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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 8. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Ern
Maler in Daubitz (Nordböhmen).

S:


Lindenblüte (Ge., in Vorbereitung).

Ernst, Fritz,

Pseud. für Fritz Ernst
Bettauer; s. d. im Nachtrag!

Ernst, Paul

(II, S. 158).

S:

Über
alle Narrheit Liebe (Lsp.), 1910. -
Ninon de Lenclos (Tr.), 1910. - Ge-
schichten aus dem alten Pitaval;
hrsg.; III, 1910. - Spielmannsge-
schichten; hrsg. 1910. - Der Onkel
aus Trebbin (P.), 1911. - Der Tod
des Cosimo (Dr.), 1912.

Ernst, Wenzel

(II, S. 159), starb
in Wien am 6. August 1910.

S:

Aus
vergangenen Jahrhunderten (En. a.
Deutschböhmens Gesch., hrsg. von
Hans R. Kreibich), 1911. - Vom
Hradschin nach Josephstadt und Mun-
kacs, 1912.

Ertl, Emil

(II, S. 159).

S:

Der
tote Punkt und anderes (En.), 1910.
- Nachdenkliches Bilderbuch (Ernste
und heitere Geschn.), 1910. 5. T.
1911. 2. Folge, 1913. - Auf der
Wegwacht (R.), 1.-5. T. 1911. - Der
Salto mortale und andere Geschich-
ten (eingel. von Professor Walheim),
1.-10. T. 1911. - Ein Volk an der
Arbeit (100 Jahre Deutsch-Österr.
im R.); III, 1912 (Jnhalt: I. Die
Leute vom blauen Guguckshaus. -
II. Freiheit, die ich meine. - III. Auf
der Wegwacht.)

Eschelbach, Hans

(II, S. 161).

S:

Maria Rex (R.), 1910. - Jhm
nach! (Christus-R.), 1911. - Lebens-
lieder (Neue G.), 1911. - Die Lum-
penlies. Der Kauert (2 Erzählgn.),
1911.

*Escuyer-Wittich, Karl Franz,


geb. am 19. September 1887 in Wien,
lebt daselbst als Verlagsredakteur.
Er gründete im Oktober 1907 die
Monatsschrift für Literatur u. Kunst,
"Die Quelle", die jetzt in Hannover
erscheint, und 1908 den "Verein
österreich. Schriftsteller und Journa-
listen", als dessen Vizepräsident er
tätig ist.

S:

Läuterung (Dn., mit
einem Vorwort von C. v. Chatelain),
[Spaltenumbruch]

Ess
1908. 3. A. 1909. - Stille Stimmen
(Ge., mit einem Vorwort von Hein-
rich von Schullern), 1909, 4. A. 1911.
- Vom innern Leben (Neue V.), 1910.
- Sündige Leut' (Einakter), 1912. -
Die Geschichte des kleinen Gottfried
Helmreich (R. eines Knaben), 1912.

Esselborn, Karl

(II, S. 164), ist
seit 1883 Professor an der Landes-
Baugewerkschule in Darmstadt.

S:


Die Veste Koburg (Schsp.), 1898. -
Franktireurs (Schsp.), 1910.

*Essen, Dorothea von,

geboren
am 7. September 1880, entstammt
einer uralten schwedischen Familie,
deren Chef z. Z. der Reichsmarschall
Freiherr von E. in Stockholm ist.
Unter dem Großvater unserer Dich-
terin verarmte diese Linie der Fa-
milie, und der Vater bediente sich
seitdem nicht mehr des Freiherrn-
titels. Dorothea verlebte eine äußerst
glückliche Kindheit. Jhr tief gemüt-
voller Vater und ihre hochbegabten
Brüder gewährten ihr Anregung und
Förderung in ihrer Bildung, beson-
ders trieb sie mit den Brüdern fremde
Sprachen (schwedisch, dänisch, fran-
zösisch, englisch, lateinisch, selbst
Sanskrit), und als sie mit 14 Jahren
die Schule verlassen mußte, um an
Stelle ihrer erkrankten Mutter den
Haushalt zu führen, hatte sie sich
einen Schatz von Kenntnissen ange-
eignet, der es ihr, nach der Genesung
der Mutter, ermöglichte, mit 18 Jah-
ren das Lehrerinnenseminar zu be-
suchen. Nach Absolvierung desselben
wurde sie Lehrerin an der mittleren
Schule in Witzenhausen a. d. Werra;
später studierte sie eine Zeitlang in
Paris, wo sie auch das Examen
superieur
ablegte, und ist jetzt als
wissenschaftliche Lehrerin an der
Amalienschule in Kassel tätig. Vater
und Geschwister, mit denen sie in der
Jugend wunderschöne Reisen machen
durfte, hat ihr der Tod genommen,
und nur die Mutter ist ihr geblieben,
deren Tage zu verschönern ihr eine

*

[Spaltenumbruch]

Ern
Maler in Daubitz (Nordböhmen).

S:


Lindenblüte (Ge., in Vorbereitung).

Ernſt, Fritz,

Pſeud. für Fritz Ernſt
Bettauer; ſ. d. im Nachtrag!

Ernſt, Paul

(II, S. 158).

S:

Über
alle Narrheit Liebe (Lſp.), 1910. –
Ninon de Lenclos (Tr.), 1910. – Ge-
ſchichten aus dem alten Pitaval;
hrsg.; III, 1910. – Spielmannsge-
ſchichten; hrsg. 1910. – Der Onkel
aus Trebbin (P.), 1911. – Der Tod
des Coſimo (Dr.), 1912.

Ernſt, Wenzel

(II, S. 159), ſtarb
in Wien am 6. Auguſt 1910.

S:

Aus
vergangenen Jahrhunderten (En. a.
Deutſchböhmens Geſch., hrsg. von
Hans R. Kreibich), 1911. – Vom
Hradſchin nach Joſephſtadt und Mun-
kács, 1912.

Ertl, Emil

(II, S. 159).

S:

Der
tote Punkt und anderes (En.), 1910.
– Nachdenkliches Bilderbuch (Ernſte
und heitere Geſchn.), 1910. 5. T.
1911. 2. Folge, 1913. – Auf der
Wegwacht (R.), 1.–5. T. 1911. – Der
Salto mortale und andere Geſchich-
ten (eingel. von Profeſſor Walheim),
1.–10. T. 1911. – Ein Volk an der
Arbeit (100 Jahre Deutſch-Öſterr.
im R.); III, 1912 (Jnhalt: I. Die
Leute vom blauen Guguckshaus. –
II. Freiheit, die ich meine. – III. Auf
der Wegwacht.)

Eſchelbach, Hans

(II, S. 161).

S:

Maria Rex (R.), 1910. – Jhm
nach! (Chriſtus-R.), 1911. – Lebens-
lieder (Neue G.), 1911. – Die Lum-
penlies. Der Kauert (2 Erzählgn.),
1911.

*Escuyer-Wittich, Karl Franz,


geb. am 19. September 1887 in Wien,
lebt daſelbſt als Verlagsredakteur.
Er gründete im Oktober 1907 die
Monatsſchrift für Literatur u. Kunſt,
„Die Quelle“, die jetzt in Hannover
erſcheint, und 1908 den „Verein
öſterreich. Schriftſteller und Journa-
liſten“, als deſſen Vizepräſident er
tätig iſt.

S:

Läuterung (Dn., mit
einem Vorwort von C. v. Chatelain),
[Spaltenumbruch]

Eſſ
1908. 3. A. 1909. – Stille Stimmen
(Ge., mit einem Vorwort von Hein-
rich von Schullern), 1909, 4. A. 1911.
– Vom innern Leben (Neue V.), 1910.
– Sündige Leut’ (Einakter), 1912. –
Die Geſchichte des kleinen Gottfried
Helmreich (R. eines Knaben), 1912.

Eſſelborn, Karl

(II, S. 164), iſt
ſeit 1883 Profeſſor an der Landes-
Baugewerkſchule in Darmſtadt.

S:


Die Veſte Koburg (Schſp.), 1898. –
Franktireurs (Schſp.), 1910.

*Eſſen, Dorothea von,

geboren
am 7. September 1880, entſtammt
einer uralten ſchwediſchen Familie,
deren Chef z. Z. der Reichsmarſchall
Freiherr von E. in Stockholm iſt.
Unter dem Großvater unſerer Dich-
terin verarmte dieſe Linie der Fa-
milie, und der Vater bediente ſich
ſeitdem nicht mehr des Freiherrn-
titels. Dorothea verlebte eine äußerſt
glückliche Kindheit. Jhr tief gemüt-
voller Vater und ihre hochbegabten
Brüder gewährten ihr Anregung und
Förderung in ihrer Bildung, beſon-
ders trieb ſie mit den Brüdern fremde
Sprachen (ſchwediſch, däniſch, fran-
zöſiſch, engliſch, lateiniſch, ſelbſt
Sanskrit), und als ſie mit 14 Jahren
die Schule verlaſſen mußte, um an
Stelle ihrer erkrankten Mutter den
Haushalt zu führen, hatte ſie ſich
einen Schatz von Kenntniſſen ange-
eignet, der es ihr, nach der Geneſung
der Mutter, ermöglichte, mit 18 Jah-
ren das Lehrerinnenſeminar zu be-
ſuchen. Nach Abſolvierung desſelben
wurde ſie Lehrerin an der mittleren
Schule in Witzenhauſen a. d. Werra;
ſpäter ſtudierte ſie eine Zeitlang in
Paris, wo ſie auch das Examen
supérieur
ablegte, und iſt jetzt als
wiſſenſchaftliche Lehrerin an der
Amalienſchule in Kaſſel tätig. Vater
und Geſchwiſter, mit denen ſie in der
Jugend wunderſchöne Reiſen machen
durfte, hat ihr der Tod genommen,
und nur die Mutter iſt ihr geblieben,
deren Tage zu verſchönern ihr eine

*
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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 8. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 183. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon08_1913/187>, abgerufen am 19.03.2019.