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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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zu St. Petersburg als der Sohn des
russischen Staatsrats Robert von
St., kam nach dem frühen Tode des
letzteren mit der Mutter nach Naum-
burg a. d. Saale, wo er die Dom-
schule besuchte. Nachdem er später
noch Schüler der Landesschule Pforta
gewesen, wandte er sich zunächst dem
Buchhandel und später dem Bank-
geschäft zu und machte sich schließlich
in Stuttgart selbständig. Später
widmete er sich ganz dem Beruse eines
Schriftstellers, lebte als solcher in
Berchtesgaden, Ettlingen, Stuttgart
und seit 1909 in München, während
des Sommers in Langenargen am
Bodensee.

S:

Odysseus Heimkehr
(Dr. D.), 1893. - Berchtesgaden (Ein
Sang von Land und Leuten), 1897.
3. A. 1903.

Stockhausen, Freifrau Anna von,


geb. Oschatz, pseud. Alice Salz-
brun,
geb. am 11. Mai 1849 in
Breslau, lebt (1884) in Oppeln, spä-
ter in Breslau. Außer zahlreichen
Übersetzungen schrieb sie

S:

Drama-
tische Frauen (Sonettenkranz), 1865.
- Album der Malerei und Musik;
II, 1865-66. - Ein Kranz auf das
Grab des Dichters August Graf von
Platen, 1866. - Stilleben (Nn. u.
En.), 1868. - Ein Abendessen bei Papa
Jonas (E.), 1884. - Historische Tage
und Skizzen, 1873. - Jm Erlental
(Sittenbilder aus Jrland), 1885.

*Stockhausen, Fanny

(eigentlich
Franziska Karoline), wurde am 23.
September 1846 zu Solingen in der
Rheinprovinz geboren u. evangelisch
getauft und erzogen. Jhr Vater, der
aus der katholischen Familie von St.
stammte, die in der Revolutionszeit
den Adel abgelegt hatte, war Notar
in Solingen, starb aber bereits 1855,
und die Mutter zog nun mit ihren
vier Töchtern nach dem nahe gelege-
nen Städtchen Wald, das sich durch
seine treffliche Schule auszeichnete.
Jm Jahre 1860 verlegte die Familie
ihren Wohnsitz nach Düsseldorf, wo
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Sto
Fanny ihre weitere Ausbildung er-
hielt. Angeregt durch den Konsisto-
rialrat Natorp, betätigte sie sich nach
ihrer Konfirmation (1862) als fleißige
Dichterin, und ihre vorwiegend geist-
lichen Gedichte fanden in dem "Kirch-
lichen Anzeiger" gern Aufnahme. Seit
dem Jahre 1883 diente sie mit ihrer
Feder dem Hülleschen Frauenblatt
"Edelweiß", und seit 1888 ist sie stän-
dige Mitarbeiterin am "Arbeiter-
freund" u. Berliner "Evangelischen
Sonntagsblatt". Erst neuerdings ist
sie an die Herausgabe ihrer Prosa-
dichtungen gegangen, während eine
Sammlung ihrer zahlreichen Poesien
noch aussteht. Die Dichterin wohnt
noch jetzt in Düsseldorf.

S:

Aus
Luthers Brunnenstube (Lr.), 1883. -
Wenn der Frühling blüht (Bilder v.
Bennett, Reime von F. St.), 1888. -
Malbuch für das kleine Volk (Bilder
von Kate Greenway, Text v. F. St.),
1888. - Jdis (Ep. G.), 1896. - Friede-
bert (Erzählung aus d. Anfang des
9. Jahrhund.), 1897. - Feierklänge
(Ge.), 1899. Neue A. 1912. - Luthers
Weihnachtslied (Festsp.), 1904. -
Zwei Kämpfer am Niederrhein (E. a.
d. 11. u. 12. Jahrh.), 1904. - Heil,
Kaiser, dir! (Deklamator. z. Kaisers
Geburtstag), 1905. - Bilder aus Paul
Gerhardts Leben (Festsp.), 1907. -
Die heilige Elisabeth (Festsp.), 1907.
- Ein brennend und scheinend Licht
(E. a. d. Leben des bergischen Refor-
mators), 1908. - Der Sänger des
Wilhelmus von Nassauen (E.), 1908.
- Eine kleine Weihnachtsaufführung
für Zeitschriftenvereine, 1908.

Stodte, Hermann,

gebor. am 25.
(n. and. am 21.) Jan. 1871 in Git-
telde am Harz, studierte vorzugsweise
neuere Sprachen, wurde Dr. phil.,
legte im Juni 1897 sein Staatsexa-
men ab, wurde Ostern 1900 als Leh-
rer am Johanneum in Lübeck beschäf-
tigt, Ostern 1901 Oberlehrer daselbst
und als solcher 1908 nach Strausberg
bei Berlin berufen, wo er gleichzeitig

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Sto
zu St. Petersburg als der Sohn des
ruſſiſchen Staatsrats Robert von
St., kam nach dem frühen Tode des
letzteren mit der Mutter nach Naum-
burg a. d. Saale, wo er die Dom-
ſchule beſuchte. Nachdem er ſpäter
noch Schüler der Landesſchule Pforta
geweſen, wandte er ſich zunächſt dem
Buchhandel und ſpäter dem Bank-
geſchäft zu und machte ſich ſchließlich
in Stuttgart ſelbſtändig. Später
widmete er ſich ganz dem Beruſe eines
Schriftſtellers, lebte als ſolcher in
Berchtesgaden, Ettlingen, Stuttgart
und ſeit 1909 in München, während
des Sommers in Langenargen am
Bodenſee.

S:

Odyſſeus Heimkehr
(Dr. D.), 1893. – Berchtesgaden (Ein
Sang von Land und Leuten), 1897.
3. A. 1903.

Stockhauſen, Freifrau Anna von,


geb. Oſchatz, pſeud. Alice Salz-
brun,
geb. am 11. Mai 1849 in
Breslau, lebt (1884) in Oppeln, ſpä-
ter in Breslau. Außer zahlreichen
Überſetzungen ſchrieb ſie

S:

Drama-
tiſche Frauen (Sonettenkranz), 1865.
– Album der Malerei und Muſik;
II, 1865–66. – Ein Kranz auf das
Grab des Dichters Auguſt Graf von
Platen, 1866. – Stilleben (Nn. u.
En.), 1868. – Ein Abendeſſen bei Papa
Jonas (E.), 1884. – Hiſtoriſche Tage
und Skizzen, 1873. – Jm Erlental
(Sittenbilder aus Jrland), 1885.

*Stockhauſen, Fanny

(eigentlich
Franziska Karoline), wurde am 23.
September 1846 zu Solingen in der
Rheinprovinz geboren u. evangeliſch
getauft und erzogen. Jhr Vater, der
aus der katholiſchen Familie von St.
ſtammte, die in der Revolutionszeit
den Adel abgelegt hatte, war Notar
in Solingen, ſtarb aber bereits 1855,
und die Mutter zog nun mit ihren
vier Töchtern nach dem nahe gelege-
nen Städtchen Wald, das ſich durch
ſeine treffliche Schule auszeichnete.
Jm Jahre 1860 verlegte die Familie
ihren Wohnſitz nach Düſſeldorf, wo
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Sto
Fanny ihre weitere Ausbildung er-
hielt. Angeregt durch den Konſiſto-
rialrat Natorp, betätigte ſie ſich nach
ihrer Konfirmation (1862) als fleißige
Dichterin, und ihre vorwiegend geiſt-
lichen Gedichte fanden in dem „Kirch-
lichen Anzeiger“ gern Aufnahme. Seit
dem Jahre 1883 diente ſie mit ihrer
Feder dem Hülleſchen Frauenblatt
„Edelweiß“, und ſeit 1888 iſt ſie ſtän-
dige Mitarbeiterin am „Arbeiter-
freund“ u. Berliner „Evangeliſchen
Sonntagsblatt“. Erſt neuerdings iſt
ſie an die Herausgabe ihrer Proſa-
dichtungen gegangen, während eine
Sammlung ihrer zahlreichen Poeſien
noch ausſteht. Die Dichterin wohnt
noch jetzt in Düſſeldorf.

S:

Aus
Luthers Brunnenſtube (Lr.), 1883. –
Wenn der Frühling blüht (Bilder v.
Bennett, Reime von F. St.), 1888. –
Malbuch für das kleine Volk (Bilder
von Kate Greenway, Text v. F. St.),
1888. – Jdis (Ep. G.), 1896. – Friede-
bert (Erzählung aus d. Anfang des
9. Jahrhund.), 1897. – Feierklänge
(Ge.), 1899. Neue A. 1912. – Luthers
Weihnachtslied (Feſtſp.), 1904. –
Zwei Kämpfer am Niederrhein (E. a.
d. 11. u. 12. Jahrh.), 1904. – Heil,
Kaiſer, dir! (Deklamator. z. Kaiſers
Geburtstag), 1905. – Bilder aus Paul
Gerhardts Leben (Feſtſp.), 1907. –
Die heilige Eliſabeth (Feſtſp.), 1907.
– Ein brennend und ſcheinend Licht
(E. a. d. Leben des bergiſchen Refor-
mators), 1908. – Der Sänger des
Wilhelmus von Naſſauen (E.), 1908.
– Eine kleine Weihnachtsaufführung
für Zeitſchriftenvereine, 1908.

Stodte, Hermann,

gebor. am 25.
(n. and. am 21.) Jan. 1871 in Git-
telde am Harz, ſtudierte vorzugsweiſe
neuere Sprachen, wurde Dr. phil.,
legte im Juni 1897 ſein Staatsexa-
men ab, wurde Oſtern 1900 als Leh-
rer am Johanneum in Lübeck beſchäf-
tigt, Oſtern 1901 Oberlehrer daſelbſt
und als ſolcher 1908 nach Strausberg
bei Berlin berufen, wo er gleichzeitig

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[87/0091] Sto Sto zu St. Petersburg als der Sohn des ruſſiſchen Staatsrats Robert von St., kam nach dem frühen Tode des letzteren mit der Mutter nach Naum- burg a. d. Saale, wo er die Dom- ſchule beſuchte. Nachdem er ſpäter noch Schüler der Landesſchule Pforta geweſen, wandte er ſich zunächſt dem Buchhandel und ſpäter dem Bank- geſchäft zu und machte ſich ſchließlich in Stuttgart ſelbſtändig. Später widmete er ſich ganz dem Beruſe eines Schriftſtellers, lebte als ſolcher in Berchtesgaden, Ettlingen, Stuttgart und ſeit 1909 in München, während des Sommers in Langenargen am Bodenſee. S: Odyſſeus Heimkehr (Dr. D.), 1893. – Berchtesgaden (Ein Sang von Land und Leuten), 1897. 3. A. 1903. Stockhauſen, Freifrau Anna von, geb. Oſchatz, pſeud. Alice Salz- brun, geb. am 11. Mai 1849 in Breslau, lebt (1884) in Oppeln, ſpä- ter in Breslau. Außer zahlreichen Überſetzungen ſchrieb ſie S: Drama- tiſche Frauen (Sonettenkranz), 1865. – Album der Malerei und Muſik; II, 1865–66. – Ein Kranz auf das Grab des Dichters Auguſt Graf von Platen, 1866. – Stilleben (Nn. u. En.), 1868. – Ein Abendeſſen bei Papa Jonas (E.), 1884. – Hiſtoriſche Tage und Skizzen, 1873. – Jm Erlental (Sittenbilder aus Jrland), 1885. *Stockhauſen, Fanny (eigentlich Franziska Karoline), wurde am 23. September 1846 zu Solingen in der Rheinprovinz geboren u. evangeliſch getauft und erzogen. Jhr Vater, der aus der katholiſchen Familie von St. ſtammte, die in der Revolutionszeit den Adel abgelegt hatte, war Notar in Solingen, ſtarb aber bereits 1855, und die Mutter zog nun mit ihren vier Töchtern nach dem nahe gelege- nen Städtchen Wald, das ſich durch ſeine treffliche Schule auszeichnete. Jm Jahre 1860 verlegte die Familie ihren Wohnſitz nach Düſſeldorf, wo Fanny ihre weitere Ausbildung er- hielt. Angeregt durch den Konſiſto- rialrat Natorp, betätigte ſie ſich nach ihrer Konfirmation (1862) als fleißige Dichterin, und ihre vorwiegend geiſt- lichen Gedichte fanden in dem „Kirch- lichen Anzeiger“ gern Aufnahme. Seit dem Jahre 1883 diente ſie mit ihrer Feder dem Hülleſchen Frauenblatt „Edelweiß“, und ſeit 1888 iſt ſie ſtän- dige Mitarbeiterin am „Arbeiter- freund“ u. Berliner „Evangeliſchen Sonntagsblatt“. Erſt neuerdings iſt ſie an die Herausgabe ihrer Proſa- dichtungen gegangen, während eine Sammlung ihrer zahlreichen Poeſien noch ausſteht. Die Dichterin wohnt noch jetzt in Düſſeldorf. S: Aus Luthers Brunnenſtube (Lr.), 1883. – Wenn der Frühling blüht (Bilder v. Bennett, Reime von F. St.), 1888. – Malbuch für das kleine Volk (Bilder von Kate Greenway, Text v. F. St.), 1888. – Jdis (Ep. G.), 1896. – Friede- bert (Erzählung aus d. Anfang des 9. Jahrhund.), 1897. – Feierklänge (Ge.), 1899. Neue A. 1912. – Luthers Weihnachtslied (Feſtſp.), 1904. – Zwei Kämpfer am Niederrhein (E. a. d. 11. u. 12. Jahrh.), 1904. – Heil, Kaiſer, dir! (Deklamator. z. Kaiſers Geburtstag), 1905. – Bilder aus Paul Gerhardts Leben (Feſtſp.), 1907. – Die heilige Eliſabeth (Feſtſp.), 1907. – Ein brennend und ſcheinend Licht (E. a. d. Leben des bergiſchen Refor- mators), 1908. – Der Sänger des Wilhelmus von Naſſauen (E.), 1908. – Eine kleine Weihnachtsaufführung für Zeitſchriftenvereine, 1908. Stodte, Hermann, gebor. am 25. (n. and. am 21.) Jan. 1871 in Git- telde am Harz, ſtudierte vorzugsweiſe neuere Sprachen, wurde Dr. phil., legte im Juni 1897 ſein Staatsexa- men ab, wurde Oſtern 1900 als Leh- rer am Johanneum in Lübeck beſchäf- tigt, Oſtern 1901 Oberlehrer daſelbſt und als ſolcher 1908 nach Strausberg bei Berlin berufen, wo er gleichzeitig *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 87. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon07_1913/91>, abgerufen am 24.03.2019.