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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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1911. - Aeskulap als Harlekin (Hum.,
Sat. u. Phantasie a. d. Praxis), 1911.

Stell, B.,

Pseud. für Ludwig Emil
Lang-Studer; s. d.!

Stella, E.,

Pseud. für Viktor
Stern,
s. d.!

Stellanus,

Pseud. für Georg
Graf Holtzendorff; s. d.!

*Steller, Konrad Gustav,

* am
28. März 1863 in Wunstorf bei Han-
nover, erhielt seine Schulbildung auf
dem Lyzeum in Hannover, dem Gym-
nasium in Celle, den Realgymnasien
in Osnabrück, Celle, Goslar und Leer
und legte während seines Militär-
dienstjahres als Externer die Ma-
turitätsprüfung am Realgymnasium
in Osnabrück ab. Er studierte darauf
vier Semester in Berlin Philosophie,
Literatur- und Kunstgeschichte und
Nationalökonomie und ging dann
nach St. Petersburg, da er die Ab-
sicht hatte, sich durch längeren Auf-
enthalt in den Hauptstädten euro-
päischer Länder in Sprach-, Literatur-,
Kunst- u. Geschichtskenntnissen weiter
auszubilden. Das Klima trieb ihn
aber schon nach sieben Monaten in die
Heimat zurück, worauf er sich, frei
studierend und schriftstellernd, wieder
zwei Jahre in Berlin aufhielt, um sich
dann im Frühjahr 1890 für ein in
Genua zu gründendes deutsches Zei-
tungsunternehmen verpflichten zu
lassen. Als dasselbe schon nach acht
Monaten zusammenbrach, kehrte St.
nach Deutschland zurück, bekleidete
hier anfangs verschiedene Redaktions-
stellungen (u. a. am "Hannoverschen
Kurier"), machte sich dann in Offen-
bach a. M. und Frankfurt a. M. mit
volkswirtschaftlichen Verwaltungs-
fächern vertraut, und wurde im Früh-
jahr 1894 in Hanau als Sekretär der
dortigen Handelskammer angestellt,
welches Amt er bis zum Herbst 1902
innehatte. Seitdem lebt er als Ge-
schäftsführer des bairischen Binnen-
schiffahrtsvereins in Nürnberg.

S:


Gedenkblätter (Dn.), 1900. - Bis-
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Ste
marck (Poetische Gedenkbilder. Ge.),
1908. - Tat twan asi (Das bist du!
Dn.), 1911.

*Stelljes, William,

entstammt
einem alten friesischen Geschlecht und
wurde am 4. Oktbr. 1867 in Geeste-
münde als der Sohn des Seelotsen
Johann St. geboren. Er besuchte
die Schule seines Heimatorts und das
Gymnasium in Verden, worauf er in
Leipzig erst Medizin, dann aber Philo-
sophie, Geschichte und Literatur stu-
dierte. Jn den Jahren 1889-90 und
1892-93 machte er ausgedehnte Reisen
in Nordamerika, England und Skan-
dinavien und wandte sich 1896 ganz
der Schriftstellerei zu. Nach seiner
Verheiratung (1898) verlegte er seinen
Wohnsitz von Leipzig nach Eisenach.
Hier ist er seit 1908 Kurator des
"Thüring. Museums" u. redigiert seit
1909 die "Antiquitäten-Rundschau".

S:

Abentenerliche Geschichten (Nn.),
1905. - Das Rendezvous und andere
Humor., 1904. - Die hübsche kleine
Häßliche (Hof- und Krim.-Geschn.),
1907. - Ohne Schuld (R.), 1908. -
Um sein Erbe (Krim.-R.), 1911.

*Stelter, Karl,

wurde am 25. Dez.
1823 zu Elberfeld als der Sohn eines
armen Webers geboren, konnte nur
den Elementarunterricht einer Volks-
schule genießen, erhielt aber durch
einen wohlwollenden Herrn, dem das
Wesen u. die Lernbegierde des Kna-
ben gefielen, an den Sonntagen pri-
vatim Unterricht im Französischen u.
in der Geschiche. Mit dem 14. Jahre
trat S. als Lehrling in eine Seiden-
fabrik ein u. benutzte seine fünfjäh-
rige Lehrzeit auch dazu, sich durch Lek-
türe und Privatunterricht wissen-
schaftlich weiterzubilden. Jm Fe-
bruar 1845 verließ er die Heimat,
um sich der Bühne zu widmen; in-
des die Tage der Not, die er nun
durchzumachen hatte, sowie die Er-
kenntnis, daß er es nie zu einem dra-
matischen Künstler bringen werde,
heilten ihn schnell von seinem Wahne,

*


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Ste
1911. – Aeskulap als Harlekin (Hum.,
Sat. u. Phantaſie a. d. Praxis), 1911.

Stell, B.,

Pſeud. für Ludwig Emil
Lang-Studer; ſ. d.!

Stella, E.,

Pſeud. für Viktor
Stern,
ſ. d.!

Stellanus,

Pſeud. für Georg
Graf Holtzendorff; ſ. d.!

*Steller, Konrad Guſtav,

* am
28. März 1863 in Wunſtorf bei Han-
nover, erhielt ſeine Schulbildung auf
dem Lyzeum in Hannover, dem Gym-
naſium in Celle, den Realgymnaſien
in Osnabrück, Celle, Goslar und Leer
und legte während ſeines Militär-
dienſtjahres als Externer die Ma-
turitätsprüfung am Realgymnaſium
in Osnabrück ab. Er ſtudierte darauf
vier Semeſter in Berlin Philoſophie,
Literatur- und Kunſtgeſchichte und
Nationalökonomie und ging dann
nach St. Petersburg, da er die Ab-
ſicht hatte, ſich durch längeren Auf-
enthalt in den Hauptſtädten euro-
päiſcher Länder in Sprach-, Literatur-,
Kunſt- u. Geſchichtskenntniſſen weiter
auszubilden. Das Klima trieb ihn
aber ſchon nach ſieben Monaten in die
Heimat zurück, worauf er ſich, frei
ſtudierend und ſchriftſtellernd, wieder
zwei Jahre in Berlin aufhielt, um ſich
dann im Frühjahr 1890 für ein in
Genua zu gründendes deutſches Zei-
tungsunternehmen verpflichten zu
laſſen. Als dasſelbe ſchon nach acht
Monaten zuſammenbrach, kehrte St.
nach Deutſchland zurück, bekleidete
hier anfangs verſchiedene Redaktions-
ſtellungen (u. a. am „Hannoverſchen
Kurier“), machte ſich dann in Offen-
bach a. M. und Frankfurt a. M. mit
volkswirtſchaftlichen Verwaltungs-
fächern vertraut, und wurde im Früh-
jahr 1894 in Hanau als Sekretär der
dortigen Handelskammer angeſtellt,
welches Amt er bis zum Herbſt 1902
innehatte. Seitdem lebt er als Ge-
ſchäftsführer des bairiſchen Binnen-
ſchiffahrtsvereins in Nürnberg.

S:


Gedenkblätter (Dn.), 1900. – Bis-
[Spaltenumbruch]

Ste
marck (Poetiſche Gedenkbilder. Ge.),
1908. – Tat twan aſi (Das biſt du!
Dn.), 1911.

*Stelljes, William,

entſtammt
einem alten frieſiſchen Geſchlecht und
wurde am 4. Oktbr. 1867 in Geeſte-
münde als der Sohn des Seelotſen
Johann St. geboren. Er beſuchte
die Schule ſeines Heimatorts und das
Gymnaſium in Verden, worauf er in
Leipzig erſt Medizin, dann aber Philo-
ſophie, Geſchichte und Literatur ſtu-
dierte. Jn den Jahren 1889–90 und
1892–93 machte er ausgedehnte Reiſen
in Nordamerika, England und Skan-
dinavien und wandte ſich 1896 ganz
der Schriftſtellerei zu. Nach ſeiner
Verheiratung (1898) verlegte er ſeinen
Wohnſitz von Leipzig nach Eiſenach.
Hier iſt er ſeit 1908 Kurator des
„Thüring. Muſeums“ u. redigiert ſeit
1909 die „Antiquitäten-Rundſchau“.

S:

Abentenerliche Geſchichten (Nn.),
1905. – Das Rendezvous und andere
Humor., 1904. – Die hübſche kleine
Häßliche (Hof- und Krim.-Geſchn.),
1907. – Ohne Schuld (R.), 1908. –
Um ſein Erbe (Krim.-R.), 1911.

*Stelter, Karl,

wurde am 25. Dez.
1823 zu Elberfeld als der Sohn eines
armen Webers geboren, konnte nur
den Elementarunterricht einer Volks-
ſchule genießen, erhielt aber durch
einen wohlwollenden Herrn, dem das
Weſen u. die Lernbegierde des Kna-
ben gefielen, an den Sonntagen pri-
vatim Unterricht im Franzöſiſchen u.
in der Geſchiche. Mit dem 14. Jahre
trat S. als Lehrling in eine Seiden-
fabrik ein u. benutzte ſeine fünfjäh-
rige Lehrzeit auch dazu, ſich durch Lek-
türe und Privatunterricht wiſſen-
ſchaftlich weiterzubilden. Jm Fe-
bruar 1845 verließ er die Heimat,
um ſich der Bühne zu widmen; in-
des die Tage der Not, die er nun
durchzumachen hatte, ſowie die Er-
kenntnis, daß er es nie zu einem dra-
matiſchen Künſtler bringen werde,
heilten ihn ſchnell von ſeinem Wahne,

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[55/0059] Ste Ste 1911. – Aeskulap als Harlekin (Hum., Sat. u. Phantaſie a. d. Praxis), 1911. Stell, B., Pſeud. für Ludwig Emil Lang-Studer; ſ. d.! Stella, E., Pſeud. für Viktor Stern, ſ. d.! Stellanus, Pſeud. für Georg Graf Holtzendorff; ſ. d.! *Steller, Konrad Guſtav, * am 28. März 1863 in Wunſtorf bei Han- nover, erhielt ſeine Schulbildung auf dem Lyzeum in Hannover, dem Gym- naſium in Celle, den Realgymnaſien in Osnabrück, Celle, Goslar und Leer und legte während ſeines Militär- dienſtjahres als Externer die Ma- turitätsprüfung am Realgymnaſium in Osnabrück ab. Er ſtudierte darauf vier Semeſter in Berlin Philoſophie, Literatur- und Kunſtgeſchichte und Nationalökonomie und ging dann nach St. Petersburg, da er die Ab- ſicht hatte, ſich durch längeren Auf- enthalt in den Hauptſtädten euro- päiſcher Länder in Sprach-, Literatur-, Kunſt- u. Geſchichtskenntniſſen weiter auszubilden. Das Klima trieb ihn aber ſchon nach ſieben Monaten in die Heimat zurück, worauf er ſich, frei ſtudierend und ſchriftſtellernd, wieder zwei Jahre in Berlin aufhielt, um ſich dann im Frühjahr 1890 für ein in Genua zu gründendes deutſches Zei- tungsunternehmen verpflichten zu laſſen. Als dasſelbe ſchon nach acht Monaten zuſammenbrach, kehrte St. nach Deutſchland zurück, bekleidete hier anfangs verſchiedene Redaktions- ſtellungen (u. a. am „Hannoverſchen Kurier“), machte ſich dann in Offen- bach a. M. und Frankfurt a. M. mit volkswirtſchaftlichen Verwaltungs- fächern vertraut, und wurde im Früh- jahr 1894 in Hanau als Sekretär der dortigen Handelskammer angeſtellt, welches Amt er bis zum Herbſt 1902 innehatte. Seitdem lebt er als Ge- ſchäftsführer des bairiſchen Binnen- ſchiffahrtsvereins in Nürnberg. S: Gedenkblätter (Dn.), 1900. – Bis- marck (Poetiſche Gedenkbilder. Ge.), 1908. – Tat twan aſi (Das biſt du! Dn.), 1911. *Stelljes, William, entſtammt einem alten frieſiſchen Geſchlecht und wurde am 4. Oktbr. 1867 in Geeſte- münde als der Sohn des Seelotſen Johann St. geboren. Er beſuchte die Schule ſeines Heimatorts und das Gymnaſium in Verden, worauf er in Leipzig erſt Medizin, dann aber Philo- ſophie, Geſchichte und Literatur ſtu- dierte. Jn den Jahren 1889–90 und 1892–93 machte er ausgedehnte Reiſen in Nordamerika, England und Skan- dinavien und wandte ſich 1896 ganz der Schriftſtellerei zu. Nach ſeiner Verheiratung (1898) verlegte er ſeinen Wohnſitz von Leipzig nach Eiſenach. Hier iſt er ſeit 1908 Kurator des „Thüring. Muſeums“ u. redigiert ſeit 1909 die „Antiquitäten-Rundſchau“. S: Abentenerliche Geſchichten (Nn.), 1905. – Das Rendezvous und andere Humor., 1904. – Die hübſche kleine Häßliche (Hof- und Krim.-Geſchn.), 1907. – Ohne Schuld (R.), 1908. – Um ſein Erbe (Krim.-R.), 1911. *Stelter, Karl, wurde am 25. Dez. 1823 zu Elberfeld als der Sohn eines armen Webers geboren, konnte nur den Elementarunterricht einer Volks- ſchule genießen, erhielt aber durch einen wohlwollenden Herrn, dem das Weſen u. die Lernbegierde des Kna- ben gefielen, an den Sonntagen pri- vatim Unterricht im Franzöſiſchen u. in der Geſchiche. Mit dem 14. Jahre trat S. als Lehrling in eine Seiden- fabrik ein u. benutzte ſeine fünfjäh- rige Lehrzeit auch dazu, ſich durch Lek- türe und Privatunterricht wiſſen- ſchaftlich weiterzubilden. Jm Fe- bruar 1845 verließ er die Heimat, um ſich der Bühne zu widmen; in- des die Tage der Not, die er nun durchzumachen hatte, ſowie die Er- kenntnis, daß er es nie zu einem dra- matiſchen Künſtler bringen werde, heilten ihn ſchnell von ſeinem Wahne, *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 55. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon07_1913/59>, abgerufen am 18.03.2019.