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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 8. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Woen
[z]ig und war daneben seit 1878 auch
[a]ls Lehrer der Naturwissenschaften
[a]n einer privaten höheren Töchter-
[s]chule und seit 1880 als Dozent für
[d]iese Wissenschaft am Lyzeum für
Damen und am Kindergärtnerinnen-
[s]eminar tätig. Während der Som-
[m]ermonate 1890-95 unternahm W.
im Auftrage des ungarischen Unter-
richtsministeriums Studienreisen in
das ungarische Tiefland, deren Resul-
tate er in den Werken "Eine Pußten-
fahrt. Bilder aus der ungarischen
Tiefebene" (1892), "Die ungarische
Steppenflora" (1892), "Hej, die
Pußta. Bilder aus der ungarischen
Tiefebene (1897) und "Ungarische
Volkslieder für eine Singstimme mit
Pianofortebegleitung" (1893) nieder-
legte. Viel Beachtung und Anerken-
nung haben auch seine Schriften "Die
Pflanzen im alten Ägypten" (1886.
2. A. 1889) und "Pflanzenformen im
Dienste der bildenden Künste" (2. A.
1881) erfahren. Er starb in Leipzig
am 16. Febr. 1899.

S:

Heiderosen
(Ge.), 1871. - Herzensträume (Ge.),
1874. - Das Weltgericht bei Sedan
(Ep. D.), 1873. - Jul. Baumels Hoch-
zeitsreise (Lsp.), 1874. - Das Ge-
witter im Brummbaß (Humoresk.),
1880. - Jm Banne der Circe (Erzähld.
D.), 1876. - Vöglein im Walde (E.),
1881. - Dyclitra (Blumenmärchen),
1881. - Was die Tannengeister flü-
sterten (Weihnachtsfestspiel), 1882. -
Aus der Schlacht bei Villiers-Brie
(Ep. D.), 1885. - Bei Buzancy (Ep.
D.), 1886. - Vom Wegrande (Neue
Lr.), 1887. - Der Todesritt von
Vionville (D.), 1889. - Aus großer
Zeit 1870-71 (Entwürfe u. Dn. zu
lebenden Bildern), 1890. - Am Nil
(Bilder a. d. Kulturgesch. des alten
Ägyptens); 3 Hefte 1892-98. - Ein
Reiterleben (Melodram. D.), 1892. -
Jm Zauberbanne der Weihnacht
(Festsp.), 1897.

*Woeniger, Julius,

wurde am
11. März 1824 zu Roggendorf bei
[Spaltenumbruch]

Wor
Gadebusch in Mecklenburg-Schwerin
als der Sohn eines Predigers ge-
boren. Nach dem frühen Tode des
letzteren, der eine zahlreiche Familie
hinterließ, besuchte Julius W. das
Gymnasium zu Schwerin bis zur
Oberprima, ging dann zu seinem älte-
ren Bruder, dem Stadtrat W., nach
Berlin, vollendete hier seine Gymna-
sialbildung und studierte Architektur
und Philosophie. Schon 1849 ward
W. bei dem Bau des Neustädtischen
Palais in Schwerin angestellt, zog sich
hierbei aber durch Überanstrengung
ein längeres Leiden zu, nach dessen
Beseitigung er mehrere Jahre als
Hauslehrer fungierte. Jm Jahre
1860 wurde er als Dirigent einer
höheren Knabenschule nach der Jnsel
Poel bei Wismar berufen, absolvierte
als solcher seine Staatsprüfung als
Lehrer, promovierte 1865 in Frei-
burg i. Br. und gründete 1870 in
Schwerin ein Pensionat für Knaben,
das er bis an seinen Tod, 18. Jan.
1882, leitete. Seine Muße wandte
er teils schriftstellerischer Tätigkeit,
teils dem Vereinswesen zu und wirkte
mit unermüdlichem Eifer besonders
für Tierschutz, für Hebung der Torf-
industrie, für Gewinnung einer neuen
Weltstraße von Deutschland über
Rostock und Kopenhagen nach Skan-
dinavien etc.

S:

Deutschlands Kampf
und Sieg (Hist. R.); II, 1880. - Ver-
schiedene Novellen in Zeitschriften.

Wood, James,

Pseud. für Her-
mann Baeblich;
s. d.!

Woort, Lüder,

Pseud. für J. D.
Plate; s. d.!

Worch, Gottfried,

wurde am 20.
April 1810 zu Vatterode, Thüringen,
geboren, war Schneider und dichtete
nebenbei; auf seinen Wanderschaften
verbreitete er auch seine Gedichte. Er
etablierte sich in Berlin als Schnei-
dermeister, wo er, als seine Gedichte
bekannt wurden, sich der Begünsti-
gung Alexander von Humboldts er-
freute. 1853 wanderte er nach Ame-

*

[Spaltenumbruch]

Woen
[z]ig und war daneben ſeit 1878 auch
[a]ls Lehrer der Naturwiſſenſchaften
[a]n einer privaten höheren Töchter-
[ſ]chule und ſeit 1880 als Dozent für
[d]ieſe Wiſſenſchaft am Lyzeum für
Damen und am Kindergärtnerinnen-
[ſ]eminar tätig. Während der Som-
[m]ermonate 1890–95 unternahm W.
im Auftrage des ungariſchen Unter-
richtsminiſteriums Studienreiſen in
das ungariſche Tiefland, deren Reſul-
tate er in den Werken „Eine Pußten-
fahrt. Bilder aus der ungariſchen
Tiefebene“ (1892), „Die ungariſche
Steppenflora“ (1892), „Hej, die
Pußta. Bilder aus der ungariſchen
Tiefebene (1897) und „Ungariſche
Volkslieder für eine Singſtimme mit
Pianofortebegleitung“ (1893) nieder-
legte. Viel Beachtung und Anerken-
nung haben auch ſeine Schriften „Die
Pflanzen im alten Ägypten“ (1886.
2. A. 1889) und „Pflanzenformen im
Dienſte der bildenden Künſte“ (2. A.
1881) erfahren. Er ſtarb in Leipzig
am 16. Febr. 1899.

S:

Heideroſen
(Ge.), 1871. – Herzensträume (Ge.),
1874. – Das Weltgericht bei Sedan
(Ep. D.), 1873. – Jul. Baumels Hoch-
zeitsreiſe (Lſp.), 1874. – Das Ge-
witter im Brummbaß (Humoresk.),
1880. – Jm Banne der Circe (Erzähld.
D.), 1876. – Vöglein im Walde (E.),
1881. – Dyclitra (Blumenmärchen),
1881. – Was die Tannengeiſter flü-
ſterten (Weihnachtsfeſtſpiel), 1882. –
Aus der Schlacht bei Villiers-Brie
(Ep. D.), 1885. – Bei Buzancy (Ep.
D.), 1886. – Vom Wegrande (Neue
Lr.), 1887. – Der Todesritt von
Vionville (D.), 1889. – Aus großer
Zeit 1870–71 (Entwürfe u. Dn. zu
lebenden Bildern), 1890. – Am Nil
(Bilder a. d. Kulturgeſch. des alten
Ägyptens); 3 Hefte 1892–98. – Ein
Reiterleben (Melodram. D.), 1892. –
Jm Zauberbanne der Weihnacht
(Feſtſp.), 1897.

*Woeniger, Julius,

wurde am
11. März 1824 zu Roggendorf bei
[Spaltenumbruch]

Wor
Gadebuſch in Mecklenburg-Schwerin
als der Sohn eines Predigers ge-
boren. Nach dem frühen Tode des
letzteren, der eine zahlreiche Familie
hinterließ, beſuchte Julius W. das
Gymnaſium zu Schwerin bis zur
Oberprima, ging dann zu ſeinem älte-
ren Bruder, dem Stadtrat W., nach
Berlin, vollendete hier ſeine Gymna-
ſialbildung und ſtudierte Architektur
und Philoſophie. Schon 1849 ward
W. bei dem Bau des Neuſtädtiſchen
Palais in Schwerin angeſtellt, zog ſich
hierbei aber durch Überanſtrengung
ein längeres Leiden zu, nach deſſen
Beſeitigung er mehrere Jahre als
Hauslehrer fungierte. Jm Jahre
1860 wurde er als Dirigent einer
höheren Knabenſchule nach der Jnſel
Poel bei Wismar berufen, abſolvierte
als ſolcher ſeine Staatsprüfung als
Lehrer, promovierte 1865 in Frei-
burg i. Br. und gründete 1870 in
Schwerin ein Penſionat für Knaben,
das er bis an ſeinen Tod, 18. Jan.
1882, leitete. Seine Muße wandte
er teils ſchriftſtelleriſcher Tätigkeit,
teils dem Vereinsweſen zu und wirkte
mit unermüdlichem Eifer beſonders
für Tierſchutz, für Hebung der Torf-
induſtrie, für Gewinnung einer neuen
Weltſtraße von Deutſchland über
Roſtock und Kopenhagen nach Skan-
dinavien ꝛc.

S:

Deutſchlands Kampf
und Sieg (Hiſt. R.); II, 1880. – Ver-
ſchiedene Novellen in Zeitſchriften.

Wood, James,

Pſeud. für Her-
mann Baeblich;
ſ. d.!

Woort, Lüder,

Pſeud. für J. D.
Plate; ſ. d.!

Worch, Gottfried,

wurde am 20.
April 1810 zu Vatterode, Thüringen,
geboren, war Schneider und dichtete
nebenbei; auf ſeinen Wanderſchaften
verbreitete er auch ſeine Gedichte. Er
etablierte ſich in Berlin als Schnei-
dermeiſter, wo er, als ſeine Gedichte
bekannt wurden, ſich der Begünſti-
gung Alexander von Humboldts er-
freute. 1853 wanderte er nach Ame-

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[39/0043] Woen Wor zig und war daneben ſeit 1878 auch als Lehrer der Naturwiſſenſchaften an einer privaten höheren Töchter- ſchule und ſeit 1880 als Dozent für dieſe Wiſſenſchaft am Lyzeum für Damen und am Kindergärtnerinnen- ſeminar tätig. Während der Som- mermonate 1890–95 unternahm W. im Auftrage des ungariſchen Unter- richtsminiſteriums Studienreiſen in das ungariſche Tiefland, deren Reſul- tate er in den Werken „Eine Pußten- fahrt. Bilder aus der ungariſchen Tiefebene“ (1892), „Die ungariſche Steppenflora“ (1892), „Hej, die Pußta. Bilder aus der ungariſchen Tiefebene (1897) und „Ungariſche Volkslieder für eine Singſtimme mit Pianofortebegleitung“ (1893) nieder- legte. Viel Beachtung und Anerken- nung haben auch ſeine Schriften „Die Pflanzen im alten Ägypten“ (1886. 2. A. 1889) und „Pflanzenformen im Dienſte der bildenden Künſte“ (2. A. 1881) erfahren. Er ſtarb in Leipzig am 16. Febr. 1899. S: Heideroſen (Ge.), 1871. – Herzensträume (Ge.), 1874. – Das Weltgericht bei Sedan (Ep. D.), 1873. – Jul. Baumels Hoch- zeitsreiſe (Lſp.), 1874. – Das Ge- witter im Brummbaß (Humoresk.), 1880. – Jm Banne der Circe (Erzähld. D.), 1876. – Vöglein im Walde (E.), 1881. – Dyclitra (Blumenmärchen), 1881. – Was die Tannengeiſter flü- ſterten (Weihnachtsfeſtſpiel), 1882. – Aus der Schlacht bei Villiers-Brie (Ep. D.), 1885. – Bei Buzancy (Ep. D.), 1886. – Vom Wegrande (Neue Lr.), 1887. – Der Todesritt von Vionville (D.), 1889. – Aus großer Zeit 1870–71 (Entwürfe u. Dn. zu lebenden Bildern), 1890. – Am Nil (Bilder a. d. Kulturgeſch. des alten Ägyptens); 3 Hefte 1892–98. – Ein Reiterleben (Melodram. D.), 1892. – Jm Zauberbanne der Weihnacht (Feſtſp.), 1897. *Woeniger, Julius, wurde am 11. März 1824 zu Roggendorf bei Gadebuſch in Mecklenburg-Schwerin als der Sohn eines Predigers ge- boren. Nach dem frühen Tode des letzteren, der eine zahlreiche Familie hinterließ, beſuchte Julius W. das Gymnaſium zu Schwerin bis zur Oberprima, ging dann zu ſeinem älte- ren Bruder, dem Stadtrat W., nach Berlin, vollendete hier ſeine Gymna- ſialbildung und ſtudierte Architektur und Philoſophie. Schon 1849 ward W. bei dem Bau des Neuſtädtiſchen Palais in Schwerin angeſtellt, zog ſich hierbei aber durch Überanſtrengung ein längeres Leiden zu, nach deſſen Beſeitigung er mehrere Jahre als Hauslehrer fungierte. Jm Jahre 1860 wurde er als Dirigent einer höheren Knabenſchule nach der Jnſel Poel bei Wismar berufen, abſolvierte als ſolcher ſeine Staatsprüfung als Lehrer, promovierte 1865 in Frei- burg i. Br. und gründete 1870 in Schwerin ein Penſionat für Knaben, das er bis an ſeinen Tod, 18. Jan. 1882, leitete. Seine Muße wandte er teils ſchriftſtelleriſcher Tätigkeit, teils dem Vereinsweſen zu und wirkte mit unermüdlichem Eifer beſonders für Tierſchutz, für Hebung der Torf- induſtrie, für Gewinnung einer neuen Weltſtraße von Deutſchland über Roſtock und Kopenhagen nach Skan- dinavien ꝛc. S: Deutſchlands Kampf und Sieg (Hiſt. R.); II, 1880. – Ver- ſchiedene Novellen in Zeitſchriften. Wood, James, Pſeud. für Her- mann Baeblich; ſ. d.! Woort, Lüder, Pſeud. für J. D. Plate; ſ. d.! Worch, Gottfried, wurde am 20. April 1810 zu Vatterode, Thüringen, geboren, war Schneider und dichtete nebenbei; auf ſeinen Wanderſchaften verbreitete er auch ſeine Gedichte. Er etablierte ſich in Berlin als Schnei- dermeiſter, wo er, als ſeine Gedichte bekannt wurden, ſich der Begünſti- gung Alexander von Humboldts er- freute. 1853 wanderte er nach Ame- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 8. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 39. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon08_1913/43>, abgerufen am 19.03.2019.