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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 8. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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als erster Charakterdarsteller außer-
ordentlichen Erfolg erzielte. Seit
dieser Zeit ist er an der Hofbühne in
München tätig, für die er als Hof-
schauspieler 1902 auf Lebenszeit ver-
pflichtet wurde.

S:

Epigramme,
1. Heft, 1868. - Epigramme, 1871. -
Streifzüge eines deutschen Komö-
dianten (Erlebnisse), 1878. - Ein
moderner Simplicissimus (Lustsp.),
1880. - Reisemomente und Erinne-
rungen, 1884. - Lessing in Kamenz
(Charakterbild), 1886. - Ungeschminkt
(Autobiogr. Sk.), 1890. - Benedikt
Broemel (Eine Lebensgesch.), 1895.
- Der Komödiant (Romant. Spiel),
1897. - Gedichte, 1902. - Ferien-
Träume (Ge.), 1904. - Die kleine
Residenz (Komödie), 1904.

Wohlmuth, Eugenie,

s. Euge-
nie Petrasch!

Wohlmuth, Leonhard,

geb. am
16. Dez. 1823 zu Hohenzell in Ober-
bayern, studierte in München Philo-
sophie, Philologie und Rechtswissen-
schaft, wandte sich aber seit 1846 der
Literatur zu und lebte längere Zeit
literarisch beschäftigt in der oberbaye-
rischen Stadt Landsberg am Lech.
Jm Frühjahr 1866 wurde er Lehrer
an der Bezirksschule zu Frick im Aar-
gau und 1870 Lehrer an der königl.
Kreisgewerbeschule zu Baireuth, wo
er im Juli 1889 starb.

S:

Gedichte,
1846. 5. Aufl. 1887. - Goethe in
Walhalla (Festsp.), 1849. - Blumen
des bayer. Hochlandes (Dn.), 1853.
- Der Kaiserdom zu Speier (G.),
1855. - Sternberg (Jd.), 1856. -
Dramatische Werke; III, 1856-1857
[Jnhalt: Mozart (Dr.). - Elisabeth
von Bayern (Tr.). - Die Zerstörung
von Jernsalem (Tr.)]. - Die letzten
Hohenstaufen (Dr. G.), 1863. - Änn-
chen von Tharau (Schsp.), 1864. -
Ein treuer Freund (Lsp.), 1868. -
Deutsche Treue (Dr. G.), 1869. -
Deutsche Lieder, 1871.

Wohlrab, Ernst Martin,

geb.
am 25. Oktober 1834 in Reichenbach
[Spaltenumbruch]

Woh
im Vogtlande, besuchte das Gymna-
sium in Plauen und studierte in Leip-
zig und Bonn vorwiegend klassische
und neuere Philologie. Nach Beendi-
gung seiner Studien und Erlangung
der Doktorwürde wurde er im Som-
mer 1858 Lehrer an dem Dr. Krause-
schen Jnstitut in Dresden, Michaelis
1861 Oberlehrer an der dortigen
Kreuzschule, Michaelis 1877 Professor
und Rektor des Gymnasiums in
Chemnitz und Ostern 1884 in gleicher
Eigenschaft an das Gymnasium in
Dresden-Neustadt berufen. Hier
wirkte er bis zum Herbst 1906, wo er
in den Ruhestand trat. Von seinen
literarischen Arbeiten sind besonders
herorzuheben die "Ästhetischen Er-
klärungen Shakespearescher Dramen
(Hamlet, 1901 -- Coriolan, 1902 --
Julius Cäsar, 1905), Goethescher
Dramen (Jphigenie, 1903) und So-
phokleischer Dramen (Antigone, 1903
- König Ödipus, 1904).

S:

Melusine
(Tr.), 1885.

*Wohlthat, Heinrich Gustav


Ferdinand, wurde am 23. Juni 1818
zu Halberstadt geboren, besuchte das
dortige Martineum (jetzt Realgym-
nasium) u. trat nach anderthalbjäh-
rigem Aufenthalt in der Prima 1834
in das dortige Lehrerseminar ein,
das er Ostern 1837 absolvierte. Er
wurde zunächst als Lehrer an der
Seminarschule in Halberstadt ver-
wendet, 1840 aber vom Direktor
Spilleke an die königl. Realschule zu
Berlin berufen, und hat er derselben
bis Ostern 1858 angehört. Jnzwi-
schen erwarb er auf dem Werderschen
Gymnasium das Maturitätszeugnis,
studierte 1846-49 an der Berliner
Universität Philologie und Geschichte
und bestand 1850 das Examen für
höhere Schulen; auch erwarb er sich
die Würde eines Dr. phil. Zu Ostern
1858 übernahm W. die Leitung einer
höheren Knabenschule in der St.
Petriparochie zu Berlin, der er bis
1885 vorstand. Er starb in Berlin

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Woh
als erſter Charakterdarſteller außer-
ordentlichen Erfolg erzielte. Seit
dieſer Zeit iſt er an der Hofbühne in
München tätig, für die er als Hof-
ſchauſpieler 1902 auf Lebenszeit ver-
pflichtet wurde.

S:

Epigramme,
1. Heft, 1868. – Epigramme, 1871. –
Streifzüge eines deutſchen Komö-
dianten (Erlebniſſe), 1878. – Ein
moderner Simpliciſſimus (Luſtſp.),
1880. – Reiſemomente und Erinne-
rungen, 1884. – Leſſing in Kamenz
(Charakterbild), 1886. – Ungeſchminkt
(Autobiogr. Sk.), 1890. – Benedikt
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1897. – Gedichte, 1902. – Ferien-
Träume (Ge.), 1904. – Die kleine
Reſidenz (Komödie), 1904.

Wohlmuth, Eugenie,

ſ. Euge-
nie Petraſch!

Wohlmuth, Leonhard,

geb. am
16. Dez. 1823 zu Hohenzell in Ober-
bayern, ſtudierte in München Philo-
ſophie, Philologie und Rechtswiſſen-
ſchaft, wandte ſich aber ſeit 1846 der
Literatur zu und lebte längere Zeit
literariſch beſchäftigt in der oberbaye-
riſchen Stadt Landsberg am Lech.
Jm Frühjahr 1866 wurde er Lehrer
an der Bezirksſchule zu Frick im Aar-
gau und 1870 Lehrer an der königl.
Kreisgewerbeſchule zu Baireuth, wo
er im Juli 1889 ſtarb.

S:

Gedichte,
1846. 5. Aufl. 1887. – Goethe in
Walhalla (Feſtſp.), 1849. – Blumen
des bayer. Hochlandes (Dn.), 1853.
– Der Kaiſerdom zu Speier (G.),
1855. – Sternberg (Jd.), 1856. –
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[Jnhalt: Mozart (Dr.). – Eliſabeth
von Bayern (Tr.). – Die Zerſtörung
von Jernſalem (Tr.)]. – Die letzten
Hohenſtaufen (Dr. G.), 1863. – Änn-
chen von Tharau (Schſp.), 1864. –
Ein treuer Freund (Lſp.), 1868. –
Deutſche Treue (Dr. G.), 1869. –
Deutſche Lieder, 1871.

Wohlrab, Ernſt Martin,

geb.
am 25. Oktober 1834 in Reichenbach
[Spaltenumbruch]

Woh
im Vogtlande, beſuchte das Gymna-
ſium in Plauen und ſtudierte in Leip-
zig und Bonn vorwiegend klaſſiſche
und neuere Philologie. Nach Beendi-
gung ſeiner Studien und Erlangung
der Doktorwürde wurde er im Som-
mer 1858 Lehrer an dem Dr. Krauſe-
ſchen Jnſtitut in Dresden, Michaelis
1861 Oberlehrer an der dortigen
Kreuzſchule, Michaelis 1877 Profeſſor
und Rektor des Gymnaſiums in
Chemnitz und Oſtern 1884 in gleicher
Eigenſchaft an das Gymnaſium in
Dresden-Neuſtadt berufen. Hier
wirkte er bis zum Herbſt 1906, wo er
in den Ruheſtand trat. Von ſeinen
literariſchen Arbeiten ſind beſonders
herorzuheben die „Äſthetiſchen Er-
klärungen Shakeſpeareſcher Dramen
(Hamlet, 1901 — Coriolan, 1902 —
Julius Cäſar, 1905), Goetheſcher
Dramen (Jphigenie, 1903) und So-
phokleiſcher Dramen (Antigone, 1903
– König Ödipus, 1904).

S:

Meluſine
(Tr.), 1885.

*Wohlthat, Heinrich Guſtav


Ferdinand, wurde am 23. Juni 1818
zu Halberſtadt geboren, beſuchte das
dortige Martineum (jetzt Realgym-
naſium) u. trat nach anderthalbjäh-
rigem Aufenthalt in der Prima 1834
in das dortige Lehrerſeminar ein,
das er Oſtern 1837 abſolvierte. Er
wurde zunächſt als Lehrer an der
Seminarſchule in Halberſtadt ver-
wendet, 1840 aber vom Direktor
Spilleke an die königl. Realſchule zu
Berlin berufen, und hat er derſelben
bis Oſtern 1858 angehört. Jnzwi-
ſchen erwarb er auf dem Werderſchen
Gymnaſium das Maturitätszeugnis,
ſtudierte 1846–49 an der Berliner
Univerſität Philologie und Geſchichte
und beſtand 1850 das Examen für
höhere Schulen; auch erwarb er ſich
die Würde eines Dr. phil. Zu Oſtern
1858 übernahm W. die Leitung einer
höheren Knabenſchule in der St.
Petriparochie zu Berlin, der er bis
1885 vorſtand. Er ſtarb in Berlin

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[13/0017] Woh Woh als erſter Charakterdarſteller außer- ordentlichen Erfolg erzielte. Seit dieſer Zeit iſt er an der Hofbühne in München tätig, für die er als Hof- ſchauſpieler 1902 auf Lebenszeit ver- pflichtet wurde. S: Epigramme, 1. Heft, 1868. – Epigramme, 1871. – Streifzüge eines deutſchen Komö- dianten (Erlebniſſe), 1878. – Ein moderner Simpliciſſimus (Luſtſp.), 1880. – Reiſemomente und Erinne- rungen, 1884. – Leſſing in Kamenz (Charakterbild), 1886. – Ungeſchminkt (Autobiogr. Sk.), 1890. – Benedikt Broemel (Eine Lebensgeſch.), 1895. – Der Komödiant (Romant. Spiel), 1897. – Gedichte, 1902. – Ferien- Träume (Ge.), 1904. – Die kleine Reſidenz (Komödie), 1904. Wohlmuth, Eugenie, ſ. Euge- nie Petraſch! Wohlmuth, Leonhard, geb. am 16. Dez. 1823 zu Hohenzell in Ober- bayern, ſtudierte in München Philo- ſophie, Philologie und Rechtswiſſen- ſchaft, wandte ſich aber ſeit 1846 der Literatur zu und lebte längere Zeit literariſch beſchäftigt in der oberbaye- riſchen Stadt Landsberg am Lech. Jm Frühjahr 1866 wurde er Lehrer an der Bezirksſchule zu Frick im Aar- gau und 1870 Lehrer an der königl. Kreisgewerbeſchule zu Baireuth, wo er im Juli 1889 ſtarb. S: Gedichte, 1846. 5. Aufl. 1887. – Goethe in Walhalla (Feſtſp.), 1849. – Blumen des bayer. Hochlandes (Dn.), 1853. – Der Kaiſerdom zu Speier (G.), 1855. – Sternberg (Jd.), 1856. – Dramatiſche Werke; III, 1856–1857 [Jnhalt: Mozart (Dr.). – Eliſabeth von Bayern (Tr.). – Die Zerſtörung von Jernſalem (Tr.)]. – Die letzten Hohenſtaufen (Dr. G.), 1863. – Änn- chen von Tharau (Schſp.), 1864. – Ein treuer Freund (Lſp.), 1868. – Deutſche Treue (Dr. G.), 1869. – Deutſche Lieder, 1871. Wohlrab, Ernſt Martin, geb. am 25. Oktober 1834 in Reichenbach im Vogtlande, beſuchte das Gymna- ſium in Plauen und ſtudierte in Leip- zig und Bonn vorwiegend klaſſiſche und neuere Philologie. Nach Beendi- gung ſeiner Studien und Erlangung der Doktorwürde wurde er im Som- mer 1858 Lehrer an dem Dr. Krauſe- ſchen Jnſtitut in Dresden, Michaelis 1861 Oberlehrer an der dortigen Kreuzſchule, Michaelis 1877 Profeſſor und Rektor des Gymnaſiums in Chemnitz und Oſtern 1884 in gleicher Eigenſchaft an das Gymnaſium in Dresden-Neuſtadt berufen. Hier wirkte er bis zum Herbſt 1906, wo er in den Ruheſtand trat. Von ſeinen literariſchen Arbeiten ſind beſonders herorzuheben die „Äſthetiſchen Er- klärungen Shakeſpeareſcher Dramen (Hamlet, 1901 — Coriolan, 1902 — Julius Cäſar, 1905), Goetheſcher Dramen (Jphigenie, 1903) und So- phokleiſcher Dramen (Antigone, 1903 – König Ödipus, 1904). S: Meluſine (Tr.), 1885. *Wohlthat, Heinrich Guſtav Ferdinand, wurde am 23. Juni 1818 zu Halberſtadt geboren, beſuchte das dortige Martineum (jetzt Realgym- naſium) u. trat nach anderthalbjäh- rigem Aufenthalt in der Prima 1834 in das dortige Lehrerſeminar ein, das er Oſtern 1837 abſolvierte. Er wurde zunächſt als Lehrer an der Seminarſchule in Halberſtadt ver- wendet, 1840 aber vom Direktor Spilleke an die königl. Realſchule zu Berlin berufen, und hat er derſelben bis Oſtern 1858 angehört. Jnzwi- ſchen erwarb er auf dem Werderſchen Gymnaſium das Maturitätszeugnis, ſtudierte 1846–49 an der Berliner Univerſität Philologie und Geſchichte und beſtand 1850 das Examen für höhere Schulen; auch erwarb er ſich die Würde eines Dr. phil. Zu Oſtern 1858 übernahm W. die Leitung einer höheren Knabenſchule in der St. Petriparochie zu Berlin, der er bis 1885 vorſtand. Er ſtarb in Berlin *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 8. 6. Aufl. Leipzig, 1913. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon08_1913/17>, S. 13, abgerufen am 23.09.2017.