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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 8. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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weil-Kalender" (Wels) und seit 1867
den "Katholischen Heimatskalender
für Dorf- und Stadtleute" (Wels),
beide bis zu seinem Tode, heraus,
während sein "Jllustrierter Welser
Kalender" (1879) nur einen Jahr-
gang erlebte.

S:

Bau'rnleut (Ge. in
oberösterr. Mundart), 1879.

*Wurmb, Alfred Ritter von,

geb.
am 16. Juli 1875 in Wien als der
Sohn des (1902 +) ehemaligen Ma-
rineoffiziers und späteren General-
sekretärs der Wiener Börse für land-
wirtschaftl. Produkte, Julius Ritter
v. W., erhielt als einziges Kind der
Eltern von diesen eine sehr sorgfäl-
tige Erziehung u. empfing den ersten
Unterricht durch Privatlehrer teils
in Wien, teils in Dornbach bei Wien,
wo sich der Vater ein Landhaus hatte
bauen lassen. Hier ging ihm, inmitten
einer lieblichen Landschaft, die Liebe
zur Natur auf, die durch häufige Fe-
rienreisen nach Hallstadt im Salz-
kammergut immer mehr gefestigt
wurde. Nach den Gymnasialstudien
ließ er sich an der Wiener Universität
als Hörer der Rechte inskribieren.
Zwischendurch diente er 1898-99 als
Einjährig-Freiwilliger, machte 1900
sein erstes juridisches Staatsexamen
und unternahm dann im Herbst und
Winter 1900-1901 eine größere Reise
durch Oberitalien. Jm Sommer 1902
absolvierte er seine juristischen Stu-
dien und erwarb sich 1903 die Würde
eines Dr. jur. Er schlug nun die mi-
litärrichterliche Laufbahn ein, wurde
1906 Oberleutnant-Auditor u. 1909
zum Hauptmann-Auditor befördert.
Er lebt in Wien.

S:

Jn Hallstatt
(Kleine Stimmungsbilder in V.),
1900. - Jm Wachen u. Träumen (Ge.),
1902. - Zwischen Heuberg u. Donau
(Humor. u. Sk. a. der Wienerstadt),
1910. - Wiener Praterlieder, 1911. -
Meine Weggenossen (Neue Ge.), 1912.

*Wurmb, Richard von,

geb. am
24. Febr. 1860 in Wurzen (Sachsen)
als Sohn des sächsischen General-
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Wur
majors Richard von W., wurde zum
Landwirt erzogen und wirtschaftete
bis 1898 als Rittergutsbesitzer erst
auf Rudolfstein bei Hof, dann auf
Dröda bei Plauen i. V. Seit 1902
ist er literarisch tätig, hatte seinen
Wohnsitz bis 1905 in Dresden u. lebt
seitdem in Barmen-Rittershausen.

S:

Die Babylon (Dresdener R.),
1903. 4. A. 1904. - Ein Bauspeku-
lant (R.), 1904. - Die Träne Gottes
(R.), 1906. - Die Vitusmädel (R.),
1908. - Der Wölfe Not (R.), 1908. -
Der Schatz (R. a. d. 30 jähr. Kriege),
1911.

Wurmbrand-Stuppach, Ste-
fanie Gräfin von,

psd. S. Brand-
Vrabely,
wurde am 26. Dez. 1849
in Preßburg als die Tochter des Post-
direktors, kgl. Rats Karl von Vra-
bely
geboren. Jhre Mutter Sera-
phine geb. von Szlemenics war eine
hochbegabte Frau und promovierte
Doktorin der Rechte. Stefanie war
ein Kind von ungewöhnlicher, be-
sonders musikalischer Begabung. Mit
fünf Jahren spielte sie schon, ohne
irgendwelchen Unterricht erhalten zu
haben, Klavier u. seit dem 14. Jahre
hat sie eine stattliche Zahl vom Kom-
positionen veröffentlicht; auch als
Konzertistin ist sie in Wien u. vielen
großen Städten Europas aufgetreten.
Der Herzog Ernst von Koburg-Gotha
zeichnete sie durch Verleihung der
silbernen Verdienstmedaille für Kunst
u. Wissenschaft aus. Seit dem Jahre
1869 ist Stefanie vermählt mit dem
Grafen Ernst von W. und lebt meist
in Wien.

S:

Betrachtungen, 1896.
4. A. 1897. - Neue Betrachtungen,
5. A. 1901. - Gesammeltes, 1900.
3. A. 1904.

*Wurst, Christian Wilhelm,

*
am 4. April 1838 zu Winnenden in
Württemberg als der Sohn eines
Jndustriellen, trat nach erlangter
Realschulbildung 1853 als Lehrling
in die Buchdruckerei von J. G. Cotta
in Stuttgart, wurde aber meist bei

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Wur
weil-Kalender“ (Wels) und ſeit 1867
den „Katholiſchen Heimatskalender
für Dorf- und Stadtleute“ (Wels),
beide bis zu ſeinem Tode, heraus,
während ſein „Jlluſtrierter Welſer
Kalender“ (1879) nur einen Jahr-
gang erlebte.

S:

Bau’rnleut (Ge. in
oberöſterr. Mundart), 1879.

*Wurmb, Alfred Ritter von,

geb.
am 16. Juli 1875 in Wien als der
Sohn des (1902 †) ehemaligen Ma-
rineoffiziers und ſpäteren General-
ſekretärs der Wiener Börſe für land-
wirtſchaftl. Produkte, Julius Ritter
v. W., erhielt als einziges Kind der
Eltern von dieſen eine ſehr ſorgfäl-
tige Erziehung u. empfing den erſten
Unterricht durch Privatlehrer teils
in Wien, teils in Dornbach bei Wien,
wo ſich der Vater ein Landhaus hatte
bauen laſſen. Hier ging ihm, inmitten
einer lieblichen Landſchaft, die Liebe
zur Natur auf, die durch häufige Fe-
rienreiſen nach Hallſtadt im Salz-
kammergut immer mehr gefeſtigt
wurde. Nach den Gymnaſialſtudien
ließ er ſich an der Wiener Univerſität
als Hörer der Rechte inſkribieren.
Zwiſchendurch diente er 1898–99 als
Einjährig-Freiwilliger, machte 1900
ſein erſtes juridiſches Staatsexamen
und unternahm dann im Herbſt und
Winter 1900–1901 eine größere Reiſe
durch Oberitalien. Jm Sommer 1902
abſolvierte er ſeine juriſtiſchen Stu-
dien und erwarb ſich 1903 die Würde
eines Dr. jur. Er ſchlug nun die mi-
litärrichterliche Laufbahn ein, wurde
1906 Oberleutnant-Auditor u. 1909
zum Hauptmann-Auditor befördert.
Er lebt in Wien.

S:

Jn Hallſtatt
(Kleine Stimmungsbilder in V.),
1900. – Jm Wachen u. Träumen (Ge.),
1902. – Zwiſchen Heuberg u. Donau
(Humor. u. Sk. a. der Wienerſtadt),
1910. – Wiener Praterlieder, 1911. –
Meine Weggenoſſen (Neue Ge.), 1912.

*Wurmb, Richard von,

geb. am
24. Febr. 1860 in Wurzen (Sachſen)
als Sohn des ſächſiſchen General-
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Wur
majors Richard von W., wurde zum
Landwirt erzogen und wirtſchaftete
bis 1898 als Rittergutsbeſitzer erſt
auf Rudolfſtein bei Hof, dann auf
Dröda bei Plauen i. V. Seit 1902
iſt er literariſch tätig, hatte ſeinen
Wohnſitz bis 1905 in Dresden u. lebt
ſeitdem in Barmen-Rittershauſen.

S:

Die Babylon (Dresdener R.),
1903. 4. A. 1904. – Ein Bauſpeku-
lant (R.), 1904. – Die Träne Gottes
(R.), 1906. – Die Vitusmädel (R.),
1908. – Der Wölfe Not (R.), 1908. –
Der Schatz (R. a. d. 30 jähr. Kriege),
1911.

Wurmbrand-Stuppach, Ste-
fanie Gräfin von,

pſd. S. Brand-
Vrabély,
wurde am 26. Dez. 1849
in Preßburg als die Tochter des Poſt-
direktors, kgl. Rats Karl von Vra-
bély
geboren. Jhre Mutter Sera-
phine geb. von Szlemenics war eine
hochbegabte Frau und promovierte
Doktorin der Rechte. Stefanie war
ein Kind von ungewöhnlicher, be-
ſonders muſikaliſcher Begabung. Mit
fünf Jahren ſpielte ſie ſchon, ohne
irgendwelchen Unterricht erhalten zu
haben, Klavier u. ſeit dem 14. Jahre
hat ſie eine ſtattliche Zahl vom Kom-
poſitionen veröffentlicht; auch als
Konzertiſtin iſt ſie in Wien u. vielen
großen Städten Europas aufgetreten.
Der Herzog Ernſt von Koburg-Gotha
zeichnete ſie durch Verleihung der
ſilbernen Verdienſtmedaille für Kunſt
u. Wiſſenſchaft aus. Seit dem Jahre
1869 iſt Stefanie vermählt mit dem
Grafen Ernſt von W. und lebt meiſt
in Wien.

S:

Betrachtungen, 1896.
4. A. 1897. – Neue Betrachtungen,
5. A. 1901. – Geſammeltes, 1900.
3. A. 1904.

*Wurſt, Chriſtian Wilhelm,

*
am 4. April 1838 zu Winnenden in
Württemberg als der Sohn eines
Jnduſtriellen, trat nach erlangter
Realſchulbildung 1853 als Lehrling
in die Buchdruckerei von J. G. Cotta
in Stuttgart, wurde aber meiſt bei

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 8. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 55. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon08_1913/59>, abgerufen am 25.09.2018.