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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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trat er in ein Privatkontor und später
als Beamter in die Dienste seiner
Vaterstadt. Er lebt noch jetzt in Graz
und ist zur Zeit Offizial im Versatz-
amte.

S:

Aus Herzens Tiefen (Aus-
gewählte Dn.), 1887. - Die Kinder
Floras (D.), 1888. - Geschichten aus
dem Leben; III, 1889-91; IV. 1895.
- 's Katherl und andere Erzählungen,
1902. - Heitere Geschichten, 1906. -
Sonnenaufgang (Nn.), 1909.

Stolze, Franz,

geb. am 14. März
1836 in Berlin als Sohn des bekann-
ten Stenographen Wilhelm St., er-
hielt daselbst seine Bildung, studierte
Philosophie und erwarb sich in Jena
die Würde eines Dr. phil. Jm Jahre
1865 eröffnete er in Berlin die pho-
tographische Gesellschaft Dr. Stolze
und Co., gab 1874 diese Firma auf
und unternahm nun im Auftrage des
Reichskanzleramts und der preußi-
schen Regierung eine vierjährige Reise
nach Persien zur Beobachtung des
Venusdurchgangs und zur Aufnahme
von persischen Altertümern. Seine
Erfahrungen und Arbeiten in Persien
legte er danach in den Schriften
"Persepolis. Achämenidische und
sassanidische Denkmäler von Perse-
polis, Pasargadae und Schapaur"
(1882) und "Das Handelsverhältnis
Persiens" (1885) nieder. Stolze, der
schon seit 1865 Mitglied der stenogra-
phischen Prüfungskommission war,
wurde 1896 zum Lektor für Steno-
graphie an der Berliner Universität
ernannt und hat für die Fortbildung
des von seinem Vater gegründeten
Systems durch Wort und Schrift
ganz wesentlich gewirkt. Jn photo-
graphischen Kreisen galt er als Auto-
rität. Die von ihm redigierte Fach-
zeitschrift und seine zahlreichen Spe-
zialwerke haben sich einen Ruf über
Deutschland hinaus erworben. Jm
Jahre 1906 wurde er zum Professor
ernannt. Er starb in seinem viel-
jährigen Wohnort Charlottenburg
am 13. Januar 1910.

S:

Erinne-
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Sto
rungen aus meinem Leben, 1891. -
Das entschleierte Bild zu Sais (So-
zialistischer R.), 1904.

Stolzenberg, Georg,

geb. am
11. Juli 1857 in Berlin als Sohn des
Gründers u. Obermeisters der deut-
schen Bäcker-Jnnung "Germania"
Theodor St., besuchte die Jacobsen-
Schule in Seesen am Harz u. darauf
die "Neue Akademie der Tonkunst"
des Prof. Theodor Kullak in Berlin
und lebt nun hier als Komponist,
Musiklehrer u. Musikkritiker der "Welt
am Montag". Als Lyriker veröffent-
lichte er

S:

Neues Leben (Ge. in na-
türlichen Rhythmen); III, 1898-1903.

*Stolzenburg, Wilhelm,

geboren
am 25. Dezember 1879 in Wetter an
der Ruhr (Westfalen) als der Sohn
eines Kaufmanns, kam mit seinen
Eltern im dritten Lebensjahre nach
Dortmund und besuchte hier die
Volksschule und danach die Real-
schule. Da starb gegen Ende d. J.
1902 der Vater, und da die Mutter
mit acht Kindern mittellos zurückge-
blieben, so mußte er nach seiner Kon-
firmation bei einem Kaufmann in die
Lehre treten. Seit 1905 lebt er als
Privatsekretär eines Kommerzienrats
in Bochum.

S:

Lieder an Mathilde,
1903. - Gedichte, 1907. - Caviar
fürs Volk (Sat.), 1907.

Stolzing, Joseph,

siehe Joseph
Cerny!

*Stommel, Gottfried,

* am 13.
Jan. 1847 zu Velbert, Kreis Elber-
feld, kam 1850 nach Burtscheid bei
Aachen, wohin sein Vater Aurel St.
als Friedensrichter versetzt worden
war, und besuchte das Gymnasium
in Aachen, das er 1865 absolvierte.
Ursprünglich für den Kaufmanns-
stand erzogen, widmete er sich später
nach gründlichen literarischen Stu-
dien der Journalistik, redigierte 1883
das Frankfurter Journal, 1886-87
den Düsseldorfer Anzeiger, kehrte da-
nach zu seinem kaufmännischen Be-
rufe zurück und lebte erst in Karls-

*


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Sto
trat er in ein Privatkontor und ſpäter
als Beamter in die Dienſte ſeiner
Vaterſtadt. Er lebt noch jetzt in Graz
und iſt zur Zeit Offizial im Verſatz-
amte.

S:

Aus Herzens Tiefen (Aus-
gewählte Dn.), 1887. – Die Kinder
Floras (D.), 1888. – Geſchichten aus
dem Leben; III, 1889–91; IV. 1895.
– ’s Katherl und andere Erzählungen,
1902. – Heitere Geſchichten, 1906. –
Sonnenaufgang (Nn.), 1909.

Stolze, Franz,

geb. am 14. März
1836 in Berlin als Sohn des bekann-
ten Stenographen Wilhelm St., er-
hielt daſelbſt ſeine Bildung, ſtudierte
Philoſophie und erwarb ſich in Jena
die Würde eines Dr. phil. Jm Jahre
1865 eröffnete er in Berlin die pho-
tographiſche Geſellſchaft Dr. Stolze
und Co., gab 1874 dieſe Firma auf
und unternahm nun im Auftrage des
Reichskanzleramts und der preußi-
ſchen Regierung eine vierjährige Reiſe
nach Perſien zur Beobachtung des
Venusdurchgangs und zur Aufnahme
von perſiſchen Altertümern. Seine
Erfahrungen und Arbeiten in Perſien
legte er danach in den Schriften
„Perſepolis. Achämenidiſche und
ſaſſanidiſche Denkmäler von Perſe-
polis, Paſargadae und Schàpûr“
(1882) und „Das Handelsverhältnis
Perſiens“ (1885) nieder. Stolze, der
ſchon ſeit 1865 Mitglied der ſtenogra-
phiſchen Prüfungskommiſſion war,
wurde 1896 zum Lektor für Steno-
graphie an der Berliner Univerſität
ernannt und hat für die Fortbildung
des von ſeinem Vater gegründeten
Syſtems durch Wort und Schrift
ganz weſentlich gewirkt. Jn photo-
graphiſchen Kreiſen galt er als Auto-
rität. Die von ihm redigierte Fach-
zeitſchrift und ſeine zahlreichen Spe-
zialwerke haben ſich einen Ruf über
Deutſchland hinaus erworben. Jm
Jahre 1906 wurde er zum Profeſſor
ernannt. Er ſtarb in ſeinem viel-
jährigen Wohnort Charlottenburg
am 13. Januar 1910.

S:

Erinne-
[Spaltenumbruch]

Sto
rungen aus meinem Leben, 1891. –
Das entſchleierte Bild zu Saïs (So-
zialiſtiſcher R.), 1904.

Stolzenberg, Georg,

geb. am
11. Juli 1857 in Berlin als Sohn des
Gründers u. Obermeiſters der deut-
ſchen Bäcker-Jnnung „Germania“
Theodor St., beſuchte die Jacobſen-
Schule in Seeſen am Harz u. darauf
die „Neue Akademie der Tonkunſt“
des Prof. Theodor Kullak in Berlin
und lebt nun hier als Komponiſt,
Muſiklehrer u. Muſikkritiker der „Welt
am Montag“. Als Lyriker veröffent-
lichte er

S:

Neues Leben (Ge. in na-
türlichen Rhythmen); III, 1898–1903.

*Stolzenburg, Wilhelm,

geboren
am 25. Dezember 1879 in Wetter an
der Ruhr (Weſtfalen) als der Sohn
eines Kaufmanns, kam mit ſeinen
Eltern im dritten Lebensjahre nach
Dortmund und beſuchte hier die
Volksſchule und danach die Real-
ſchule. Da ſtarb gegen Ende d. J.
1902 der Vater, und da die Mutter
mit acht Kindern mittellos zurückge-
blieben, ſo mußte er nach ſeiner Kon-
firmation bei einem Kaufmann in die
Lehre treten. Seit 1905 lebt er als
Privatſekretär eines Kommerzienrats
in Bochum.

S:

Lieder an Mathilde,
1903. – Gedichte, 1907. – Caviar
fürs Volk (Sat.), 1907.

Stolzing, Joſeph,

ſiehe Joſeph
Cerny!

*Stommel, Gottfried,

* am 13.
Jan. 1847 zu Velbert, Kreis Elber-
feld, kam 1850 nach Burtſcheid bei
Aachen, wohin ſein Vater Aurel St.
als Friedensrichter verſetzt worden
war, und beſuchte das Gymnaſium
in Aachen, das er 1865 abſolvierte.
Urſprünglich für den Kaufmanns-
ſtand erzogen, widmete er ſich ſpäter
nach gründlichen literariſchen Stu-
dien der Journaliſtik, redigierte 1883
das Frankfurter Journal, 1886–87
den Düſſeldorfer Anzeiger, kehrte da-
nach zu ſeinem kaufmänniſchen Be-
rufe zurück und lebte erſt in Karls-

*
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[95/0099] Sto Sto trat er in ein Privatkontor und ſpäter als Beamter in die Dienſte ſeiner Vaterſtadt. Er lebt noch jetzt in Graz und iſt zur Zeit Offizial im Verſatz- amte. S: Aus Herzens Tiefen (Aus- gewählte Dn.), 1887. – Die Kinder Floras (D.), 1888. – Geſchichten aus dem Leben; III, 1889–91; IV. 1895. – ’s Katherl und andere Erzählungen, 1902. – Heitere Geſchichten, 1906. – Sonnenaufgang (Nn.), 1909. Stolze, Franz, geb. am 14. März 1836 in Berlin als Sohn des bekann- ten Stenographen Wilhelm St., er- hielt daſelbſt ſeine Bildung, ſtudierte Philoſophie und erwarb ſich in Jena die Würde eines Dr. phil. Jm Jahre 1865 eröffnete er in Berlin die pho- tographiſche Geſellſchaft Dr. Stolze und Co., gab 1874 dieſe Firma auf und unternahm nun im Auftrage des Reichskanzleramts und der preußi- ſchen Regierung eine vierjährige Reiſe nach Perſien zur Beobachtung des Venusdurchgangs und zur Aufnahme von perſiſchen Altertümern. Seine Erfahrungen und Arbeiten in Perſien legte er danach in den Schriften „Perſepolis. Achämenidiſche und ſaſſanidiſche Denkmäler von Perſe- polis, Paſargadae und Schàpûr“ (1882) und „Das Handelsverhältnis Perſiens“ (1885) nieder. Stolze, der ſchon ſeit 1865 Mitglied der ſtenogra- phiſchen Prüfungskommiſſion war, wurde 1896 zum Lektor für Steno- graphie an der Berliner Univerſität ernannt und hat für die Fortbildung des von ſeinem Vater gegründeten Syſtems durch Wort und Schrift ganz weſentlich gewirkt. Jn photo- graphiſchen Kreiſen galt er als Auto- rität. Die von ihm redigierte Fach- zeitſchrift und ſeine zahlreichen Spe- zialwerke haben ſich einen Ruf über Deutſchland hinaus erworben. Jm Jahre 1906 wurde er zum Profeſſor ernannt. Er ſtarb in ſeinem viel- jährigen Wohnort Charlottenburg am 13. Januar 1910. S: Erinne- rungen aus meinem Leben, 1891. – Das entſchleierte Bild zu Saïs (So- zialiſtiſcher R.), 1904. Stolzenberg, Georg, geb. am 11. Juli 1857 in Berlin als Sohn des Gründers u. Obermeiſters der deut- ſchen Bäcker-Jnnung „Germania“ Theodor St., beſuchte die Jacobſen- Schule in Seeſen am Harz u. darauf die „Neue Akademie der Tonkunſt“ des Prof. Theodor Kullak in Berlin und lebt nun hier als Komponiſt, Muſiklehrer u. Muſikkritiker der „Welt am Montag“. Als Lyriker veröffent- lichte er S: Neues Leben (Ge. in na- türlichen Rhythmen); III, 1898–1903. *Stolzenburg, Wilhelm, geboren am 25. Dezember 1879 in Wetter an der Ruhr (Weſtfalen) als der Sohn eines Kaufmanns, kam mit ſeinen Eltern im dritten Lebensjahre nach Dortmund und beſuchte hier die Volksſchule und danach die Real- ſchule. Da ſtarb gegen Ende d. J. 1902 der Vater, und da die Mutter mit acht Kindern mittellos zurückge- blieben, ſo mußte er nach ſeiner Kon- firmation bei einem Kaufmann in die Lehre treten. Seit 1905 lebt er als Privatſekretär eines Kommerzienrats in Bochum. S: Lieder an Mathilde, 1903. – Gedichte, 1907. – Caviar fürs Volk (Sat.), 1907. Stolzing, Joſeph, ſiehe Joſeph Cerny! *Stommel, Gottfried, * am 13. Jan. 1847 zu Velbert, Kreis Elber- feld, kam 1850 nach Burtſcheid bei Aachen, wohin ſein Vater Aurel St. als Friedensrichter verſetzt worden war, und beſuchte das Gymnaſium in Aachen, das er 1865 abſolvierte. Urſprünglich für den Kaufmanns- ſtand erzogen, widmete er ſich ſpäter nach gründlichen literariſchen Stu- dien der Journaliſtik, redigierte 1883 das Frankfurter Journal, 1886–87 den Düſſeldorfer Anzeiger, kehrte da- nach zu ſeinem kaufmänniſchen Be- rufe zurück und lebte erſt in Karls- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 95. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon07_1913/99>, abgerufen am 21.03.2019.