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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 8. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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*Wrcde, Friedrich Fürst,

pseud.
Friedrich vom Stein, wurde am
9. Febr. 1870 in Salzburg geboren,
machte seine Studien in Salzburg,
Kalksburg bei Wien und Stuttgart,
beteiligte sich 1889-90 an der Anti-
sklavereibewegung des Kardinals La-
vigerie, unternahm dann längere
Reisen und lebt jetzt (1894) auf sei-
ner Villa in Salzburg.

S:

Das Laster
(R.), 1893. - Der Liebe Weh (Nn.),
1894. - Entnervt (Dr.), 1894. - Blu-
tender Lorbeer (R.), 1895. - Ein Rät-
sel. Die "Gausse". Jch? (Nn.), 1895. -
Pflicht (Dram. Studie), 1897. - Blaue
Novellen, 1897. - Das Recht auf sich
selbst (Schausp.), 1898. - Die Gold-
schilds (Kulturgesch. R. a. d. 2. Hälfte
d. 19. Jahrh.), 1900. 2. A. 1912. -
Durchlaucht Jff u. andere Novellen,
1901. - Das Liebesleben des Men-
schen (R.), 1897. 4. A. 1911. - Evoe?
(Neue Nn.), 1908. - Der stumme Her-
zog (Ein Riviera-R.), 1. u. 2. A. 1910.

Wrede, Gabriele Fürstin,

geborne
Gräfin Herberstein, wurde am
3. Dezember 1851 zu Athen geboren,
wo sich ihr Vater damals in diplo-
matischer Stellung befand, und ver-
mählte sich am 15. Juni 1879 mit dem
Fürsten Nikolaus W., damals Major
im 5. Ulanenregiment und General-
konsul in Belgrad, jetzt k. k. Feld-
marschall-Leutnant. Die diplomati-
sche Verwendung ihres Gatten führte
sie in die entferntesten Gegenden, nach
Belgrad, Graz, Athen, Stuttgart,
München etc. Jetzt lebt sie in Wien.

S:

Kleine Gedichte, 1883. - Jn
Schranken frei (Ge.), 1904.

*Wrede, Ferdinand Christian Wil-
helm Richard,

geb. am 27. Febr.
1869 auf dem Gute Münzberg bei
Braunschweig, kam nach privater
Vorbereitung Ostern 1881 auf das
Gymnasium zu Braunschweig, wo er
bis 1884 blieb. Ein Fußleiden hin-
derte ihn am ferneren Schulbesuch,
führte ihn aber während der nächsten
zwei Jahre auf Reisen nach Jtalien,
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Frankreich, der Schweiz usw. und zu
ungestörter Beschäftigung mit der
Literatur und den schönen Künsten.
Jm Herbst 1886 konnte er seine Gym-
nasialstudien wieder aufnehmen, ab-
solvierte 1891 das Gymnasium zu
Wernigerode u. studierte nun in Leip-
zig, Lausanne, Berlin, München die
Rechte, war aber nebenher schrift-
stellerisch und redaktionell tätig. Jm
Sommer 1894 bestand er sein Examen
als Referendar in Braunschweig und
erwarb sich in Leipzig die Würde eines
Dr. jur. Seitdem lebt er in Berlin,
wo er seit 1895 eine Reihe von Zeit-
schriften (gegenwärtig die "Journa-
listen-Hochschule") redigierte u. Vor-
sitzender des "Vereins deutscher Re-
dakteure" ist. Von dem Werke "Das
geistige Berlin" gab er den 1. Bd. mit
Hans von Reinfeld (s. d.!), den 3. Bd.
allein heraus, während der 2. Bd.
noch nicht erschienen ist. Außer einer
Reihe sozialer Schriften und Fach-
schriften für Journalisten veröffent-
lichte er

S:

Eine? (Schsp.), 1894. -
Taten (Sozial. Dr.), 1895. - Vom
Baume des Lebens (Erlebtes und Er-
dachtes), 1896. 6. A. 1902. - Opfer
(Eine Freundschaftstrag.), 1897. 2. A.
1905. - Allerlei Liebe (Geschichten-
buch), 1900. 4. A. 1902. - Die Ver-
sucherin (Dr.), 1901.

*Wrubel, Friedrich Remigius
Ernst,

geb. am 1. Oktbr. 1835 als der
Sohn eines Formermeisters auf der
kgl. preuß. Eisengießerei bei Gleiwitz,
besuchte hier die Elementarschule und
in Beuthen, O.-S., wohin der Vater
versetzt worden, das Gymnasium. Er
widmete sich dann dem Bergbau, prak-
tizierte ein Jahr in oberschlesischen
Erz- und Kohlengruben, bestand das
technische Examen und studierte dann
in Breslau Naturwissenschaften und
Jura, später auf der Bergakademie
in Klausthal berg- u. hüttenmännische
Fachwissenschaften. Darauf wurde er
als technischer Bergbeamter in West-
falen angestellt, gab aber im Früh-

*
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Wre
*Wrcde, Friedrich Fürſt,

pſeud.
Friedrich vom Stein, wurde am
9. Febr. 1870 in Salzburg geboren,
machte ſeine Studien in Salzburg,
Kalksburg bei Wien und Stuttgart,
beteiligte ſich 1889–90 an der Anti-
ſklavereibewegung des Kardinals La-
vigerie, unternahm dann längere
Reiſen und lebt jetzt (1894) auf ſei-
ner Villa in Salzburg.

S:

Das Laſter
(R.), 1893. – Der Liebe Weh (Nn.),
1894. – Entnervt (Dr.), 1894. – Blu-
tender Lorbeer (R.), 1895. – Ein Rät-
ſel. Die „Gauſſe“. Jch? (Nn.), 1895. –
Pflicht (Dram. Studie), 1897. – Blaue
Novellen, 1897. – Das Recht auf ſich
ſelbſt (Schauſp.), 1898. – Die Gold-
ſchilds (Kulturgeſch. R. a. d. 2. Hälfte
d. 19. Jahrh.), 1900. 2. A. 1912. –
Durchlaucht Jff u. andere Novellen,
1901. – Das Liebesleben des Men-
ſchen (R.), 1897. 4. A. 1911. – Evoe?
(Neue Nn.), 1908. – Der ſtumme Her-
zog (Ein Riviera-R.), 1. u. 2. A. 1910.

Wrede, Gabriele Fürſtin,

geborne
Gräfin Herberſtein, wurde am
3. Dezember 1851 zu Athen geboren,
wo ſich ihr Vater damals in diplo-
matiſcher Stellung befand, und ver-
mählte ſich am 15. Juni 1879 mit dem
Fürſten Nikolaus W., damals Major
im 5. Ulanenregiment und General-
konſul in Belgrad, jetzt k. k. Feld-
marſchall-Leutnant. Die diplomati-
ſche Verwendung ihres Gatten führte
ſie in die entfernteſten Gegenden, nach
Belgrad, Graz, Athen, Stuttgart,
München ꝛc. Jetzt lebt ſie in Wien.

S:

Kleine Gedichte, 1883. – Jn
Schranken frei (Ge.), 1904.

*Wrede, Ferdinand Chriſtian Wil-
helm Richard,

geb. am 27. Febr.
1869 auf dem Gute Münzberg bei
Braunſchweig, kam nach privater
Vorbereitung Oſtern 1881 auf das
Gymnaſium zu Braunſchweig, wo er
bis 1884 blieb. Ein Fußleiden hin-
derte ihn am ferneren Schulbeſuch,
führte ihn aber während der nächſten
zwei Jahre auf Reiſen nach Jtalien,
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Frankreich, der Schweiz uſw. und zu
ungeſtörter Beſchäftigung mit der
Literatur und den ſchönen Künſten.
Jm Herbſt 1886 konnte er ſeine Gym-
naſialſtudien wieder aufnehmen, ab-
ſolvierte 1891 das Gymnaſium zu
Wernigerode u. ſtudierte nun in Leip-
zig, Lauſanne, Berlin, München die
Rechte, war aber nebenher ſchrift-
ſtelleriſch und redaktionell tätig. Jm
Sommer 1894 beſtand er ſein Examen
als Referendar in Braunſchweig und
erwarb ſich in Leipzig die Würde eines
Dr. jur. Seitdem lebt er in Berlin,
wo er ſeit 1895 eine Reihe von Zeit-
ſchriften (gegenwärtig die „Journa-
liſten-Hochſchule“) redigierte u. Vor-
ſitzender des „Vereins deutſcher Re-
dakteure“ iſt. Von dem Werke „Das
geiſtige Berlin“ gab er den 1. Bd. mit
Hans von Reinfeld (ſ. d.!), den 3. Bd.
allein heraus, während der 2. Bd.
noch nicht erſchienen iſt. Außer einer
Reihe ſozialer Schriften und Fach-
ſchriften für Journaliſten veröffent-
lichte er

S:

Eine? (Schſp.), 1894. –
Taten (Sozial. Dr.), 1895. – Vom
Baume des Lebens (Erlebtes und Er-
dachtes), 1896. 6. A. 1902. – Opfer
(Eine Freundſchaftstrag.), 1897. 2. A.
1905. – Allerlei Liebe (Geſchichten-
buch), 1900. 4. A. 1902. – Die Ver-
ſucherin (Dr.), 1901.

*Wrubel, Friedrich Remigius
Ernſt,

geb. am 1. Oktbr. 1835 als der
Sohn eines Formermeiſters auf der
kgl. preuß. Eiſengießerei bei Gleiwitz,
beſuchte hier die Elementarſchule und
in Beuthen, O.-S., wohin der Vater
verſetzt worden, das Gymnaſium. Er
widmete ſich dann dem Bergbau, prak-
tizierte ein Jahr in oberſchleſiſchen
Erz- und Kohlengruben, beſtand das
techniſche Examen und ſtudierte dann
in Breslau Naturwiſſenſchaften und
Jura, ſpäter auf der Bergakademie
in Klausthal berg- u. hüttenmänniſche
Fachwiſſenſchaften. Darauf wurde er
als techniſcher Bergbeamter in Weſt-
falen angeſtellt, gab aber im Früh-

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[47/0051] Wre Wru *Wrcde, Friedrich Fürſt, pſeud. Friedrich vom Stein, wurde am 9. Febr. 1870 in Salzburg geboren, machte ſeine Studien in Salzburg, Kalksburg bei Wien und Stuttgart, beteiligte ſich 1889–90 an der Anti- ſklavereibewegung des Kardinals La- vigerie, unternahm dann längere Reiſen und lebt jetzt (1894) auf ſei- ner Villa in Salzburg. S: Das Laſter (R.), 1893. – Der Liebe Weh (Nn.), 1894. – Entnervt (Dr.), 1894. – Blu- tender Lorbeer (R.), 1895. – Ein Rät- ſel. Die „Gauſſe“. Jch? (Nn.), 1895. – Pflicht (Dram. Studie), 1897. – Blaue Novellen, 1897. – Das Recht auf ſich ſelbſt (Schauſp.), 1898. – Die Gold- ſchilds (Kulturgeſch. R. a. d. 2. Hälfte d. 19. Jahrh.), 1900. 2. A. 1912. – Durchlaucht Jff u. andere Novellen, 1901. – Das Liebesleben des Men- ſchen (R.), 1897. 4. A. 1911. – Evoe? (Neue Nn.), 1908. – Der ſtumme Her- zog (Ein Riviera-R.), 1. u. 2. A. 1910. Wrede, Gabriele Fürſtin, geborne Gräfin Herberſtein, wurde am 3. Dezember 1851 zu Athen geboren, wo ſich ihr Vater damals in diplo- matiſcher Stellung befand, und ver- mählte ſich am 15. Juni 1879 mit dem Fürſten Nikolaus W., damals Major im 5. Ulanenregiment und General- konſul in Belgrad, jetzt k. k. Feld- marſchall-Leutnant. Die diplomati- ſche Verwendung ihres Gatten führte ſie in die entfernteſten Gegenden, nach Belgrad, Graz, Athen, Stuttgart, München ꝛc. Jetzt lebt ſie in Wien. S: Kleine Gedichte, 1883. – Jn Schranken frei (Ge.), 1904. *Wrede, Ferdinand Chriſtian Wil- helm Richard, geb. am 27. Febr. 1869 auf dem Gute Münzberg bei Braunſchweig, kam nach privater Vorbereitung Oſtern 1881 auf das Gymnaſium zu Braunſchweig, wo er bis 1884 blieb. Ein Fußleiden hin- derte ihn am ferneren Schulbeſuch, führte ihn aber während der nächſten zwei Jahre auf Reiſen nach Jtalien, Frankreich, der Schweiz uſw. und zu ungeſtörter Beſchäftigung mit der Literatur und den ſchönen Künſten. Jm Herbſt 1886 konnte er ſeine Gym- naſialſtudien wieder aufnehmen, ab- ſolvierte 1891 das Gymnaſium zu Wernigerode u. ſtudierte nun in Leip- zig, Lauſanne, Berlin, München die Rechte, war aber nebenher ſchrift- ſtelleriſch und redaktionell tätig. Jm Sommer 1894 beſtand er ſein Examen als Referendar in Braunſchweig und erwarb ſich in Leipzig die Würde eines Dr. jur. Seitdem lebt er in Berlin, wo er ſeit 1895 eine Reihe von Zeit- ſchriften (gegenwärtig die „Journa- liſten-Hochſchule“) redigierte u. Vor- ſitzender des „Vereins deutſcher Re- dakteure“ iſt. Von dem Werke „Das geiſtige Berlin“ gab er den 1. Bd. mit Hans von Reinfeld (ſ. d.!), den 3. Bd. allein heraus, während der 2. Bd. noch nicht erſchienen iſt. Außer einer Reihe ſozialer Schriften und Fach- ſchriften für Journaliſten veröffent- lichte er S: Eine? (Schſp.), 1894. – Taten (Sozial. Dr.), 1895. – Vom Baume des Lebens (Erlebtes und Er- dachtes), 1896. 6. A. 1902. – Opfer (Eine Freundſchaftstrag.), 1897. 2. A. 1905. – Allerlei Liebe (Geſchichten- buch), 1900. 4. A. 1902. – Die Ver- ſucherin (Dr.), 1901. *Wrubel, Friedrich Remigius Ernſt, geb. am 1. Oktbr. 1835 als der Sohn eines Formermeiſters auf der kgl. preuß. Eiſengießerei bei Gleiwitz, beſuchte hier die Elementarſchule und in Beuthen, O.-S., wohin der Vater verſetzt worden, das Gymnaſium. Er widmete ſich dann dem Bergbau, prak- tizierte ein Jahr in oberſchleſiſchen Erz- und Kohlengruben, beſtand das techniſche Examen und ſtudierte dann in Breslau Naturwiſſenſchaften und Jura, ſpäter auf der Bergakademie in Klausthal berg- u. hüttenmänniſche Fachwiſſenſchaften. Darauf wurde er als techniſcher Bergbeamter in Weſt- falen angeſtellt, gab aber im Früh- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 8. 6. Aufl. Leipzig, 1913. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon08_1913/51>, S. 47, abgerufen am 21.09.2017.