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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 8. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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[p]aer Zeitung" in Böhmisch-Leipa
und starb daselbst am 27. Juli 1911.

S:

Kunst und Leben (Dr. Sittenbild),
1881. - Frommer Betrug (Schsp.),
1882. - Attila (Dr.), 1883. - Stu-
dentenstreiche (Schw.), 1883. - Der
Talwirt (Tr.), 1884. - Demetrius
(Dr. von Schiller, fortgesetzt), 1885.
- Schubart (Dram. Sk.), 1886. - Pra-
ger Spaziergänge (Dn.), 1887. - Don
Juan vor hundert Jahren (Festsp.),
1888. - Wie Richard Wagner Kom-
ponist wurde (Charakterbild), 1889. -
Heimgekehrt (Patriot. Festsp.), 1890.
- Hausherrnfreuden (Schw.), 1889. -
Die Räuber (Genrebild), 1890. - Der
Weihnachtsabend (Dramolet), 1891. -
Cressida (Sittenbild), 1892. - Haydn
(Genrebild), 1892. - Die Gänseliesl
(Lsp.), 1893. - Die Küsse des Königs
(Lsp.), 1893. - Sein Modell (Schsp.),
1893. - Hans Sachs (Festsp.), 1894.
- Schön Gertraud (Ein Böhmerwald-
märchen. G.), 1898. 2. Aufl. 1905. -
Des Dichters Traum (G.), 1902.

*Zimmermann,

Max Georg, geb.
am 1. Juni 1861 zu Elbing als der
Sohn des Glasfabrikbesitzers Georg
Z., entstammte einem aus den Nieder-
landen eingewanderten, seit Jahr-
hunderten in Elbing ansässigen kauf-
männischen Patriziergeschlechte. Die
Jugendeindrücke, welche er in den ur-
großväterlichen und großväterlichen
Häusern erhielt, waren mitbestim-
mend für die Richtung seiner späte-
ren Studien. Nachdem er 1881 das
Realgymnasium seiner Vaterstadt ab-
solviert, bezog er die Universität Ber-
lin, um Geschichte, Kunstgeschichte u.
Archäologie zu studieren u. sich neben-
her auf die Gymnasialreifeprüfung
vorzubereiten. Als diese 1883 in Dan-
zig bestanden war, ging Z. zur Uni-
versität München, wo besonders die
Persönlichkeit des Archäologen Bruns
bestimmend auf ihn einwirkte, und
erlangte hier Ostern 1885 die Würde
eines Dr. phil. Nun folgten zwei
weitere Studienjahre in Jtalien, und
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hier fand Z. seinen eigentlichen Lehrer
in der nachchristlichen Kunstgeschichte
in dem bekannten Kunstkenner und
Sammler Karl Eduard von Liphart
in Florenz. Jm Herbst 1888 wurde
er als Professor für Kunstgeschichte
und Literatur u. als Konservator der
Kunstsammlungen an die königliche
Kunstakademie in Düsseldorf berufen,
an der er vier Jahre wirkte, seine
Ferien stets zu größeren Reisen, nach
Jtalien, Paris, London, benutzend.
Jm Herbst 1892 schied er vorläufig
aus dem Staatsdienst, und lebte er
seitdem abwechselnd in Berlin, Mün-
chen und Jtalien, wurde hier auch im
Herbst 1893 von seinen Fachgenossen
an die Spitze des Unternehmens zur
Gründung eines kunstgeschichtlichen
Jnstituts in Florenz berufen. Sei-
nen festen Wohnsitz hatte Z. in Godes-
berg bei Bonn und seit 1896 in Ber-
lin. Hier habilitierte er sich im März
1900 an der Universität als Privat-
dozent für Kunstgeschichte und wurde
daneben im Oktober 1900 zum Pro-
fessor für dieses Fach an der Tech-
nischen Hochschule in Berlin-Char-
lottenburg berufen. Ebenso wurde
ihm im Herbst 1904 ein Lehrauftrag
für Kunstgeschichte an der Akademie
in Posen erteilt. Er hat mehrere
Werke über Kunstgeschichte veröffent-
licht, z. B. Kunstgeschichte u. Literatur
an den Kunstakademien (1892) - Die
Spuren der Langobarden in der ita-
lienischen Plastik des ersten Jahrtau-
sends (1894) - Die bildenden Künste
am Hof Herzog Albrechts V. von
Bayern (1895) - Allgemeine Kunst-
geschichte (III, 1896-1902). Hier ist
zu erwähnen

S:

Tante Eulaltas Rom-
fahrt (Bildlicher Schmuck von Kunz
Meyer), 1895.

Zimmermann, Moritz B.,

Pseud.
für Moritz Bermann; s. d.!

Zimmermann, Paul Aug. Bern-
hard von,

entstammt einem alten
österreichischen Adelsgeschlechte, das
bis 1498 zurückdatiert, u. wurde am

* 7

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[p]aer Zeitung“ in Böhmiſch-Leipa
und ſtarb daſelbſt am 27. Juli 1911.

S:

Kunſt und Leben (Dr. Sittenbild),
1881. – Frommer Betrug (Schſp.),
1882. – Attila (Dr.), 1883. – Stu-
dentenſtreiche (Schw.), 1883. – Der
Talwirt (Tr.), 1884. – Demetrius
(Dr. von Schiller, fortgeſetzt), 1885.
– Schubart (Dram. Sk.), 1886. – Pra-
ger Spaziergänge (Dn.), 1887. – Don
Juan vor hundert Jahren (Feſtſp.),
1888. – Wie Richard Wagner Kom-
poniſt wurde (Charakterbild), 1889. –
Heimgekehrt (Patriot. Feſtſp.), 1890.
– Hausherrnfreuden (Schw.), 1889. –
Die Räuber (Genrebild), 1890. – Der
Weihnachtsabend (Dramolet), 1891. –
Creſſida (Sittenbild), 1892. – Haydn
(Genrebild), 1892. – Die Gänſeliesl
(Lſp.), 1893. – Die Küſſe des Königs
(Lſp.), 1893. – Sein Modell (Schſp.),
1893. – Hans Sachs (Feſtſp.), 1894.
– Schön Gertraud (Ein Böhmerwald-
märchen. G.), 1898. 2. Aufl. 1905. –
Des Dichters Traum (G.), 1902.

*Zimmermann,

Max Georg, geb.
am 1. Juni 1861 zu Elbing als der
Sohn des Glasfabrikbeſitzers Georg
Z., entſtammte einem aus den Nieder-
landen eingewanderten, ſeit Jahr-
hunderten in Elbing anſäſſigen kauf-
männiſchen Patriziergeſchlechte. Die
Jugendeindrücke, welche er in den ur-
großväterlichen und großväterlichen
Häuſern erhielt, waren mitbeſtim-
mend für die Richtung ſeiner ſpäte-
ren Studien. Nachdem er 1881 das
Realgymnaſium ſeiner Vaterſtadt ab-
ſolviert, bezog er die Univerſität Ber-
lin, um Geſchichte, Kunſtgeſchichte u.
Archäologie zu ſtudieren u. ſich neben-
her auf die Gymnaſialreifeprüfung
vorzubereiten. Als dieſe 1883 in Dan-
zig beſtanden war, ging Z. zur Uni-
verſität München, wo beſonders die
Perſönlichkeit des Archäologen Bruns
beſtimmend auf ihn einwirkte, und
erlangte hier Oſtern 1885 die Würde
eines Dr. phil. Nun folgten zwei
weitere Studienjahre in Jtalien, und
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hier fand Z. ſeinen eigentlichen Lehrer
in der nachchriſtlichen Kunſtgeſchichte
in dem bekannten Kunſtkenner und
Sammler Karl Eduard von Liphart
in Florenz. Jm Herbſt 1888 wurde
er als Profeſſor für Kunſtgeſchichte
und Literatur u. als Konſervator der
Kunſtſammlungen an die königliche
Kunſtakademie in Düſſeldorf berufen,
an der er vier Jahre wirkte, ſeine
Ferien ſtets zu größeren Reiſen, nach
Jtalien, Paris, London, benutzend.
Jm Herbſt 1892 ſchied er vorläufig
aus dem Staatsdienſt, und lebte er
ſeitdem abwechſelnd in Berlin, Mün-
chen und Jtalien, wurde hier auch im
Herbſt 1893 von ſeinen Fachgenoſſen
an die Spitze des Unternehmens zur
Gründung eines kunſtgeſchichtlichen
Jnſtituts in Florenz berufen. Sei-
nen feſten Wohnſitz hatte Z. in Godes-
berg bei Bonn und ſeit 1896 in Ber-
lin. Hier habilitierte er ſich im März
1900 an der Univerſität als Privat-
dozent für Kunſtgeſchichte und wurde
daneben im Oktober 1900 zum Pro-
feſſor für dieſes Fach an der Tech-
niſchen Hochſchule in Berlin-Char-
lottenburg berufen. Ebenſo wurde
ihm im Herbſt 1904 ein Lehrauftrag
für Kunſtgeſchichte an der Akademie
in Poſen erteilt. Er hat mehrere
Werke über Kunſtgeſchichte veröffent-
licht, z. B. Kunſtgeſchichte u. Literatur
an den Kunſtakademien (1892) – Die
Spuren der Langobarden in der ita-
lieniſchen Plaſtik des erſten Jahrtau-
ſends (1894) – Die bildenden Künſte
am Hof Herzog Albrechts V. von
Bayern (1895) – Allgemeine Kunſt-
geſchichte (III, 1896–1902). Hier iſt
zu erwähnen

S:

Tante Eulaltas Rom-
fahrt (Bildlicher Schmuck von Kunz
Meyer), 1895.

Zimmermann, Moritz B.,

Pſeud.
für Moritz Bermann; ſ. d.!

Zimmermann, Paul Aug. Bern-
hard von,

entſtammt einem alten
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bis 1498 zurückdatiert, u. wurde am

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 8. 6. Aufl. Leipzig, 1913. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon08_1913/101>, S. 97, abgerufen am 21.09.2017.