Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 8. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

Bild:
<< vorherige Seite

[Spaltenumbruch]

Wol
[d]ann nach Rinteln an der Weser, wo
[e]r sein Maturitätsexamen machte,
[u]. bezog Ostern 1864 die Universität
Marburg und später Leipzig, um die
Rechte zu studieren. Ein Augenübel
[z]wang ihn im Herbst 1867 zur Be-
[e]ndigung seiner Studien und machte
[i]hn für eine Reihe von Jahren zu
[j]eder ordentlichen Tätigkeit ganz und
gar unfähig. W. lebt nunmehr bei ge-
besserten Gesundheitsumständen als
Privatmann in seiner Vaterstadt.

S:

Graue Lieder (ohne Wissen des
Verf. hrsg.), 1877. 2. v. Verf. berich-
tigte A., 1887. - Helle Lieder, 1878.
- Konrad von Marburg (Dr.), 1881.
- Rachegeister, oder: Dämon unserer
Zeit (Dr.), 1884. - Ruth (Biblisches
Schsp.), 1884. - Pietro Aretino (Dr.),
1886. - Gestohlen (Dr.), 1899. - "Jch",
Liebeskunst (Der "Lieder" 4. erwei-
terte Aufl.), 1901. - Unehrlich (Dr.),
1903. - Anna Willing (Schsp.), 1904.

*Wolff, Ludwig,

geb. am 7. März
1876 in Bielitz (Österreich-Schlesien),
absolvierte das Gymnasium und die
Universität Wien u. lebt daselbst als
Schriftsteller und Dramaturg.

S:


Auferstehung (Wien. Geschn.), 1898.
- Dunkle Sehnsucht (Wiener Jn-
terieurs), 1898. - Jm toten Wasser
(Wiener R.), 1899. - Ein Studenten-
roman (R.), 1900.

*Wolff, Max Josef,

geb. am 9. Fe-
bruar 1868 in Erfurt, besuchte das
Thomasgymnasium in Leipzig und
studierte dann in Freiburg i. B.,
Bonn, Berlin und Leipzig Rechts- u.
Staatswissenschaften. Als Referen-
dar arbeitete er in Hannover, nahm
aber schon 1892 seinen Abschied aus
dem Staatsdienst, um größere Reisen
in Europa, Afrika und Jndien zu
unternehmen. Seit 1897 lebt er als
Schriftsteller in Berlin u. wurde 1908
zum Professor ernannt.

S:

Gedichte,
1897. Neue Ausg. u. d. T.: Tanz der
Gedanken (Ge.), 1902. - William
Shakespeare (Aufsätze und Beiträge),
1903. - Jrene Wesenburg (R.), 1904.
[Spaltenumbruch]

Wol
3. A. 1905. - Die Rächerin u. andere
Novellen, 1905. - Madame Penelope
(Lustsp., mit H. von Anderten), 1905.
- Die Schönheitsucher (R.), 1906. -
Shakespeare, der Dichter und sein
Werk; II, 1907. 6. T. 1908. - Heim-
fahrt (R.), 1909. - Moliere, der Dich-
ter und sein Werk, 1909.

*Wolff, Philipp Heinrich,

geb.
(nach seiner eigenen Angabe) am 2.
Mai 1813 zu Berlin, studierte von
1832-36 in Berlin und Bonn Medi-
zin, promovierte 1836 in Berlin zum
Doktor der Medizin und Chirurgie
und ließ sich nach Absolvierung der
Staatsprüfung daselbst als prakti-
scher Arzt nieder. Auf dem Gebiet der
Ohrenheilkunde hat er sich Ruf erwor-
ben. Als Dichter trat er schon frühe
auf; viele seiner Gedichte erschienen
unter dem Pseudonym Ernst Wal-
ler
in belletristischen Blättern, auch
ein Trauerspiel "Die Belagerung von
Granada" entstand bereits im Jahre
1838; doch füllten diese poetischen
Produktionen bis zum Jahre 1854
nur seine Mußestunden aus, während
er seine Haupttätigkeit seiner Fach-
wissenschaft widmete und sowohl in
medizinischen Blättern Abhandlun-
gen über Gegenstände aus verschie-
denen Gebieten derselben, als auch
mehrere größere und kleinere sebstän-
dige Werke erscheinen ließ. Er starb
in Berlin am 6. Novbr. 1886.

S:

Die
Weihe des Genius (Festspiel), 1859. -
Dramatische Werke; III, 1860 [Jn-
halt: Makkabäus (Dr.). - Mahomed
(Dr.). - Wilhelm von Oranien (Tr.)].
- Jerusalems Opfertod. Das Lied
von der Völkerfreiheit (Ep. G.), 1871.
2. Aufl. 1874. - Deutsche Drama-
tiker und Hamburger Kritiker (Sat.),
1857. - Als Manuskript gedruckt: Die
Girondisten (Tr.), 1854. - Der Knall-
effekt (Lsp.), 1858. - Spartakus (Tr.,
eine Übersetzung des gleichnamigen
Werkes von Ippolyto d'Aste), 1860.
Texte zu den Opern: Mohammed -
Makkabäus - Karaman (die von Her-

*

[Spaltenumbruch]

Wol
[d]ann nach Rinteln an der Weſer, wo
[e]r ſein Maturitätsexamen machte,
[u]. bezog Oſtern 1864 die Univerſität
Marburg und ſpäter Leipzig, um die
Rechte zu ſtudieren. Ein Augenübel
[z]wang ihn im Herbſt 1867 zur Be-
[e]ndigung ſeiner Studien und machte
[i]hn für eine Reihe von Jahren zu
[j]eder ordentlichen Tätigkeit ganz und
gar unfähig. W. lebt nunmehr bei ge-
beſſerten Geſundheitsumſtänden als
Privatmann in ſeiner Vaterſtadt.

S:

Graue Lieder (ohne Wiſſen des
Verf. hrsg.), 1877. 2. v. Verf. berich-
tigte A., 1887. – Helle Lieder, 1878.
– Konrad von Marburg (Dr.), 1881.
– Rachegeiſter, oder: Dämon unſerer
Zeit (Dr.), 1884. – Ruth (Bibliſches
Schſp.), 1884. – Pietro Aretino (Dr.),
1886. – Geſtohlen (Dr.), 1899. – „Jch“,
Liebeskunſt (Der „Lieder“ 4. erwei-
terte Aufl.), 1901. – Unehrlich (Dr.),
1903. – Anna Willing (Schſp.), 1904.

*Wolff, Ludwig,

geb. am 7. März
1876 in Bielitz (Öſterreich-Schleſien),
abſolvierte das Gymnaſium und die
Univerſität Wien u. lebt daſelbſt als
Schriftſteller und Dramaturg.

S:


Auferſtehung (Wien. Geſchn.), 1898.
– Dunkle Sehnſucht (Wiener Jn-
terieurs), 1898. – Jm toten Waſſer
(Wiener R.), 1899. – Ein Studenten-
roman (R.), 1900.

*Wolff, Max Joſef,

geb. am 9. Fe-
bruar 1868 in Erfurt, beſuchte das
Thomasgymnaſium in Leipzig und
ſtudierte dann in Freiburg i. B.,
Bonn, Berlin und Leipzig Rechts- u.
Staatswiſſenſchaften. Als Referen-
dar arbeitete er in Hannover, nahm
aber ſchon 1892 ſeinen Abſchied aus
dem Staatsdienſt, um größere Reiſen
in Europa, Afrika und Jndien zu
unternehmen. Seit 1897 lebt er als
Schriftſteller in Berlin u. wurde 1908
zum Profeſſor ernannt.

S:

Gedichte,
1897. Neue Ausg. u. d. T.: Tanz der
Gedanken (Ge.), 1902. – William
Shakeſpeare (Aufſätze und Beiträge),
1903. – Jrene Weſenburg (R.), 1904.
[Spaltenumbruch]

Wol
3. A. 1905. – Die Rächerin u. andere
Novellen, 1905. – Madame Penelope
(Luſtſp., mit H. von Anderten), 1905.
– Die Schönheitſucher (R.), 1906. –
Shakeſpeare, der Dichter und ſein
Werk; II, 1907. 6. T. 1908. – Heim-
fahrt (R.), 1909. – Molière, der Dich-
ter und ſein Werk, 1909.

*Wolff, Philipp Heinrich,

geb.
(nach ſeiner eigenen Angabe) am 2.
Mai 1813 zu Berlin, ſtudierte von
1832–36 in Berlin und Bonn Medi-
zin, promovierte 1836 in Berlin zum
Doktor der Medizin und Chirurgie
und ließ ſich nach Abſolvierung der
Staatsprüfung daſelbſt als prakti-
ſcher Arzt nieder. Auf dem Gebiet der
Ohrenheilkunde hat er ſich Ruf erwor-
ben. Als Dichter trat er ſchon frühe
auf; viele ſeiner Gedichte erſchienen
unter dem Pſeudonym Ernſt Wal-
ler
in belletriſtiſchen Blättern, auch
ein Trauerſpiel „Die Belagerung von
Granada“ entſtand bereits im Jahre
1838; doch füllten dieſe poetiſchen
Produktionen bis zum Jahre 1854
nur ſeine Mußeſtunden aus, während
er ſeine Haupttätigkeit ſeiner Fach-
wiſſenſchaft widmete und ſowohl in
mediziniſchen Blättern Abhandlun-
gen über Gegenſtände aus verſchie-
denen Gebieten derſelben, als auch
mehrere größere und kleinere ſebſtän-
dige Werke erſcheinen ließ. Er ſtarb
in Berlin am 6. Novbr. 1886.

S:

Die
Weihe des Genius (Feſtſpiel), 1859. –
Dramatiſche Werke; III, 1860 [Jn-
halt: Makkabäus (Dr.). – Mahomed
(Dr.). – Wilhelm von Oranien (Tr.)].
– Jeruſalems Opfertod. Das Lied
von der Völkerfreiheit (Ep. G.), 1871.
2. Aufl. 1874. – Deutſche Drama-
tiker und Hamburger Kritiker (Sat.),
1857. – Als Manuſkript gedruckt: Die
Girondiſten (Tr.), 1854. – Der Knall-
effekt (Lſp.), 1858. – Spartakus (Tr.,
eine Überſetzung des gleichnamigen
Werkes von Ippolyto d’Aste), 1860.
Texte zu den Opern: Mohammed –
Makkabäus – Karaman (die von Her-

*
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div type="index" n="1">
        <p><pb facs="#f0027" n="23"/><cb/><fw place="top" type="header"><hi rendition="#g">Wol</hi></fw><lb/><supplied>d</supplied>ann nach Rinteln an der We&#x017F;er, wo<lb/><supplied>e</supplied>r &#x017F;ein Maturitätsexamen machte,<lb/><supplied>u</supplied>. bezog O&#x017F;tern 1864 die Univer&#x017F;ität<lb/>
Marburg und &#x017F;päter Leipzig, um die<lb/>
Rechte zu &#x017F;tudieren. Ein Augenübel<lb/><supplied>z</supplied>wang ihn im Herb&#x017F;t 1867 zur Be-<lb/><supplied>e</supplied>ndigung &#x017F;einer Studien und machte<lb/><supplied>i</supplied>hn für eine Reihe von Jahren zu<lb/><supplied>j</supplied>eder ordentlichen Tätigkeit ganz und<lb/>
gar unfähig. W. lebt nunmehr bei ge-<lb/>
be&#x017F;&#x017F;erten Ge&#x017F;undheitsum&#x017F;tänden als<lb/>
Privatmann in &#x017F;einer Vater&#x017F;tadt.</p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p> Graue Lieder (ohne Wi&#x017F;&#x017F;en des<lb/>
Verf. hrsg.), 1877. 2. v. Verf. berich-<lb/>
tigte A., 1887. &#x2013; Helle Lieder, 1878.<lb/>
&#x2013; Konrad von Marburg (Dr.), 1881.<lb/>
&#x2013; Rachegei&#x017F;ter, oder: Dämon un&#x017F;erer<lb/>
Zeit (Dr.), 1884. &#x2013; Ruth (Bibli&#x017F;ches<lb/>
Sch&#x017F;p.), 1884. &#x2013; Pietro Aretino (Dr.),<lb/>
1886. &#x2013; Ge&#x017F;tohlen (Dr.), 1899. &#x2013; &#x201E;Jch&#x201C;,<lb/>
Liebeskun&#x017F;t (Der &#x201E;Lieder&#x201C; 4. erwei-<lb/>
terte Aufl.), 1901. &#x2013; Unehrlich (Dr.),<lb/>
1903. &#x2013; Anna Willing (Sch&#x017F;p.), 1904.</p>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>
          <persName>*<hi rendition="#b">Wolff,</hi> Ludwig,</persName>
        </head>
        <p> geb. am 7. März<lb/>
1876 in Bielitz (Ö&#x017F;terreich-Schle&#x017F;ien),<lb/>
ab&#x017F;olvierte das Gymna&#x017F;ium und die<lb/>
Univer&#x017F;ität Wien u. lebt da&#x017F;elb&#x017F;t als<lb/>
Schrift&#x017F;teller und Dramaturg. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p><lb/>
Aufer&#x017F;tehung (Wien. Ge&#x017F;chn.), 1898.<lb/>
&#x2013; Dunkle Sehn&#x017F;ucht (Wiener Jn-<lb/>
terieurs), 1898. &#x2013; Jm toten Wa&#x017F;&#x017F;er<lb/>
(Wiener R.), 1899. &#x2013; Ein Studenten-<lb/>
roman (R.), 1900.</p>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>
          <persName>*<hi rendition="#b">Wolff,</hi> Max Jo&#x017F;ef,</persName>
        </head>
        <p> geb. am 9. Fe-<lb/>
bruar 1868 in Erfurt, be&#x017F;uchte das<lb/>
Thomasgymna&#x017F;ium in Leipzig und<lb/>
&#x017F;tudierte dann in Freiburg i. B.,<lb/>
Bonn, Berlin und Leipzig Rechts- u.<lb/>
Staatswi&#x017F;&#x017F;en&#x017F;chaften. Als Referen-<lb/>
dar arbeitete er in Hannover, nahm<lb/>
aber &#x017F;chon 1892 &#x017F;einen Ab&#x017F;chied aus<lb/>
dem Staatsdien&#x017F;t, um größere Rei&#x017F;en<lb/>
in Europa, Afrika und Jndien zu<lb/>
unternehmen. Seit 1897 lebt er als<lb/>
Schrift&#x017F;teller in Berlin u. wurde 1908<lb/>
zum Profe&#x017F;&#x017F;or ernannt. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p> Gedichte,<lb/>
1897. Neue Ausg. u. d. T.: Tanz der<lb/>
Gedanken (Ge.), 1902. &#x2013; William<lb/>
Shake&#x017F;peare (Auf&#x017F;ätze und Beiträge),<lb/>
1903. &#x2013; Jrene We&#x017F;enburg (R.), 1904.<lb/><cb/>
<fw place="top" type="header"><hi rendition="#g">Wol</hi></fw><lb/>
3. A. 1905. &#x2013; Die Rächerin u. andere<lb/>
Novellen, 1905. &#x2013; Madame Penelope<lb/>
(Lu&#x017F;t&#x017F;p., mit H. von Anderten), 1905.<lb/>
&#x2013; Die Schönheit&#x017F;ucher (R.), 1906. &#x2013;<lb/>
Shake&#x017F;peare, der Dichter und &#x017F;ein<lb/>
Werk; <hi rendition="#aq">II,</hi> 1907. 6. T. 1908. &#x2013; Heim-<lb/>
fahrt (R.), 1909. &#x2013; Molière, der Dich-<lb/>
ter und &#x017F;ein Werk, 1909.</p>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>
          <persName>*<hi rendition="#b">Wolff,</hi> Philipp Heinrich,</persName>
        </head>
        <p> geb.<lb/>
(nach &#x017F;einer eigenen Angabe) am 2.<lb/>
Mai 1813 zu Berlin, &#x017F;tudierte von<lb/>
1832&#x2013;36 in Berlin und Bonn Medi-<lb/>
zin, promovierte 1836 in Berlin zum<lb/>
Doktor der Medizin und Chirurgie<lb/>
und ließ &#x017F;ich nach Ab&#x017F;olvierung der<lb/>
Staatsprüfung da&#x017F;elb&#x017F;t als prakti-<lb/>
&#x017F;cher Arzt nieder. Auf dem Gebiet der<lb/>
Ohrenheilkunde hat er &#x017F;ich Ruf erwor-<lb/>
ben. Als Dichter trat er &#x017F;chon frühe<lb/>
auf; viele &#x017F;einer Gedichte er&#x017F;chienen<lb/>
unter dem P&#x017F;eudonym <hi rendition="#g">Ern&#x017F;t Wal-<lb/>
ler</hi> in belletri&#x017F;ti&#x017F;chen Blättern, auch<lb/>
ein Trauer&#x017F;piel &#x201E;Die Belagerung von<lb/>
Granada&#x201C; ent&#x017F;tand bereits im Jahre<lb/>
1838; doch füllten die&#x017F;e poeti&#x017F;chen<lb/>
Produktionen bis zum Jahre 1854<lb/>
nur &#x017F;eine Muße&#x017F;tunden aus, während<lb/>
er &#x017F;eine Haupttätigkeit &#x017F;einer Fach-<lb/>
wi&#x017F;&#x017F;en&#x017F;chaft widmete und &#x017F;owohl in<lb/>
medizini&#x017F;chen Blättern Abhandlun-<lb/>
gen über Gegen&#x017F;tände aus ver&#x017F;chie-<lb/>
denen Gebieten der&#x017F;elben, als auch<lb/>
mehrere größere und kleinere &#x017F;eb&#x017F;tän-<lb/>
dige Werke er&#x017F;cheinen ließ. Er &#x017F;tarb<lb/>
in Berlin am 6. Novbr. 1886. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p> Die<lb/>
Weihe des Genius (Fe&#x017F;t&#x017F;piel), 1859. &#x2013;<lb/>
Dramati&#x017F;che Werke; <hi rendition="#aq">III,</hi> 1860 [Jn-<lb/>
halt: Makkabäus (Dr.). &#x2013; Mahomed<lb/>
(Dr.). &#x2013; Wilhelm von Oranien (Tr.)].<lb/>
&#x2013; Jeru&#x017F;alems Opfertod. Das Lied<lb/>
von der Völkerfreiheit (Ep. G.), 1871.<lb/>
2. Aufl. 1874. &#x2013; Deut&#x017F;che Drama-<lb/>
tiker und Hamburger Kritiker (Sat.),<lb/>
1857. &#x2013; Als Manu&#x017F;kript gedruckt: Die<lb/>
Girondi&#x017F;ten (Tr.), 1854. &#x2013; Der Knall-<lb/>
effekt (L&#x017F;p.), 1858. &#x2013; Spartakus (Tr.,<lb/>
eine Über&#x017F;etzung des gleichnamigen<lb/>
Werkes von <hi rendition="#aq">Ippolyto d&#x2019;Aste</hi>), 1860.<lb/>
Texte zu den Opern: Mohammed &#x2013;<lb/>
Makkabäus &#x2013; Karaman (die von Her-<lb/>
<fw place="bottom" type="sig">*</fw><lb/></p>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[23/0027] Wol Wol dann nach Rinteln an der Weſer, wo er ſein Maturitätsexamen machte, u. bezog Oſtern 1864 die Univerſität Marburg und ſpäter Leipzig, um die Rechte zu ſtudieren. Ein Augenübel zwang ihn im Herbſt 1867 zur Be- endigung ſeiner Studien und machte ihn für eine Reihe von Jahren zu jeder ordentlichen Tätigkeit ganz und gar unfähig. W. lebt nunmehr bei ge- beſſerten Geſundheitsumſtänden als Privatmann in ſeiner Vaterſtadt. S: Graue Lieder (ohne Wiſſen des Verf. hrsg.), 1877. 2. v. Verf. berich- tigte A., 1887. – Helle Lieder, 1878. – Konrad von Marburg (Dr.), 1881. – Rachegeiſter, oder: Dämon unſerer Zeit (Dr.), 1884. – Ruth (Bibliſches Schſp.), 1884. – Pietro Aretino (Dr.), 1886. – Geſtohlen (Dr.), 1899. – „Jch“, Liebeskunſt (Der „Lieder“ 4. erwei- terte Aufl.), 1901. – Unehrlich (Dr.), 1903. – Anna Willing (Schſp.), 1904. *Wolff, Ludwig, geb. am 7. März 1876 in Bielitz (Öſterreich-Schleſien), abſolvierte das Gymnaſium und die Univerſität Wien u. lebt daſelbſt als Schriftſteller und Dramaturg. S: Auferſtehung (Wien. Geſchn.), 1898. – Dunkle Sehnſucht (Wiener Jn- terieurs), 1898. – Jm toten Waſſer (Wiener R.), 1899. – Ein Studenten- roman (R.), 1900. *Wolff, Max Joſef, geb. am 9. Fe- bruar 1868 in Erfurt, beſuchte das Thomasgymnaſium in Leipzig und ſtudierte dann in Freiburg i. B., Bonn, Berlin und Leipzig Rechts- u. Staatswiſſenſchaften. Als Referen- dar arbeitete er in Hannover, nahm aber ſchon 1892 ſeinen Abſchied aus dem Staatsdienſt, um größere Reiſen in Europa, Afrika und Jndien zu unternehmen. Seit 1897 lebt er als Schriftſteller in Berlin u. wurde 1908 zum Profeſſor ernannt. S: Gedichte, 1897. Neue Ausg. u. d. T.: Tanz der Gedanken (Ge.), 1902. – William Shakeſpeare (Aufſätze und Beiträge), 1903. – Jrene Weſenburg (R.), 1904. 3. A. 1905. – Die Rächerin u. andere Novellen, 1905. – Madame Penelope (Luſtſp., mit H. von Anderten), 1905. – Die Schönheitſucher (R.), 1906. – Shakeſpeare, der Dichter und ſein Werk; II, 1907. 6. T. 1908. – Heim- fahrt (R.), 1909. – Molière, der Dich- ter und ſein Werk, 1909. *Wolff, Philipp Heinrich, geb. (nach ſeiner eigenen Angabe) am 2. Mai 1813 zu Berlin, ſtudierte von 1832–36 in Berlin und Bonn Medi- zin, promovierte 1836 in Berlin zum Doktor der Medizin und Chirurgie und ließ ſich nach Abſolvierung der Staatsprüfung daſelbſt als prakti- ſcher Arzt nieder. Auf dem Gebiet der Ohrenheilkunde hat er ſich Ruf erwor- ben. Als Dichter trat er ſchon frühe auf; viele ſeiner Gedichte erſchienen unter dem Pſeudonym Ernſt Wal- ler in belletriſtiſchen Blättern, auch ein Trauerſpiel „Die Belagerung von Granada“ entſtand bereits im Jahre 1838; doch füllten dieſe poetiſchen Produktionen bis zum Jahre 1854 nur ſeine Mußeſtunden aus, während er ſeine Haupttätigkeit ſeiner Fach- wiſſenſchaft widmete und ſowohl in mediziniſchen Blättern Abhandlun- gen über Gegenſtände aus verſchie- denen Gebieten derſelben, als auch mehrere größere und kleinere ſebſtän- dige Werke erſcheinen ließ. Er ſtarb in Berlin am 6. Novbr. 1886. S: Die Weihe des Genius (Feſtſpiel), 1859. – Dramatiſche Werke; III, 1860 [Jn- halt: Makkabäus (Dr.). – Mahomed (Dr.). – Wilhelm von Oranien (Tr.)]. – Jeruſalems Opfertod. Das Lied von der Völkerfreiheit (Ep. G.), 1871. 2. Aufl. 1874. – Deutſche Drama- tiker und Hamburger Kritiker (Sat.), 1857. – Als Manuſkript gedruckt: Die Girondiſten (Tr.), 1854. – Der Knall- effekt (Lſp.), 1858. – Spartakus (Tr., eine Überſetzung des gleichnamigen Werkes von Ippolyto d’Aste), 1860. Texte zu den Opern: Mohammed – Makkabäus – Karaman (die von Her- *

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon08_1913
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon08_1913/27
Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 8. 6. Aufl. Leipzig, 1913. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon08_1913/27>, S. 23, abgerufen am 23.09.2017.