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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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lesungen über Geschichte, National-
ökonomie, Philosophie und Literatur
zu hören. Jn den Jahren 1889-90
gehörte er der Redaktion der "Ber-
liner Neuesten Nachrichten", 1891
bis 1892 derjenigen der "Allgemeinen
Reichskorrespondenz" an und führte
seit 1. Febr. 1894 die Redaktion des
"Zeitschriftenvereins". Jm Jahre
1896 verlegte er seinen Wohnsitz nach
Tambach bei Gotha, 1898 nach Eise-
nach, kehrte aber 1899 nach Berlin
zurück, wo er in den Vororten (erst
Groß-Lichterfelde, jetzt Friedenau)
sich niederließ. Außer verschiedenen
Jugend- u. Volksschriften veröffent-
lichte er

S:

Das Los der Armen
(Dram. Lebensbild), 1886. - Prole-
tarier. Berliner Sittenbilder (En.),
1888. - Der Gast seiner Frau (Lsp.),
1889. - Jm Lande der Teutonen (nach
d. Franz. des Pierre Voisin), 1889. -
Das Gespenst im Hause (Lsp.), 1894.
- Eine Nacht im Quartier (Kriegs-
bild a. d. J. 1870), 1896. - Allerlei
Geschichten für kleine Leser, 1896. -
Leidenschaft (R.), 1896. - Die Land-
pomeranze (Heitere Familiengesch.),
1898. N. A. 1907. - Jn heiterer
Laune (Humoresk.), 1900. - Junker
Hans (R.), 1900. - Ein Dichterling
(R.), 1901. - 's Re'ment (R.), 1902.
2. A. 1902. - Versuchung (Kriminal-
Roman), 1902. - Eine reiche Partie
(Erzählung), 1902. - Das Höchste
(R.), 1902. - Der Tugendweg (Tragi-
kom.) und: D'Weanerin (Dram. Mo-
mentbild), 1903. - Drei Hofgeschich-
ten, 1903. - Der Synodale (Eine
fast wahre Gesch.), 1. u. 2. A. 1903. -
Das Wartburglied (D.), 1902. - Die
anderen (Gesch. einer Liebe), 1904. -
Die Erbprinzessin (R.), 1.-3. A. 1904.
- Frauchen (R.), 1905. - Jm Wun-
derland der Liebe (Ge.), 1905. - Die
Korrekten (R.), 1906. - Kampf (R.),
1908. - Aus den Erinnerungen des
Majors (Geschn.), 1910. - Die letzte
Ernte (Bilder a. e. Familienleben),
1910. - Allerlei Geschichten für kleine
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Leser, 1910. - Jm Krug zur Hölle
(Erzählung), 1912. - Arme Sünder
(Geschichte eines Fürsorgezöglings),
1912. - Die Aufgeregten (Politi-
sches Drama von Goethe, vollendet),
1897.

*Stenglin, Alexandra Freiin von,


eine Schwester des Vorigen, wurde
am 25. März 1855 in Schwerin in
Mecklenburg geboren, erhielt ihre Er-
ziehung vorwiegend im elterlichen
Hause und trat im Dezbr. 1873 als
Hofdame in den Dienst der Großher-
zogin Marie von Mecklenburg-Schwe-
rin. Sie lebt noch jetzt als Staats-
dame in Schwerin.

S:

Aus den
Jahren am See (Ge.), 1895.

Stens, Wilhelm,

wurde am 1. Aug.
1810 zu Essen in der Rheinprovinz
geboren u. verlebte den größten Teil
seiner Jugend in Steele a. d. Ruhr,
von wo aus er das Gymnasium sei-
ner Vaterstadt besuchte. Jn Ober-
sekunda befiel ihn eine heftige Augen-
krankheit, die ihn zwang, das Gym-
nasium zu verlassen. Nach Jahresfrist
noch nicht ganz wiederhergestellt,
übernahm er eine Lehrerstelle an einer
höheren Töchterschule in Essen, die er
mehrere Jahre verwaltete. Doch ge-
trieben von dem glühenden Wunsche
nach Fortsetzung seiner Studien, ent-
sagte er dieser Stellung, begab sich
nach Münster auf die damals noch
existierende chirurgische Schule und
nach Verlauf eines halben Jahres
nach Bonn, wo er nachträglich das
Abiturientenexamen machte und als
Student der Medizin immatrikuliert
wurde. Nach Beendigung seiner Stu-
dien promovierte er in Bonn u. ließ
sich daselbst, nachdem er in Koblenz
sein Staatsexamen absolviert, als
praktischer Arzt nieder. Mit dem Titel
eines Sanitätsrats geziert, lebte er
seit vielen Jahren in Bonn als einer
der gesuchtesten homöopathisch. Ärzte,
und starb daselbst am 9. Febr. 1878.
Außer verschiedenen medizinischen
Schriften veröffentlichte er

S:

Ge-

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Ste
leſungen über Geſchichte, National-
ökonomie, Philoſophie und Literatur
zu hören. Jn den Jahren 1889–90
gehörte er der Redaktion der „Ber-
liner Neueſten Nachrichten“, 1891
bis 1892 derjenigen der „Allgemeinen
Reichskorreſpondenz“ an und führte
ſeit 1. Febr. 1894 die Redaktion des
„Zeitſchriftenvereins“. Jm Jahre
1896 verlegte er ſeinen Wohnſitz nach
Tambach bei Gotha, 1898 nach Eiſe-
nach, kehrte aber 1899 nach Berlin
zurück, wo er in den Vororten (erſt
Groß-Lichterfelde, jetzt Friedenau)
ſich niederließ. Außer verſchiedenen
Jugend- u. Volksſchriften veröffent-
lichte er

S:

Das Los der Armen
(Dram. Lebensbild), 1886. – Prole-
tarier. Berliner Sittenbilder (En.),
1888. – Der Gaſt ſeiner Frau (Lſp.),
1889. – Jm Lande der Teutonen (nach
d. Franz. des Pierre Voiſin), 1889. –
Das Geſpenſt im Hauſe (Lſp.), 1894.
– Eine Nacht im Quartier (Kriegs-
bild a. d. J. 1870), 1896. – Allerlei
Geſchichten für kleine Leſer, 1896. –
Leidenſchaft (R.), 1896. – Die Land-
pomeranze (Heitere Familiengeſch.),
1898. N. A. 1907. – Jn heiterer
Laune (Humoresk.), 1900. – Junker
Hans (R.), 1900. – Ein Dichterling
(R.), 1901. – ’s Re’ment (R.), 1902.
2. A. 1902. – Verſuchung (Kriminal-
Roman), 1902. – Eine reiche Partie
(Erzählung), 1902. – Das Höchſte
(R.), 1902. – Der Tugendweg (Tragi-
kom.) und: D’Weanerin (Dram. Mo-
mentbild), 1903. – Drei Hofgeſchich-
ten, 1903. – Der Synodale (Eine
faſt wahre Geſch.), 1. u. 2. A. 1903. –
Das Wartburglied (D.), 1902. – Die
anderen (Geſch. einer Liebe), 1904. –
Die Erbprinzeſſin (R.), 1.–3. A. 1904.
– Frauchen (R.), 1905. – Jm Wun-
derland der Liebe (Ge.), 1905. – Die
Korrekten (R.), 1906. – Kampf (R.),
1908. – Aus den Erinnerungen des
Majors (Geſchn.), 1910. – Die letzte
Ernte (Bilder a. e. Familienleben),
1910. – Allerlei Geſchichten für kleine
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Leſer, 1910. – Jm Krug zur Hölle
(Erzählung), 1912. – Arme Sünder
(Geſchichte eines Fürſorgezöglings),
1912. – Die Aufgeregten (Politi-
ſches Drama von Goethe, vollendet),
1897.

*Stenglin, Alexandra Freiin von,


eine Schweſter des Vorigen, wurde
am 25. März 1855 in Schwerin in
Mecklenburg geboren, erhielt ihre Er-
ziehung vorwiegend im elterlichen
Hauſe und trat im Dezbr. 1873 als
Hofdame in den Dienſt der Großher-
zogin Marie von Mecklenburg-Schwe-
rin. Sie lebt noch jetzt als Staats-
dame in Schwerin.

S:

Aus den
Jahren am See (Ge.), 1895.

Stens, Wilhelm,

wurde am 1. Aug.
1810 zu Eſſen in der Rheinprovinz
geboren u. verlebte den größten Teil
ſeiner Jugend in Steele a. d. Ruhr,
von wo aus er das Gymnaſium ſei-
ner Vaterſtadt beſuchte. Jn Ober-
ſekunda befiel ihn eine heftige Augen-
krankheit, die ihn zwang, das Gym-
naſium zu verlaſſen. Nach Jahresfriſt
noch nicht ganz wiederhergeſtellt,
übernahm er eine Lehrerſtelle an einer
höheren Töchterſchule in Eſſen, die er
mehrere Jahre verwaltete. Doch ge-
trieben von dem glühenden Wunſche
nach Fortſetzung ſeiner Studien, ent-
ſagte er dieſer Stellung, begab ſich
nach Münſter auf die damals noch
exiſtierende chirurgiſche Schule und
nach Verlauf eines halben Jahres
nach Bonn, wo er nachträglich das
Abiturientenexamen machte und als
Student der Medizin immatrikuliert
wurde. Nach Beendigung ſeiner Stu-
dien promovierte er in Bonn u. ließ
ſich daſelbſt, nachdem er in Koblenz
ſein Staatsexamen abſolviert, als
praktiſcher Arzt nieder. Mit dem Titel
eines Sanitätsrats geziert, lebte er
ſeit vielen Jahren in Bonn als einer
der geſuchteſten homöopathiſch. Ärzte,
und ſtarb daſelbſt am 9. Febr. 1878.
Außer verſchiedenen mediziniſchen
Schriften veröffentlichte er

S:

Ge-

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[60/0064] Ste Ste leſungen über Geſchichte, National- ökonomie, Philoſophie und Literatur zu hören. Jn den Jahren 1889–90 gehörte er der Redaktion der „Ber- liner Neueſten Nachrichten“, 1891 bis 1892 derjenigen der „Allgemeinen Reichskorreſpondenz“ an und führte ſeit 1. Febr. 1894 die Redaktion des „Zeitſchriftenvereins“. Jm Jahre 1896 verlegte er ſeinen Wohnſitz nach Tambach bei Gotha, 1898 nach Eiſe- nach, kehrte aber 1899 nach Berlin zurück, wo er in den Vororten (erſt Groß-Lichterfelde, jetzt Friedenau) ſich niederließ. Außer verſchiedenen Jugend- u. Volksſchriften veröffent- lichte er S: Das Los der Armen (Dram. Lebensbild), 1886. – Prole- tarier. Berliner Sittenbilder (En.), 1888. – Der Gaſt ſeiner Frau (Lſp.), 1889. – Jm Lande der Teutonen (nach d. Franz. des Pierre Voiſin), 1889. – Das Geſpenſt im Hauſe (Lſp.), 1894. – Eine Nacht im Quartier (Kriegs- bild a. d. J. 1870), 1896. – Allerlei Geſchichten für kleine Leſer, 1896. – Leidenſchaft (R.), 1896. – Die Land- pomeranze (Heitere Familiengeſch.), 1898. N. A. 1907. – Jn heiterer Laune (Humoresk.), 1900. – Junker Hans (R.), 1900. – Ein Dichterling (R.), 1901. – ’s Re’ment (R.), 1902. 2. A. 1902. – Verſuchung (Kriminal- Roman), 1902. – Eine reiche Partie (Erzählung), 1902. – Das Höchſte (R.), 1902. – Der Tugendweg (Tragi- kom.) und: D’Weanerin (Dram. Mo- mentbild), 1903. – Drei Hofgeſchich- ten, 1903. – Der Synodale (Eine faſt wahre Geſch.), 1. u. 2. A. 1903. – Das Wartburglied (D.), 1902. – Die anderen (Geſch. einer Liebe), 1904. – Die Erbprinzeſſin (R.), 1.–3. A. 1904. – Frauchen (R.), 1905. – Jm Wun- derland der Liebe (Ge.), 1905. – Die Korrekten (R.), 1906. – Kampf (R.), 1908. – Aus den Erinnerungen des Majors (Geſchn.), 1910. – Die letzte Ernte (Bilder a. e. Familienleben), 1910. – Allerlei Geſchichten für kleine Leſer, 1910. – Jm Krug zur Hölle (Erzählung), 1912. – Arme Sünder (Geſchichte eines Fürſorgezöglings), 1912. – Die Aufgeregten (Politi- ſches Drama von Goethe, vollendet), 1897. *Stenglin, Alexandra Freiin von, eine Schweſter des Vorigen, wurde am 25. März 1855 in Schwerin in Mecklenburg geboren, erhielt ihre Er- ziehung vorwiegend im elterlichen Hauſe und trat im Dezbr. 1873 als Hofdame in den Dienſt der Großher- zogin Marie von Mecklenburg-Schwe- rin. Sie lebt noch jetzt als Staats- dame in Schwerin. S: Aus den Jahren am See (Ge.), 1895. Stens, Wilhelm, wurde am 1. Aug. 1810 zu Eſſen in der Rheinprovinz geboren u. verlebte den größten Teil ſeiner Jugend in Steele a. d. Ruhr, von wo aus er das Gymnaſium ſei- ner Vaterſtadt beſuchte. Jn Ober- ſekunda befiel ihn eine heftige Augen- krankheit, die ihn zwang, das Gym- naſium zu verlaſſen. Nach Jahresfriſt noch nicht ganz wiederhergeſtellt, übernahm er eine Lehrerſtelle an einer höheren Töchterſchule in Eſſen, die er mehrere Jahre verwaltete. Doch ge- trieben von dem glühenden Wunſche nach Fortſetzung ſeiner Studien, ent- ſagte er dieſer Stellung, begab ſich nach Münſter auf die damals noch exiſtierende chirurgiſche Schule und nach Verlauf eines halben Jahres nach Bonn, wo er nachträglich das Abiturientenexamen machte und als Student der Medizin immatrikuliert wurde. Nach Beendigung ſeiner Stu- dien promovierte er in Bonn u. ließ ſich daſelbſt, nachdem er in Koblenz ſein Staatsexamen abſolviert, als praktiſcher Arzt nieder. Mit dem Titel eines Sanitätsrats geziert, lebte er ſeit vielen Jahren in Bonn als einer der geſuchteſten homöopathiſch. Ärzte, und ſtarb daſelbſt am 9. Febr. 1878. Außer verſchiedenen mediziniſchen Schriften veröffentlichte er S: Ge- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 60. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon07_1913/64>, abgerufen am 24.03.2019.