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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 8. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Mül
hä et hät (Lsp.), 1912. - Der Land-
streicher (Lsp.), 1912. - Kabale und
Liebe, oder: Der abgerissene Knopf
(Dr.), 1912. - Der Bauer als Exa-
minator (Spiel), 1912.

Müllern, Elisabeth von

(V, S. 80).

S:

Jch finde den Weg (R.), 1911. -
Seines Bruders Frau (R.), 1912. -
Jm Kampf ums "Jch" (R.), 1912.

Münch, Wilhelm

(V, S. 80), gab
im Herbst 1911 seine Lehrtätigkeit an
der Universität auf und starb in Ber-
lin am 25. März 1912.

S:

Der
Schneider von Breslau und andere
Geschichten, 1912.

Münchhausen, Börries Frhr. v.


(V, S. 82).

S:

Das Herz im Har-
nisch (Neue Bn. u. Lr.), 1911.

Münter, Ferdinand

(V, S. 87),
schreibt neuerdings auch unter dem
Pseudonym F. M. Horand.

S:


Cilly (Dr.), 1911. - Gedichte (Ausw,
a. d. J. 1900-06), 1911. - Alte Schuld
(Dr.), 1911. - Henning Strobart,
Stadthauptmann von Halle (Dr.),
1912. - Cesare Monti, Feldhaupt-
mann von Savona (Dr.), 1912.

Münz, Sigmund

(V, S. 88).

S:


Von Bismarck bis Bülow (Erinne-
rungen und Begegn. an der Wende
zweier Jahrh.), 1912. - Balkan-
Herrscher und Staatsmänner (desgl.),
1912. - Österreich (Profile und Re-
minißenzen), 1912.

Münzer, Kurt

(V, S. 89).

S:


Mein erster Hund (Eine Gesch. von
Ares und Eros), 1912.

Nalli, Agathe

(V, S. 99).

S:

Aus
ferner Zeit (Jugend-Lr. einer alten
Berlinerin), 1912.

Nann, Josefa

(V, S. 99), lebt in
Heidenhofen bei Donaueschingen.

Nassauer, Max

(V, S. 101).

S:


Sterben ... ich bitte darum! (R.),
1911.

Nast, Klara

(V, S. 101).

S:

An-
nus Jussas und andere Erzählungen,
1912.

Nathusius, Annemarie von

(V,
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Nen
S. 102).

S:

Die Reise nach Baden
(E.), 1912.

Neidhardt von Gneisenau

(V,
S. 109), schreibt auch u. d. N.: Gnei-
senau-Bonin.

S:

Requiem. Die
letzte Aventiure des Herzogs Kind-
heart Gant, 1911.

*Nentwich, Max,

geboren am 15.
März 1868 zu Münsterberg in Schle-
sien als Sohn eines mit Kindern ge-
segneten Handwerkers, besuchte die
dortige Volksschule und vom 11. bis
14. Jahre die sogenannte Präfekten-
schule, eine Vorbereitungsanstalt für
das Gymnasium, konnte aber seinen
Wunsch, studieren zu dürfen, bei der
Mittellosigkeit seiner Eltern nicht er-
füllt sehen u. wurde nun Buchdrucker.
Er hat in diesem Berufe jede freie
Zeit und jede Gelegenheit benutzt,
durch Selbststudium seine Bildung zu
erweitern. Nachdem er seine Lehrzeit
in Schweidnitz beendet, ging er auf
die Wanderschaft und kam bald nach
Berlin, wo er ein Drama schrieb, das
ihm das Jnteresse des bekannten
Chefredakteurs Philipp Stein ge-
wann, der nun sein Studium in be-
stimmte Bahnen lenkte, damit er sich
zur Schriftstellerei hindurchringen
konnte. Jahre verstrichen, in denen
er nach seiner Arbeit in der Drucke-
rei nach 5 Uhr nachmittags in die
Universität, um 8 Uhr in die Hum-
boldt-Akademie eilte, um dann noch
einige Nachtstunden den Studien zu
widmen oder als Schriftsteller tätig
zu sein. Um die Welt kennen zu ler-
nen, besuchte er die Schweiz u. Frank-
reich, arbeitete drei Monate in Paris
und ebensolange in Genf und eignete
sich dabei die Kenntnis und den Ge-
brauch der französischen Sprache an.
Zwei weitere Reisen führten ihn nach
dem Norden, wo er auch in seinem
Berufe tätig war, eine weitere nach
Wien, Budapest, Fiume und Jtalien
und die letzte nach Jtalien, Tunesien,
Algerien, Südfrankreich usw. Jn
den Jahren 1906-09 versah N. eine

*

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Mül
hä et hät (Lſp.), 1912. – Der Land-
ſtreicher (Lſp.), 1912. – Kabale und
Liebe, oder: Der abgeriſſene Knopf
(Dr.), 1912. – Der Bauer als Exa-
minator (Spiel), 1912.

Müllern, Eliſabeth von

(V, S. 80).

S:

Jch finde den Weg (R.), 1911. –
Seines Bruders Frau (R.), 1912. –
Jm Kampf ums „Jch“ (R.), 1912.

Münch, Wilhelm

(V, S. 80), gab
im Herbſt 1911 ſeine Lehrtätigkeit an
der Univerſität auf und ſtarb in Ber-
lin am 25. März 1912.

S:

Der
Schneider von Breslau und andere
Geſchichten, 1912.

Münchhauſen, Börries Frhr. v.


(V, S. 82).

S:

Das Herz im Har-
niſch (Neue Bn. u. Lr.), 1911.

Münter, Ferdinand

(V, S. 87),
ſchreibt neuerdings auch unter dem
Pſeudonym F. M. Horand.

S:


Cilly (Dr.), 1911. – Gedichte (Ausw,
a. d. J. 1900–06), 1911. – Alte Schuld
(Dr.), 1911. – Henning Strobart,
Stadthauptmann von Halle (Dr.),
1912. – Ceſare Monti, Feldhaupt-
mann von Savona (Dr.), 1912.

Münz, Sigmund

(V, S. 88).

S:


Von Bismarck bis Bülow (Erinne-
rungen und Begegn. an der Wende
zweier Jahrh.), 1912. – Balkan-
Herrſcher und Staatsmänner (desgl.),
1912. – Öſterreich (Profile und Re-
miniſzenzen), 1912.

Münzer, Kurt

(V, S. 89).

S:


Mein erſter Hund (Eine Geſch. von
Ares und Eros), 1912.

Nalli, Agathe

(V, S. 99).

S:

Aus
ferner Zeit (Jugend-Lr. einer alten
Berlinerin), 1912.

Nann, Joſefa

(V, S. 99), lebt in
Heidenhofen bei Donaueſchingen.

Naſſauer, Max

(V, S. 101).

S:


Sterben ... ich bitte darum! (R.),
1911.

Naſt, Klara

(V, S. 101).

S:

An-
nus Juſſas und andere Erzählungen,
1912.

Nathuſius, Annemarie von

(V,
[Spaltenumbruch]

Nen
S. 102).

S:

Die Reiſe nach Baden
(E.), 1912.

Neidhardt von Gneiſenau

(V,
S. 109), ſchreibt auch u. d. N.: Gnei-
ſenau-Bonin.

S:

Requiem. Die
letzte Aventiure des Herzogs Kind-
heart Gant, 1911.

*Nentwich, Max,

geboren am 15.
März 1868 zu Münſterberg in Schle-
ſien als Sohn eines mit Kindern ge-
ſegneten Handwerkers, beſuchte die
dortige Volksſchule und vom 11. bis
14. Jahre die ſogenannte Präfekten-
ſchule, eine Vorbereitungsanſtalt für
das Gymnaſium, konnte aber ſeinen
Wunſch, ſtudieren zu dürfen, bei der
Mittelloſigkeit ſeiner Eltern nicht er-
füllt ſehen u. wurde nun Buchdrucker.
Er hat in dieſem Berufe jede freie
Zeit und jede Gelegenheit benutzt,
durch Selbſtſtudium ſeine Bildung zu
erweitern. Nachdem er ſeine Lehrzeit
in Schweidnitz beendet, ging er auf
die Wanderſchaft und kam bald nach
Berlin, wo er ein Drama ſchrieb, das
ihm das Jntereſſe des bekannten
Chefredakteurs Philipp Stein ge-
wann, der nun ſein Studium in be-
ſtimmte Bahnen lenkte, damit er ſich
zur Schriftſtellerei hindurchringen
konnte. Jahre verſtrichen, in denen
er nach ſeiner Arbeit in der Drucke-
rei nach 5 Uhr nachmittags in die
Univerſität, um 8 Uhr in die Hum-
boldt-Akademie eilte, um dann noch
einige Nachtſtunden den Studien zu
widmen oder als Schriftſteller tätig
zu ſein. Um die Welt kennen zu ler-
nen, beſuchte er die Schweiz u. Frank-
reich, arbeitete drei Monate in Paris
und ebenſolange in Genf und eignete
ſich dabei die Kenntnis und den Ge-
brauch der franzöſiſchen Sprache an.
Zwei weitere Reiſen führten ihn nach
dem Norden, wo er auch in ſeinem
Berufe tätig war, eine weitere nach
Wien, Budapeſt, Fiume und Jtalien
und die letzte nach Jtalien, Tuneſien,
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[252/0256] Mül Nen hä et hät (Lſp.), 1912. – Der Land- ſtreicher (Lſp.), 1912. – Kabale und Liebe, oder: Der abgeriſſene Knopf (Dr.), 1912. – Der Bauer als Exa- minator (Spiel), 1912. Müllern, Eliſabeth von (V, S. 80). S: Jch finde den Weg (R.), 1911. – Seines Bruders Frau (R.), 1912. – Jm Kampf ums „Jch“ (R.), 1912. Münch, Wilhelm (V, S. 80), gab im Herbſt 1911 ſeine Lehrtätigkeit an der Univerſität auf und ſtarb in Ber- lin am 25. März 1912. S: Der Schneider von Breslau und andere Geſchichten, 1912. Münchhauſen, Börries Frhr. v. (V, S. 82). S: Das Herz im Har- niſch (Neue Bn. u. Lr.), 1911. Münter, Ferdinand (V, S. 87), ſchreibt neuerdings auch unter dem Pſeudonym F. M. Horand. S: Cilly (Dr.), 1911. – Gedichte (Ausw, a. d. J. 1900–06), 1911. – Alte Schuld (Dr.), 1911. – Henning Strobart, Stadthauptmann von Halle (Dr.), 1912. – Ceſare Monti, Feldhaupt- mann von Savona (Dr.), 1912. Münz, Sigmund (V, S. 88). S: Von Bismarck bis Bülow (Erinne- rungen und Begegn. an der Wende zweier Jahrh.), 1912. – Balkan- Herrſcher und Staatsmänner (desgl.), 1912. – Öſterreich (Profile und Re- miniſzenzen), 1912. Münzer, Kurt (V, S. 89). S: Mein erſter Hund (Eine Geſch. von Ares und Eros), 1912. Nalli, Agathe (V, S. 99). S: Aus ferner Zeit (Jugend-Lr. einer alten Berlinerin), 1912. Nann, Joſefa (V, S. 99), lebt in Heidenhofen bei Donaueſchingen. Naſſauer, Max (V, S. 101). S: Sterben ... ich bitte darum! (R.), 1911. Naſt, Klara (V, S. 101). S: An- nus Juſſas und andere Erzählungen, 1912. Nathuſius, Annemarie von (V, S. 102). S: Die Reiſe nach Baden (E.), 1912. Neidhardt von Gneiſenau (V, S. 109), ſchreibt auch u. d. N.: Gnei- ſenau-Bonin. S: Requiem. Die letzte Aventiure des Herzogs Kind- heart Gant, 1911. *Nentwich, Max, geboren am 15. März 1868 zu Münſterberg in Schle- ſien als Sohn eines mit Kindern ge- ſegneten Handwerkers, beſuchte die dortige Volksſchule und vom 11. bis 14. Jahre die ſogenannte Präfekten- ſchule, eine Vorbereitungsanſtalt für das Gymnaſium, konnte aber ſeinen Wunſch, ſtudieren zu dürfen, bei der Mittelloſigkeit ſeiner Eltern nicht er- füllt ſehen u. wurde nun Buchdrucker. Er hat in dieſem Berufe jede freie Zeit und jede Gelegenheit benutzt, durch Selbſtſtudium ſeine Bildung zu erweitern. Nachdem er ſeine Lehrzeit in Schweidnitz beendet, ging er auf die Wanderſchaft und kam bald nach Berlin, wo er ein Drama ſchrieb, das ihm das Jntereſſe des bekannten Chefredakteurs Philipp Stein ge- wann, der nun ſein Studium in be- ſtimmte Bahnen lenkte, damit er ſich zur Schriftſtellerei hindurchringen konnte. Jahre verſtrichen, in denen er nach ſeiner Arbeit in der Drucke- rei nach 5 Uhr nachmittags in die Univerſität, um 8 Uhr in die Hum- boldt-Akademie eilte, um dann noch einige Nachtſtunden den Studien zu widmen oder als Schriftſteller tätig zu ſein. Um die Welt kennen zu ler- nen, beſuchte er die Schweiz u. Frank- reich, arbeitete drei Monate in Paris und ebenſolange in Genf und eignete ſich dabei die Kenntnis und den Ge- brauch der franzöſiſchen Sprache an. Zwei weitere Reiſen führten ihn nach dem Norden, wo er auch in ſeinem Berufe tätig war, eine weitere nach Wien, Budapeſt, Fiume und Jtalien und die letzte nach Jtalien, Tuneſien, Algerien, Südfrankreich uſw. Jn den Jahren 1906–09 verſah N. eine *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 8. 6. Aufl. Leipzig, 1913. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon08_1913/256>, S. 252, abgerufen am 21.09.2017.