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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 8. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Art
[viel]mehr die Gerichtslaufbahn ein
[und] beschäftigte sich in seiner freien
[Zei]t mit der Dichtkunst. Nach kurzem
[Auf]enthalt in Hattingen, Altena und
[Boc]hum ließ er sich schließlich in Essen
[als] Rechtskonsulent nieder u. starb da-
[selb]st am 8. Juni 1895.

S:

Gereim-
[tes] u. Ungereimtes (Ge.), 1861 (Sv.).

[A]rtens, Viktor Ritter von,

pseud.
[Ma]x Viktor, wurde am 2. Oktbr.
[185]7 in Ödenburg (Ungarn) geboren,
[stud]ierte in Graz die Rechte, wurde
[18]79 daselbst zum Dr. jur. promoviert
[und] eröffnete 1887 in Graz seine Ad-
[vok]aturkanzlei, wurde auch 1902 zum
[Ge]meinderat dieser Stadt ernannt.
[Er] machte viele und große Reisen
[dur]ch fast ganz Europa und war ein
[fei]ngebildeter, sprachkundiger u. auf
[lite]rarischem Gebiet ein ungewöhn-
[lich] kenntnisreicher Mann. Er starb
[in] Graz am 28. Juni 1910.

S:

Drei
[Er]zählungen, 1885. - Sommer und
[Wi]nter (R.); II, 1884. - Verfehlte
[Lie]be (Die Geschn. dreier Sonder-
[lin]ge, mitgeteilt), 1887.

[*]Arthu, Georg,

geboren 1889 in
[Kr]etscham-Rotensehma (Erzgebirge)
[als] Sohn eines Malers, zeigte schon
[in] seiner Jugend gleichfalls großes
[Zei]chentalent und wollte sich deshalb
[in] München zum Maler ausbilden.
[D]och wählte er schließlich den Buch-
[ha]ndel zu seinem Beruf, u. in diesem
[w]urde er bald zu schriftstellerischer
[T]ätigkeit angeregt, die ihm schon als
[Le]hrling in kurzer Zeit vier Preise
[ein]trug. Er lebt jetzt in Annaberg
[in] Sachsen, betrachtet aber auf Grund
[se]iner literarischen Erfolge den Buch-
[ha]ndel nur noch als Nebenberuf.

S:


[J]ürg Karsch und andere Leute aus
[de]m Walddorfe (Nn. u. Sk.), 1909.
[4.] T. 1910. - Was ich vor ihrem Fen-
[st]er sang (Ge.), 1909. 2. A. u. d. T.:
[J]ch hör ein fernes Klingen, 1910. -
[D]urch Dornen u. Disteln. Aus dem
[L]eben eines Glücksuchers (R.), 1911.

Artope, Theodor

(I, Seite 78).
S: Weihnachtsglanz (E.), 1905. 2. A.
[Spaltenumbruch]

Att
1909. - Das Geheimnis (Krim.-R.),
1911.

Asmussen, Georg

(I, S. 81), lebt
nach Aufgabe seiner Stellung eines
Oberingenieurs seit 1911 in Wester-
holz b. Langhallig (Kr. Flensburg) u.
redigiert die Zeitschrift zur Förderung
der Totalenthaltsamkeit "Deutscher
Gut-Templer".

S:

Auge um Auge,
Zahn um Zahn (N. a. verklungener
Zeit), 1909. - Der erste Einser (R.),
1910. - Streben und Stranden (Ge-
schn.), 1911. - Zur Wehr u. Lehr, zum
Schutz und Trutz im Feldzuge gegen
König Alkohol (Ge., gesamm.), 2. Bd.,
1911. - Die Rastlosen (R.), 1912.

Aßmann, Willi,

ist der wirkliche
Name des unter dem Pseud. Rudolf
Burghaller
schreibenden Autors;
s. d. Bd. I, S. 389 und im Nachtrag!

*Atlas, Martin,

geb. am 23. Fe-
bruar 1878 in Tasadfö (Komitat
Bihar, Ungarn) als Sohn eines Dorf-
regalienpächters, besuchte dort und
in Großwardein die Volksschule, da-
nach hier vier Gymnasialklassen und
die Handelsschule u. bezog nach deren
Absolvierung die königl. ungarische
Orientalische Handelsakademie in
Budapest. Jm Jahre 1898 wurde er
Beamter des ungarischen Handels-
museums und als solcher nach Kon-
stantinopel gesandt, von wo aus er
während sieben Jahre kürzere und
größere Reisen in alle Teile der Tür-
kei unternahm. Seit 1905 lebt er als
Vertreter des königl. ungar. Handels-
museums während der Wintermonate
in Kairo (Ägypten) und verbringt
den Sommer mit Reisen in Ungarn,
Deutschland und Frankreich. Mit
deutscher Sprache u. deutschem Geist
seit frühester Zeit vertraut, fühlt er
sich auch ganz als deutscher Schrift-
steller.

S:

Die Befreiung (Ein Zu-
kunftsroman), 1910.

*Attems, Sophie Gräfin,

geborne
Gräfin Hartig, wurde am 27. Fe-
bruar 1862 zu Retz in Niederöster-
reich geboren und vermählte sich am

* 9

[Spaltenumbruch]

Art
[viel]mehr die Gerichtslaufbahn ein
[und] beſchäftigte ſich in ſeiner freien
[Zei]t mit der Dichtkunſt. Nach kurzem
[Auf]enthalt in Hattingen, Altena und
[Boc]hum ließ er ſich ſchließlich in Eſſen
[als] Rechtskonſulent nieder u. ſtarb da-
[ſelb]ſt am 8. Juni 1895.

S:

Gereim-
[tes] u. Ungereimtes (Ge.), 1861 (Sv.).

[A]rtens, Viktor Ritter von,

pſeud.
[Ma]x Viktor, wurde am 2. Oktbr.
[185]7 in Ödenburg (Ungarn) geboren,
[ſtud]ierte in Graz die Rechte, wurde
[18]79 daſelbſt zum Dr. jur. promoviert
[und] eröffnete 1887 in Graz ſeine Ad-
[vok]aturkanzlei, wurde auch 1902 zum
[Ge]meinderat dieſer Stadt ernannt.
[Er] machte viele und große Reiſen
[dur]ch faſt ganz Europa und war ein
[fei]ngebildeter, ſprachkundiger u. auf
[lite]rariſchem Gebiet ein ungewöhn-
[lich] kenntnisreicher Mann. Er ſtarb
[in] Graz am 28. Juni 1910.

S:

Drei
[Er]zählungen, 1885. – Sommer und
[Wi]nter (R.); II, 1884. – Verfehlte
[Lie]be (Die Geſchn. dreier Sonder-
[lin]ge, mitgeteilt), 1887.

[*]Arthu, Georg,

geboren 1889 in
[Kr]etſcham-Rotenſehma (Erzgebirge)
[als] Sohn eines Malers, zeigte ſchon
[in] ſeiner Jugend gleichfalls großes
[Zei]chentalent und wollte ſich deshalb
[in] München zum Maler ausbilden.
[D]och wählte er ſchließlich den Buch-
[ha]ndel zu ſeinem Beruf, u. in dieſem
[w]urde er bald zu ſchriftſtelleriſcher
[T]ätigkeit angeregt, die ihm ſchon als
[Le]hrling in kurzer Zeit vier Preiſe
[ein]trug. Er lebt jetzt in Annaberg
[in] Sachſen, betrachtet aber auf Grund
[ſe]iner literariſchen Erfolge den Buch-
[ha]ndel nur noch als Nebenberuf.

S:


[J]ürg Karſch und andere Leute aus
[de]m Walddorfe (Nn. u. Sk.), 1909.
[4.] T. 1910. – Was ich vor ihrem Fen-
[ſt]er ſang (Ge.), 1909. 2. A. u. d. T.:
[J]ch hör ein fernes Klingen, 1910. –
[D]urch Dornen u. Diſteln. Aus dem
[L]eben eines Glückſuchers (R.), 1911.

Artopé, Theodor

(I, Seite 78).
S: Weihnachtsglanz (E.), 1905. 2. A.
[Spaltenumbruch]

Att
1909. – Das Geheimnis (Krim.-R.),
1911.

Asmusſen, Georg

(I, S. 81), lebt
nach Aufgabe ſeiner Stellung eines
Oberingenieurs ſeit 1911 in Weſter-
holz b. Langhallig (Kr. Flensburg) u.
redigiert die Zeitſchrift zur Förderung
der Totalenthaltſamkeit „Deutſcher
Gut-Templer“.

S:

Auge um Auge,
Zahn um Zahn (N. a. verklungener
Zeit), 1909. – Der erſte Einſer (R.),
1910. – Streben und Stranden (Ge-
ſchn.), 1911. – Zur Wehr u. Lehr, zum
Schutz und Trutz im Feldzuge gegen
König Alkohol (Ge., geſamm.), 2. Bd.,
1911. – Die Raſtloſen (R.), 1912.

Aßmann, Willi,

iſt der wirkliche
Name des unter dem Pſeud. Rudolf
Burghaller
ſchreibenden Autors;
ſ. d. Bd. I, S. 389 und im Nachtrag!

*Atlas, Martin,

geb. am 23. Fe-
bruar 1878 in Taſádfö (Komitat
Bihar, Ungarn) als Sohn eines Dorf-
regalienpächters, beſuchte dort und
in Großwardein die Volksſchule, da-
nach hier vier Gymnaſialklaſſen und
die Handelsſchule u. bezog nach deren
Abſolvierung die königl. ungariſche
Orientaliſche Handelsakademie in
Budapeſt. Jm Jahre 1898 wurde er
Beamter des ungariſchen Handels-
muſeums und als ſolcher nach Kon-
ſtantinopel geſandt, von wo aus er
während ſieben Jahre kürzere und
größere Reiſen in alle Teile der Tür-
kei unternahm. Seit 1905 lebt er als
Vertreter des königl. ungar. Handels-
muſeums während der Wintermonate
in Kairo (Ägypten) und verbringt
den Sommer mit Reiſen in Ungarn,
Deutſchland und Frankreich. Mit
deutſcher Sprache u. deutſchem Geiſt
ſeit früheſter Zeit vertraut, fühlt er
ſich auch ganz als deutſcher Schrift-
ſteller.

S:

Die Befreiung (Ein Zu-
kunftsroman), 1910.

*Attems, Sophie Gräfin,

geborne
Gräfin Hartig, wurde am 27. Fe-
bruar 1862 zu Retz in Niederöſter-
reich geboren und vermählte ſich am

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[129/0133] Art Att vielmehr die Gerichtslaufbahn ein und beſchäftigte ſich in ſeiner freien Zeit mit der Dichtkunſt. Nach kurzem Aufenthalt in Hattingen, Altena und Bochum ließ er ſich ſchließlich in Eſſen als Rechtskonſulent nieder u. ſtarb da- ſelbſt am 8. Juni 1895. S: Gereim- tes u. Ungereimtes (Ge.), 1861 (Sv.). Artens, Viktor Ritter von, pſeud. Max Viktor, wurde am 2. Oktbr. 1857 in Ödenburg (Ungarn) geboren, ſtudierte in Graz die Rechte, wurde 1879 daſelbſt zum Dr. jur. promoviert und eröffnete 1887 in Graz ſeine Ad- vokaturkanzlei, wurde auch 1902 zum Gemeinderat dieſer Stadt ernannt. Er machte viele und große Reiſen durch faſt ganz Europa und war ein feingebildeter, ſprachkundiger u. auf literariſchem Gebiet ein ungewöhn- lich kenntnisreicher Mann. Er ſtarb in Graz am 28. Juni 1910. S: Drei Erzählungen, 1885. – Sommer und Winter (R.); II, 1884. – Verfehlte Liebe (Die Geſchn. dreier Sonder- linge, mitgeteilt), 1887. *Arthu, Georg, geboren 1889 in Kretſcham-Rotenſehma (Erzgebirge) als Sohn eines Malers, zeigte ſchon in ſeiner Jugend gleichfalls großes Zeichentalent und wollte ſich deshalb in München zum Maler ausbilden. Doch wählte er ſchließlich den Buch- handel zu ſeinem Beruf, u. in dieſem wurde er bald zu ſchriftſtelleriſcher Tätigkeit angeregt, die ihm ſchon als Lehrling in kurzer Zeit vier Preiſe eintrug. Er lebt jetzt in Annaberg in Sachſen, betrachtet aber auf Grund ſeiner literariſchen Erfolge den Buch- handel nur noch als Nebenberuf. S: Jürg Karſch und andere Leute aus dem Walddorfe (Nn. u. Sk.), 1909. 4. T. 1910. – Was ich vor ihrem Fen- ſter ſang (Ge.), 1909. 2. A. u. d. T.: Jch hör ein fernes Klingen, 1910. – Durch Dornen u. Diſteln. Aus dem Leben eines Glückſuchers (R.), 1911. Artopé, Theodor (I, Seite 78). S: Weihnachtsglanz (E.), 1905. 2. A. 1909. – Das Geheimnis (Krim.-R.), 1911. Asmusſen, Georg (I, S. 81), lebt nach Aufgabe ſeiner Stellung eines Oberingenieurs ſeit 1911 in Weſter- holz b. Langhallig (Kr. Flensburg) u. redigiert die Zeitſchrift zur Förderung der Totalenthaltſamkeit „Deutſcher Gut-Templer“. S: Auge um Auge, Zahn um Zahn (N. a. verklungener Zeit), 1909. – Der erſte Einſer (R.), 1910. – Streben und Stranden (Ge- ſchn.), 1911. – Zur Wehr u. Lehr, zum Schutz und Trutz im Feldzuge gegen König Alkohol (Ge., geſamm.), 2. Bd., 1911. – Die Raſtloſen (R.), 1912. Aßmann, Willi, iſt der wirkliche Name des unter dem Pſeud. Rudolf Burghaller ſchreibenden Autors; ſ. d. Bd. I, S. 389 und im Nachtrag! *Atlas, Martin, geb. am 23. Fe- bruar 1878 in Taſádfö (Komitat Bihar, Ungarn) als Sohn eines Dorf- regalienpächters, beſuchte dort und in Großwardein die Volksſchule, da- nach hier vier Gymnaſialklaſſen und die Handelsſchule u. bezog nach deren Abſolvierung die königl. ungariſche Orientaliſche Handelsakademie in Budapeſt. Jm Jahre 1898 wurde er Beamter des ungariſchen Handels- muſeums und als ſolcher nach Kon- ſtantinopel geſandt, von wo aus er während ſieben Jahre kürzere und größere Reiſen in alle Teile der Tür- kei unternahm. Seit 1905 lebt er als Vertreter des königl. ungar. Handels- muſeums während der Wintermonate in Kairo (Ägypten) und verbringt den Sommer mit Reiſen in Ungarn, Deutſchland und Frankreich. Mit deutſcher Sprache u. deutſchem Geiſt ſeit früheſter Zeit vertraut, fühlt er ſich auch ganz als deutſcher Schrift- ſteller. S: Die Befreiung (Ein Zu- kunftsroman), 1910. *Attems, Sophie Gräfin, geborne Gräfin Hartig, wurde am 27. Fe- bruar 1862 zu Retz in Niederöſter- reich geboren und vermählte ſich am * 9

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 8. 6. Aufl. Leipzig, 1913. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon08_1913/133>, S. 129, abgerufen am 21.09.2017.