedaille nach Paris,<lb/>
1901 in die Aus&#x017F;tellungskommi&#x017F;&#x017F;ion<lb/>
für Kopenhagen und Stockholm und<lb/>
1902 für London. Seit Jahren be-<lb/>
&#x017F;chäftigt &#x017F;ich St. eifrig mit der Hebbel-<lb/>
for&#x017F;chung und ehrt durch öffentliche<lb/>
Vorträge das Andenken die&#x017F;es Dich-<lb/>
ters. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p> Leiden&#x017F;chaft und Liebe (N.),<lb/>
1883. &#x2013; Ein Vermächtnis (Dr.), 1886.<lb/>
Man muß &#x017F;ich zu helfen wi&#x017F;&#x017F;en (Schw.),<lb/>
1887. &#x2013; Schatten der Vergangenheit<lb/>
(R.), 1887. &#x2013; Der Weiberfeind (E.),<lb/>
1889. &#x2013; Die Unzertrennlichen (N.),<lb/>
1890. &#x2013; Wanderbriefe aus dem Böh-<lb/>
merwalde, 1895. &#x2013; Kun&#x017F;t und Leben<lb/>
(Sammlg. v. Feuilletons), 1896. &#x2013;<lb/>
Hymne zur Enthüllung des Denk-<lb/>
mals Herzog Albrechts in Wien, 1899.<lb/>
&#x2013; Der Herr Prä&#x017F;ident (Volks&#x017F;t.), 1908.<lb/>
&#x2013; Der Mei&#x017F;ter des Lebens (N.), 1907.<lb/>
&#x2013; Der Fähnrich von A&#x017F;pern (Dram.<lb/>
G.), 1909.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>
          <persName><hi rendition="#b">Steininger,</hi> Leopold,</persName>
        </head>
        <p> geb. am 17.<lb/>
Jan. 1868 in Wien, ab&#x017F;olvierte das<lb/>
Schottengymna&#x017F;ium da&#x017F;elb&#x017F;t, &#x017F;tudierte<lb/>
an der Wiener Univer&#x017F;ität 2 Jahre<lb/>
lang die Rechte, trat 1890 in den<lb/>
ö&#x017F;terreich. Staatsdien&#x017F;t, legte danach<lb/>
die Prüfung aus der Staatsrech-<lb/>
nungswi&#x017F;&#x017F;en&#x017F;chaft ab u. wurde dann<lb/>
Rechnungsoffizial, &#x017F;päter Rechnungs-<lb/>
revident im k. k. Finanzmini&#x017F;terium.<lb/>
Er lebt in Klo&#x017F;terneuburg. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p> Donau-<lb/>
wanderung (Ge.), 1896.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>
          <persName>*<hi rendition="#b">Steinitz,</hi> Klara,</persName>
        </head>
        <p> geb. <hi rendition="#g">Klausner,</hi><lb/>
wurde am 16. April 1844 zu Kobylin<lb/>
in der Prov. Po&#x017F;en geboren u. erhielt<lb/>
ihre Erziehung in Halle a. d. S. Jm<lb/>
Jahre 1873 verheiratete &#x017F;ie &#x017F;ich mit<lb/>
dem bekannten Publizi&#x017F;ten Heinrich<lb/>
<fw type="sig" place="bottom">* 4</fw><lb/></p>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[49/0053] Ste Ste ten. Als im Jahre 1898 ſein Chef plötzlich ſtarb, verlor er ſeine Stelle; doch nahm das Stellenvermittelungs- bureau des Vereins „Merkur“ ſich ſeiner an u. übertrug ihm die Über- ſetzungen und Korreſpondenz in eng- liſcher Sprache. Dieſes Amt gewährt ihm nun auch Muße zu ſchriftſtelle- riſchen Arbeiten. S: Splitter (Ge.), 1904. *Steinheuer, Heinrich, geb. am 18. April 1819 zu Koblenz, wurde in ſeiner Jugend von einem langwieri- gen Augenübel befallen, das ihn jahre- lang an das Zimmer feſſelte. Hier- durch fand ſein Hang zu Träumereien reiche Nahrung, und ſchon ſehr früh äußerte ſich ſeine lebhaft erregte Phan- taſie in poetiſchen Verſuchen. Nach Abſolvierung des Gymnaſiums in Minden, wohin ſein Vater in eine höhere Beamtenſtelle verſetzt wor- den war, widmete er ſich dem Kauf- mannsſtande, da ſeine ſchwächliche Geſundheit ein weiteres Studium nicht zuließ. Durch vielfache Reiſen fand er Anregung genug zu poeti- ſchem Schaffen und Gelegenheit, mit manchen gefeierten Dichtergrößen in perſönlichen Verkehr zu treten. Jm Jahre 1847 ließ er ſich als Gutsbe- ſitzer und Kaufmann zu Lindlar am Rhein nieder und ſtarb daſelbſt am 9. Dezbr. 1889. S: Leben u. Lieben (Ge.), 1860. – Des Kriegers Heim- kehr (Feſtſp.), 1871. – Luſt und Leid (Ge.), 1883. – Waldhornklänge (Jagd- lieder), 1884. – Der Steckbrief (Lſp.), 1888. – Der Sonntagsjäger (Jagd- ſzene), 2. A. 1895. Steiniger, Emil Maria, geb. am 17. Mai 1861 in Wien, ſtudierte daſelbſt Philoſophie, Geſchichte und Kunſtgeſchichte und hörte zuletzt noch bei Bruno Bucher ein Privatiſſimum über „Geſchichte und Technik des Kunſtgewerbes“. Er war danach als Schriftſteller und Kunſtreferent für Wiener und Berliner Blätter tätig, ſeit 1897 Chefredakteur der „Wiener Neueſten Nachrichten“, wirkte 1898 bis 1906 als Sekretär des Wiener Kunſtgewerbevereins und redigierte in dieſer Zeit auch die „Blätter für Kunſtgewerbe“. 1906–07 war er Di- rektor der Kunſtgalerie H. O. Miethke und danach Redakteur des „Sonn- tags- und Montagskuriers“. Die öſterreich. Regierung ſandte ihn 1900 als Juror in die Preiskonkurrenz für die Erinnerungsmedaille nach Paris, 1901 in die Ausſtellungskommiſſion für Kopenhagen und Stockholm und 1902 für London. Seit Jahren be- ſchäftigt ſich St. eifrig mit der Hebbel- forſchung und ehrt durch öffentliche Vorträge das Andenken dieſes Dich- ters. S: Leidenſchaft und Liebe (N.), 1883. – Ein Vermächtnis (Dr.), 1886. Man muß ſich zu helfen wiſſen (Schw.), 1887. – Schatten der Vergangenheit (R.), 1887. – Der Weiberfeind (E.), 1889. – Die Unzertrennlichen (N.), 1890. – Wanderbriefe aus dem Böh- merwalde, 1895. – Kunſt und Leben (Sammlg. v. Feuilletons), 1896. – Hymne zur Enthüllung des Denk- mals Herzog Albrechts in Wien, 1899. – Der Herr Präſident (Volksſt.), 1908. – Der Meiſter des Lebens (N.), 1907. – Der Fähnrich von Aſpern (Dram. G.), 1909. Steininger, Leopold, geb. am 17. Jan. 1868 in Wien, abſolvierte das Schottengymnaſium daſelbſt, ſtudierte an der Wiener Univerſität 2 Jahre lang die Rechte, trat 1890 in den öſterreich. Staatsdienſt, legte danach die Prüfung aus der Staatsrech- nungswiſſenſchaft ab u. wurde dann Rechnungsoffizial, ſpäter Rechnungs- revident im k. k. Finanzminiſterium. Er lebt in Kloſterneuburg. S: Donau- wanderung (Ge.), 1896. *Steinitz, Klara, geb. Klausner, wurde am 16. April 1844 zu Kobylin in der Prov. Poſen geboren u. erhielt ihre Erziehung in Halle a. d. S. Jm Jahre 1873 verheiratete ſie ſich mit dem bekannten Publiziſten Heinrich * 4

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon07_1913
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon07_1913/53
Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 49. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon07_1913/53>, abgerufen am 20.03.2019.