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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 8. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Hei
[li]n-Friedenau lebt, wo ihr Gatte
[1]906-09 den Verlag der "Literari-
[s]chen Praxis" leitete.

S:

Die Ehe
[d]es George Ashton (Aus dem Engl.
[d]es G. S. Street), 1909. - Künstler-
[e]hen (R.), 1911.

Heim, Ludwig

(III, S. 126).

S:


Empfindungen (Ge.), 1911.

Heimann, Moritz

(III, S. 127).

S:

Der Feind u. der Bruder (Trag.),
1911.

Heimbach, Hans,

Pseud. f. Ar-
thur Richter;
s. d.!

Heine, Gerhard

(III, S. 129), ist
seit Ostern 1911 Leiter des Nordsee-
Pädagogiums auf der Jnsel Föhr.

S:

Die neuere deutsche Dichtung im
Wandel der Weltanschauung, 1911.

Heine, Hermann

(III, S. 130),
hat in den letzten Jahren seines Le-
bens seinen Wohnsitz wieder in Des-
sau genommen u. ist hier am 10. Mai
1905 gestorben. Er verfaßte noch die

S:

Drei Tage in Jerusalem (Jn drei
Bildern, f. Jünglingsvereine), 1891.
- Der Erbe (Szene im Gerichtssaal),
1893. - Es ist noch Raum da (Kirch-
liches Festspiel), 1893.

Heinemann, Hermann Olaf

(III,
S. 132), hat jetzt (1911) seinen Wohn-
sitz in Berlin.

S:

Von Dichtern, Ju-
risten und kleinen Mädchen (Geschn.
a. d. Berliner Quartier latin), 1911.

Heinrich, Hermann

(III, S. 132).

S:

Hans Lange von Danzig (E. aus
Deutschlands Vergangenheit), 1911.

Heinroth, Elisabeth

(III, S. 134).

S:

Das Schloß am Meer (R.), 1910.
- Jenseit der Mauer (R.); II, 1912.
- Leben, ich grüße dich! (R.), 1912.

*Held, Hans Ludwig,

geboren am
1. August 1885 zu Neuburg an der
Donau (Bayern) als Sohn eines klei-
nen Beamten, kam mit diesem 1894
nach München, wo er das Gymnasium
besuchte. Sehr früh regte sich in ihm
neben seinem besonders dem religiö-
sen Leben zustrebenden Sinne die
poetische Ader. Jm Jahre 1903 trat
er in ein österreich. Benediktinerklo-
[Spaltenumbruch]

Hel
ster, das er aber schon 1904 mit dem
damals in Blüte stehenden Kabarett
vertauschte, für welches er eine Reihe
von Balladen, Chansons und Volks-
liedern dichtete. Aber mit dem Ab-
sterben des wirklich künstlerischen
Kabaretts erlosch auch seine Begeiste-
rung für dasselbe, und er trat in den
städtischen Verwaltungsdienst Mün-
chens, aus dem er 1908 als Vorstand
der Kanzlei zum Gewerbe- u. Kauf-
mannsgericht u. Einigungsamt über-
ging. Seit 1911 lebt er als freier
Schriftsteller in München. Außer
dem religions-philosophischen Werke
"Buddha. Sein Evangelium u. seine
Auslegung" (II, 1911) veröffentlichte
er

S:

Dämmerstunden (Ge.), 1906. -
Jakobus (R.), 1907. - Salome (Ein
Mysterium), 1907. - Maria Fried
(R. a. der Holledau), 1910. - Tamar
(Trag.), 1911.

Heller, Leo

(III, S. 145).

S:


Neue Lieder, 1909. - Traumland
(Ge.), 1910.

*Helmer, Franz Alfons,

wurde
am 2. August 1876 zu Quabl in Ost-
tirol von einer Kleinhäuslerstochter
geboren. Schon seine Kindheit war
ungeheuer reich an Leiden und Ent-
behrungen aller Art. Mißhandlungen
u. schlechte Ernährung im elterlichen
Hause machten den Knaben so ver-
schüchtert und körperlich so schwach,
daß er sich nicht gegen die Bosheit
auch anderer Menschen zu wehren
wagte. Jn den Dorfschulen zeichnete
er sich durch besondere Geistesgaben
aus, so daß seine Lehrer es versuch-
ten, ihn auf höhere Schulen zu schik-
ken. Allein die mißgünstigen Eltern
widersprachen dem, und so kam H.
nach Verlassen der Volksschule zu
einem Schuhmacher in die Lehre,
einem Trunkenbolde, dessen Mißhand-
lungen er schließlich entfloh. Er wur-
de Bauernknecht und Senne, u. nun
trat in seinem Leben insofern eine
günstige Wendung ein, als er infolge
kräftiger u. gesunder Nahrung sich zu

*

[Spaltenumbruch]

Hei
[li]n-Friedenau lebt, wo ihr Gatte
[1]906–09 den Verlag der „Literari-
[ſ]chen Praxis“ leitete.

S:

Die Ehe
[d]es George Aſhton (Aus dem Engl.
[d]es G. S. Street), 1909. – Künſtler-
[e]hen (R.), 1911.

Heim, Ludwig

(III, S. 126).

S:


Empfindungen (Ge.), 1911.

Heimann, Moritz

(III, S. 127).

S:

Der Feind u. der Bruder (Trag.),
1911.

Heimbach, Hans,

Pſeud. f. Ar-
thur Richter;
ſ. d.!

Heine, Gerhard

(III, S. 129), iſt
ſeit Oſtern 1911 Leiter des Nordſee-
Pädagogiums auf der Jnſel Föhr.

S:

Die neuere deutſche Dichtung im
Wandel der Weltanſchauung, 1911.

Heine, Hermann

(III, S. 130),
hat in den letzten Jahren ſeines Le-
bens ſeinen Wohnſitz wieder in Deſ-
ſau genommen u. iſt hier am 10. Mai
1905 geſtorben. Er verfaßte noch die

S:

Drei Tage in Jeruſalem (Jn drei
Bildern, f. Jünglingsvereine), 1891.
– Der Erbe (Szene im Gerichtsſaal),
1893. – Es iſt noch Raum da (Kirch-
liches Feſtſpiel), 1893.

Heinemann, Hermann Olaf

(III,
S. 132), hat jetzt (1911) ſeinen Wohn-
ſitz in Berlin.

S:

Von Dichtern, Ju-
riſten und kleinen Mädchen (Geſchn.
a. d. Berliner Quartier latin), 1911.

Heinrich, Hermann

(III, S. 132).

S:

Hans Lange von Danzig (E. aus
Deutſchlands Vergangenheit), 1911.

Heinroth, Eliſabeth

(III, S. 134).

S:

Das Schloß am Meer (R.), 1910.
– Jenſeit der Mauer (R.); II, 1912.
– Leben, ich grüße dich! (R.), 1912.

*Held, Hans Ludwig,

geboren am
1. Auguſt 1885 zu Neuburg an der
Donau (Bayern) als Sohn eines klei-
nen Beamten, kam mit dieſem 1894
nach München, wo er das Gymnaſium
beſuchte. Sehr früh regte ſich in ihm
neben ſeinem beſonders dem religiö-
ſen Leben zuſtrebenden Sinne die
poetiſche Ader. Jm Jahre 1903 trat
er in ein öſterreich. Benediktinerklo-
[Spaltenumbruch]

Hel
ſter, das er aber ſchon 1904 mit dem
damals in Blüte ſtehenden Kabarett
vertauſchte, für welches er eine Reihe
von Balladen, Chanſons und Volks-
liedern dichtete. Aber mit dem Ab-
ſterben des wirklich künſtleriſchen
Kabaretts erloſch auch ſeine Begeiſte-
rung für dasſelbe, und er trat in den
ſtädtiſchen Verwaltungsdienſt Mün-
chens, aus dem er 1908 als Vorſtand
der Kanzlei zum Gewerbe- u. Kauf-
mannsgericht u. Einigungsamt über-
ging. Seit 1911 lebt er als freier
Schriftſteller in München. Außer
dem religions-philoſophiſchen Werke
„Buddha. Sein Evangelium u. ſeine
Auslegung“ (II, 1911) veröffentlichte
er

S:

Dämmerſtunden (Ge.), 1906. –
Jakobus (R.), 1907. – Salome (Ein
Myſterium), 1907. – Maria Fried
(R. a. der Holledau), 1910. – Tamar
(Trag.), 1911.

Heller, Leo

(III, S. 145).

S:


Neue Lieder, 1909. – Traumland
(Ge.), 1910.

*Helmer, Franz Alfons,

wurde
am 2. Auguſt 1876 zu Quabl in Oſt-
tirol von einer Kleinhäuslerstochter
geboren. Schon ſeine Kindheit war
ungeheuer reich an Leiden und Ent-
behrungen aller Art. Mißhandlungen
u. ſchlechte Ernährung im elterlichen
Hauſe machten den Knaben ſo ver-
ſchüchtert und körperlich ſo ſchwach,
daß er ſich nicht gegen die Bosheit
auch anderer Menſchen zu wehren
wagte. Jn den Dorfſchulen zeichnete
er ſich durch beſondere Geiſtesgaben
aus, ſo daß ſeine Lehrer es verſuch-
ten, ihn auf höhere Schulen zu ſchik-
ken. Allein die mißgünſtigen Eltern
widerſprachen dem, und ſo kam H.
nach Verlaſſen der Volksſchule zu
einem Schuhmacher in die Lehre,
einem Trunkenbolde, deſſen Mißhand-
lungen er ſchließlich entfloh. Er wur-
de Bauernknecht und Senne, u. nun
trat in ſeinem Leben inſofern eine
günſtige Wendung ein, als er infolge
kräftiger u. geſunder Nahrung ſich zu

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[215/0219] Hei Hel lin-Friedenau lebt, wo ihr Gatte 1906–09 den Verlag der „Literari- ſchen Praxis“ leitete. S: Die Ehe des George Aſhton (Aus dem Engl. des G. S. Street), 1909. – Künſtler- ehen (R.), 1911. Heim, Ludwig (III, S. 126). S: Empfindungen (Ge.), 1911. Heimann, Moritz (III, S. 127). S: Der Feind u. der Bruder (Trag.), 1911. Heimbach, Hans, Pſeud. f. Ar- thur Richter; ſ. d.! Heine, Gerhard (III, S. 129), iſt ſeit Oſtern 1911 Leiter des Nordſee- Pädagogiums auf der Jnſel Föhr. S: Die neuere deutſche Dichtung im Wandel der Weltanſchauung, 1911. Heine, Hermann (III, S. 130), hat in den letzten Jahren ſeines Le- bens ſeinen Wohnſitz wieder in Deſ- ſau genommen u. iſt hier am 10. Mai 1905 geſtorben. Er verfaßte noch die S: Drei Tage in Jeruſalem (Jn drei Bildern, f. Jünglingsvereine), 1891. – Der Erbe (Szene im Gerichtsſaal), 1893. – Es iſt noch Raum da (Kirch- liches Feſtſpiel), 1893. Heinemann, Hermann Olaf (III, S. 132), hat jetzt (1911) ſeinen Wohn- ſitz in Berlin. S: Von Dichtern, Ju- riſten und kleinen Mädchen (Geſchn. a. d. Berliner Quartier latin), 1911. Heinrich, Hermann (III, S. 132). S: Hans Lange von Danzig (E. aus Deutſchlands Vergangenheit), 1911. Heinroth, Eliſabeth (III, S. 134). S: Das Schloß am Meer (R.), 1910. – Jenſeit der Mauer (R.); II, 1912. – Leben, ich grüße dich! (R.), 1912. *Held, Hans Ludwig, geboren am 1. Auguſt 1885 zu Neuburg an der Donau (Bayern) als Sohn eines klei- nen Beamten, kam mit dieſem 1894 nach München, wo er das Gymnaſium beſuchte. Sehr früh regte ſich in ihm neben ſeinem beſonders dem religiö- ſen Leben zuſtrebenden Sinne die poetiſche Ader. Jm Jahre 1903 trat er in ein öſterreich. Benediktinerklo- ſter, das er aber ſchon 1904 mit dem damals in Blüte ſtehenden Kabarett vertauſchte, für welches er eine Reihe von Balladen, Chanſons und Volks- liedern dichtete. Aber mit dem Ab- ſterben des wirklich künſtleriſchen Kabaretts erloſch auch ſeine Begeiſte- rung für dasſelbe, und er trat in den ſtädtiſchen Verwaltungsdienſt Mün- chens, aus dem er 1908 als Vorſtand der Kanzlei zum Gewerbe- u. Kauf- mannsgericht u. Einigungsamt über- ging. Seit 1911 lebt er als freier Schriftſteller in München. Außer dem religions-philoſophiſchen Werke „Buddha. Sein Evangelium u. ſeine Auslegung“ (II, 1911) veröffentlichte er S: Dämmerſtunden (Ge.), 1906. – Jakobus (R.), 1907. – Salome (Ein Myſterium), 1907. – Maria Fried (R. a. der Holledau), 1910. – Tamar (Trag.), 1911. Heller, Leo (III, S. 145). S: Neue Lieder, 1909. – Traumland (Ge.), 1910. *Helmer, Franz Alfons, wurde am 2. Auguſt 1876 zu Quabl in Oſt- tirol von einer Kleinhäuslerstochter geboren. Schon ſeine Kindheit war ungeheuer reich an Leiden und Ent- behrungen aller Art. Mißhandlungen u. ſchlechte Ernährung im elterlichen Hauſe machten den Knaben ſo ver- ſchüchtert und körperlich ſo ſchwach, daß er ſich nicht gegen die Bosheit auch anderer Menſchen zu wehren wagte. Jn den Dorfſchulen zeichnete er ſich durch beſondere Geiſtesgaben aus, ſo daß ſeine Lehrer es verſuch- ten, ihn auf höhere Schulen zu ſchik- ken. Allein die mißgünſtigen Eltern widerſprachen dem, und ſo kam H. nach Verlaſſen der Volksſchule zu einem Schuhmacher in die Lehre, einem Trunkenbolde, deſſen Mißhand- lungen er ſchließlich entfloh. Er wur- de Bauernknecht und Senne, u. nun trat in ſeinem Leben inſofern eine günſtige Wendung ein, als er infolge kräftiger u. geſunder Nahrung ſich zu *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 8. 6. Aufl. Leipzig, 1913. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon08_1913/219>, S. 215, abgerufen am 21.09.2017.